Ralf Stegner (SPD) zu Streit über Gottesbezug: „Toleranz in den Vordergrund stellen“

Soll in der Verfassung Bezug auf Gott genommen werden? Darüber wird in Schleswig-Holstein gestritten. SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Stegner hat ein Kompromiss vorgelegt: Gottesbezug plus eine Demutsformel, die die Unvollkommenheit des Menschen betont.

[http://www.deutschlandradiokultur.de/ralf-stegner-spd-zu-streit-ueber-gottesbezug-toleranz-in.1278.de.html?dram:article_id=360373

  1. #1 von Hal am 18. Juli 2016 - 21:44

    pff

    Gottesbezug plus eine Demutsformel, die die Unvollkommenheit des Menschen betont.

    Eine Unvollkommenheit der Volksvertreter wäre erwähnenswert,

  2. #2 von oheinfussel am 18. Juli 2016 - 21:54

    Wieso muss die Unvollkommenheit betont werden? ich weiß doch auch so, dass ich nicht unfehlbar bin.

  3. #3 von Noch ein Fragender am 18. Juli 2016 - 22:32

    Es reicht doch, wenn man sich auf die Menschenrechte verständigt.

    Warum einer das tut, ist Privatsache und gehört nicht in die Verfassung eines eltanschulich-neutralen Staates.

    Warum wollen die Monotheisten bloß immer wieder ihre Einstellung wie ein Reklametransparent vor sich her tragen und in die Verfassung geschrieben haben, dass sie aufgrund ihres „Gottes“ (als gäbe es nur einen Gott) für die Menschenrechte sind?

    P.S. Die Europahymne redet übrigens nicht von einem Gott, sondern von Göttern: Freude, schöner Götterfunken, Tochter au Elysium.

  4. #4 von Torchy am 18. Juli 2016 - 22:36

    Wenn Gottesbezug, dann so:
    „In der Verantwortung für die Menschen und in Anerkennung der Unvollkommenheit vor allem derer, die an irgendwelche Götter meinen glauben zu müssen…“

  5. #5 von user unknown am 18. Juli 2016 - 22:41

    Inwiefern soll denn eine Formel wie „in Verantwortung vor Gott“ menschliche Fehlbarkeit ausdrücken?

    Wer sich auf ein höheres Wesen beruft – der stellt doch die Verfassung infrage. Er sagt, es gibt noch etwas über der Verfassung…

  6. #6 von itna am 19. Juli 2016 - 00:38

    Puh, Vollpfosten.

    Welcher Gott war´s noch mal?

    Mehrzahl hört sich auch gut an:

    In Verantwortung vor den Göttern, Elfen,Feen etc.

  7. #7 von Willie am 19. Juli 2016 - 01:51

    Diese Präambel war nämlich im Oktober 2014 neu beschlossen worden, und das ohne einen ausdrücklichen Bezug auf Gott. Das hält übrigens die knappe Mehrheit der deutschen Länderverfassungen so.

    Vorher gab es keine Präambel also auch keinen Gottesbezug. Auch der zweite Teil ist irreführend, da die Hälfte einen Bezug auf diesen ominösen Gott beinhalten (Sachsen durch die Hintertür).

    Mein Vorschlag:
    In Gedenken der Menschen, die die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ausgearbeitet und derer, die diese für ihren Geltungsbereich vollumfänglich anerkannt haben, erneuern wir den Willen diese Werte mit friedlichen, gleichheitlichen und gerechten Mitteln zu verteidigen, umzusetzen und weiterzutragen ….

  8. #8 von evildrummer666 am 19. Juli 2016 - 05:47

    Warum fragt man nicht einfach Gott himself ob er in die Verfassung aufgenommen werden möchte? 😂

    Problem gelöst.

  9. #9 von Elvenpath am 19. Juli 2016 - 09:18

    Alles Lüge. Es geht einzig und allein darum, allen Menschen den eigenen Gott aufs Auge zu drücken und für Religionen eine privilegierte Stellung zu zementieren.

  10. #10 von Siegrun am 19. Juli 2016 - 09:42

    @ Fussel #2: Eure Fusseligkeit, ihr seid sicher unfehlbar, auf jeden Fall in fusseligen Fragen. ;D

  11. #11 von oheinfussel am 19. Juli 2016 - 11:19

    @Siegrun

    Da hast du natürlich Recht 🙂

  12. #12 von m0ebius am 19. Juli 2016 - 11:59

    Das ist KEIN Kompromiss, sondern nur eine kleinere Verschiebung in Richtung Theokratie als von manchen gewünscht.

  13. #13 von Olaf am 21. Juli 2016 - 07:48

    Ich bin der Meinung das keine textliche Erwähnung notwendig ist. der klare und unmissverständliche Wille ergibt sich doch seit Jahrhunderten aus der reinen Exegese des Leerraums zwischen den Zeilen. Dann muss man sich nicht mühen umstumständlich dem Text eine Bedeutung abringen zu wollen die man gerade braucht, die Leere wäre somit ein Testament der Belege für die Macht des Heiligen Geistes der in den NOP-Code Anweisungen der Druckermaschinen zu finden ist.

    So, ihr Rethorikstudenten der theologischen Fakultäten mit Kannibalismus Hang: Bullshit in einen lesbaren Satz als gut klingende Argumentation verpacken … selbst darauf habt ihr kein Monopol mehr. Get over it and carry on.

  14. #14 von Friedensgrenze am 22. Juli 2016 - 12:18

    Schwein gehabt !

    Ein Gottesbezug kommt in die Schleswig Holsteinische Verfassung nicht rein.

    46 Stimmen wären nötig gewesen um auf Theokratie zuzugehen aber nur 45 Abgeordnete haben zugestimmt.

    Wir waren an der Diskussion nicht ganz unbeteiligt. Es ist mir eine Freude mit Euch zusammen zu arbeiten.

    Ich freu mich.