Wie lebte es sich als Christ in der DDR, Herr Schröder?

Kreuze, Küsse und Gebete: Eine Fotoausstellung in Leipzig zeigt den Kirchenalltag im SED-Staat. Richard Schröder hat damals in der Ost-Provinz gepredigt. Ein Gespräch über Widerstand, Grillpartys und geistige Verführung

(…)

ZEIT: Die Ökumene hat in der DDR früher und besser funktioniert.

Schröder: Man wollte zusammenhalten – gegen eine herrschende Partei, die den Atheismus als Teil ihres Parteiprogramms verstand.

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[http://www.zeit.de/2016/30/ddr-evangelische-kirche-sozialismus-sed-richard-schroeder

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  1. #1 von Gerry am 16. Juli 2016 - 12:23

    Beispiel für die „Unterdrückung“ der Christen in der DDR:

    ZEIT: Welche Repressalien haben Sie als Pfarrer erlebt?

    Schröder: Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Mir wurde irgendwann untersagt, einmal im Monat einen Gottesdienst im Altersheim zu halten. Als ich mich bei der Kreisärztin beschwert habe, meinte sie nur schnippisch: „Ich darf in Ihrer Kirche auch keine Rede über den SED-Parteitag halten.“ Ich habe gesagt: „Ich wusste noch gar nicht, dass das Altersheim der Partei gehört! Ich dachte, das gehört dem Staat.“ Man ist immer für dumm verkauft worden. Die Heimleiterin selbst war übrigens Gemeindemitglied und hat mir das Verbot mit Bedauern eröffnet.

    Er hat letztendlich mit seiner Beschwerde dann Erfolg gehabt und durfte den Gottesdienst dann doch wieder halten.

    Oder wie Leute wie Dr. Blume sagen würden:
    ZWANGSSÄKULARISIERUNG!