Kirchenferne Schuld an Rassenunruhen in den USA?

Weiße und Schwarze in den USA hatten einmal, trotz aller Differenzen, eine gemeinsame Referenz – das Christentum. Nun wird Amerika bunter und kirchenferner. Das schafft Heimatlosigkeit. Ein Kommentar.

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Der zweite Trend, die nachlassende Bindung an religiöse Institutionen, potenziert die verunsichernden Folgen des ersten. Im Vergleich zu Europa ist Amerika immer noch ein sehr religiöses Land. Doch kontinuierlich steigt sowohl die Zahl jener, die ihre Religionszugehörigkeit wechseln, als auch derer, die sich keiner Glaubensrichtung mehr verbunden fühlen.

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Ohne ein religiöses Umfeld, das Diskriminierungserfahrungen auffängt und Veränderungsimpulse setzt, bleiben schwarze Jugendliche immer öfter allein mit ihrem Frust und Zorn. Das begünstigt Entfremdungs- und Radikalisierungsprozesse.

weiterlesen:

[http://www.tagesspiegel.de/politik/religion-und-rassismus-in-amerika-die-usa-zerfallen-in-viele-welten/13871504.html

  1. #1 von oheinfussel am 16. Juli 2016 - 11:11

    Genau – früher wars halt besser, nicht?

  2. #2 von paul0f am 16. Juli 2016 - 11:34

    Welch ein billiger Versuch, die Probleme der Menschen auf den Rücken der Säkularisierung abzuwälzen.

    Oder um es in Ice-T´s Worten zu sagen: „… this is the racist bullshit, that fuck this world up from day one“.

  3. #3 von Hal am 16. Juli 2016 - 11:47

    Ein Kommentar von Malte Lehming, aber ist es seine persönliche Meinung oder ist es gezielte Stimmungsmache um die Mär für den sozialen Zusammenhalt ach so wichtigen Christentums. Ist es eine Propagandalüge entgegen besseren Wissen oder ist es christlich gepflegte Unwissenheit und Ignoranz?

  4. #4 von spritkopf am 16. Juli 2016 - 14:33

    „Der zweite Trend, die nachlassende Bindung an religiöse Institutionen, potenziert die verunsichernden Folgen des ersten.“

    Und zum Thema „verstärkte Bindung an religiöse Institutionen“ lesen Sie bitte diesen Kommentar von Malte Lehming.

  5. #5 von drawingwarrior am 16. Juli 2016 - 14:49

    Ähm, nur mal so für mich zum Mitschreiben; wenn weiße Polizisten unbewaffnete scharze junge Männer teilweise von hinten erschießen, ich möchte dass Wort „hinrichten“ eigentlich lieber verwenden, dann sind das die Auswirkungen einer mangelnden Bindungen an eine christliche Sekte, die….ähm…ich….wir…..ach du Scheiße!

    Sorry, ich hatte gerade für einen Augenblick keinen Kontakt mehr zu meinem Blödsinn-Detektor.
    Der Schelm ist laut lachend aus meinem Kopf gesprungen und hat sich quer durch unser Wohnzimmer gekugelt.

  6. #6 von Unechter Pole am 16. Juli 2016 - 15:04

    Waren das diese „Kirchenferne“?

  7. #7 von oheinfussel am 16. Juli 2016 - 15:06

    @dw

    Hast du ihn wieder einfangen können?

  8. #8 von deradmiral am 16. Juli 2016 - 16:54

    Unter den Schwarzen ist im Vergleich zu Weißen, Hispanics und Asiaten sind laut Pew Research der Anteil der Atheisten und Unreligiösen am geringsten. Ich bitte die Bezeichnungen zu entschuldigen; die US-Amerikaner machen solch rassistische Erhebungen.

    http://www.patheos.com/blogs/barrierbreaker/the-reason-there-arent-more-black-atheists/

  9. #9 von drawingwarrior am 16. Juli 2016 - 20:13

    @ohneinfussel

    Ha, er ist auf einer Fusselmaus ins Schlingern geraten und….schwups die wups hatte ich ihn wieder.
    Nachdem ich die Fussel abgepustet habe (mhm, ich gehe nämlich pfleglich mit meinen Fusseln um) hab ich den Detektor wieder eingesetzt und gleich am nächsten Artikel ausgetestet. Klappt wieder einwandfrei.

  10. #10 von oheinfussel am 16. Juli 2016 - 21:05

    @dw

    Da bin ich aber sehr erleichtert 🙂
    Ich hab neulich erst ein UpDate machen müssen, weil mein Detektor angesicht der schieren Masse an Blödsinn beinahe einen totalen Absturz hatte – jetzt gehts ihm aber wieder gut 😉

  11. #11 von Willie am 17. Juli 2016 - 01:42

    Abschließend kommt es dann:

    Auch George W. Bush, Obamas Vorgänger, ein weißer, texanischer Republikaner, redete bei der Trauerfeier für die ermordeten Polizisten in Dallas. Amerikaner würden sich nicht durch „Blut und Herkunft“ definieren, sagte er, sondern durch „Ideale und Werte“. Doch genau dafür zerbröselt langsam das Fundament.

    Amerika, gods own land wurde von Gott verlassen.

  12. #12 von Elvenpath am 17. Juli 2016 - 13:26

    Soziale Ungerechtigkeiten und Diskriminierung sind der Hauptgrund für diese Unruhen. Nur Religioten können auf so bescheuerte Ideen kommen, dass fehlende Religion etwas damit zu tun hätte.

  13. #13 von Skydaddy am 17. Juli 2016 - 16:38

    Malte Lehming machte schon Ende 2014 Konfessionslose verantwortlich für den Erfolg von Pegida:

    Gottloser Kreuzzug

    Angeblich geht’s den Pegida-Demonstranten um Religion. Doch nur ein Bruchteil von ihnen dürfte je eine Kirche von innen gesehen haben. Denn der einzige Erfolg der DDR-Diktatur bestand in der Entchristianisierung der Bevölkerung. Das rächt sich jetzt.