Anschlag in Nizza: Lastwagen rast in Menschenmenge – mindestens 80 Tote

In Nizza hat ein mutmaßlicher Attentäter mit einem Lkw zahlreiche Menschen überfahren, mindestens 80 starben. Frankreichs Präsident spricht von einem „terroristischen Charakter“ der Tat – und verlängert den Ausnahmezustand im Land.

weiterlesen:

[http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/nizza-lastwagen-rast-in-menschenmenge-a-1103093.html

  1. #1 von O. am 16. Juli 2016 - 01:32

    „Der Westen“ ist korrumpiert – kein Wunder, wenn die hofierte Marktkonformität Demokratiedeformation als ergebnis hat.
    Und mit Ölstaaten lassen sich unmal wunderbar Geschäfte machen.
    Daß Kapitalismus und Demokratie zusammen gehören, erzählt man uns sei Jahr und Tag, aber erstens war das schon immer Schönrednerei, andererseits muss dies, nur weil es in einigen Ländern NOCH so praktiziert wird, ja noicht so bleiben.
    Postdemokratie eben.

    Und die christlichen Kirchen sind zu schwach und lieb geworden (trotz allem Kruden Zeug, das die heute noch absondern).
    Also importiert man Islam, damit das aufgeklärte Volk wieder zurück gestossen wird in die Voraufklärung.

    Hartmut Krauss sieht das ganz ähnlich, ich seh‘ mich da bestätigt:

    Eine Analyse von Hartmut Krauss:

    Für ein Europa der aufgeklärten Gesellschaften
    http://www.gam-online.de/text-fur%20europa.html

  2. #2 von O. am 16. Juli 2016 - 01:34

    Verdammt nochmal, zweiter Versuch, diesmal mit vermurkster URL:

    „Der Westen“ ist korrumpiert – kein Wunder, wenn die hofierte Marktkonformität Demokratiedeformation als ergebnis hat.
    Und mit Ölstaaten lassen sich unmal wunderbar Geschäfte machen.
    Daß Kapitalismus und Demokratie zusammen gehören, erzählt man uns sei Jahr und Tag, aber erstens war das schon immer Schönrednerei, andererseits muss dies, nur weil es in einigen Ländern NOCH so praktiziert wird, ja noicht so bleiben.
    Postdemokratie eben.

    Und die christlichen Kirchen sind zu schwach und lieb geworden (trotz allem Kruden Zeug, das die heute noch absondern).
    Also importiert man Islam, damit das aufgeklärte Volk wieder zurück gestossen wird in die Voraufklärung.

    Hartmut Krauss sieht das ganz ähnlich, ich seh‘ mich da bestätigt:

    Eine Analyse von Hartmut Krauss:

    Für ein Europa der aufgeklärten Gesellschaften
    _http://www.gam-online.de/text-fur%20europa.html

  3. #3 von O. am 16. Juli 2016 - 01:36

    ,,,wieso werden meine Kommentar-Postings weggeschluckt?

  4. #4 von O. am 16. Juli 2016 - 01:37

    …ach, jetzt alle hintereinander. Irgendwie ist der Blog wohl nicht so sehr performant.
    Läuft der auf nem C64? 😉

  5. #5 von Barkai am 16. Juli 2016 - 02:46

    @deser

    Immer diese Fehlschlüsse…

    Ich behaupte ja nicht, das der islam unschuldig ist, im Gegenteil, ich sehe ihn als Motiv um Terror zu legitimieren bzw. um Opfer zu dehumanisieren, was zwingend notwendig ist um die Hemmschwelle des Tötens abzusenken.

    #32 las sich noch ganz anders.. Ja, Leute, ihr habt Recht. Am Wesen des Westens soll die Welt genesen. Ich kapier auch nicht warum die uns so hassen. Wir sollten sie noch mehr bombardieren, vielleicht verstehen sie es ja dann wie sehr wir sie lieb haben.
    Das klingt zumindest so, als ob der Westen daran schuld sein soll.

    Worum es mir geht, ist die Frage warum sich der fanatische Islam so gut ausbreiten konnte. M.M.n. können sich absolutäre und faschistische Ideologien besonderns gut in Gesellschaften ausprägen in denen es einen echten oder auch nur gefühlten Missstand gibt. Diese Missstände hat der Westen teilweise mitzuverantworten. Also trägt er auch indirekt eine Mitschuld an der Ausbreitung des fanatischen Islams.

    Das heutige Afghanistan hatte doch bereits bevor es westl. Einflüsse im Land gab einen hardcore Islam (der eben zum Massenmord an den Sikhs motiviert hatte). Was ist daran abwegig zu glauben, dass dieser hardcore Islam nie aus Afghanistan verschwunden ist? Je nachdem, wie die Lage im Land war bzw wer im Land das Sagen hatte, war der strenge Islam mehr oder weniger einflussreich. Daran hat sich bis heute wenig geändert.
    Die opposition zur modernisierung des Landes unter der Monarchie kam von afghanen aus den ländlich geprägten Gebieten, die gegen die Modernieiserung waren, eben weil sie an alten Dingen (wie der religion) festhalten wollten. Die fanatische religion war also nicht weg.

    der fanatische Islam hat sich in kaum einem land so gut ausbreiten können wie Saudi-Arabien. KSA war keine westliche Kolonie, es ist ein wohlhabendes bis reiches Land. Trotzdem herrscht dort der fanatische Islam. Gesellschaftliche Misstände lassen sich in der Regel auf den dort herschenden Islam zurückführen. Oder fällt dir ein gesellscahftlicher Misstand in der saudischen gesellschaft auf, die zum Aufstieg des fanatischen islams geführt hat?

    “ In der Logik eines Attentäter sind sie aber Repräsentanten eines ihm verhassten Systems und somit mitschuldig. Er bringt sie stellvertretend um.“

    Wenn aber Leute – fälschlicher Weise – für Stellvertreter eines verhassten Systems gehalten werden, gibt es nichts, was diese Leute tun könnten, um die Gefahr durch Terror zu senken. egal, was sie tun, sie bleiben stets repräsentatnten eines verhassten Systems. Die einzige Schutzmöglichkeit bestünde nur dadrin, dass man Leute, die sehr zu solch kruder Logik neigen, von sich fernhält.

    @Monika
    <blockquote<Okay, danke für die Richtigstellung-das wurde vorher anders gemeldet.
    Keine Ahnung, ob das jetzt stimmt oder vllt doch etwas anderes. Ich kann dir nur sgaen, dass The telegraph eigentlich eine seriöse Zeitung ist.

  6. #6 von Monika am 16. Juli 2016 - 08:43

    Ich hatte im Fernsehen gehört, das es sich um einen in Frankreich geborenen Tunesier handelt. Keine Ahnung, welcher Sender das war, ich hatte rumgezappt.

    Aber selbst, wenn seine ganze Familie durch „westliche“ Drohnen getötet worden wäre, gibt ihm das nicht das Recht, wahllos irgendwelche zufällig anwesende Menschen, die keinen Einfluß auf die westliche Militärdoktrin haben, zum Teil, weil sie dafür einfach zu jung sind, zu töten.
    Vielleicht ist die Erklärung ganz einfach (auch, wenn ich dafür alle Daumen runter bekomme):

    Böse Menschen begehen böse Taten!

  7. #7 von Charlie am 16. Juli 2016 - 09:37

    @O.

    Es kann manchmal vorkommen, dass Akismet einen Kommentar fälschlicherweise als Spam markiert, aber das war hier nicht das Problem. Bei obigen Problemen hat immer noch der Versender daran Schuld wenn was nicht klappt. Und den C64-Witz kannst du auch noch an WordPress schicken, vielleicht lachen die.

  8. #8 von Kappa am 16. Juli 2016 - 09:43

    Böse Menschen sind Wechselbälger, die den Eltern vom Satan untergejubelt werden.

  9. #9 von Monika am 16. Juli 2016 - 10:01

    Atheistisch: Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.
    Biblisch: Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.

    Wer macht sich hier Illusionen?

  10. #10 von scipiommxii am 16. Juli 2016 - 10:54

    Wer sich Illusionen macht … besser: an Halluzinationen leidet?

    Nun, Ellen – ich sehe Milliarden brennen – White wäre ein guter Kandidat.

    By the Way … die Sabbatruhe scheint bei der mit reichlich dämlichen Kommentaren dekorierten Blog-Adventistin offenbar auch nicht mehr angesagt zu sein. Vor einiger Zeit betonte das Bimmelmützenkasperle noch großmäulig, dass sie am Sabbath … ach egal, Hauptsache das Ende naht und der gute Gott bekommt sein Menschenfleichbarbeque.

  11. #11 von Yeti am 16. Juli 2016 - 11:00

    @scipio: hier muss ich Monika mal verteidigen und Deinen Satz vervollständigen:

    dass sie am Sabbath …

    … und Sonntags oft Arbeiten muss. War doch so, oder?

  12. #12 von scipiommxii am 16. Juli 2016 - 11:05

    Wäre eine gute Verteidigung … wenn Sie nicht explizit darauf hingewiesen hätte, dass sie am Sabbath hier nicht kommentieren wird. 😉

  13. #13 von deradmiral am 16. Juli 2016 - 11:06

    Wenn der Attentäter ein einsamer Irrer war, werden wir dann endlich in Ruhe gelassen von den Self-Blamer? Vieles deutet darauf momentan hin.

    Halten wir fest; Die Täter sind für ihre Taten selbst verantwortlich. Wer ihnen die Verantwortung abspricht, weil sie aus einem Land, aus einer Kultur kommen oder eine Hautfarbe oder Religion haben, der ist selbst ein Rassist und Chauvinist.

  14. #14 von Yeti am 16. Juli 2016 - 11:26

    @admiral:

    Die Täter sind für ihre Taten selbst verantwortlich.

    Natürlich. Niemand will den Tätern doch die Verantwortung absprechen. Wenn man dem Verhalten „des Westens“ eine gewisse Mitverantwortung zuspricht, spricht man die dem letztendlichen Täter doch nicht ab. Es sind doch immer auch Kausalketten daran beteiligt, wenn etwas stattfindet (oder verhindert wird).

    Um mal den kruden Vergleich mit der Vergewaltigung zu bemühen – es kommt ja immer wieder mal ein „selbst (mit) schuld, mach‘ doch die Bluse zu!“ von irgendwelchen Birgit Kelles oder sonstigen Schabracken.
    Wir sind hier nicht die aufreizende Frau in der Menge, die einfach nur ihren Spaß heben will und dann belästigt oder gar vergewaltigt wird..

    Wir sind nackt in diese Gegend gerannt und haben „fick mich! fick mich!“ gerufen.

    Und jetzt werden wir gefickt. Selbst (mit) schuld.

    Aber es geht doch gar nicht um Schuld oder Verantwortung. Es geht darum, wie man die Zustände verbessert. Und deswegen müssen wir überlegen, welches Verhalten wir ändern können, damit solche Terrorakte aufhören. Damit meine ich nicht, unsere Art und Weise hier so zu leben, wie wir es tun, sondern die Art und Weise, wie „wir“ mit Menschen in anderen Gegenden der Welt umspringen.

    Wie können „die Anderen“ nicht ändern. Jeder kann nur selbst für sich sein Verhalten hinterfragen und entsprechend anpassen. Das Verhalten, was wir „den anderen“ gegenüber die letzten Jahrzehnte an den Tag gelegt haben, war bis vor kurzem zu unserem eigenen Vorteil. Das Pendel schlägt langsam in die andere Richtung. Persönlich empfinde ich keinerler Verantwortung dafür, die Polit des „Westens“ hat aber Verantwortung an den aktuellen Zuständen.

    Mich kotzt einfach „unsere“ (und in diesem Falle auch meine) Hilflosigkeit an, es wollen mir einfach keine „einfachen“ Lösungen für das Problem einfallen.

  15. #15 von Barkai am 16. Juli 2016 - 12:54

    @Yeti

    Wir sind nackt in diese Gegend gerannt und haben „fick mich! fick mich!“ gerufen.

    Und jetzt werden wir gefickt. Selbst (mit) schuld.

    wann hat Belgien das noch einmal gemacht?
    Wann hat Kenia das noch einmal gemacht?
    Wann hat Indien das noch einmal gemacht?
    Wann hat Thailand das noch einmal gemacht?
    Wann haben die Philipinen das noch einmal gemacht?

    Indien bsplw wird schon länger „gefickt“ als westl. Länder.

    Aber es geht doch gar nicht um Schuld oder Verantwortung.

    im selben Kommentar: Wenn man dem Verhalten „des Westens“ eine gewisse Mitverantwortung zuspricht, spricht man die dem letztendlichen Täter doch nicht ab.
    was denn nun? Geht es um (Mit)Verantwortung, oder nicht?

    Und deswegen müssen wir überlegen, welches Verhalten wir ändern können, damit solche Terrorakte aufhören.

    was hat denn belgien bspw gemacht, damit es sich terroranschläge „erarbeitet“ hat?
    Wenn jetzt die Antwort kommt, dass belgien jetzt nichts gemacht hat, aber „der Westen“ (also andere westl. Länder schon), dann geht es gar nicht um das eigene Verhalten, sondern darum, dass Länder in gruppenhaftung genommen werden.

    Damit meine ich nicht, unsere Art und Weise hier so zu leben, wie wir es tun, sondern die Art und Weise, wie „wir“ mit Menschen in anderen Gegenden der Welt umspringen.

    Was hat belgien denn getan? Was hat Kenia denn getan? Was hat Indien denn getan?

    Wie können „die Anderen“ nicht ändern.

    eben. das ist die Erfahrung, die andere Länder, die schon seit Jahrzehnten mit islamischem Terror umgehen müssen, (schmerzhaft) gelernt haben bzw haben lernen müssen.

    Jeder kann nur selbst für sich sein Verhalten hinterfragen und entsprechend anpassen.

    was soll Kenia also (deiner meinung nach) tun? Was soll Indien also tun? Was soll Thailand also tun? Was sollen die Philipinen also tun?
    Was soll Belgien also tun?

    Das Verhalten, was wir „den anderen“ gegenüber die letzten Jahrzehnte an den Tag gelegt haben, war bis vor kurzem zu unserem eigenen Vorteil

    wer agiert denn zum eigenen Nachteil? OK, Israel ist oder war so bekloppt und läßt Terroristen wieder frei, gibt Territorien auf (aus dem es dann zum Teil später mit Raketen beschossen wird). Aber mit dieser Ausnahme: welches Land handelt denn zum eigenen Nachteil?

    Das Pendel schlägt langsam in die andere Richtung.

    man kann nur hoffen, dass solche fehler nicht wiederholt werden.

    Persönlich empfinde ich keinerler Verantwortung dafür, die Polit des „Westens“ hat aber Verantwortung an den aktuellen Zuständen

    Westl Politik:
    Politik des Westens, Frankreich & GB ziehen Militäraktionen in anderen Ländern durch -> islamsicher Terror in dne Ländern.
    Belgien zieht keine Militäraktionen in islamischen Ländern durch -> islamischer Terror in Belgien.
    Polen unterstützt die ein oder andere Militäraktione in islamsichen Ländern -> (bislang) kein islamischer Terror in Polen (wollen wir hoffen, dass das so bleibt)

    andere nicht-westliche Länder sind nicht an der Politik des Westens beteiligt -> islamischer Terror in ihren Ländern.

    Mich kotzt einfach „unsere“ (und in diesem Falle auch meine) Hilflosigkeit an, es wollen mir einfach keine „einfachen“ Lösungen für das Problem einfallen.

    Wenn dsa Problem erst einmal besteht, dann gibt es keine einfachen Lösungen mehr. Deswegen gibt es Menschen, die in Ländern leben, die seit Jahrzehnten unter islamischem Terror leiden.
    Aber vllt tröstet es dich ja, wenn du bedenkst, dass das kein exklusiv wesltiches Problem ist, sondern einige Entwicklugnsländer da auch schon eit Jahrzehnten ein Problem haben (nur, dass islamischer Terror dann für den Westen kein Problem war; es waren ja Menschen in anderen Ländern, die dem Terror zum Opfer gefallen sind)

  16. #16 von Yeti am 16. Juli 2016 - 13:51

    @barkai:

    wann hat Belgien das noch einmal gemacht?

    Darum geht es doch nicht. Es geht darum, dass in „deren“ Augen „der Westen“ sich falsch verhält. Und das ist nunmal so (nicht, dass wir uns prinzipiell ausschließlich falsch verhalten, nochmal: in deren Augen). Solche Aktionen haben Ursachen, und die müssen wir bekämpfen.

    Wann hat Kenia das noch einmal gemacht?

    Um das und die anderen Gegenden geht es nicht. Es geht darum, was hier passiert und warum und wie wir da gegensteuern könnten. Dafür müssen wir verdammt nochmal unser Verhalten hinterfragen. Am „warum“ haben die Zustände in den Herkunftsländern des Terrors einen gewaltigen Anteil, unabhängig davon, wer dafür verantwortlich ist.

    Aber es geht doch gar nicht um Schuld oder Verantwortung.

    im selben Kommentar: Wenn man dem Verhalten „des Westens“ eine gewisse Mitverantwortung zuspricht, spricht man die dem letztendlichen Täter doch nicht ab.
    was denn nun? Geht es um (Mit)Verantwortung, oder nicht?

    Natürlich gibt es „Schuld“ und Verantwortlichkeiten. Es bringt aber nichts, das aufzuschreiben und zu sagen „die waren’s!“. Es geht um Ursachen und Wirkungen. Und darum, wie wir unser Verhalten ändern, um die Situation langfristig zu verbessern. Nachmal: wir können andere nicht ändern, das geht nur bei uns selbst.

    was hat denn belgien bspw gemacht, damit es sich terroranschläge „erarbeitet“ hat?
    Wenn jetzt die Antwort kommt, dass belgien jetzt nichts gemacht hat, aber „der Westen“ (also andere westl. Länder schon), dann geht es gar nicht um das eigene Verhalten, sondern darum, dass Länder in gruppenhaftung genommen werden.

    Es geht darum, was schief läuft und wie man es ändern kann. Wer in der Vergangenheit für was auch immer verantwortlich war oder ist, das ist halt so. Ändern können wir nur unser Verhalten in der Zukunft. Und das müssen wir dringend tun. Wenn das „aufmüpfige Kind“ durch tägliche Ohrfeigen nicht aufhört, aufmüpfig zu sein, sollte man sich vielleicht eine andere Strategie ausdenken.

    Was hat belgien denn getan? Was hat Kenia denn getan? Was hat Indien denn getan?

    Reite bitte nicht dauernd auf Belgien herum.
    Du hättest genauso gut fragen können „was hat Syrien denn getan …“.

    Es geht nicht um Schuld oder Verantwortung bestimmter Organisationen oder Staaten, sondern darum, auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, dass wir Maßnahmen ergreifen, die die Situation abmildern. Was wir bisher versucht haben, hat nicht funktioniert, also sollten wir unsere Strategie, unser Verhalten, ändern.

    was soll Kenia also (deiner meinung nach) tun?

    Entschuldige, Kenia, und die anderen gennanten haben mit dem aktuellen Problen nichts zu tun und sind mir in dem Zusammenhang scheißegal. Und Belgien, siehe oben.

    wer agiert denn zum eigenen Nachteil? OK, Israel ist oder war so bekloppt und läßt Terroristen wieder frei, gibt Territorien auf (aus dem es dann zum Teil später mit Raketen beschossen wird). Aber mit dieser Ausnahme: welches Land handelt denn zum eigenen Nachteil?

    Jetzt auch noch Israel. Kommt gleich Südafrika?
    WIR, die sogenannte westliche Wertegemeinschaft, haben die letzten Jahrzehnte in unserem (vermeintlichen) Interesse in solchen Gegenden interveniert. Jetzt stellt sich das als Fehler raus. Deshalb sollten WIR, die sogenannte westliche Wertegemeinschaft, mal langsam unsere Strategie überdenken.

    man kann nur hoffen, dass solche fehler nicht wiederholt werden.

    Das werden sie aber, solange wir unser Verhalten nicht überdenken.

    Westl Politik:
    Politik des Westens, Frankreich & GB ziehen Militäraktionen in anderen Ländern durch -> islamsicher Terror in dne Ländern.

    Es geht, verdammt nochmal, das kann doch nicht so schwer sein, NICHT darum, was UNSER Verhalten in UNSEREN Ländern an Aktionen auslöst, sondern darum was in den durch die westliche Politik beeinflussten VOR ORT passiert. Die Aktionen hier sind doch die Folge der Zustände vor Ort.

    Belgien

    geht mir am Arsch vorbei. Das wird Dir mittlerweile klar geworden sein. Es kann nichts dafür und ldeidet trotzdem. Deswegen sollten wir unser Verhalten überdenken. Evtl. sollte Belgien mal sagen, dass sie keinen Bock mehr darauf haben, stellvertretend für den „Westen“, bzw. „die EU“, gefickt zu werden?

    Wenn dsa Problem erst einmal besteht, dann gibt es keine einfachen Lösungen mehr. Deswegen gibt es Menschen, die in Ländern leben, die seit Jahrzehnten unter islamischem Terror leiden.

    Eigentlich stimmst Du mir ja hiermit zu, denn der meiste islamische Terror findet ja in islamischen Ländern statt.

    Aber vllt tröstet es dich ja, wenn du bedenkst, dass das kein exklusiv wesltiches Problem ist, sondern einige Entwicklugnsländer da auch schon eit Jahrzehnten ein Problem haben (nur, dass islamischer Terror dann für den Westen kein Problem war; es waren ja Menschen in anderen Ländern, die dem Terror zum Opfer gefallen sind)

    Wir reden anscheinend aneinander vorbei. Aber das ist ein Problem von „asynchronen“ Diskussionen: man trägt 42 Argumente vor, danach kommen 84 Gegenargumente (darunter 24 womöglich Inkonstistenzen aufzeigend, usw).

    Redet man von Angesicht zu Angesicht, hakt man viel schneller gegenseitig ein und es kommt erst gar nicht zu solchen „Differenzen“.

  17. #17 von deradmiral am 16. Juli 2016 - 14:02

    Wenn Du, Yeti, eine Mitverantwortung verspürst, wenn ein Lastwagenfahrer 2km lang Jagd auf Fußgänger macht, dann mach eine Selbstanzeige und geh zur Polizei.

    Ich habe damit nichts zu tun. Den Schuh lasse ich mir auch nicht anziehen.

  18. #18 von Yeti am 16. Juli 2016 - 14:06

    @admiral:

    Wenn Du, Yeti, eine Mitverantwortung verspürst,

    Dazu zitiere ich mich mal selbst (#2/14):

    Persönlich empfinde ich keinerler Verantwortung dafür

  19. #19 von Yeti am 16. Juli 2016 - 14:12

    .. ich verlängere mal mit:

    Ich empfinde aber eine Verantwortung dafür, die Zustände in Zukunft zu verbessern. Das, und nichts anderes, ist, worum es geht.

  20. #20 von Yeti am 16. Juli 2016 - 14:17

    Nochmal eine kurze Zusammenfassung meines ethischen Standpunkts, im Zusammenhang mit dem Thema:

    a) ich bin in keiner Weise dafür verantwortlich, was in der Vergangenheit passiert ist. Ich habe es auch nicht gewollt.
    b) ich bin aber in der Verantwortung dafür zu sorgen, dass es in Zukunft besser wird. Und das will ich auch.

    Könnte da der ein oder andere zustimmen?

    Man muss ja nicht mit meinem angedeuteten „Lösungsversuch“ (das eigene Verhalten mal überdenken) übereinstimmen, es würde mich aber wundern, wenn es hier jemanden gibt, der a) oder b) ablehnt.

  21. #21 von Barkai am 16. Juli 2016 - 16:10

    @Yeti

    Darum geht es doch nicht. Es geht darum, dass in „deren“ Augen „der Westen“ sich falsch verhält. Und das ist nunmal so (nicht, dass wir uns prinzipiell ausschließlich falsch verhalten, nochmal: in deren Augen).

    Wenn die mit „deren Augen“ Dinge so sehen wollen, wie sie sie sehen wollen (und du betonst, dass es „deren“ Sichtweise ist), dann ist es doch scheißegal, wie sich „der Westen“ als ganzes verhält oder wie sich einzelne westl. Länder verhalten. Wenn die Terroristen bestimmte Länder oder Ländergruppen in ihren augen als scheiße ansehen wollen, dann haben sie eine Rechtfertigung für Terroranschläge.

    Wenn die Sichtweise nur durch deren (durch den radikalen Islam gefärbte) Sichtweise geschieht, dann ist es egal, was wir machen oder nicht machen, wir haben immer Schuld, weil wir keine tieffrommen Moslems sind. Da kann man, wenn man nicht auf die saudische Lebensart abfährt, wenig bis nichts machen.

    Solche Aktionen haben Ursachen, und die müssen wir bekämpfen.

    Wenn diese Aktionen reale Ursachen haben, dann lassen die sich identifizieren und evtl modifizieren oder abstellen.
    wenn die Ursachen nur in der Sichtweise von Islamisten bestehen, dann müssten wir zu einer strikt islamischen Lebensweise übergehen, um in den Augen der Islamisten nicht (mehr) schuldig zu sein. Das wäre dann die einzige mögliche Konsequenz.

    Um das und die anderen Gegenden geht es nicht. Es geht darum, was hier passiert und warum und wie wir da gegensteuern könnten.

    Wenn das, was hier passiert aus denselben Gründen passiert, wie an anderen orten, dann gehört es sehr wohl zusammen.

    Dafür müssen wir verdammt nochmal unser Verhalten hinterfragen.

    Das hast du jetzt mewhrfach wiederholt. Alelrdings bleibst du jedesmal, wenn die Nachfrage gestellt wird, was einige Länder denn genau falsch gemacht haben, eine Antwort schuldig. Bei genauer (oder „differenzierter“) Nachfrage, geht es dann um die das Verhalten „des Westens“. Der „Westen“ ist aber kein monolithischer Block. Liechtstein ist nicht für die Handlungen von Kanada verantwortlich, wenn die USA etwas falsch machen, kann man das nicht Portugal anlasten, wenn Frankreich ein außenpolitisches Disaster veranstaltet, ist aber nicht Norwegen dran schuld.
    Man kann verhalten so viel hinterfragen, wie man möchte, aber wenn man nichts falsch macht und man auch wenig Einfluss auf das falsche Verhalten von anderen hat, dann ist man unschuldig. So einfach ist das. Aus dem Grund ist es unfair (und auch falsch), Belgien als Mitglied des „Westens“ pauschal in Gruppenhaftung für das Verhalten von anderen westl. Ländern zu nehmen.

    Wenn es um die Opfer von islamsichen Terror geht, dann darf man die Länder nichts zusammen gruppieren (also Kenia und Thailand und Indien etc, um die geht es gar nicht und die haben nichts mit anderen Ländern wie Frankreich oder Belgien oder den USA zu tun), wenn es aber um die Schuld der Opfer geht, dann ist Gruppenhaftung total indiziert und Belgien (was eben nichts gemacht hat), muss sein Verhalten hinterfragen(beim hinterfragen sit es natürlich auch total unwichtig, was einzelne Länder getan haben, da geht es dann nämlich darum, was iregndwelche gruppen getan haben), einfach, weil es mit Frankreich und den USA in einer Gruppe ist.

    Am „warum“ haben die Zustände in den Herkunftsländern des Terrors einen gewaltigen Anteil, unabhängig davon, wer dafür verantwortlich ist.

    warum muss der Westen (also westl Länder) pauschal dann das eigene Verhalten hinterfragen? Dann sollte man doch erst die Zustände in den heimatländern des Terrors hinterfragen und nachdem man die Strukturen in den heimatländern analysiert hat, kann man dann fragen, wer oder was dafür verantwortlich ist. Pauschal sagen, dass eine Gruppe (bei der nicht einmal alle gruppenmitglieder irgendetwas gemacht haben) ihr verhalten (wegen Zuständne bei dritten) hinterfragen muss, ist dann nicht angebracht.

    Am Beispiel Afghanistans ist deutlich, dass die Probleme (radikaler Ilsam mit all seinen häßlichen Nebenwirkungen) schon da war und Opfer gefordert hat BEVOR westl. Nationen eingegriffen haben. Das heißt nicht, dass die USA nichts falsch gemacht haben (Zurückhaltung im Falle Afghanistans wäre gut gewesen), aber die Zustände waren in Afghanistan vor der US-Einmischung nicht gut und waren instabil (mit einem politischen Hick-hack zwischen einzelnen afghanischen Akteuren) und sie wären ohne Einmischung der USA auch sehr wahrscheinlich weiterhin scheiße und instabil gebliebnen (dafür hätte die Uneingikeit der Afghanen und auch das Interesse der islam. Nationen schon gesorgt). Das verhalten der USA gegenüber Afghanistans war nicht gut oder hilfreich, aber die USA sind nicht die verursacher der probleme Afghanistans. Die Wurzel der afghanischen probleme liegt in Afghanistan.

    Natürlich gibt es „Schuld“ und Verantwortlichkeiten. Es bringt aber nichts, das aufzuschreiben und zu sagen „die waren’s!“. Es geht um Ursachen und Wirkungen. Und darum, wie wir unser Verhalten ändern, um die Situation langfristig zu verbessern. Nachmal: wir können andere nicht ändern, das geht nur bei uns selbst.

    Auf Nachfrage, was bestimmte Länder machen können oder ändern sollten (auch wenn sie nicths gemacht haben), kommt dann wieder „der Westen…“.
    Deswegen: Belgien (um mal ein beispiel weiter zu bemühen) kann sich nur selber ändern, es kann nicht die anderen westl. Länder wie frankreich oder die USA ändern. Deswegen bringt es nichts pauschal „den Westen“ zu beschuuldigen.

    Es geht darum, was schief läuft und wie man es ändern kann. Wer in der Vergangenheit für was auch immer verantwortlich war oder ist, das ist halt so. Ändern können wir nur unser Verhalten in der Zukunft. Und das müssen wir dringend tun. Wenn das „aufmüpfige Kind“ durch tägliche Ohrfeigen nicht aufhört, aufmüpfig zu sein, sollte man sich vielleicht eine andere Strategie ausdenken.

    Aber islamische Länder und islamische Gemeinschaften im Westen sind keine monolithischen Blöcke. Da kann man nicht pauschal sagen „X“ läuft falsch uund wir machen dann pauschal „Y“, um X zu verhindern. So sehe ich das.
    Aber was sollen „wir“ denn tun? Jetzt bitte keine Pauschalisierung „Der Westen muss aber mal dringend sein verhalten hinterfragen“. Ich habe schon geschrieben, dass auch der „Westen“ kein monolitischer Block ist, sondern eien Gruppe mit verschiedenen Akteuren. Jeder ist da selber für sein verhalten verantwortlich und die einflussnahme auf andere Akteure ist im besten Falle beschränkt.

    Reite bitte nicht dauernd auf Belgien herum.

    dann reite bitte nicht pauschal ständig darauf rum, dass der „westen“ halt mal generell sein Verhalten hinterfragen muss. ich habe dir jetzt immer mal wieder ein Beispiel eines westl. Landes genannt, an dessen Verhalten ich eigentlich wenig bis nichts verkehrtes entdecken kann (und das trotzdem mehr als nur einmal Opfer terroristischer Anschläge geworden ist) und möchte dann von den Leuten, die postulieren, dass der „Westen“ sein Verhalten ändern muss, weil sein Verhalten Teile eiern kausdalkette ist, die zu Anschlägen führt, gerne wissen – anhand des Beispiels belgien, wo ich nicht verstehen kann, was das Land so schlimmes geamcht hat – was dieses Beispiel bitte anderes hätte tun können oder in der Zulunft vltl mal anderes machen sollte. Anworten wie „der Westen muss aber mal sein Verhalten“ hitnerfragen ist eine verallgemeinerung und beantwortet meine Frage nicht.
    Würdest du (oder jemand anderes, der bsplw der Meinung ist, dass westl. Militäraktionen zu nachlägen führen, wie dezer hier in #32(?) auf seite 1 ausgeführt hat) mir mal die Frage zu meinem Beispiel beantworten, und zwar befriedigend beantworten (und nicht im Sinen von „der Westen“ also eine Gruppe von Ländern, davon haben eingie etwas schelchtes gemacht und deswegen müssen jetzt alle mal ihr Verhalten hinterfragen), dann ist auch Ruhe.

    Du hättest genauso gut fragen können „was hat Syrien denn getan …“.

    nein, hätte ich nicht. Syrien ist nicht Teil des „Westens“, dessen Mitglieder deiner Meinung nach alle mal pauschal ihr Verhalten hinterfragen müssen.
    Außerdem bin ich nicht der Ansicht, dass die Länder, in denen islamische Anschläge stattfinden irgendetwas gemacht haben müssen und sich deswegen mal in kritische selbstreflexion begeben müssen. Ich denke eher, dass der Islam die Haupttriebfeder und Hauptmotivation für islamischen Terror ist (und andere Umstände es evtl noch begünstigen); andere Meinungen (und ich hoffe, ich gebe nun hier bsplw dezer richtig wieder) beinhalten, dass nicht-islamische ursachen dereigentliche grund sind und Islam, dann als partielle teilmotivtion mitwirkt und die rechtfertigung liefert.
    Das sich gegneseitige Bekämpfen von Sunniten und Shiiten ist so alt wie die Spaltung der muslime in diese gruppen und deswegen haben islamsiche Nationen bsw nichts per se gemacht. Islam ist meines Erachtens, die Haupttriebfeder und da, wo es viel Islam gibt bzw Islam mit Intensität gelebt wird, da gibt es dann solche Probleme und wenn Kuffar in der Bähe solcher Orte mti viel und/oder intensivem islam leben, dann kriegen die Kuffar es halt in großem Maße ab (s. Kenia oder Indien).

    Es geht nicht um Schuld oder Verantwortung bestimmter Organisationen oder Staaten, sondern darum, auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, dass wir Maßnahmen ergreifen, die die Situation abmildern. Was wir bisher versucht haben, hat nicht funktioniert, also sollten wir unsere Strategie, unser Verhalten, ändern.

    da der „Westen“ aber kein monoloitischer Block ist, ist auch eine Vielzahl von Strategien verfolgt worden. Verschiedene westl. Länder haben zum Teil auch gegensätzliche Strategien verfolgt. Und das Resutlat ist…?

    Entschuldige, Kenia, und die anderen gennanten haben mit dem aktuellen Problen nichts zu tun

    stimmt, sie kriegen es halt nur volle Kanne ab.

    und sind mir in dem Zusammenhang scheißegal.

    also ist der „Westen“ nicht irgendwie an Kenias Schicksal schuld?

    Und Belgien, siehe oben.

    siehe meine Antowrt etwas weiter oben. Soll das heißen, dass es keine vernünftige Antwort auf das Beispiel gibt?

    Kommt gleich Südafrika?

    hat S.Afrika ein Problem mit islamischen Terror? Bislang habe ich sie nicht auf dem Radar als Opfer islamscihem Terrors gehabt.

    WIR, die sogenannte westliche Wertegemeinschaft, haben die letzten Jahrzehnte in unserem (vermeintlichen) Interesse in solchen Gegenden interveniert.

    Nein, das haben wir nicht zusammen getan. Manche westl. Länder haben das gemacht, andere aber NICHT. Wie du selber schon schreibst, kann man nicht die anderen ändern, nur sich selber. Ergo haben die westl. Länder, die nicht interveniert haben, auch KEINE Schuld und müssen sich nicht Fragen herumschalgen, was sie nur schlimmes gemacht haben.
    Länder, die interveniert haben, sollten sich selber fragen, ob es so eine gute Idee war und ob sie so bei ihrer Strategie bleiben wollen.

    Zudem, scheint es eher so zu sein, dass die „Wortführer“ oder „Anführer“ der einzelnen Wertegemeinschaften da agieren und nicht so sehr eine Wertegmeienschaft alleine. KSA als „Anführer“ der islamsciehn Wertegemeinschaft und auch der Untergruppe der sunnitischen Wertegemeinschaft ist schnell dabei zu intervenieren und auch die USA, „Anführer“ des Westens, sind schnell dabei. Zu Zeiten des Kalten Krieges war auch die UdSSR als „Anführer“ der sozialistischen Länder recht häufig mit dabei. ich denke eher, dass es vor allem „Anführer“-Länder sind, die mal ihr Verhalten reflektieren sollten und nicht so sehr eine bestimmte Wertegemeinschaft.
    Soltlest du den Einwand vorbringen wollen, dass westl. Länder die Anführer- oder mitgliedsländer anderer Wertegemeinscahften nicht ändern können, dann denke doch mal darüber nach, wie gut die Chancen sind, dass einzelne Mitlgieder des „Westens“ das Verhalten von den USA verändern können; die USA mögen nämlich teil derselben Wertegemeinschaft sein, aber es ist nach wie vor ein anderes Land, was nicht unbedingt so von außen geändert werden kann.

    Jetzt stellt sich das als Fehler raus.

    ja, aber es war nicht der „Westen“, der das gemacht hat, sondern einzelne westl. Länder (und zum Teil waren es einzelne westl. Länder, die dabei mit nicht-westl Ländern zusammengearbeitet haben und andere westl. Länder aber gar nicht dabei waren).

    Deshalb sollten WIR, die sogenannte westliche Wertegemeinschaft, mal langsam unsere Strategie überdenken.

    wir, der „Westen“ haben eine Vielzahl von Strategien. Neutralität und Nichteingreifen (wie Österreich), besser eine Chance zum eingreifen nutzen als sie versteichen lassen (USA), wir sollten als humanitäre großmacht agieren (Schweden). Dann sind sehr unterschiedliche Strategien, es gibt also nicht DIE westliche Einheitsstrategie.

    Es geht, verdammt nochmal, das kann doch nicht so schwer sein, NICHT darum, was UNSER Verhalten in UNSEREN Ländern an Aktionen auslöst, sondern darum was in den durch die westliche Politik beeinflussten VOR ORT passiert.

    Es kann auch verdammt noch einmal nicht so schwer sein, zu begreifen, dass es nicht DIE westl. politik gibt und deswegen auch nicht DIE westl. (Einheits)Strategie.

    Würdest du auch DIE muslimischen Länder auffordern, kollektiv ihr Verhalten als die „Umma“ kritisch zu reflektieren, wenn ein Europäer, der Hasspredigten einer durch KSA finanzierten Moschee gehört hat, dann plötzlich in Kairo einen Terroranschlag verübt? Immerhin haben ja „DIE islamischen Ländern“ Moscheen finanziert, wo Hass gepredigt wird.
    Ich persönlich verstehe, dass es islamsiche Länder gibt, die sich zu einer Gruppe oder Wertegemeinschaft zusammengefundne haben oder locker zusammenhängen (das islamscihe Äquivalent zu dem „Westen“) und wenn ein Mitglieder oder auch ein paar Mitglieder eine beschissene Außenpolitik verfolgen (KSA ist da ein Paradebeispiel), kann ich nicht sagen, dass DIE islamischen Länder das machen und es wäre total schwachsinnig zu sagen, dass Burkina Faso mal kritisch über DIE islamische Außenpolitik refletkieren soll, weil KSA Moscheen mit Hasspredigten finanzieren oder in Afghnanistan intervenieren. ich weiß auch, dass wenn im Sudan ein genozid verübt wird, dass nicht automatisch Senegal da eine (Mit)Schuld trägt, nur weil beide zu der „Umma“ gehören.
    Und genau so, wie ich die Unterschiede begreife, kann ich doch auch von Muslimen im Gegenzug erwarten (gerade von denen, die Zugang zu Bildung haben), dass sie Begreifen, dass die USA oder Frankreich oder GB der Westen sind.

    Es kann nichts dafür und ldeidet trotzdem.

    na also, geht doch.

    Deswegen sollten wir unser Verhalten überdenken. Evtl. sollte Belgien mal sagen, dass sie keinen Bock mehr darauf haben, stellvertretend für den „Westen“, bzw. „die EU“, gefickt zu werden?

    Vllt erwartet belgien auch, dass es offensichtlich ist, sich nicht an Sündenböcken zu vergehen. Selber hat es auch keine Bomben auf Burkina Faso abgeworfen, nur weil Moslems sich scheiße benommen haben.

    Eigentlich stimmst Du mir ja hiermit zu, denn der meiste islamische Terror findet ja in islamischen Ländern statt.

    Der meiste Terror findet in islamsichen Ländern statt, das sage ich, ewil ich islam für die Wurzel des problems halte. Wenn du auch islam für die Wurzel des problems hälst, dann sind wir uns einig.

  22. #22 von Hinterfragerin am 16. Juli 2016 - 21:51

    Ich bin ganz bei Yeti, wenn er meint, wir müssen Lösungen für die Zukunft finden.

    Das Problem ist, dass dies voraussetzt, die Vergangenheit zu analysieren und aus ihr zu lernen.

    Die Anerkennung der Tatsache, dass das handeln einer Reihe von westlichen Ländern in ihrer imperialistischen Vergangenheit Fehler gemacht haben, die bis heute nachwirken, und dass eine Reihe von westlichen Ländern auch aktuell noch in einer Form handelt, die andere Länder destabilisiert und Hardlinern in die Hände spielt, ist schön und gut.

    Genauso wie die Anerkennung der Tatsache, dass religiöse Ideologien wie die „des“ Islam/ aktuell dessen islamistische Ausprägung auch ohne diese Fehler „des“ Westens Gewalt gegen Outgroups und „Häretiker“ in den eigenen Reihen auslösen und zu Unfreiheit führen.

    Die Faktoren, die im konkreten Fall Terror und religiös begründete Gewalt begünstigen können sehr unterschiedlich sein. Durch Regionalismen angefachte Aufstände wie in Thailand oder auf den Philippinen sind anders gelagert als der oft intraislamische Terror in „failed states“ wie Pakistan oder dem Irak und der Terror in westlichen Ländern hat noch einmal andere Ursachen. Im Nahen Osten kommen noch innerregionale Stellvertretergefechte und Hegemoniebestrebungen verschiedener Regionalmächte hinzu.
    Gemeinsam ist ihnen zwar der Einfluss „des Islam“, aber auch dies in sehr verschiedener Weise.

    Ich denke, dass Nawaz recht hat, wenn er betont, es sei ebenso falsch, zu meinen, der Terror habe „nichts mit dem Islam zu tun“, wie zu behaupten, er habe „alles“ mit „dem (!)“ Islam zu tun. Insofern würde ich sagen, der Islam ist eine (!) Wurzel des Problems, uns zwar eine, mit deren Wegfall viele Probleme leichter zu lösen wären und manche Tat nicht begangen würde. Aber er ist nirgendwo die einzige Wurzel des Übels.

    Der aktuelle Fall scheint ein Paradebeispiel zu sein: hier kamen wohl psychische Erkrankung und Ideologie zusammen. Aber wir wissen alle, dass sowohl das eine, als auch das andere allein schon ausreichen können.

    Wir können „den Islam“ nicht ändern, höchstens können wir Menschen, die ihn zu liberalisieren suchen, die in den betreffenden Ländern für Freiheit eintreten, unterstützen.
    Wir können auch die Vergangenheit nicht ändern.
    Ebenso wenig ist es eine Option, sich nun „einfach rauszuhalten“. Wie soll das aussehen? Jede Handlung hat Folgen. Wir wissen denke ich alle, was ein voller Rückzug „des Westens“ in vielen Ländern anrichten würde.

    Die Menschen aus diesen Weltgegenden sind zudem oft bereits auf der Flucht oder schon hier. Wir können uns nicht „raushalten“. Es wäre ja auch ziemlich unfair den Betroffenen vor Ort gegenüber, Problemen, die man zumindest mit verursacht hat, nun einfach den Rücken zuzukehren.. Und selbst wenn keiner Mitverantwortung bestünde, gibt es immer noch eine Verantwortung der Weltgemeinschaft für die Menschen vor Ort. Zugleich sind wir keineswegs die einzigen „Player“, und auch die anderen, die sich einmischen, haben ihre eigenen Interessen.

    Andererseits bedeuten Interventionen eben meist auch wieder Kompromisse, oft treibt man den Teufel mit dem Beelzebub aus, selbst, wenn man auf Wunsch vieler Menschen vor Ort zu handeln meint oder dies sogar explizit der Fall ist. Der Kampf gegen den IS ist so ein Fall, wo sowohl Nichthandeln als auch Handeln Leid verursachen.

    Dass es aber ein bisserl merkwürdig ist, nach vereinzelten Anschlägen in Europa plötzlich verstärkt den IS zu bombardieren, während man der Schlachterei dort vorher weitgehend einfach zugesehen hat, muss ich schon sagen.

    Ich habe auch keine Lösung..aber unsere einzige Stellschraube ist auf politischem Wege das Handeln der Staaten, in denen wir leben, zu beeinflussen. Manches wäre (!) moralisch recht eindeutig – keine repressiven Regime mehr unterstützen, die den Terror auch noch finanzieren, Menschenrechte nicht vergessen, wenn es um wirtschaftliche Interessen geht, sozioökonomische Disparitäten bekämpfen u.a.m. Nur wird das nicht reichen…

  23. #23 von deradmiral am 16. Juli 2016 - 22:04

    Wie viele Deutsche haben wegen der Bombardierung der deutschen Städte im zweiten Weltkrieg in den USA oder Großbritannien Lastwagen durch Menschenmengen gefahren, Bomben während Sportveranstaltungen gezündet und Flugzeuge in Hochhäuser geflogen? Vielleicht stimmt ja mit uns etwas nicht?

  24. #24 von deradmiral am 16. Juli 2016 - 22:06

    Was ich meine ist, dass man die Täter nicht aus ihrer Verantwortung entlassen kann. Man kann auch friedlich gegen Kriege und Unterdrückung demonstrieren.

    Wo sind die Massaker der Indianer in den USA wegen des erlittenen Unrechts?

  25. #25 von uwe hauptschueler am 16. Juli 2016 - 23:24

    Religionen und speziell der Islam sind Krankheiten, die sich mit Alkoholismus vergleichen lassen. Nicht alle Alkoholiker sind verhaltensaufällig. Alkoholiker haben Probleme, die sich nicht wegsaufen lassen. Viele Alkoholiker bestreiten krank zu sein. Sie, gegen ihren Willen, zu heilen ist ein Ding der Unmöglichkeit, insbesondere in einem Umfeld, in dem gesoffen wird. Bei einem trockenen Alkoholiker besteht jederzeit die Gefahr eines Rückfalls. In einer Gesellschaft in der noch ein Recht auf Rausch propagandiert wird, ist mit einer Lösung des Alkoholproblems nicht zu rechnen. Dass in einer Gesellschaft generell viel gesoffen wird, ist auch eher kontraproduktiv.

  26. #26 von Barkai am 17. Juli 2016 - 17:20

    und hier ein Beitrag vin einer muslimischen Facebookseite, die die Islamfeindlichkeit in den Medien dokumentieren will: In der französischen Stadt ‪#‎Nizza‬ rast ein LKW in eine Menschenmenge. Warum und weshalb, das kann zur Zeit keiner mit Sicherheit sagen. Außer Spekulationen und kurzen Videoausschnitten von dem Vorfall, gibt es nichts, was auf das Motiv des LKW-Fahrers hindeuten könnte. Es kann sowohl ein (echter) Anschlag gewesen sein, als auch ein tragischer Unfall eines alkoholisierten, übermüdeten oder pokemon-go-spielenden LKW-Fahrers. Möglich ist alles und nachdem bekannt wurde, dass der LKW Fahrer angeblich erschossen wurde, werden wir wahrscheinlich die Wahrheit nie erfahren. Sicher ist nur, dass das Geschehen von verschiedenen Institutionen und Gruppen auf vielerlei Weise instrumentalisiert werden kann
    [https://www.facebook.com/MuslimStern/posts/388281064628918#

    klar, am französoschen nationalfeiertag in der Nähe der Menge beginnt ein LKW-Fahrer Pokemon zu spielen, völlig klar. Dass die französischen behörden das nicht herausgefunden haben, spricht führ ihre islamophobe Haltung…

  27. #27 von Hinterfragerin am 17. Juli 2016 - 23:11

    @ Barkai

    Das kann ja nur kurz nach dem Anschlag gepostet worden sein, oder? Inzwischen scheint man ja einerseits zu wissen, dass der Mann große psychische Probleme hatte, andererseits aber auch, dass er die Tat offensichtlich gut geplant hatte und die Strecke eingehend sondiert hat (was nicht für eine Kurzschlusshandlung spricht..) und Geld auf die Seite geschafft hatte (von dem man nicht weiß, wo er es her hatte..) und Komplizen hatte. Hört sich für mich an, als habe man ihn instrumentalisiert.

    Ich habe den Fehler gemacht, Artikel zu den Opfern zu lesen. Welch ein Horror. Schwerverletzte Kleinkinder, die wahrscheinlich keine Eltern mehr haben. Menschen, die ihre gesamte Familie auf einmal verloren haben. Menschen, die immer noch nach ihren Kindern oder Frauen oder Vätern suchen. Ein Mann, der seine hochschwangere Freundin rettete und starb. Mir ist klar, dass es denselben Horror im Irak täglich gibt. Es wird nur so viel realer, wenn man in Gesichter blickt und Namen liest. Im Spiegel war ein Artikel über die Kindersoldaten des IS (oft junge Jesiden, die man umdrehen wollte, Kinder noch), der hatte auf mich denselben Effekt: es ist so viel weniger einfach, das ganz konkrete Leid von Kindern abzuschütteln, wenn man sie vor Augen hat.

    Und welch globalisierte Welt: Die Toten und Verletzten stammen aus aller Herren Länder, und es waren sehr viele mit nordafrikanischen Wurzeln darunter. Tunesier, Algerier, Marokkaner.

  28. #28 von Hal am 18. Juli 2016 - 00:16

    Die Definition von Terror ist???

    Wir kennen es geschichtlich!

  29. #29 von Barkai am 18. Juli 2016 - 11:42

    @Hinterfragerin

    Das kann ja nur kurz nach dem Anschlag gepostet worden sein, oder?

    ist es, aber zum Zeipunkt als ich das hier zitiert habe, gab es keinen weiteren Kommetnar oder eine Aktualisierung dazu (oder gar eine Veruteilung). Ist scheinbar nicht so wichtig.
    Zudem ist die Pokemon-These ja wohl mehr als schwachsinnig (und das war sie schon als es noch hiess „moeglicher Weise ein Anschlag“)

  30. #30 von Yeti am 18. Juli 2016 - 18:49

    @barkai: (ich entschuldige mich schonmal vorab für irgendwelche Formatierungs- oder Zitat-Fehler, es wird langsam unübersichtlich, und auch für Schimpfwörter, aber mir schwillt echt langsam der Kamm)

    Wenn diese Aktionen reale Ursachen haben, dann lassen die sich identifizieren und evtl modifizieren oder abstellen.
    wenn die Ursachen nur in der Sichtweise von Islamisten bestehen, dann müssten wir zu einer strikt islamischen Lebensweise übergehen, um in den Augen der Islamisten nicht (mehr) schuldig zu sein. Das wäre dann die einzige mögliche Konsequenz.

    barkai, ich hätte Dich nicht für so verbohrt gehalten. Die Ursachen der Probleme liegen immer bei den anderen? Die Lösung liegt immer darin, das Verhalten der anderen anzunehmen? Um deren Verhalten zu ändern?

    Ich habe niemals vorgeschlagen, wir sollten strikt islamisch leben, damit „die“ uns nicht mehr als Feinde ansehen. Ich habe gesagt, es hat Gründe, dass die uns als Feinde ansehen. Und wir haben in den letzten Jahr(zehnt)en gesehen, dass unsere Strategie, diesen Umstand zu ändern, nicht fruchtet. Es wird nicht besser. „Sie“ sehen uns immer mehr als Feinde. Es wird immer schlimmer, dabei machen wir doch gar nichts falsch!?

    Deswegen müssen wir unsere Strategie ändern. Das heißt aber doch nicht, dass wir ab jetzt hier die Sharia einführen, damit wir keine Terrorakte mehr erleben. Du bist mir eigentlich als jemand in Erinnerung, die auch Graustufen zwischen Schwarz und Weiß kennt. Und auch mal „Rot“ oder „Grün“ sieht.

    Wir können diese ganzen „verwirrten Einzeltäter“ nicht alle stoppen, das hat die Vergangenheit gezeigt.
    Also müssen wir unser Verhalten überdenken. Appeasement ist damit mit Sicherheit nicht gemeint. Ich habe leider keine Lösungen, aber so wie im Moment kann es halt nicht weiter gehen.

    Wenn das, was hier passiert aus denselben Gründen passiert, wie an anderen orten, dann gehört es sehr wohl zusammen.

    Hier passiert nicht das selbe wie dort. Aber was „dort“ passiert ist mit eine Ursache für das, was mittlerweile „hier“ auch passiert. Die Maßnahmen, die „dort“ getroffen werden müssten unterscheiden sich bestimmt auch von denen, die man hier treffen müsste.

    Dafür müssen wir verdammt nochmal unser Verhalten hinterfragen.
    Das hast du jetzt mewhrfach wiederholt. Alelrdings bleibst du jedesmal, wenn die Nachfrage gestellt wird, was einige Länder denn genau falsch gemacht haben, eine Antwort schuldig.

    Hier gebe ich jetzt endgültig auf.

    Himmelarsch (‚tschuldigung, aber ich fasse es einfach nicht), kann man denn nicht auch mal sein Verhalten hinterfragen, wenn man nichts falsch gemacht hat?

    Bei mir schlagen zwar die Bomben ein, aber ich hab‘ ja nichts falsch gemacht und deswegen muss ich mein Verhalten nicht vielleicht doch mal überdenken? Geht es eigentlich noch? Sollen die vergewaltigten Frauen (die ja nichts falsch gemacht haben) ihre Vergewaltigungen einfach so hinnehmen oder sollten die irgendwann mal die Strategie ändern?

    Und nein, die neue Strategie heißt in dem Fall sicherlich nicht, sich eine Burka überzuziehen. Eher dem Vergewaltiger einen Baseball-Schläger. Oder was auch immer, aber doch bitte nicht so weitermachen wie bisher und immer nur rufen „die sind schuld, die müssen sich ändern, wir können doch hier alle nichts dafür“. Möglicherweise können wir tatsächlich nichts dafür (was ich leicht anzweifle). So what? Ändern müssen wir es doch trotzdem, sonst wird Dir und mir irgendwann die Kehle durchgeschnitten.

    Einstein hat es als Wahnsinn bezeichnet, immer und immer wieder das selbe zu versuchen, mit der Hoffnung, dass es das nächste Mal anders ausgeht.

  31. #31 von Yeti am 18. Juli 2016 - 18:56

    PS: Barkai hat zwar ausreichend für 8 Daumen bei mir runter argumentiert, aber mich würde doch mal das ein oder andere nicht-Barkai-Argument interessieren.

    Was ich ganz besonders nicht verstehe, ist dieses „ich mach‘ doch nichts falsch, warum soll ich mich denn ändern?“
    Dieses „ich habe doch keine Verantwortung für die Vergangenheit, warum soll ich mich um die Zukunft kümmern?“