Hasspredigt-Vorwurf gegen Algermissen: Fuldaer Bischof setzt sich zur Wehr

Heinz-Josef Algermissen ein Hassprediger? Diesen Vorwurf erhebt ein Verband nach der Osterpredigt des Fuldaer Bischofs – diese sei volksverhetzend. Das Bistum Fulda möchte das so nicht stehen lassen.

(…)

„Bischof wollte niemanden diffamieren“

Der HVD bezieht sich bei seiner Kritik auf folgende Passage der Osterpredigt: „Der Mensch ohne Ostern lebt unter der gnadenlosen Devise: Was du bis zu deinem Tode nicht erreicht hast, das hast du verloren. Der Mensch ohne Auferstehungsglauben wird zu einem großen Sicherheitsrisiko für die Mitwelt, denn seine Hektik und Daseinsangst ließen ihn zuschlagen und zerstören.“

Das Bistum Fulda widerspricht dem Vorwurf des HVD entschlossen. „Die Osterpredigt von Bischof Algermissen hatte keineswegs die Absicht, irgendjemanden zu diffamieren. Aus der Perspektive eines gläubigen Christen legt der Bischof dar, dass der Mensch nicht alles auf Erden um jeden Preis erreichen muss, wenn er die Hoffnung auf die Auferstehung hat. Aus der Lektüre des Textzusammenhangs der Predigt geht das auch ganz klar hervor“, heißt es auf Anfrage von fuldaerzeitung.de.

weiterlesen:

[http://www.fuldaerzeitung.de/artikelansicht/artikel/4836169/regional+fulda/hasspredigt-vorwurf-gegen-algermissen-fuldaer-bischof-setzt-sich-zur-wehr

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  1. #1 von Skydaddy am 6. April 2016 - 20:50

    Mit der gleichen Begründungen könnte man sich gegen Strafverfolgung wehren, weil man sein Kind verbotenerweise gezüchtigt hat:

    Man habe es ja liebevoll gemeint.

    So nicht, Herr Algermissen!

    Dass das Bistum offenbar nicht die geringste Einsicht zeigt, macht die Sache nicht besser.

  2. #2 von Hinterfragerin am 6. April 2016 - 21:00

    Komisch, die Berichterstattung über die Predigt scheint eher die Version der Kritiker zu belegen, etwa:

    http://osthessen-news.de/n11527249/menschen-ohne-den-glauben-an-ostern-sind-ein-gro%C3%9Fes-sicherheitsrisiko.html

    Hier wird das oben erwähnte Zitat sogar zur Überschrift. Klar scheint für den Autor zu sein, dass es dem Bischof um die Frage ging: „Wo landet eine Gesellschaft, die sich immer mehr von Werten und Grundsätzen trennt, die das christlich-jüdische Welt- und Menschenbild ihr geschenkt hat?“

    Nein, nein, mit einer Diffamierung Nichtgläubiger hat es natürlich absolut GAR nichts zu tun (Andersgläubige sind ja zumindest noch gläubig, Herr Algermissen, gelle…), wenn man ihnen unterstellt, aus „Daseinsangst“ heraus gewalttätig zu werden… und „buchstäblich über Leichen“ zu gehen.

    Abgesehen davon finde ich die Devise: „Was du bis zu deinem Tode nicht erreicht hast, das hast du verloren“ – die man ja auch z.B. als Hinweis darauf lesen kann, dass man das Leid anderer Menschen in Hier und Jetzt lindern sollte – weit weniger gnadenlos als die aktuell immer häufigeren Konsequenzen der Devise „der Tod (im Namen Gottes) ist erst der Anfang“…

    Ich stelle mir das Geheule der Kirchen vor, wenn ein Religionskritiker ähnlich generalisierend allen Menschen „mit Auferstehungsglauben“ derartiges Verhalten unterstellen oder sie als „Sicherheitsrisiko“ bezeichnen würde… Wobei, es sei nochmals betont, die aktuellen Ereignisse eher noch diese Version rechtfertigen würden.

  3. #3 von itna am 6. April 2016 - 23:51

    Menschen MIT Gottglauben sind doch ein wesentlich höheres Sicherheitsrisiko als welchen ohne. Die mit haben ja noch ein 2.Leben!

  4. #4 von user unknown am 6. April 2016 - 23:54

    Alles werde technisch produzierbar, am Ende gar der Mensch, der sich selbst produziere.

    Der Mensch produziert sich schon immer selbst. Wir nennen es ficken.

    „Gott allein garantiert die Würde der Schwachen ohne jedwede Bedingung.“

    Gar nichts garantiert dieser Gott, sondern er ist ein Wechsel auf die Zukunft, die angeblich nach dem Tod beginnt – da wird man für alles entschädigt, für Gebrechen, Leid, Unglück und Unrecht.

    Diese Aussicht hält die Leute erst still und vertröstet sie. Später dann kann man sich so schämen, Opfer des Betrugs geworden zu sein, dass man lieber weiter mitspielt.

  5. #5 von awmrkl am 7. April 2016 - 00:15

    Lügen für rkK, daß sich alle Balken biegen!
    Würgreizerregendes Heuchler-Pack!

  6. #6 von Hal am 7. April 2016 - 02:41

    Ist das jetzt vorsätzliche Beleidigung von Bevölkerungsgruppen oder vorsätzliche Volksverhetzung? Eines ist aber klar, wenn es einen Strafbestand erfüllt ist es Christenverfolgung. 😈

  7. #7 von drawingwarrior am 7. April 2016 - 08:10

    Ein Jeder baut sich den Galgen, an dem er sich später selbst aufknüpft.
    Dieser Bischof ist schuldig und sollte sich entschuldigen, statt sich gegen seine eigenen Worte zu wehren.
    Der Mann ist ein Heuchler, staatlich entlohnt und abgesichert.

  8. #8 von Skydaddy am 7. April 2016 - 12:07

    „Gott allein garantiert die Würde der Schwachen ohne jedwede Bedingung.“

    Wenn Gott die Würde garantiert – wieso wird sie dann ständig in riesigem Ausmaß verletzt???

  9. #9 von Noch ein Fragender am 7. April 2016 - 16:11

    Gibt es eigentlich keinen Protest aus der Fuldaer Kirchengemeinde selbst, einen solchen Hassprediger nicht mehr hören zu wollen.

    Verglichen mit solch einem Hetzer gegen Nichtgläubige ist doch die Prunksucht von TvE harmlos. Besser das Kirchengeld geht in goldene Badewannen als in die Verbreitung von Verunglimpfungen Andersdenkender als „Sicherheitsrisiko“.

  10. #10 von Netizen am 7. April 2016 - 17:57

    @uu:

    Gar nichts garantiert dieser Gott, sondern er ist ein Wechsel auf die Zukunft, die angeblich nach dem Tod beginnt – da wird man für alles entschädigt, für Gebrechen, Leid, Unglück und Unrecht.

    Diese Aussicht hält die Leute erst still und vertröstet sie. Später dann kann man sich so schämen, Opfer des Betrugs geworden zu sein, dass man lieber weiter mitspielt.

    Da gibts ein schönes Zitat damals aus der Anstalt, ich meine es stammt von Erwin Pelzig:

    „Welcher Beruf ist denn wirklich moralisch? Selbst der Beruf eines Geistlichen beruht auf einem sehr, sehr zweifelhaften, jenseitsorientierten Rendite-Versprechen. […] Der Beschiss fällt erst auf, wenn sich keiner mehr wehren kann.“

  11. #11 von Hal am 8. April 2016 - 00:35

    Könnte einer wie Algermissen jemals erhoffen öffentliches Ärgernis zu erregen (<- Gummiparagraf Formulierung)? Das öffentliche Ärgernis wird gern der sehr fusselbärtigen Muslime und dem richtigen Christen überlassen als freie Meinungsäußerung solala – noch.

    Ich bin im übrigen sehr enttäuscht, wo sind die militanten Atheisten von dessen Existenz ich immer höre – – kein fliegender Holländer?

  12. #12 von user unknown am 8. April 2016 - 05:04

    Oh, ein fusselbärtiger Muslim!

  13. #13 von klauswerner am 8. April 2016 - 13:21

    Algermissen beklagte die Tendenz einer Gesellschaft, die sich anschicke, nicht nur nach den Schwächen eines Menschen zu fahnden, sondern nach den Schwachen, um sie auszusondern. Die Auswahl zwischen „Wertvollen“ und „Unwerten“ sei weit unter der Würde des Menschen. „Gott allein garantiert die Würde der Schwachen ohne jedwede Bedingung.“

    Es ging den Schwachen noch nie so gut wie in unserer derzeitigen „gottlosen“ Gesellschaft.

    Wenn ich dran denke wie es den Heimkindern in christlichen Heimen noch in den 60er Jahren weltweit erging …

    Als „Unwert“ wurden von den Pfaffen die Bastardkinder bezeichnet, den Müttern weggenommen, zur lohnfreien Zwangsarbeit herangezogen.
    Das christliche Menschenbild eben …
    Die größte Schande für so manches Mädchen – ein uneheliches Kind. Wo war denn da die Würde der Mütter? Wer hat uneheliche Schwangerschaften verdammt ohne Ende? Und wo war die Würde der Menschen bei der Diskussion um konfessionsverschiedene Ehen in den 50er Jahren?
    Wer hat da von der Kanzel gewettert?
    Das christliche Menschenbild eben, diese Verteidiger der Menschenwürde – wie sie sich heute aufspielen – schlicht zum kotzen.

    PS: mit der Brandmarkung von unehelichen KIndern durch die Kirchen hatte Himmler im 3. Reich sogar den Lebensborn gegen die Kirchen verteidigt

  14. #14 von Yeti am 8. April 2016 - 14:08

    @klauswerner:

    Die größte Schande für so manches Mädchen – ein uneheliches Kind. Wo war denn da die Würde der Mütter?

    Aber wehe, das schwangere Mädchen hätte abgetrieben!
    Protecting life, Nick Anderson:

  15. #15 von oheinfussel am 8. April 2016 - 22:08

    Fusselbärtig Oo