Evolution: Glaube versus Wissenschaft

Heute hochkarätiger Alpbach Talk zum Thema „Die Evolution und der Egoismus“ in Wien.

(…)

Das Thema Evolution wurde im Schülerkreis von Papst Benedikt XVI., dem auch Kardinal Schönborn angehört, immer wieder diskutiert. Der Wiener Erzbischof sorgte im Juli 2005 mit einem Text in der „New York Times“ für Aufsehen. Darin lehnte er rein atheistische Interpretationen der Evolutionslehre als Ideologie ab und wies auf einen der Evolution innewohnenden göttlichen Plan hin. Einige Monate später präzisierte er seinen Standpunkt in mehreren Katechesen. Vom Kreationismus (Schöpfung der Welt in sechs Tagen) distanzierte sich Schönborn immer, im März 2009 auch deutlich in einem Vortrag vor der ÖAW. Dort warf er auch den Vertretern des „Intelligent Design“ (die hohe Komplexität in der Natur als eine Art Gottesbeweis betrachten) einen fundamentalen Denkfehler vor: Zielgerichtetheit könne nicht auf der Ebene der Kausalität gefunden werden, mit der sich die naturwissenschaftliche Methode befasst.

weiterlesen

  1. #1 von scipio2012 am 28. Mai 2014 - 22:32

    Was ist mit der Realexistenz der Hölle (des Teufels?)? Distanziert sich der Herr Kardinal – und Ratzinger Musterschüler – hiervon ebenfalls?

    Kann man das bitte mal ermitteln?

    Und Ihr – liebe gläubige Wissenschaftler – wie haltet Ihr es eigentlich mit Hölle und Teufel … ja oder nein? Besprecht Ihr das mit dem Kardinal, ist das mit Eurer Wissenschaft vereinbar?

    Da bezeichnen sich irgendwelche Kasperl – letztlich konsequenz- und inhaltsleer – als gläubig und schwafeln dann wohlfeil, sozusagen im luftleeren Raum, über die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Glaube.

    Das ist alles so bizarr.

    By the way, Schöborn: Nie und nimmer gebt Ihr die Erbsünde auf … die Herleitung ist Euch nur peinlich. (Jedenfalls im Westen. In Afrika macht Ihr es ja anders.)

  2. #2 von Deus Ex Machina am 28. Mai 2014 - 23:02

    Verlogene Bande, können nicht mal mehr uneingeschränkt zu ihrem eigenen Quellmaterial stehen, und wollen jetzt die Gegenseite hijacken.

  3. #3 von dezer.de am 29. Mai 2014 - 00:03

    😀 „Aus welcher Quelle zitieren Sie grade?“ „Die Bibel.“ „Ah, das ist interessant, erzählen sie mehr!“
    Wenn man es sich genau überlegt müsste die Bibel die einzige, endgültige und existentielle Quelle eines gläubigen Wissenschaftlers sein. Ist halt nur schwierig aus diesem mythologischen Mumpitz irgendwas wissenschaftlich Brauchbares zu ziehen. Aber egal, Hauptsache trotzdem bockig drauf beharren und dran festhalten.

  4. #4 von user unknown am 29. Mai 2014 - 01:50

    Wenn sich Wissenschaft u. Religion (welche eigentlich? egal?) so prima ergänzen – wie kam dann die Menschheit Jahrtausende ohne Wissenschaft aus?
    Und wieso verschwindet die Religion in dem Maße, in dem die Wissenschaft Fahrt aufnimmt?

    Die Wissenschaft kann die Lehren der Religion nicht bestätigen, und beten verhilft nicht zu wissenschaftlicher Erkenntnis. Da ergänzt sich gar nichts.

    Mit wissenschaftlicher Methodik kann man aber erforschen wie es zur Religion gekommen ist, und dass ein Gott priviligierte Erdlinge erleuchtet, die seine Botschaft dann verbreiten, ist nicht die bevorzugte Theorie, um es freundlich zu sagen.

    Auch wenn es Wissenschaft als systematisierte Übung mit eigener Infrastruktur, mit Vollzeitwissenschaftltern und Universitäten noch nicht so lange gibt, so gibt es schon lange Zweifel und Skepsis, und gegen diese hat sich die Religion schon lange gewappnet, defensiv und offensiv. Die Religion ist dem Zweifel und der Skepsis, die in der Wissenschaft gepflegt werden, feindlich gesonnen und hat sich über die Jahrhunderte imprägniert. Dort, wo sie auf Wissenschaftler trifft gibt sie sich durchgeistigt und als Metaphernsammlung, als vage Krücke des Menschen, friedlich natürlich, undogmatisch, freundlich. Die Vergangenheit wird schöngelogen dass sich die Balken biegen.

    Wenn es um einfachste Probleme geht wie die Ehe und das Adoptionsrecht Homosexueller, oder um Sterbehilfe und Geburtenkontrolle ist alle Vagheit und jenseitige Spiritualität von ihr gewichen. Dann weiß sie wieder konkret Bescheid, was der rätselhafte und widersprüchliche Gott will. Dann ist wieder aus der Bibel, die Gottes Wort ist, ableitbar, was der Wille Gottes ist.

    Sie nimmt diese Vergeistigung die sie anderen anbietet, um mit Wissenschaft vereinbar zu scheinen, selbst nicht ernst – es ist, wie so oft bei der Kirche – ein reines Lippenbekenntnis; der übliche Opportunismus, um den Fuß in die Tür zu bekommen, Kreuze aufzuhängen und Kirchensteuer zu kassieren. Vor allem die politische Elite noch mit ihren PR-Leuten zu umstellen, diese in die Massenmedien und die Parteien zu drücken.

    Die Religion ist die Mutter aller Verschwörungstheorien und die erste aller Seilschaften.

  5. #5 von Netizen am 29. Mai 2014 - 02:32

    @scipio2012:

    Und Ihr – liebe gläubige Wissenschaftler – wie haltet Ihr es eigentlich mit Hölle und Teufel … ja oder nein? Besprecht Ihr das mit dem Kardinal, ist das mit Eurer Wissenschaft vereinbar?

    Die Hölle wurde doch schon längst gefunden:

    http://www.spiegel.de/einestages/russischer-tiefendrill-hoppla-wir-haben-die-hoelle-angebohrt-a-947191.html

  6. #6 von Martin Schmidt am 29. Mai 2014 - 10:24

    Und wie schon immer fährt die Kirche mit wenigen Mitgliedern zweigleisig, um später behaupten zu können, sie hätte immer richtig gelegen.
    Schizophren aber wirkungsvoll. Hat ja schon beim 2. WK funktioniert: eine Handvoll aufrichtiger Widerständler wird benutzt, um
    einen allgemeinen christlichen Widerstand vorzugauckeln, denn es nie gab.