Der Zölibat als Bildungsvernichter

In den OÖNachrichten erschien am 26. 4. 2014 ein Artikel des Univ.Prof. Dr. Roman Sandgruber, Vorstand des Instituts für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Linz, mit dem Titel „Das Elend des Zölibats“. Darin weist Dr. Sandgruber auf einen Aspekt des Zölibats hin, der wohl zu Unrecht bisher in der kritischen Auseinandersetzung mit der katholischen Religion wenig Beachtung gefunden hat.

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http://www.atheisten-info.at/infos/info1895.html

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  1. #1 von user unknown am 27. April 2014 - 21:19

    Keine uninteressante Spekulation, aber kommt mir doch zweifelhaft vor. In der Blüte des Christentums, dem finsteren Mittelalter – wie groß war so eine Kirche im Schnitt? Für 100-500 Gläubige? Also ein männlicher Geistlicher auf 50-250 Leute. Zieht man in Betracht, dass in der Gemeinde Kinder sind, aber nicht bei den Pfaffen, dann ist rd. 1% der männlichen Population Pfarrer. Ziemlich wenig, um sich im Laufe der Jahrhunderte auszuwirken.

    Dazu kommt der fragliche Wert eines Pfaffenprofils für andere Zwecke. Welche Fähigkeiten hätten sich so priviligiert vererben sollen? Latein lernen, auswendig lernen? Alte Witwen bequatschen? Schauspielerei? Feierliches Getue?

    Neben allen anderen katholischen Untaten kann man das sicherlich als eines der wesentlichen unverzeihlichen Verbrechen der katholischen Kirche an der Menschheit sehen.

    Was soll das sein – Verbrechen an der Menschheit? Soll man sich die Geschichte als einen endlosen, linearen Aufstieg vorstellen? Für die Eindämmung pfäffischer Tugenden könnte man ebenso gut dankbar sein. Aber selbst wenn die Tugenden überwiegend sinnvoll verwendbar wären – das schuldet ja wohl niemand der Menschheit. Dieses Argument finde ich so oder so verstiegen.

  2. #2 von klauswerner am 27. April 2014 - 23:52

    Seit wann war es das Ziel der Verbreitung katholischen Glaubens Intelligenz, bzw. Bildungsbürgertum zu befördern???
    Das Ziel war Geld scheffeln – und der Teil der Rechnung ist noch immer aufgegangen.