Malaysia: Kein Moslem will den Islam verlassen

In den letzten 10 Jahren hat sich kein malayischer Moslem an ein Scharia-Gericht gewandt, mit dem Wunsch, den Islam zu verlassen. Der malaysischer Minister behauptet, dass dies der Beweis sei, dass in den letzten 10 Jahren kein einziger Muslim den Islam verlassen wollte.

weiterlesen:

[http://www.themalaymailonline.com/malaysia/article/no-muslim-tried-to-leave-religion-over-past-decade-minister-says

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  1. #1 von Hal am 30. März 2014 - 10:09

    Ist es nicht eher so dass das Shariaunrecht die Todesstrafe für Apostasie vorschreibt, und darüber hinaus kann man prima an den Islam nicht-glauben auch ohne offizielle Genehmigung.

  2. #2 von Noch ein Fragender am 30. März 2014 - 10:58

    Atheisten und Apostaten werden in 13 muslimischen Ländern mit dem Tode bestraftQuelle (9. Dezember 2013)

    In 13 Ländern auf der ganzen Welt, alle sind muslimisch, werden Menschen, die sich öffentlich dazu bekennen Atheisten zu sein oder die offizielle Staatsreligion Islam ablehnen, nach Recht und Gesetz exekutiert. In diesem Jahr kamen sechs Länder hinzu, die vollständige Liste umfasst:

    Afghanistan, Iran, Malaysia, Malediven, Mauretanien, Nigeria, Pakistan, Katar, Saudi Arabien, Somalia, Sudan, Vereinigte Arabische Emirate und den Jemen.

    http://derprophet.info/inhalt/abfall-vom-glauben-htm/

    Quelle: [http://www.reuters.com/article/2013/12/10/us-religion-atheists-idUSBRE9B900G20131210

  3. #3 von Skydaddy am 30. März 2014 - 11:26

    @NEF:

    Die Todesstrafe wird in Malaysia wohl nicht verhängt, es ist allerdings wohl auch kaum möglich, sich vom Islam zu lösen. Aus dem Wikipedia-Artikel „Apostasie im Islam: Malaysia„:

    Erst mit der schrittweisen Staatsgründung Malaysias nach der britischen Kolonialzeit ergaben sich ethische und religiöse Konfliktfelder, die ihre Ursache in der unterschiedlichen Herkunft der Bewohner und ihrer Religionen haben. Insbesondere die Spannungen zwischen den in Malaya lebenden Indern und den im 14. und 15. Jahrhundert islamisierten Malaien selbst sind durch die 1962 gegebene Verfassung des Landes gefördert worden. Paragraph 160 (2) legt fest, dass als Malaie nur derjenige gilt, der dem Islam angehört, die malaiische Sprache spricht und nach den malaiischen Sitten lebt. Der Islam wird als Staatsreligion gesehen, zu der jeder Malaie von Geburt an gehört. Die Akzeptanz anderer Religionen im Land wird durch § 11 geregelt, da dort die Religionsfreiheit festgelegt ist, welche sich – in Zusammenhang mit § 160 (2) – jedoch nur auf Nicht-Malaien bezieht und nicht für die staatlich definierten Malaien gilt. Denn laut Verfassung hört ein Malaie auf, Malaie zu sein, wenn er zu einer anderen Religion konvertiert. Eine Gleichstellung der Muslime und Nichtmuslime findet nicht statt.

    Seit dem Beginn der 1980er-Jahre versuchten islamische Organisationen durchzusetzen, den Islam zur alleinigen „Lebensweise“ aller Bewohner Malaysias zu machen. Dies fördern der Verfassung entgegenlaufende Gesetze, die es ausschließlich islamischen Organisationen möglich machen, Nichtmuslime zu missionieren, während alle anderen Religionen des Landes von dieser Möglichkeit ausgegrenzt werden. Als Antwort auf diesen wachsenden Druck schlossen sich Buddhisten, Christen, Hindus und Sikhs 1983 in einer gemeinsamen Organisation zusammen. Die Forderungen der islamischen Organisationen wurden letztendlich von der Regierung aufgenommen. 2001 bezeichnete der für antijüdische Äußerungen bekannte Mahathir bin Mohamad, damals Premierminister, Malaysia als „islamischen Staat“. Eine solche Definition Malaysias läuft der rechtsgültigen Verfassung jedoch ebenfalls entgegen. 2007 regierten in zwei Bundesstaaten bereits islamische Kleriker. In diesen und mehreren anderen Bundesstaaten wurde damals schon die Ablehnung bzw. der Abfall vom Islam geahndet. Von staatlicher Seite wird die Scharia seit geraumer Zeit stark gefördert und durch die Gründung von Scharia-Gremien in den unterschiedlichsten Lebensbereichen angewandt. Ein Abfall vom Islam ist nach neueren Urteilen nicht mehr möglich, da Scharia-Gerichte den Übertritt absegnen müssten. Die Scharia-Gerichte tun dies jedoch nicht, da nach der Scharia ein Abfall vom Islam nicht geduldet werden kann. Auch vor diesen Urteilen war ein Austritt aus der islamischen Glaubensgemeinschaft nur unter erheblichen Schwierigkeiten möglich und erforderte viel Zeit und Geduld. Dazu war ein Borang Keluar Islam (Formular zum Austritt aus dem Islam) auszufüllen und über einen längeren Zeitraum der Beweis anzutreten, wirklich nicht mehr zum Islam zurückkehren zu wollen (allgemein etwa zwei Jahre). Hierzu fanden regelmäßig Gespräche mit einem Imam statt. Die Verfassung Malaysias verbriefte damals zwar die Religionsfreiheit, de facto ist aber der Weg, den Islam zu verlassen, verbaut.

  4. #4 von wildbetta am 30. März 2014 - 13:53

    Woran das wohl liegt? Wiki: „Nach der Verfassung des Landes sind alle ethnischen Malaien von Geburt automatisch Muslime. Sie können keine Andersgläubigen heiraten.[14] Ein Abfall vom Islam wird höchst ungern gesehen und ist in der Praxis nur schwer möglich. Hierzu ist zunächst ein „Borang Keluar Islam“ (Formular zum Austritt aus dem Islam) auszufüllen. Anschließend muss circa zwei Jahre bewiesen werden, dass man nicht doch noch zum Islam bekehrt werden kann, beispielsweise in „Umerziehungszentren“, wo Austrittswillige festgehalten werden.[15] Letztlich muss ein Sharia-Gericht über den Austritt entscheiden – die in der Verfassung verbriefte Religionsfreiheit besteht nur theoretisch.[16][17] Dies zeigen auch Fälle aus der jüngsten Zeit (2007).“

  5. #5 von oheinfussel am 30. März 2014 - 13:56

    Ach, ist das so? Andersgläubige und Atheisten in Angst und Schrecken versetzen und dann so übelst stolz sein für die Treue – ah ja … O.o

  6. #6 von NinoF am 31. März 2014 - 14:44

    Irgendwie überrascht das aber dann auch nicht so ganz. Wenn man berücksichtigt das die Abkehr vom Glauben mit dem Tot bestraft wird….
    Da müssten die Betroffenen schon Selbstmordabsichten haben wenn sie sich selbst anzeigen.