Saudischer Kleriker: Die Sonne dreht sich um die Erde

In fact, Saleh Al-Fawzan, a member of the Saudi Council of Senior Scholars, recently claimed in a televised interview that not only does the Earth not revolve around the sun, the opposite is true.

Al-Fawzan’s proof for his claim that the sun revolved around the Earth is none other than the Koran. The interview aired on Saudi Channel 1 and was translated by the Middle East Media Research Institute (MEMRI).

weiterlesen:

[http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/178615

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  1. #1 von Friedensgrenze am 23. März 2014 - 08:37

    Da hat sich wohl der Autor dieses Koranverses geirrt.

  2. #2 von drawingwarrior am 23. März 2014 - 08:51

    …und in einem Berg, der einsam in einer Einöde steht, lebt ein Drache, der auf einem gewaltigen Goldschatz schläft.
    Das steht so in einem Buch, deshalb muss das stimmen.

    Wenn dieser Moslem wüsste, was für einen weiten Weg er noch vor sich hat, bis er auch nur an den Rand der Zivilisation angekommen ist…
    Es ist schon traurig, das es offensichtlich ausreicht sich in einen Umhang zu hüllen, einen Topflappen auf den Kopf zu setzten und aus einem 1400 Jahre alten Schmöker vorzulesen, um im Islam als gelehrt zu gelten.

  3. #3 von spritkopf am 23. März 2014 - 09:32

    Machen wir uns nichts vor. Das ist in den sogenannten zivilisierten Ländern nicht anders.

    How can Americans say that they respect science and even know what scientists believe and yet still disagree with the scientific community on some fundamental questions?
    […]
    When asked what they would do if scientists were to disprove a particular religious belief, nearly two-thirds (64%) of people say they would continue to hold to what their religion teaches rather than accept the contrary scientific finding, according to the results of an October 2006 Time magazine poll.

    Quelle

  4. #4 von derKritiker (@derKritiker67) am 23. März 2014 - 10:09

    Ganz ehrlich. Da würde ich nicht viel drauf geben. Klar das sich da jetzt einige kritische Stimmen drauf stürzen, aber so einfach ist das nicht. Nur weil ein vertatteter alter Mann so eine Interpretation hat. Man wird kaum jemanden in der islamischen Umma finden, der klar sagen würde, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Das ist natürlich Bullshit.
    Ausserdem ist der Koran an sämtlichen Stellen interpretierbar.
    Es gibt da z.B. 36:38 „Und die Sonne läuft zu einem für sie bestimmten Aufenthaltsort. Das ist die Anordnung des Allmächtigen und Allwissenden.“
    Oder 55:5 „Die Sonne und der Mond (laufen) nach Berechnung.“
    Und in Sure 71 steht: „Seht ihr nicht, wie Allah sieben Himmel in Schichten (übereinander) erschaffen hat,
    den Mond darin zu einem Licht gemacht und die Sonne zu einem Leuchtkörper gemacht hat?“

    Altertümlicher Glaube, ja, aber auch breit dehnbar. Ich habe mich schon stundenlang mit Muslimen über die Erschaffung des Menschen aus der Erde bzw. Ton gestritten …. total sinnlos. Und letztendlich ist alles auslegungssache.
    Sinnlos darüber zu reden. Mit solchen Gläubigen redet man nicht – vertane Zeit.

  5. #5 von BochumSusanne am 23. März 2014 - 10:11

    So traurig und dumm das ist,aber das Weltbild „unserer“ Kleriker ist auch nicht viel besser,obwohl sie sich als studierte Akademiker sehen.

  6. #6 von Friedensgrenze am 23. März 2014 - 10:24

    „And the sun runs towards his stopping point“

    Am „stopping Point“ steht ne Tankstelle und die Sonne muss natürlich neu aufgetankt werden.

    Spaß beiseite.

    Wenn der Autor auch ganz schön beschrieben hat wie die Sonne am Tag von Ost nach West übers Himmelszelt zieht, dann ist die Betrachtung nur beobachtend auf dem damaligen Wissensstand. Es gibt ja auch am Himmel keinen Halbmond auch wenn wir nur ein Teil davon sehen.

    In Europa war die Beobachtung der Wege der „Wandelsterne“ der Auslöser für kritische Betrachtungen und bewirkte eine schlüssige Erklärung der Bewegungen im Sonnensystem.

    Deshalb hier eine Seite mit erklärenden Informationen und schönen bewegten Bildern:

    http://www.leifiphysik.de/content/weltbilder-und-keplersche-gesetze-geozentrisches-weltsystem-epizyklen

  7. #7 von Noch ein Fragender am 23. März 2014 - 11:20

    @ #4 von derKritiker (@derKritiker67)

    … total sinnlos. Und letztendlich ist alles auslegungssache.
    Sinnlos darüber zu reden. Mit solchen Gläubigen redet man nicht – vertane Zeit.

    Kurzfristig hast du Recht. Man sollte aber die Langzeitwirkung solcher Debatten nicht unterschätzen.

    Schließlich hat selbst die katholische Kirche Galilei nach 500 Jahren rehabilitiert: „und sie dreht sich doch“ 😛

    Witzig finde ich immer das Zusammentreffen von moderner Technik und dem Verkünden Jahrtausende alter Irrtümer: Die Erde steht still, aber das Interview wird mit TV-Satelliten übertragen. 😀

  8. #8 von omnibus56 am 23. März 2014 - 12:03

    Es ist mir ein Graus, wenn es ein solcher Religiot überhaupt in die Medien (min. eins: Saudi Channel 1) schafft, und zwar nicht als der religiotisch-dogmatische, unwissende Depp, der er ist, sondern als jemand, den zumindest ein Teil der Menschheit als ernstzunehmend ansieht, und dem man überhaupt zuhört (sonst wäre er sicher nicht ‚Member of the Saudi Council of Senior Scholars‘).

    Wäre er in Saudi Channel 1 in einer Art „Geistige Pleiten, Pech und Pannen“ zu sehen gewesen und/oder hätte der ‚Saudi Council of Senior Scholars‘ ihn wegen erwiesener Blödheit ausgeschlossen, hätte man das als „ein Depp mehr“ abhaken können. So aber wird seine unglaublich geistlose Wort-Diarrhoe in einer Welt des rapide zunehmenden wissenschaftlichen Il­li­te­ratentums bei einigen Zuhörern (schon einer wäre zu viel) auf fruchtbaren Boden fallen. Solche Typen und diejenigen, die sie unwidersprochen ihren Unsinn (das gilt auch andernorts für das ganze Esoterik-Geschwurbel!) absondern lassen, machen mich ziemlich zornig…
    ___

    Zum Frustabbau noch ein kurzes Gespräch zwischen zwei Personen (ich weiß nicht mehr, wo ich das her habe), das in etwa so geht:

    Person 1: ›Wie konnte man nur jemals glauben, dass die Welt still steht und die Sonne die Erde umkreist?‹
    Person 2: ›Nun ja, es sieht halt so aus.‹
    Person 1: ›Wie hätte es denn aussehen müssen, wenn sich stattdessen die Erde dreht und die Sonne umkreist?‹

  9. #9 von ninofalken am 23. März 2014 - 12:19

    Zwar kann man das behauten, wenn man sagt, dass alles relativ ist und sich das ganze Universum dreht. Sagen kann man schließlich alles (nur macht es das sagen es noch lange weder war noch richtig)

    Aber ein Fehler und K.O. Faktor ist, dass sich dann Großteile des Universums mit Überlichtgeschwindigkeit um die Erde drehen müssten. Und das ist noch viel unwahrscheinlicher wie die Existenz seines Gottes… Weil total unmöglich.

  10. #10 von deradmiral am 23. März 2014 - 15:20

    Wer ungefähr Hundert Argumente gegen Geozentrismus geballt sehen möchte, dem sei diese unterhaltsame Serie empfohlen.

  11. #11 von Wolfgang am 24. März 2014 - 08:46

    Fehlt nur noch, das die Scheiterhaufen wieder eingeführt werden. Nichts ist gefährlicher, als permanente Dummheit. Leider wird sie auch noch geglaubt. Und noch sehr gut bezahlt!

  12. #12 von spritkopf am 24. März 2014 - 09:14

    @derKritiker

    Da würde ich nicht viel drauf geben. Klar das sich da jetzt einige kritische Stimmen drauf stürzen, aber so einfach ist das nicht. Nur weil ein vertatteter alter Mann so eine Interpretation hat. Man wird kaum jemanden in der islamischen Umma finden, der klar sagen würde, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Das ist natürlich Bullshit.

    Mit dem Geozentrismus hörts ja nicht auf. Guck dir an, wieviele Muslime die Evolutionstheorie ablehnen. Ob die Zahl von 90%, die ich irgendwo gelesen habe, zuverlässig ist, weiß ich nicht. Aber die Koopmans-Studie des WBZ stellt z. B. einen hohen Anteil von Muslimen, die ihre Religion fundamentalistisch auslegen, auch in den westlichen Gesellschaften fest.

  13. #13 von emporda am 24. März 2014 - 15:52

    @Friedensgrenze
    Nachdem die RKK ab 400 n.C. systematisch alle Texte vernichtet und alle Bibliotheken schließt, die nicht der Bibel entsprechen, hat der aufkommende Islam viele Kopien dieser Texte übersetzt und zu „eigenem Wissen“ gemacht. Deswegen galt der Islam damals als gelehrt, bis die spanische Reconquista das beendete. Heute hinkt er der Zeit etwa 750 Jahre hinterher. In Ländern wie wie z.B. Afghanistan sind die Mullahs zu 90% Analphabeten, eine Anpassung durch Lernen ist vollkommen ausgeschlossen

    Die frühen Gelehrten wußten schon seit 2.500 Jahren, dass sich die Erde um die Sonne dreht
    Yajnavalkya schreibt um 600 v.C. im Shatapatha Brahmana die Erde umkreist die Sonne als Mittelpunkt ihrer Sphären. Seine Abstände von Sonne, Mond und Erde sind sehr genau, seine 365,24 Tage/Jahr (siderisch 366,2564 Tage) bei 13,405 Mondumläufen (12,37 Mondzyklen) weichen wenig ab. Auch der Inder Aryabhata (476–550 n.C.) schlägt den Heliozentrismus vor. Die indische Mathematik kannte bereits 1500 Jahre vor den Mittelmmeerkulturen die NULL. Pythagoras (570–510 v.C.), Aristarchos (310-230 v.C.) und Aristotle (384–322 v.C.) lehren den Heliozentrismus. Der Grieche Eratosthenes (276–194 v.C.) berechnet 39.690 km als Erdumfang und erstellt aus 6.000 für uns sichtbare Sterne eine Liste mit 675 Positionen.

    Das griechische Astrolabium zeigt die Planeten auf Kreisbahnen. Heron von Alexandria (um 250 v.C.) hantiert bereits mit Kolben, Wasseruhren und Dampfdruck. Der römische Architekt Marcus Vitruvius Pollio (70-10 v.C.) verfaßt 7 Bücher über Bauten, Bau- und Kriegsgeräte, Wasserbau, Uhren, Materialien und 3 weitere Bücher, für die spätere RKK ist das satanische Blasphemie.

    Apollonius von Perge (262-190 v.C.) erklärt den scheinbaren Rücklauf des Mars, Claudius Ptolemäus (180-100 v.C.) löst die Verwirrung per Rechentrick. Der Astronom Hipparchos von Nicäa (190-120 v.C.) berechnet die Bahnen der Planeten um die Sonne als antikes Weltbild. Seine Armillarsphäre zur Positionsmessung ist damals weit verbreitet, seine Berechnungen erfolgen mittels Chordentafel. Ein erster Sternenkatalog hat 900 Positionen, dessen Grundzüge heute noch bekannt ist. Er erkennt das Taumeln der Fixsterne relativ zur Erdachse im Zyklus von 25.920 Jahren (Präzession), sein berechneter Abstand zum Mond beträgt 384.000 km.

    Galileo Galilei (1564–1642 n.C.) schlägt das Vatikan Angebot zu seinem Heliozentrismus aus, nach 20 Jahren zwingt man ihn zu widerrufen oder im Kerker zu sterben. Für Papst Ratzinger ist das Urteil “vernünftig und sachlich begründet“, die Universität in Rom lädt ihn schmachvoll vom Galileo Galilei Jubiläum aus. Martin Luther schreibt als Vollidiot über Nikolaus Kopernikus „Dieser Dummkopf möchte die gesamte Kunst der Astronomie verdrehen“. Die RKK Zensur verbietet die Texte des Nikolaus Kopernikus per Index, Leibnitz verdammt Newtons Theorie der Schwerkraft als Unsinn, ein Eingeständis die ewige Bibel Wahrheit ist falsch.

    Den neuen Heiligen im Vatikan gilt jede Wissenschaft als „nutzlose Eitelkeit“ oder als Todsünde. Der Papst schließt im Mittelalter Universitäten oder Fakultäten, weil sie nur Wissen entgegen den ewig wahren Dogmen liefern. Die Universität von Salamanca schrumpft in 250 Jahren von einst 12.500 Studenten auf 300. Der Mann hat keine Rippe weniger als die Frau, die Seele ist unauffindbar, die Erde ist keine Scheibe und auch nicht das Zentrum des Universums. Der Kartograph Gerhard Mercator (1513-1594 n.C.) wird für seine Erdkugel eingekerkert. Paranoide Religioten wie Nikolaus von Oresme (1330-1382 n.C.), Nicolaus Cusanus (1401-1464 n.C.) und andere sehen die Menschen durch die Erdrotation in den Himmel geschleudert oder sie fallen von der unteren Kugelhälfte runter.

  14. #14 von Randifan am 24. März 2014 - 20:17

    Wenigstens behauptet dieser Mann die Erde sei eine Scheibe, ist schon ein Fortschritt für die islamische Welt.

  15. #15 von Friedensgrenze am 24. März 2014 - 20:20

    @ empora

    Danke für Deine intensive Aufklärung !

    Leider muß ich noch zwei weitere Daten hinzufügen:

    Nach 1989 wurde der Religionsunterricht an Sächsischen Schulen wieder eingeführt und im Jahr 2007 wurde der Astronomieunterricht abgeschafft.

    Der verantwortliche religiotische Minister für Kultus heißt Steffen Flath. Er steht dem Saleh Al-Fawzan in nichts nach.