Kinder brauchen Religion!

Borromäusverein und Sankt Michaelsbund empfehlen für März das Buch von Georg Langenhorst: Kinder brauchen Religion!

(…)

„Brauchen“ zwar nicht in dem Sinne, dass sie ohne Religion gar nicht aufwachsen oder keine zufriedenen Menschen werden könnten, aber doch so, dass ihnen ohne Religion eine grundlegende Dimension des Menschseins fehlte. Schließlich stellt die Religion Fragen nach Ursprung, Sinn und Ziel nicht nur jenseits einer einseitigen Festlegung auf das rein Nützliche. Sie beantwortet sie auch zumindest im Sinne von Perspektiven und Handlungsimpulsen. Diese Dimension würde den Kindern gleich doppelt fehlen: sowohl in ihrem aktuellen Kindsein wie in ihrer Entwicklung auf ein eigenständiges Erwachsensein hin.

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  1. #1 von Randifan am 1. März 2014 - 22:38

    Kinder sind mit viel zu vielen Märchen konfrontiert, da brauchen sie eine rationalle Auseinandersetzung mit Religionen und keine unkritische Begeisterung fürs esoterisch

  2. #2 von Vimar am 2. März 2014 - 01:27

    „… dass ihnen ohne Religion eine grundlegende Dimension des Menschseins fehlte.“
    Meinen die die Dimension des blinden Gehorsams?

    „Diese Dimension würde den Kindern gleich doppelt fehlen: sowohl in ihrem aktuellen Kindsein wie in ihrer Entwicklung auf ein eigenständiges Erwachsensein hin.“
    und Handschellen garantieren ein Übermaß an Bewegungsfreiheit. 😉

  3. #3 von Willie am 2. März 2014 - 04:11

    Borrmäusverein 😆
    Im Auftrag mehrerer Diözesen unterstützt er insbesondere Katholische Büchereien durch Medienempfehlungen, Leseförderung sowie Aus- und Weiterbildung.

    Nachdem man alles outgesourced hatte was man so zu Geld machen konnte hat der Verein noch 9 Mitglieder.

  4. #4 von Wolfgang am 2. März 2014 - 08:16

    Was man unbedingt braucht ist Toilettenpapier! Aber nicht die Bibel!

  5. #5 von spritkopf am 2. März 2014 - 08:45

    Kinder wollen alles wissen. Sie sind in einem Alter, in dem sie begierig und rasend schnell Neues aufsaugen. Sie lernen – und müssen das auch -, wie die Welt funktioniert. Sie wollen die Zusammenhänge erfahren, warum die Dinge so sind, wie sie sind.

    Und was schlägt dieser geistige Tiefflieger Langenhorst vor? Sagt den Kindern nicht die Wahrheit! Vermeidet es, ihnen offen zu sagen, wenn man selbst mal etwas nicht weiß und ihren Wissensdurst nicht stillen kann. Stattdessen erzählt ihnen ein Märchen von anno dunnemals! Entscheidend ist nicht, dass es wahr ist, sondern dass es ein (scheinbar) fertiges Weltbild anbietet.

    Erbärmlich!

  6. #6 von Martin Schmidt am 2. März 2014 - 10:10

    „…in ihrer Entwicklung auf ein eigenständiges Erwachsensein hin“

    Huahahahahahahahahahaha. Der war gut (Tränen-aus-den-Augen-wisch)

    Und das Absprechen der Menschlichkeit bei Nicht-Religiösen darf natürlich auch mal wieder nicht fehlen.
    Asozialer Verein.

  7. #7 von deradmiral am 2. März 2014 - 17:16

    aber doch so, dass ihnen ohne Religion eine grundlegende Dimension des Menschseins fehlte.

    Ich wette, dass die gar nicht „Dimension“ definieren können. Aber anderen das Menschsein abstreiten. Was sind wir Atheisten dann? Kakerlaken, Ungeziefer, Unmenschen, Ratten, Hunde, Tiere, Teufel, …

  8. #8 von andreasaa am 2. März 2014 - 17:23

    Nein, brauchen sie nicht.

    Ich habe es selbst ausprobiert und habe ihnen das selbst überlassen. Komischer Weise sind sie Atheisten geworden!

    Ich halte dies mittlerweile für einen Vorteil wenn ich sehe wie sie miteinander umgehen. Sie sind 14 und 16 Jahre alt, haben also mit sich selbst zu kämpfen aber sind im Umgang untereinander echt lobenswert.
    Ich weiß nicht, ob das am nicht Vorhandensein der Religion liegt, ich nehme es aber staunend zur Kenntnis!

  9. #9 von deradmiral am 2. März 2014 - 17:27

    In diesem Essay schreibt Langenhorst, dass das Theodizee-Problem von den Jugendlichen gelöst wurde:
    http://www.theo-web.de/zeitschrift/ausgabe-2013-01/09.pdf

    „Die Theodizeeproblematik“ zeige sich als „die erste und wahrscheinlich größte Schwierigkeit in der Gottesbeziehung überhaupt“, schrieb Karl-Ernst Nipkow 1987 in seinem einflussreichen Buch „Erwachsenwerden ohne Gott“. [..] Unter Berücksichtigung heutiger religiöser Sozia- lisationsbedingungen ist ein „Glaube an Gott, der die für das Virulenteren der Theodizeefrage nötigen konstitutiven Momente aufweist, bei einer Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler“ so nicht (mehr) „vorhanden“. Durchaus verständlich: „Die Theodizeefrage kann ja auch nur aufbrechen, wenn das biblische – oder zumindest ein theistisches – Gottesverständnis bis zu einem gewissen Grad internalisiert ist. “

    So gesehen ist es doch super, Herr Langenhorst, wenn die Kinder überhaupt keinen Glauben mehr an einen allmächtigen Gott haben, dann können sie ihn durch das Theodizee-Problem nicht mehr verlieren (und ihre Zeit beim Angry-Birds spielen sinnvoller verbringen).

  10. #10 von Netizen am 3. März 2014 - 16:32

    Kinder brauchen keine Religion! Brauchten sie noch nie.

    Es ist doch vielmehr so, daß die Kirchen die Kinder brauchen, um an gutgläubige und leicht manipulierbare Opfer für ihren Aberglauben zu gelangen. Allein um ihrer eigenen jämmerlichen Existenz willen, die spätestens seit der Zeit der Aufklärung ein Fall für den Mülleimer der Geschichte ist, mißhandeln die Kirchen Kinder mit religiösem Gedankengift. Immerhin geben sie die Indoktrinations- und Missionierungsabsichten ihrer Kitas unverblümt zu, auch wenn viele Eltern das offensichtlich noch immer nicht wahrhaben wollen.

    http://kinder-brauchen-keine-religion.de/halbwahrheiten

    Als erstes gelte „Kinder brauchen Gott“, und zwar in dem Sinne, dass vor allem Anspruch an den Menschen ein bedingungsloser Zuspruch Gottes zu ihm besteht, dass das Leben zuerst Gabe und dann erst Aufgabe ist. Dieser Zuspruch muss Langenhorst zufolge unbedingt im Zentrum religiöser Erziehung stehen. Es geht darum, Kindern das befreiende Vertrauen zu vermitteln, dass es auch da noch einen Trost, ein letztes Geborgensein bei Gott gibt, wo selbst Erwachsene nicht mehr weiterwissen – sogar über den Tod hinaus.

    Dieser Gott hier?

    Und für kleine Kinder sicher ganz besonders „befreiend“ und „beruhigend“:


    http://kinder-brauchen-keine-religion.de/keine-wahl#elisa

    Im Blick auf Jesus von Nazareth als „Gottes Sohn“ gelingt dem Menschen ein direkter Zugang zu Gott als „Vater“ jenseits aller Dogmen, Katechismen und Morallehren. Aus den Erzählungen über Jesus in den Evangelien können Kinder in idealer Weise lernen zu beten, aber auch mit anderen Menschen Mitgefühl zu haben

    Dieser Jesus hier?

    http://kinder-brauchen-keine-religion.de/kinderleicht-widerlegt/der-erfundene-jesus
    http://kinder-brauchen-keine-religion.de/kinderleicht-widerlegt/christliche-werte#bergpredigt

    (Sorry für die Eigenwerbung, aber genau um solchen Schwachsinn wie „Kinder brauchen Religion“ zu widerlegen, arbeite ich an dieser Website, weitere Texte und Illustrationen sind in Vorbereitung)

  11. #11 von AMB am 3. März 2014 - 16:52

    @Netizen

    Eine schöne Seite hast du da.

  12. #12 von Netizen am 3. März 2014 - 17:46

    @AMB: Danke. Einiges davon hatte ich schon zuvor in meinem Blog. Aber es kam in letzter Zeit viel dazu (sowohl Material als auch eine Menge Frust über die Kirche in ihrem verlogenen Umgang mit Kindern), daher wollte ich das alles einfach mal etwas sortieren, bündeln und auch eine „Sammelstelle“ haben für zukünftige Texte zu dem Thema.