Studie: Gläubige sind glücklicher als Atheisten

Papst macht glücklicher als Richard Dawkins

Christen sind glücklicher und denken weniger analytisch als Atheisten – das berichten US-Psychologen, die Textnachrichten auf Twitter untersucht haben. Das Ergebnis ihrer Studie liege aber nicht am Glauben selbst, sondern am sozialen Zusammenhalt, den eine Glaubensgemeinschaft bietet.

(…)

Die Unterschiede waren zwar nicht sehr groß (9,36 Prozent Begriffe zu sozialen Prozessen bei den Christen, 8,08 Prozent bei den anderen), laut den Forschern aber signifikant. Die „Nichtgläubigen“ denken ihnen zufolge auch analytischer und reflektierter als die „Gläubigen“, die eher „fühlen“ als „wissen“.

Das alles bedeute aber nicht, dass „Religion eine Bedingung für Glück ist und Atheisten verdammt sind, ein elendes Leben zu führen“, schreiben die Autoren mitfühlend. Nicht in der Religion liege der Schlüssel zum Glück, sondern in ihren Begleiterscheinungen – allen voran die starken sozialen Bande, die im Alltag Trost und Unterstützung bieten. Dass es die auch jenseits der Religion geben kann, zeigen Studien aus säkulareren Ländern als den USA, in denen Atheisten mindestens so glücklich sind wie Gläubige.

weiterlesen:

[http://science.orf.at/stories/1733846

Werbeanzeigen
  1. #1 von ninofalken am 24. Februar 2014 - 16:20

    Viele sind auch betrunken glücklicher wie nüchtern.
    Oder auf dem LSD-Trip wie in einem Nomalo-Leben….

    Sollen wir deswegen jetzt alle irgendeine Droge nehmen? Ist eine besoffene/verkiffte/religiöse Gesellschaft wirklich einer sachlichen, analytischen vorzuziehen? Nur weil sie „glücklicher“ ist?

  2. #2 von AMB am 24. Februar 2014 - 16:26

    @ninofalken

    Viele sind auch betrunken glücklicher wie nüchtern.

    Was ähnliches wollte ich auch schreiben.

  3. #3 von wahn am 24. Februar 2014 - 16:27

    das die größere ingroup glücklicher ist als die kleinere outgroup ist doch logisch zu erwarten ? oder

  4. #4 von fliesswechsel am 24. Februar 2014 - 16:33

    „Papst macht glücklicher als Richard Dawkins“

    Nur leider ist das Leben kein Wunschkonzert.
    Zuhause bleiben ist auch oft schöner als arbeiten zu gehen.

    Ich für meinen Teil strebe lieber an etwas Wissen aufzunehmen und dabei realistisch (ich mag es nicht unglücklich nennen) zu sein, als dumm und glücklich zu sein.

  5. #5 von drawingwarrior am 24. Februar 2014 - 16:34

    Die Sau in der Suhle ist auch glücklicher als ich, weil sie nicht meine Sorgen und Nöte kennt. Dafür weiß ich aber wie Schweinekottelet schmeckt.

  6. #6 von fliesswechsel am 24. Februar 2014 - 16:38

    Letztens kursierte wieder so ein Spruch durch das Internet:

    „Wenn man dod ist, ist das für einen selber nicht schlimm, weil man dann ja tod ist. Es ist nur für die anderen Schlimm. Genau so wie, wenn man dumm ist.“

  7. #7 von Gerry am 24. Februar 2014 - 16:40

    @ fliesswechsel

    Ich verkaufe dir ein „t“ und lache herzlich über den Spruch 🙂

  8. #8 von fliesswechsel am 24. Februar 2014 - 16:44

    @Gerry Rechtschreipfehler baue ich grundsätzlich zur Belustigung meiner Leser ein.

  9. #9 von Wolfgang am 24. Februar 2014 - 16:54

    Atheisten sterben genauso wie Christen oder andere Gläubige. Nur Atheisten lassen sich nun mal nicht verarschen. Und das Christentum kann tausendmal staatlich geschützt sein, Scheiße bleibt nun mal Scheiße. Und da hilft auch kein Gebet! Amen.

  10. #10 von Deus Ex Machina am 24. Februar 2014 - 17:15

    @ #1 und #2:

    Dito! Wer eben mit der rosaroten Brille durch die Welt läuft und selbstgerechten Krempel absondert, der ist eben glücklicher. Wer hat sich nicht schon Dinge anhören müssen, wo man dachte:“Was hat mein Gegenüber geraucht?“

  11. #11 von Yeti am 24. Februar 2014 - 18:14

    @gerry: wenn schon klugscheissen, dann richtig:
    dod -> tot, tod -> tot. Wir brauchen also 3 ‚t‘, nicht nur eins.

    Aber Du erkennst Satire auch nicht immer, selbst wenn Sie Dir mit dem nackten Arsch in’s Gesicht springt, oder? 😉

  12. #12 von fliesswechsel am 24. Februar 2014 - 19:29

    @Yeti Leider ist meine Rechtschreibschwäche sehr real. Für geschäftlichen Schriftverkehr hab ich zum Glück ne Sekretärin. Hoffe mmer, dass die Rechtschreibung hier nicht zu Lasten der Glaubwürdigkeit geht. 😉

  13. #13 von DinoStef am 24. Februar 2014 - 19:38

    Interessant

  14. #14 von Elvenpath am 24. Februar 2014 - 20:02

    Was? Religioten sagen doch, das Atheisten griegrämig, depressiv und schlecht gelaunt sind. Statt dessen nur ein kleiner Unterschied, der auch noch nur durch die Gemeinschaft begründet, also leicht zu ändern ist?
    Fazit:
    Fröhliche Menschen sind auch ohne Religion fröhlich. Depressive Menschen sind auch mit Religion depressiv.

  15. #15 von Elvenpath am 24. Februar 2014 - 20:16

    Das Problem bei dieser Studie: Viele, viele nichtgläubige Menschen fallen, bei dieser Auswahlmethode, nicht in das Raster für „Atheist“, weil sie einfach nicht darüber reden.
    Bewusste Atheisten, sind meist etwas intellektueller veranlagt. Eine Gruppe die aber auch gerne etwas pessimistischer ist.
    Bei den Religiösen sind dagegen Feld-Wald-Wiesen gläubige dabei, die teilweise doch sehr einfach gestrickt sind.

    Wills sagen: Die Gläubigen in dieser Studie sind viel eher „Durschnittsgläubige“ als die Atheisten, die doch aus eienr recht speziellen Gruppe heraus gesucht wurden.

  16. #16 von spritkopf am 24. Februar 2014 - 20:20

    Das Ergebnis ihrer Studie liege aber nicht am Glauben selbst, sondern am sozialen Zusammenhalt, den eine Glaubensgemeinschaft bietet.

    Man frage mal diejenigen, bei denen sich Zweifel am Glauben einschleichen und die genau dieser Zweifel wegen aus ihrer Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen werden, wer ihren Gefühlszustand verursacht hat. Sie selbst oder die Gemeinschaft?

    Gerade die Gemeinden in den USA sind nämlich ziemlich unbarmherzig, wenn einer nicht mehr so recht von der Existenz ihres unsichtbaren Überpapis überzeugt ist. Der stellt schnell mal fest, dass er plötzlich kein soziales Umfeld mehr hat.

  17. #17 von Elvenpath am 24. Februar 2014 - 20:35

    @spritkopf: Mir ist nochein Bericht über die Mormonen im Kopf. Ein Aussteiger sagte da: Wer nicht an den Gott glauben will, oder die Religion kritisiert, begeht sozialen Selbstmord.

  18. #18 von spritkopf am 24. Februar 2014 - 21:10

    @Elvenpath
    Sozialer Selbstmord ist die passende Bezeichnung.

  19. #19 von hypershrike am 24. Februar 2014 - 23:32

    Warum hat sich Picard denn so gegen die Borg gewehrt, wenn er doch assimiliert viel glücklicher wäre? Was macht ein Leben lebenswert? Viel lieber will ich alles untersuchen und unzensierte Kunst voller Unbefangenheit genießen können, als ein unwissendes Schaf in dem Gehege eines von engen Parametern begrenzten, wenn auch behüteten, Lebens zu sein.
    Diese ganze Untersuchung ist zudem höchstgradig unsinnig. Von kritischen Bemerkungen im Internet auf Unglück zu schließen ist an sich schon ein gewagter Spagat. Dann sich nur einen Umstand rauszupicken und isoliert zu betrachten verzerrt das Ergebnis ebenfalls.
    Ich rege mich täglich über die Herrschaft der Dummheit auf und tue meinen Unmut darüber auch im Netz kund. Aber vielleicht macht mich ja gerade mein Kampf und das Eintreten für gesunden Menschenverstand glücklich. Unglück bedeutet für mich lange Weile und geht mit Dummheit einher, die wiederum sehr häufig zu Religiosität führt.

  20. #20 von Willie am 25. Februar 2014 - 02:51

    Papst macht glücklicher als Richard Dawkins

    Was will uns der ORF damit sagen?
    – Dass mehr Menschen in den USA katholisch werden sollen?
    – Dass diese Menschen ins anschauliche, katholische Österreich kommen sollen?
    – Dass die Nicht-Katholen ebenso unglücklich sind wie Atheisten?
    – …

  21. #21 von user unknown am 25. Februar 2014 - 03:43

    Noch glücklicher sind Volksmusikzombies die zu tausenden in schlecht gelüfteten Hallen dahinschunkeln, nur übertroffen von Faschisten im Blutrausch, die gemeinsam Untermenschen den Garaus machen.

    Glücklich sein ist einer dieser Idiotismen, wenn er nicht reflektiert wird – und wer kann das am besten oder als Einziger?

  22. #22 von Siegrun am 25. Februar 2014 - 07:55

    …naja, wenn man jeden Scheiß einfach hinnimmt, weil man weniger analytisch denkt, schweigend und dabei vieleicht sogar lächelnd…dann sieht das so aus, als sei man „glücklich“. (Was immer das genau heißt).
    Wenn man aber aktiv am Leben teilnimmt, die Dinge hinterfragt, dann fällt man natürlich gleich „unangenehm“ auf, ist ja klar.
    Allerdings, wenn ich die Klappe halten soll, obwohl mir was nicht paßt, dann bin jedenfalls nicht glücklich! Da falle ich lieber „unangenehm“ auf! (Unangenehm für den, der liebe eine Herde milde lächelnder Schafe haben will, die ihm jeden Schmarrn glauben…;-))

  23. #23 von ptietler am 25. Februar 2014 - 10:16

    a) die Auswahl und Einteilung der Personen ist fragwürdig und wenig nachvollziehbar. Zum Beispiel höre ich regelmäßig eine Sendung „Diesseits von Eden“ vom WDR zu religiösen Themen. Falls ich twittern würde, würde ich eventuell Dawkins und den Papst abonniert haben. Wobei es mir da schwerer fällt mir vorzustellen einem Tweet zu folgen.
    b) Die Messung von Glück finde ich äußerst oberflächlich.
    Die Psychologen durchkämmten die Textnachrichten nach Worten, die soziale Beziehungen und die bevorzugte Art zu denken („intuitiv-emotional vs. analytisch-reflektiert“) verrieten. Und dann wurde wohl „intuitiv-emotional“ = Glücklich und „analytisch-reflektiert“ = Unglücklich gesetzt. Meines Erachtens ist das etwas flach gedacht. Meine Zeit, in der ich die größten Glücksgefühle hatte, sind verbunden mit meiner Diplomarbeit und mit der Geburt meiner Kinder. Das eine war sehr intellektuell das eine sehr emotional.

  24. #24 von rootrudee am 25. Februar 2014 - 14:47

    @ptietler

    Die die Christen betreffenden Stichworte sind “love,” “happy”, “great”, “family,” “friend” und “team”
    Bei Atheisten sind’s die Worte “bad”, “wrong”, “awful”, “think”, “reason” und “question”.

    Wie der Biologe PZ Myers in seinem Blog „Pharyngula“ schon vor einem 3/4 Jahr erklärte, ist die Implikation, dass der Gebrauch der Worte „Denken“, „Schlussfolgern“ und „in Frage stellen“ auf weniger Glück schließen ließe, nicht unbedingt naheliegend.

    Ganz im Gegenteil, er betonte, dass daraus ebenso gut Folgendes zu schließen wäre:

    Christen sind oberflächlich und gedankenlos Suchende nach Annahme und Status in ihren Gemeinden. Ihnen fehlt das Vertrauen in sich selbst, und sie suchen ständig die Bestätigung durch Dritte, dass sie hineinpassen,Teil eines Teams und gute Menschen sind. Dies führt zu einem Mangel an wesentlichen Inhalt in ihre Kommunikation, sie sind im Grunde Menschen, die ohne eigene Gedanken soziale Körperpflege betreiben.

    Atheisten sind zuversichtlich und stolz, und sind bereit, soziales Ansehen durch Erforschung und Infragestellung allgemein üblicher Annahmen zu riskieren. Zusammenhalt der Gruppe ist für sie von geringerer Bedeutung als vielmehr sicherzustellen, dass die Gruppe sich in eine produktive Richtung bewegt.
    Hierdurch provozieren sie oftmals destruktive oder erniedrigende Verhaltensweisen innerhalb und außerhalb der Gemeinde hervor. Ihre primäre Entscheidungsstrategie basiert auf einer logischer Bewertung der Konsequenzen, anstatt sich auf die Tradition zu berufen und sich in der Sicherheit der Herde zu bewegen.

    „Christians are superficial and unthinking seekers after acceptance and status from their communities. They lack confidence in themselves, and constantly seek reassurances from others that they fit in, are part of a team, are good people. This leads to a lack of substantial content in their communications; they are basically social groomers, their minds unengaged.

    Atheists are confident and proud, and are willing to risk social capital by probing and challenging commonly held assumptions. Group cohesion is of lesser importance relative to making sure the group is progressing in a productive direction; they readily call out destructive or demeaning behaviors both within and outside the community. Their primary decision making strategy is by logical evaluation of consequences, rather than relying on tradition and the safety of aligning with the herd.“
    Quelle: Pharyngula, „I’m very happy to piss you off“

  25. #25 von Hal am 25. Februar 2014 - 22:12

    Die Studie ist eher als Schludrig zu bezeichnen, wenn nicht die Auswahl der Kriterien (un)bewusst ein Erwünschtes Resultat herbeiführen sollte.
    Wie schon vorher beschrieben ist ein der grossen Unterschiede zwischen Gläubigen und Nicht-gläubigen, dass letztere deutlich weniger Autoritätsgläubig sind und auch Meinungen und Haltungen offen vertreten die nicht der Mehrheit entsprechen. Genau diese Eigenschaften haben sie wahrscheinlich zu Atheisten gemacht. Es kommt vor wie eine Studie die untersuchen soll ob Schafe und Hühner Lämmer kriegen oder Eier legen, die Trennlinie ist jedoch nicht so Scharf, die Konklusion aber gegeben.

  26. #26 von Wolfgang am 26. Februar 2014 - 08:10

    Klar, Glaube und Dummheit sind eins. Daher sind Christen auch dumm, Atheisten eine Gefahr, denn sie sind sehr wahrheitsliebend!