Christliche Mobs töten und misshandeln Muslime in der Zentralafrikanischen Republik

In der vergangenen Woche sind bei Kämpfen zwischen Christen und Muslimen in der Zentralafrikanischen Republik mindestens 70 Menschen getötet worden. Die Vereinten Nationen warnen vor einem drohenden Völkermord. Wie folgende Bilder zeigen, verüben christliche Mobs Vergeltungsaktionen gegen Muslime:
http://www.taz.de/!132477/
Auch vor Kindern schrecken Christen nicht zurück:
http://lens.blogs.nytimes.com/2013/12/17/illuminating-a-central-african-crisis-photo-by-photo/?_php=true&_type=blogs&smid=tw-share&_r=2#/1/

http://viiphoto.com/articles/terror-car-bleasdale/

Achtung: Die Bilder sind nichts für schwache Nerven…

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  1. #1 von andreasaa am 9. Februar 2014 - 17:21

    An was keiner denkt und sich keiner zu sagen traut.

    Viel schlimmer ist doch, das es sich hierbei eigentlich um Christenverfolgung handelt !

  2. #2 von oheinfussel am 9. Februar 2014 - 17:39

    @andreasaa

    Falscher Moment, ganz falscher Moment

  3. #3 von andreasaa am 9. Februar 2014 - 17:49

    @ oheinfussel

    Denk mal scharf nach !

    Wie kannst du nur an „Glaubenswahrheiten“ zweifeln ?

    Am Ende sagst du noch, das Gott gar nicht existiert.

  4. #4 von aranxo am 9. Februar 2014 - 18:00

    Die Religion der Liebe gegen die Religion des Friedens, wieder mal. Und natürlich wie immer keine wahren Schotten.

  5. #5 von oheinfussel am 9. Februar 2014 - 18:04

    @andreasaa

    Tja, wie soll ich sagen?

    Aber ich als allwissendes flauschiges Fussel sage: Gott gibt es nicht
    Aber mich – ich erzähle es dir ja auch gerade 😉

  6. #6 von wildbetta am 9. Februar 2014 - 18:54

    es ist mal wieder Zeit hierfür: http://www.youtube.com/watch?v=Q27BkaOXrpc Beide Seiten werden sich und ihre jeweilige Religion als die alleinigen Opfer sehen. Aber ihre Religion ist nicht das Opfer, sie ist das Problem. Jedenfalls ein ganz entscheidendes in der dortigen Problematik. Ich will nicht, dass es dort zu einem zweiten Ruanda kommt. Damals wusste die UN Bescheid und hat wie der Rest der Welt weggesehen. Ich hoffe, wenn es hart auf hart kommt, begehen wir nicht den gleichen Fehler aus lauter Angst als „Imperialisten“ zu gelten.

  7. #7 von Noch ein Fragender am 9. Februar 2014 - 19:13

    verüben christliche Mobs Vergeltungsaktionen gegen Muslime:

    Man beachte die feinen Untertöne: christliche Vergeltung – soll das heißen: die Moslems haben angefangen?

  8. #8 von fliesswechsel am 9. Februar 2014 - 20:11

    Ich hab erst „christlicher Mops“ gelesen. Aber nach lektüre und Sichtung der Links wurde mir schlecht. Ich wpnschte es wäre doch ein Witz über einen Mops gewesen.

    Ob das nun Christenverfolgung oder christliche Nächstenliebe ist, ist letztlich egal. Es ist widerlich.

  9. #9 von ichglaubsnicht am 9. Februar 2014 - 20:42

    @Noch ein Fragender
    Ja, Moslems (Séléka-Rebellen) haben sich zuvor über die Christen dort hergemacht, dann hat ja u.a. Frankreich eingegriffen, aber da wird wohl vor allem außerhalb der Hauptstadt weiter gekämpft und gemordet…

  10. #10 von Walter Bornholdt am 9. Februar 2014 - 20:52

    Ich erinnere mich noch verdammt gut an die Monate in den Jahren 1996/97 als in Sierra Leone die schwarzafrikanischen Horden sich gegenseitig entkernten. Angesichts der Bilder, die wir im ägyptischen Fernsehen zu besten Sendezeit vorgesetzt bekamen (ebenso wie die grauenhaften Bilder aus Algerien), sagte mein ägyptischer Chef etwas was mich damals sehr erschütterte und was ich angesichts solcher Bilder und denen aus anderen Ländern des Mittleren Ostens und Nordafrikas langsam aber sicher verstehen kann:
    So etwas sind keine Menschen mehr! Egal zu welchem Gott sie vorher oder nachher beten!

  11. #11 von Hinterfragerin am 9. Februar 2014 - 21:02

    @ NEF

    In diesem Fall gewissermaßen, denn es waren mehrheitlich muslimische Rebellengruppen, die die dortige Regierung gestürzt haben, und anscheinend auch Gewalt gegenüber ihren christlichen Mitbürgern angewandt haben. Wobei dies auch nur der letzte Akt einer längeren Story gewesen sein dürfte…

    Und jetzt schaukelt sich die Gewalt so richtig schön hoch, und es trifft auf beiden Seiten v.a. Unschuldige.

    Auf beiden Seiten gibt es sicher auch diejenigen, die helfen – etwa in den verlinkten Bildern einen christlichen Geistlichen, der in seiner Kirche Muslime schützt.

    Ich denke, Religion ist hier mal wieder ein willkommenes Label. Und die Mörder eine Mischung aus Opportunisten, wirklichen Überzeugungstätern und emotionalisiertem Mob, der Unrecht mit Unrecht bekämpft.

    Was ich niemals verstehen werde, ist, warum Menschen auf Unrecht – etwa die Ermordung ihrer Angehörigen – mit Unrecht gegenüber anderen, ebenso unschuldigen Menschen reagieren. Wie Menschen Kinder mit Macheten zerstückeln können, oder behinderte Frauen gefesselt in Feuer werfen (siehe obige Links).

    Aber anscheinend sind Menschen so gestrickt, ob mit oder ohne Religion.

  12. #12 von Hinterfragerin am 9. Februar 2014 - 21:13

    @ Walter Bornholdt

    Leider ist ihr handeln relativ typisch, in ähnlicher Weise immer wieder in Krisen und Kriegen zu beobachten – und zwar keineswegs nur unter „schwarzafrikanischen Horden“ (hört sich ziemlich rassistisch an, ich hoffe, das war unbeabsichtigt) oder im Mittleren Osten/ Nordafrika. In Europa liegt diese Barbarei erst 70/60 Jahre zurück, naja, noch nicht einmal, siehe Jugoslawienkrieg. Und wenn ich mir so das Grauen ansehe, das die Japaner in Asien verbreiteten…

    Die Labels sind immer ähnlich: Religionszugehörigkeit, Ethnie, Nationalität…Und die Mechanismen auch: Egal wer anfängt, wer den Kreislauf in Gang setzt: Unrecht wird fast immer mit Unrecht vergolten, es trifft immer und immer die Unschuldigen, man rächt das erlebte Grauen an Menschen, die ebenso unschuldig sind, wie die Opfer, die die „eigene Seite“ zu beklagen hatte.

    Es trennt uns Menschen im Durchschnitt anscheinend verdammt wenig von absoluter Barbarei und jedem Verlust von Achtung vor dem Leben anderer Menschen. So zivilisiert wir uns vorkommen mögen.

    Die Menschen die jetzt in der ZAR morden und foltern handeln wie Monster, sind aber „normale“ Menschen, das ist das eigentlich Erschreckende.

  13. #13 von Gottmagus am 9. Februar 2014 - 21:30

    Religion, wenn man alle Hemmungen verlieren will, identifiziere man sich allein darüber und schon sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit das Schönste auf Erden …

    @12 Hinterfragerin

    Menschen trennt sehr viel von absoluter Barbarei, sofern es sich um ein echtes Individuum handelt, Menschen, die sich einem Mob anschließen, gehören selten in diese Kategorie, sind aber leider sehr häufig. Religion ist dabei ein wichtiger Einflussfaktor, man denke an das Schlachten in Ruanda, wo die christlichen Konfessionen geschlossen die Tutsis zu Atheisten und damit zu Freiwild erklärten und selbst katholische Nonnen ihnen anvertraute Tutsikinder ermordeten.