Afghanistian: Gewalt gegen Frauen und Ehrenmord bald straffrei

Ein neues afghanisches Gesetz wird es Männern erlauben, ihre Frauen, Kinder und Schwestern ohne Angst vor Strafverfolgung zu schlagen, zu missbrauchen, gegen ihren Willen zu verheiraten und sogar zu ermorden. Schließlich soll es Verwandten von Angeklagten verboten werden, gegen diese auszusagen – obwohl Gewalt gegen Frauen in Afghanistan meist innerhalb der eigenen Familie passiert. Damit das Gesetz in Kraft tritt, fehlt nur noch die Unterschrift des Präsidenten Hamid Karzai.

weiterlesen:

[http://www.krone.at/Welt/Gewalt_gegen_Frauen_und_Ehrenmord_bald_straffrei-Afghanistan-Story-392312

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  1. #1 von Randifan am 5. Februar 2014 - 19:05

    Demokratie lässt sich nicht herbeibomben, ansonsten gibt es nicht viel, was wir tun könnten. Millionen Afghaninnen Asyl in Deutschland zu gewähren wäre weltfremd

  2. #2 von derKritiker (@derKritiker67) am 5. Februar 2014 - 19:12

    Tja … zurück auf Anfang. Solche Länder und ihr mittelalterliches Denken, sollten sich selbst überlassen bleiben. Doof nur, dass immer andere imperialistische Länder meinen, sich da Rohstoffe holen zu müssen. Aber Deutschland ist ja auch bescheuert, die machen so einen MIST ja immer mit, von wegen „Verantwortung“ … was heisst bei Merkel/Leyen wohl Verantwortung. Wahrscheinlich die Verantwortung der Rüstungsindustrie gegenüber und der arschkriecherischen Unterwürfigkeit USA gegenüber.
    Wie mich das alles ankotzt.
    Aber ich habe ja immer noch die Hoffnung auf das Gebiet Yellowstone … das wäre mal ein ordentlicher Reset. Vielleicht hilfts.

  3. #3 von Gottmagus am 5. Februar 2014 - 19:15

    Der Islam ist eindeutig ein Freund der Freiheit und der Frau …

  4. #4 von BochumSusanne am 5. Februar 2014 - 19:30

    Das wäre die offizielle Erlaubnis an brutalste Männer, ihre Frauen und Kinder zu versklaven und sie im wahrsten Sinne des Wortes kaputt zu machen.Es wird in diesen hart islamischen Ländern noch viel schlimmer werden,diese Befürchtung habe ich.

  5. #5 von oheinfussel am 5. Februar 2014 - 19:52

    Religion der Liebe und des Friedens, mal wieder…

  6. #6 von Randifan am 5. Februar 2014 - 20:02

    Etwas positves gibt in Afghanistan, die Talibanen scheinen unter Geldproblemen zu leiden.
    http://uk.news.yahoo.com/taliban-broke-no-more-food-money-al-qaida-120309358.html

  7. #7 von Torchy am 5. Februar 2014 - 20:08

    Wie gut, dass in Afghanistan der Islam Staatsreligion ist. In gottlosen kommunistischen Ländern wie Deutschland, Norwegen oder Schweden müssen arme unschuldige Männer sofort lebenslang in den Knast, nur weil sie ein paar Frauen umgebracht haben. Skandalös!
    Irony off.

  8. #8 von Willie am 5. Februar 2014 - 20:29

    [Sarkasmus] Da haben sich die deutsche Aufbauhilfen und Schulungen doch wirklich gelohnt [/Sarkasmus]

  9. #9 von omega-tier am 5. Februar 2014 - 21:09

    Milliarden von Euros und Dollar verschenkt an ein solches Land. Und unsere Demokraten schützen solche Präsidenten auch noch. Am besten wäre es, Afghanistan seinem Schicksal zu überlassen und darauf zu hoffen, dass die Leute dort irgendwann zur Einsicht kommen. Aber da die Amis den Karzai ja quasi ins Amt gesetzt haben, frag ich mich doch, wo jetzt eigentlich der Unterschied zur Taliban liegen soll? Oder macht es etwa einen Unterschied, ob der Diktator mit einem Bürgerkrieg an die Macht kommt oder mit Hilfe westlicher Mächte? Der Westen sollte sich schämen, solch einen Präsidenten auch noch zu unterstützen.

  10. #10 von Hinterfragerin am 5. Februar 2014 - 22:03

    Was soll das Gerede von „das Land seinem Schicksal/ sich selbst überlassen“?

    Ich bin über den „Erfolg“ der Aufbauarbeit in Afghanistan auch entsetzt – den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, nennt man das wohl. Der Unterschied zu den Taliban ist nur noch ein gradueller – wenn auch diese wenigen Grade für die Menschen dort bereits einen großen Unterschied machen dürften, etwas mehr Freiheiten zumindest. Frauen dürfen zur Schule gehen, die Menschen dürfen Musik hören u.a.m.

    Und ich sehe auch nicht, inwieweit Einmischung von außen wirklich zielführend ist – ja letztlich müssen die Menschen ihre Freiheiten, sollen diese nachhaltig erhalten bleiben, auch selbst erkämpfen.

    Aber „dem Schicksal überlassen“ bedeutet eben auch, all die Schwachen, die Frauen, die Kinder, die Andersgläubigen ihrem Schicksal zu überlassen. Ist das nicht unterlassene Hilfeleistung?

    Wir in Deutschland haben unsere heutigen Freiheiten auch „äußerer Einmischung“ zu verdanken… und die Geschichte zeigt auch die grausamen Folgen, die Wegsehen haben kann.

    Ich hoffe ja immer noch, dass es irgendwann eine wirklich schlagkräftige Weltgemeinschaft gibt, die gemeinsam die Menschenrechte nötigenfalls auch mit Gewalt zu verteidigt: Keine nationalen, Eigeninteressen geschuldeten Alleingänge, keine Vetomächte, die ihre Lieblingsdiktaturen vor jedem Eingriff schützen. Keine selektiven Reaktionen nur dort, wo die Eingreifenden Zugriff auf Rohstoffe wünschen.

  11. #11 von omega-tier am 5. Februar 2014 - 23:32

    @Hinterfragerin

    Damit meinte ich ja auch nicht, dass man den Frauen/Kindern oder wem auch immer nicht helfen sollte. Allerdings sollte dies ausschließlich über NGOs und nicht über die Politik geschehen, denn solange Länder wie Nordkorea (um mal von Afghanistan wegzukommen) von der Weltgemeinschaft unterstützt werden, solange es Staaten gibt, die solchen Ländern Hilfsleistungen in Form von Nahrung bspw. zukommen lassen, sehen diese auch keinen Grund, warum sie mit ihrer Politik auf dem Holzweg sind.

    Wenn etwa (nochmal) Nordkorea die Einstellung des Atomwaffenprogramms von der Nahrungsmittellieferung der Amerikaner abhängig macht, würde ich es für sinnvoller halten, auf die Lieferungen zu verzichten. Das mag vielleicht nicht human sein, würde solche Staaten und ihre Unterstützer aber mit Sicherheit schwächen und sich langfristig (glaube ich) auf die Menschenrechtslage positiv auswirken.

    Die Freiheiten in Deutschland kommen allerdings nicht daher, dass die westlichen Alliierten einfach aus Freude an der Demokratisierung nach Deutschland kamen und gemeint haben, uns von den Nazis zu erlösen. Nein, sie kamen weil Deutschland ihnen den Krieg erklärt und glücklicherweise verloren hat. Bis dahin haben diese Staaten doch auch keine Anstalten gemacht, die Nazis zu beseitigen. Und ein allzu großes Interesse verfolgte Juden (vor Kriegsbeginn) aufzunehmen hatten bspw. Frankreich und UK auch nicht.

    Und zu der von dir erhofften Weltgemeinschaft: Sicher wäre es besser, wenn es eine gäbe, die gemeinsam die Menschenrechte zur Not auch mit Gewalt verteidigt. Aber an dem Punkt sind wir eben (noch?) nicht. Und wenn Kriege wie in Afghanistan auch nach über 10 Jahren keine positive Wirkung zeigen, kann man sich auch fragen, ob es nicht doch Kulturen gibt, die jedenfalls heutzutage kein Gespür für Demokratie und Menschenrechte haben. Warum sonst erfährt Karsai soviel Rückhalt auch in der Bevölkerung?
    Was ich aber immer wieder merkwürdig finde: Diejenigen, die am lautesten nach Menschenrechten schreien, sind dann aber auch diejenigen, die eine Einflussnahme des Westens (zur Not eben mit Gewalt) gleich als Imperialismus abtun, den es angeblich zu bekämpfen gäbe.

    Nicht dass du mich falsch verstehst: Auch mir wäre es lieber, wenn die Politik mehr Wert auf die Menschenrechte in anderen Ländern legen würde, aber solange es eine beträchtliche Anzahl an Staaten gibt, die da nicht mitspielen, wird das so schnell nichts. Alle kann man schließlich nicht bombadieren. Wir können mit gutem Beispiel vorangehen und hoffen, dass sich möglichst viele anschließen, der Impuls muss aber, wie du schon geschrieben hast, letztlich von den jeweiligen Völkern ausgehen.

  12. #12 von BochumSusanne am 6. Februar 2014 - 10:20

    So lange die Söhne dort schon als kleine Jungen lernen,der Vater und andere männliche Autoritäten dürfen alles windelweich prügeln,ihre Frauen verachten,verprügeln und vergewaltigen,weil es ihr verbrieftes Recht ist,wird sich dort nichts ändern.So lange die einzige erlaubte „Bildung“ das Auswendiglernen des Korans ist, wird sich dort nichts ändern.So lange die Söhne sehen,wie ihre Schwestern an alte Männer „verheiratet“ werden,wird sich dort nichts ändern.So lange Frauen zu allem schweigen(müssen),wird sich dort nichts ändern.So lange Mütter und „Schwiegermütter“ ihren Selbsthass an den jungen Mädchen austoben,wird sich dort nichts ändern.

  13. #13 von BochumSusanne am 6. Februar 2014 - 10:40

    Nachtrag.So lange die Söhne bzw.Jungen von Erwachsenen vergewaltigt und geschlagen werden und nicht darüber sprechen dürfen,wird sich dort nichts ändern.So lange jede Form der natürlichen Sexualität massiv innerhalb und außerhalb der Familie streng bestraft wird,wird sich dort nichts ändern.

  14. #14 von drawingwarrior am 6. Februar 2014 - 15:36

    @Bochum Susanne

    Haben wir heute einen schlechten Tag?
    Wenn man Deinen Text liest, kommt man auf den Gedanken, ein Loch in die Decke zu bohren, einen Haken einzudrehen und das alte Springseil der Tochter mit einem schicken Knoten an dem Haken und dem Hals an der anderen Seite, die negativen Auswirkungen der Gravitation auf die HWS zu testen.
    Gehe hin und kaufe Schokolade, das macht wieder glücklich.
    Die Menschen in Afganistan sind nicht alle völlig bekloppt, es soll auch Menschen dort geben, die sich für Menschenrechte einsetzten.

  15. #15 von BochumSusanne am 6. Februar 2014 - 16:00

    @d.w. Ich habe keinen schlechten Tag.Nein.Ich meine auch gar nicht das die Leute dort alle völlig bekloppt sind und sich nicht für Menschenrechte einsetzen.Ich meine auch nicht das es überall dort so ist.Aber in den extrem fanatischen Familien sind die Strukturen schon so extrem.Nicht nur dort und nicht nur in extrem
    Islam geprägten Familien.Deinen Einwand finde ich trotzdem direkt,ehrlich und auch witzig.Das mit der Schokolade werde ich gerne gleich noch umsetzen.

  16. #16 von drawingwarrior am 6. Februar 2014 - 16:05

    @Bochum Susanne

    Ich nehme immer Vollmilch-Nuss, es darf auch gern die 500 Gramm-Tafel sein.
    Freut mich, wenn ich Dich etwas aufheitern konnte, Dein Post war so düster.

  17. #17 von Wolfgang am 6. Februar 2014 - 16:46

    Und was sagt der Papst dazu? Was sagt Frau Merkel dazu und vor allen Dingen unsere liebe Frau von der Leyen? Glorreiches Land Afghanistan, hallo wir kommen! Lasset uns beten! (Lasset uns kotzen!)

  18. #18 von BochumSusanne am 6. Februar 2014 - 18:55

    @d.w.Und wie ich umgesetzt habe.Lecker 500 Gramm Trauben Nuss und Weißwein dazu.Das tat gut.

  19. #19 von Willie am 6. Februar 2014 - 19:17

    @BochumSusanne
    … und Weißwein dazu./i>
    Das hebt sich doch auf. Der Weiße geht auf die Nerven, der Rote der geht ins Blut 😆

    @dw
    Haben wir heute einen schlechten Tag?
    Sorry, aber hattest Du zufälligerweise Besuch von den ZJ, die benutzen doch diese Wir-Form immer? 😉

  20. #20 von Hinterfragerin am 6. Februar 2014 - 19:34

    @ omega-tier

    Ich stimme Dir in fast allem uneingeschränkt zu, mir ist bewusst, dass mein Wunsch nach einer schlagkräftigen, wirklich am Schutz der Menschenrechte interessierten Weltgemeinschaft aktuell eine Utopie ist.

    Ich habe nur ein Problem mit Deiner Überlegung „und wenn Kriege wie in Afghanistan auch nach über 10 Jahren keine positive Wirkung zeigen, kann man sich auch fragen, ob es nicht doch Kulturen gibt, die jedenfalls heutzutage kein Gespür für Demokratie und Menschenrechte haben.“

    Ich würde das nicht an Kulturen festmachen wollen.

    Ich glaube eher, dass das v.a. eine Frage der Bildung und ökonomischen Sicherheit ist. Wenn Letztere in Frage steht, dass hat man in der Weimarer Republik ebenso gesehen wie aktuell in manchen südeuropäischen Land, kann der dünne Lack der Demokratie sehr schnell bröckeln. Und wenn erstere fehlt – und eine dünne, gebildete Mittelschicht reicht da eben nicht, fehlt dem demokratischen Prozess ebenfalls der Rückhalt.

    Dazu kommen natürlich nicht selten Altlasten wie Vielvölkergemische/ Vielsprachengemische, die teils nicht zu den eher zentralistischen, aus der Kolonialzeit erwachsenen politischen Strukturen passen.

    Indien ist da ein gutes Beispiel, Ägypten auch, Afghanistan ebenfalls.

    Natürlich spielt auch die Religion eine Rolle, und die Kultur im Sinne der Akzeptanz grundlegender Menschenrechte, des Pluralismus u.a.m.

    In all diesen Ländern gibt es säkular denkende Menschen (die durchaus religiös sein können), die sich für Menschenrechte einsetzen. Es gibt zudem fundamentalistische Minderheiten. Und es gibt breite Bevölkerungsschichten, die von der Demokratie, wie sie aktuell existiert, nicht profitieren, die aufgrund ihrer Armut und mangelnden Bildung eine Zielscheibe für Stimmenkauf und ein leichtes Ziel für Propaganda sind. Und die vielleicht eher traditionalistisch als fundamentalistisch eingestellt sind, aber durchaus manche Haltung mit den Fundis teilen, oder zumindest deren teilweise nicht zu leugnendes soziales Engagement zu würdigen wissen.

    In mancher Hinsicht gleichen diese Länder dem Europa des 19. Jahrhunderts, in dem auch nur eine dünne, gebildete Schicht wirklich demokratische Reformen einforderte. während eine Masse an Armen v.a. an einer sozialen Besserstellung interessiert war. Die Demokratisierung des Westens hat, mit vielen Rückschlägen, letztlich Jahrhunderte in Anspruch genommen, und ist auch jetzt noch nicht vollständig.

    Insofern würde ich auch für Afghanistan, oder Indien, oder Ägypten, konstatieren, dass der Prozess einfach seine Zeit braucht, inklusive Rückschlägen. Und wie im 19. Jahrhundert viele Europäer in das relativ freiere Nordamerika gezogen sind, suchen nun auch Menschen aus diesen Länder ihr Heil andernorts.

    Aber ob das Ziel so klar ist? Ich bin da auch nicht sicher. Ich würde es mir wünschen, aber ich sehe, wie schnell es Rückfällen kommt, wenn die Wirtschaft stottert, wie schnell die Menschen extremistische Parteien wählen, wie schnell sie nach starken Männern und nationaler Abschottung rufen, wie schnell Ressentiments hochkochen. Und wie stark in diesem Kontext dann auch immer wieder auf traditionelle „Werte“ und Religion Bezug genommen wird…

  21. #21 von drawingwarrior am 6. Februar 2014 - 20:02

    „Haben wir heute einen schlechten Tag?
    Sorry, aber hattest Du zufälligerweise Besuch von den ZJ, die benutzen doch diese Wir-Form immer?“ 😉

    Ähm, nein, die ZJ sind mir heute erspart geblieben.
    Aber es ist sehr interessant, weil ich die Wir-Form nur benutzte, wenn ich versuche die Schärfe einer Aussage zu dämpfen und eine Verbindung verbaler Art zu meinem Zuhörer/Leser zu erzeugen. So in der Art machen das die Zeugen wohl auch. Ich für meinen Part meine aber was ich schreibe, da ist nix aufgesetzt.