Malediven: Präsident: Gesetz gegen Vergewaltigung in der Ehe ist „unislamisch“

Maldivian President Abdulla Yameen has refused to ratify a bill that seeks to partially criminalize marital rape, calling it “un-Islamic.”

weiterlesen:

[http://www.washingtonpost.com/national/religion/maldives-president-vetoes-marital-rape-bill-as-un-islamic/2014/01/16/d8f50b8a-7ed3-11e3-97d3-b9925ce2c57b_story.html

Advertisements
  1. #1 von Gottmagus am 26. Januar 2014 - 10:23

    Bei uns gab es ja auch lange Widerstand dagegen diese Form der Vergewaltigung unter Strafe zu stellen.

  2. #2 von Noch ein Fragender am 26. Januar 2014 - 10:24

    Im „christlichen Abendland“ hat es auch bis 1997 gedauert, ehe Vergewaltigung in der Ehe strafbar wurde.

    Ein solches Gesetz ist offensichtlich auch „unchristlich“:

    Als Ende der achtziger Jahre parallel der Kampf um den Paragraphen 218 tobte – auch hier ging und geht es im Kern um den weiblichen Anspruch auf Selbstbestimmung -, fuhren die konservativen Eheund Lebensschützer ein weiteres Böllergeschütz auf: Weil Abtreibung nach einer Vergewaltigung erlaubt sei, könnten Ehefrauen einen reformierten Paragraphen 177 mißbrauchen, Abtreibungszahlen würden steigen.

    http://www.zeit.de/1997/21/ehe.txt.19970516.xml

    Das Patriarchat wankt. Im so ausdauernd und heftig verteidigten Recht, die eheliche Vergewaltigung mehr oder weniger zu tolerieren, drückt sich noch die alte Herrschaftsordnung aus. a.a.O.

  3. #3 von Siegrun am 26. Januar 2014 - 12:30

    …die Religionen der Liebe….Gratulation!

  4. #4 von oheinfussel am 26. Januar 2014 - 12:52

    Solche Typen haben wir hier doch auch – wenn es nach denen ginge, wäre es immer noch völlig in Ordnung, wenn man in der Ehe sein Recht auf Selbstbestimmung eben mal so verliert. Sogenannter Schutz der Ehe und Familie – tolle Ehe, wo munter gewaltsam penetriert wird oder zum Penetrieren gezwungen wird. Ein klasse Vorbild für die Kinder – das Mädchen wird also brav lernen, dass es kein Recht auf Nein und ein selbstbestimmtes Sexualleben hat, sobald sie verheiratet ist und der Junge erfährt, dass es keinen Grund gibt, den Willen oder eben Unwillen der Partnerin zu respektieren.

    Die wahrhaft chrisliche Nächstenliebe hat mal wieder zugeschlagen….
    Kommt jemand auf die Partei, die da am meisten mobil gegen den Paragraphen gemacht haben? Da kommt ihr nie drauf

  5. #5 von klauswerner am 26. Januar 2014 - 18:20

    Irgendwas mit C vorne dran?

  6. #6 von oheinfussel am 27. Januar 2014 - 00:36

    @klauswerner
    Ich bin schwer beeindruckt – der Kandidat gewinnt 100 Punkte und so viele Waschmaschinen, wie er tragen kann 😉

  7. #7 von Yeti am 27. Januar 2014 - 16:28

    „Islamisch“ ist es also, seine Frau zum Sex zu zwingen!
    Gut, dass ich mir vor ein paar Jahren den Tauchurlaub dort verkniffen habe …

  8. #8 von Yeti am 27. Januar 2014 - 16:29

    @fussel:

    wenn es nach denen ginge, wäre es immer noch völlig in Ordnung, wenn man in der Ehe sein Recht auf Selbstbestimmung eben mal so verliert.

    … Du hast was vergessen: „[…] wenn man als Frau in der Ehe […]

  9. #9 von Randifan am 27. Januar 2014 - 16:43

    So ein Gesetz ist auch nach Meinung vieler Christen unchristlich, aber selbst die gläubigsten trauen nicht so etwas offen auszusprechen.

  10. #10 von oheinfussel am 27. Januar 2014 - 18:03

    @ Yeti
    Ja, natürlich, eben als Frau – da wollten die sogar so ne Klausel mit reinsetzen, dass die Ehefrau die Anzeige wieder zurückzieht – unglaublich und so was nennen die dann Schutz der Ehe und Familie O.O