Wegen Kopfbedeckung: Krebspatient musste Dom verlassen

Guido Guntermann muss sich einer Chemotherapie unterziehen, seine Haare sind ausgefallen. Gegen Kälte schützt er seinen Kopf mit einer Mütze. Das tat er auch beim Besuch des Doms. Ein Domschweizer verwies ihn der Kirche.

(…)

„Der Dompropst war nicht zu sprechen, eine Mitarbeiterin sagte uns, dass die Regeln eben so seien.“ Es habe etwas mit Demut und Ehrfurcht zu tun, in einem Gotteshaus die Kopfbedeckung abzunehmen. „Eine Mütze als Zeichen für fehlende Demut?“ Er verstand die Welt nicht mehr.

(…)

„Jemand, der sich nicht an die Ordnung hält, kann nicht in die Kirche gelassen werden.“

weiterlesen:

[http://www.ksta.de/koeln/-wegen-kopfbedeckung-domschweizer-wirft-krebspatient-raus,15187530,25674654.html

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  1. #1 von DerBibliothekar am 21. Dezember 2013 - 18:59

    Ich empfehle in dieser Situation das Judentum.

  2. #2 von Noch ein Fragender am 21. Dezember 2013 - 19:00

    Es habe etwas mit Demut und Ehrfurcht zu tun, in einem Gotteshaus die Kopfbedeckung abzunehmen.

    Kardinäle dürfen aber bei Messen im Petersdom ihre Käppis aufbehalten.

    http://www.spiegel.de/fotostrecke/beginn-des-konklaves-spannung-in-rom-fotostrecke-94304.html

  3. #3 von Gottmagus am 21. Dezember 2013 - 19:02

    Man meint wirklich, Deutschland wäre eine Diktatur, wenn sieht, wie Kirchen sich aufführen dürfen. Es ist ja schon ein Wunder, daß die Leute nicht gemäß ihrer Kaste eine bestimmte Kleidungsfarbe tragen müssen.

  4. #4 von Gerry am 21. Dezember 2013 - 19:42

    @ Gottmagus

    In den eigenen Räumen darf man als Eigentümer / Besitzer selbst entscheiden wen man haben will und wen nicht.

    Schade nur dass sich der Staat an den Instandhaltungskosten der Kirchen beteiligt.

    Schön zu sehen dass es die Kirche mal wieder drauf anlegt, sich überall beliebt zu machen…

  5. #5 von Deus Ex Machina am 21. Dezember 2013 - 21:44

    Ich muss dran denken, was George Carlin zu Religionen und Hüten zu sagen hatte, hehe!

    „Jemand, der sich nicht an die Ordnung hält, kann nicht in die Kirche gelassen werden.“

    –> Und das sind dann gerade die Heuchler, die dann vom barmherzigen Samariter schwärmen?!

  6. #6 von Athea am 21. Dezember 2013 - 23:45

    Immerhin wurde der Mann nicht der Inquisition vorgeführt…

  7. #7 von F. M. am 22. Dezember 2013 - 11:54

    Kardinäle dürfen aber bei Messen im Petersdom ihre Käppis aufbehalten.

    Das verstehen Sie nicht NEF. Diese Mützchen sind DIENSTBEKLEIDUNG!

  8. #8 von oheinfussel am 22. Dezember 2013 - 12:06

    Trotz meiner Therapie wegen diesen netten Dingens in meinen Hirn habe ich glücklicherweise meine Haare nicht verloren, aber bei dem Verein würde ich glatt rein gehen und aus reiner Provokation eine Mütze aufsetzen 😉

  9. #9 von andreasaa am 22. Dezember 2013 - 12:19

    Ich wurde auch schon mal angehalten meine Basecap abzunehmen als ich mal kurz in einer Kirche war. Habe (zum Glück) kein Krebs um die Kirche blöd aussehen zu lassen.
    Ist unangenehm auf Befehl die Kappe abnehmen zu müssen, vor allem wenn man den Grund nicht einsieht.

  10. #10 von oheinfussel am 22. Dezember 2013 - 12:24

    Ich sollte wirklich mir meine Mütze aufsetzen und die Haare so darunter drapieren, dass man sie nicht sehen kann – mal sehen, ob die mich wirklich dazu zwingen will, die abzunehmen, wenn ich darauf hinweise, keine Haare mehr wegen meiner Erkrankung und der daraus folgenden Therapie zu haben

  11. #11 von Willie am 22. Dezember 2013 - 12:55

    Schon lustig, Männer lassen an Demut fehlen wenn sie eine Kopfbedeckung tragen, aber von Frauen verlangte man lange Zeit eine Kopfbedeckung (Kopftuch) um Demut zu zeigen (teilweise ja heute noch in verschiedenen Gemeinden bei verschiedenen, auch rkk, Religionen).

    Ich frage mich gerade, ob die auch eine Burka-Muslimin die auf Besichtigungstour mit ihrem Herrn und Meister den Dom betritt herauswirft? Zugegeben, eine gewagte Frage, nicht nur wegen dem fremden Tempel.

  12. #12 von oheinfussel am 22. Dezember 2013 - 13:00

    Laut Bibel müssten Frauen sich ja sowieso ein Bettuch über die Rübe ziehen, weil sie sonst ebenso gut geschoren sein könnten und für eine Frau ziemt es sich nicht, geschoren zu sein

    Aber ach, wer hier Logik sucht…

  13. #13 von Wolfgang am 22. Dezember 2013 - 15:50

    Als damals Maria und Joseph eine Unterkunft gesucht haben, wurden sie aufgrund ihrer zerlumpten Bekleidung in einen Stall verwiesen.,
    man machte daraus eine Weihnachtsgeschichte. zum Weinen!:

  14. #14 von Hal am 22. Dezember 2013 - 20:18

    Ein Domschweizer verwies ihn der Kirche.

    Was bitte ist ein Domschweizer? Ist es nicht einigen Tippfehlern zu verdanken, dass da nicht Dummschwätzer steht? 😉

  15. #15 von OhEinFussel am 22. Dezember 2013 - 20:50

    @#14

    Zwei Blöde, ein Gedanke…. 😀

  16. #16 von Hal am 22. Dezember 2013 - 22:06

    @Fussel 😉

    Wusste nicht das sowas wirklich gibt, aber ist ja klar, ohne Türsteher können sich Christen nicht ordentlich benehmen oder merkwürdige Verbote einhalten. Eine ihrer der traditionellen Aufgaben, welche nicht im Artikel beschrieben wird, ist wohl das aufwecken laut schnarchender Gottesdienstbesucher.

    Copypasta von Wikipedia

    Der Kirchenschweizer (oder auch Kirchenschweitzer) ist ein Türhüter und Aufseher in katholischen Kirchen. Aufgabe der Kirchenschweizer ist es, bei der Liturgie und im Kirchengebäude für Ordnung und Ruhe zu sorgen.

  17. #17 von user unknown am 23. Dezember 2013 - 07:13

    Ja, diese Domschweizer sind besser bekannt als „Schweizer Garde“. Die laufen mit einer Hellebarde, also einer Pike, einem Spieß vorweg, und schaffen Platz – symbolisch meist nur, weil das gemeine Volk hält erstens von selbst Abstand, und zweitens folgen dem Schweizer die Weihrauchschwenker, die, um ordentlich Gestank zu machen, das Fässlein martialisch schwenken und auch damit eine Gasse bahnen.

    Der Domschweizer ist in Rot-Schwarzen Tinnef gekleidet und trägt als Zeichen seiner besonderen Würde natürlich selbst eine rote Kopfbedeckung, so einen kopfstehenden Kegelstumpf. Mag aber von Dom zu Dom variieren.