Fundamentalismus unter Muslimen „alarmierend“

Religiöser Fundamentalismus ist einer aktuellen Studie zufolge unter Muslimen in Westeuropa kein Randphänomen. Dies geht aus einer Repräsentativbefragung von Einwanderern und Einheimischen in sechs europäischen Ländern hervor, deren Auswertung das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung am Montag vorstellte.

weiterlesen:

[http://www.krone.at/Welt/Fundamentalismus_unter_Muslimen_alarmierend-Studie_in_Europa-Story-385767

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  1. #1 von Uwe Lehnert am 9. Dezember 2013 - 17:38

    Die Studie wurde vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) durchgeführt. Hier der korrekte Link:

    http://www.wzb.eu/de/pressemitteilung/islamischer-religioeser-fundamentalismus-ist-weit-verbreitet

  2. #2 von Gottmagus am 9. Dezember 2013 - 18:42

    Religiöser Fundamentalismus ist immer Gewalt, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und eine Gefahr für areligiöse Menschen und religiöse Menschen mit abweichenden Ansichten.
    Wer jetzt noch Religion als Sinn und Identitäts gebendes Medium preist, sollte aus der Spezies Mensch ausgeschlossen werden.

  3. #3 von Randifan am 9. Dezember 2013 - 19:14

    Dieser Fanatismus kann nur schwer kuriert werden, dabei sind die gebildeten Muslime besonders fanatisch

  4. #4 von Uwe Lehnert am 9. Dezember 2013 - 19:53

    Wenn die Aussagen dieser Studie von einem mehr rechts stehenden Politiker oder von einem Islamkritiker kämen, oder von Necla Kelek oder – nicht auszudenken – gar von Thilo Sarrazin, dann wäre hier der Teufel los. Islamophober Fremdenfeind oder dumpfer Ausländerhasser wären noch die harmlosesten Attribute, wahrscheinlich würde man gleich die Verbindung zur NPD herstellen und sich dem Verbotsantrag des Bundesrates anschließen.

    Jetzt kommt die Studie aber von einer seriösen Institution (Wissenschaftszentrum Berlin), da kann man – leider – die üblichen Verurteilungsklischees nicht anwenden. Was wird man also tun? Antwort: Kein Politiker wird sie zur Kenntnis nehmen wollen, irgend ein berufsmäßiger Islamvertreter, vermutlich der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman A. Mazyek, wird pflichtgemäß seiner Empörung Luft machen – ansonsten wird Schweigen herrschen.

    Auf die Idee, dass man politisch relevante wissenschaftliche Ergebnisse zu beachten und aus ihnen Konsequenzen zu ziehen hat, wird kaum einer unserer Politiker verfallen wollen. Zu bequem ist es doch und politisch viel korrekter, sich der Auffassung hinzugeben, alles was das Wunschbild trübt, ist ausländerfeindlich und muss daher falsch sein.

    Umgekehrt wird aber ein Schuh daraus. Wer wie das Gros unserer Politiker, die Probleme mit Zugewanderten, insbesondere aus den muslimisch geprägten Ländern, systematisch verharmlost oder überhaupt verschweigt, schürt die Wut auf Zugewanderte generell, speziell natürlich auf jene unter den Zugewanderten, die nicht bereit sind, sich zu integrieren, stattdessen vorhaben, hier ihre eigene religiös fundierte Gesellschaftsordnung zu errichten. Dass die Wut vieler Bürger auf Zugewanderte ähnlich diffus und vorurteilsbeladen ist, ist leider auch wahr. Hängt aber damit zusammen, dass korrekte Informationen über die tatsächlichen Probleme und ihre Verursacher, wenn überhaupt, nur gelegentlich und dann auch noch »bereinigt« veröffentlicht werden. Die Demokratien unterscheiden sich in diesem Punkt wenig von Staaten mit einer gelenkten Berichterstattung. Die Schere sitzt in diesem Fall bereits in den Köpfen der zuständigen Redakteure.

    Es ist richtig, dass diese nicht integrationsbereite Gruppe von hier lebenden Muslimen deutlich in der Minderheit ist gegenüber den hier lebenden, mehr oder weniger integrierten Menschen mit muslimischem Hintergrund. Aber auch eine Minderheit ist faktisch in der Lage, eine Gesellschaft zu unterminieren. Das richtige Verhalten unserer Politiker kann nur darin bestehen, Fakten zur Kenntnis zu nehmen und daraus vorurteilslos Maßnahmen zu entwickeln, die im Interesse der aufnehmenden Bevölkerung liegen unter Berücksichtigung legitimer Interessen der Zugewanderten.

  5. #5 von Barkai am 9. Dezember 2013 - 20:42

    @Uwe Lehnert,

    Es ist richtig, dass diese nicht integrationsbereite Gruppe von hier lebenden Muslimen deutlich in der Minderheit ist gegenüber den hier lebenden, mehr oder weniger integrierten Menschen mit muslimischem Hintergrund.

    stimmt, eine deutliche Minderheit von 40% der in GB lebenden Muslime will, dass GB die Sharia einführt.
    Wann ist es eine nicht-klare, uneindeutige oder nicht-deutliche Minderheit? 45%? 49%?
    [http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/1510866/Poll-reveals-40pc-of-Muslims-want-sharia-law-in-UK.html

    Aber auch eine Minderheit ist faktisch in der Lage, eine Gesellschaft zu unterminieren

    40% ist nun wirklich keine kleiner Minderheit.

    Das richtige Verhalten unserer Politiker kann nur darin bestehen, Fakten zur Kenntnis zu nehmen und daraus vorurteilslos Maßnahmen zu entwickeln,

    das wäre schön, allerdings müssten sich Politiker dann jahrelanges versagen eingestehen.

  6. #6 von Uwe Lehnert am 9. Dezember 2013 - 21:28

    @Barkai
    Wenn wir Deine Zahlen zugrunde legen bzw. für Deutschland als gültig ansehen, dann allerdings sieht die Sache noch übler aus.

  7. #7 von Gottmagus am 9. Dezember 2013 - 21:50

    @Uwe Lehnert

    Sarrazin jagt man immer mit Recht zum Teufel, das Kerlchen verdient es nicht anders. Necla Kelek kann man nur schwer Vorwürfe machen, immerhin ist sie selbst im Islam aufgewachsen und hat die Missstände dort selbst erlebt und ist nicht wie eine Sabatima James zu den Fundichristen übergelaufen. Aiman Mazyek und sein Zentralrat können gar nicht anders, denn die sind die Interessensvertretung dieser fragwürdigen Muslime, der Muslimbrüder und anderer fragwürdiger islamischer Vereinigungen. Sein Zentralrat vertritt ja trotz seiner starken Präsenz in den Medien nur eine Minderheit der islamischen Gemeinschaften.

    Ein Problem ist, daß die meisten, die motzen, keine praktische Erfahrung haben. Die haben nicht erlebt, wie eine Muslima geladenen Gästen aus dem Religionsunterricht eines nahen Gymnasiums die Hölle androht oder gar erlebt wie eine verschleierte Türkin solange ein intelligentes menschliches Wesen ist, wie nur Kinder im Raum sind, aber trotz ihres Übergewichts unsichtbar wird, sobald ein Mann das Zimmer betritt, und auf einmal so wirkt, als wäre sie zu dumm zu sprechen oder sich anhören müssen, daß diese Türkin sich lieber Nekrose anlacht als ihrem Mann beizubringen, daß sie als Diabetikerin Diät leben muß. Die bösen Blicke, die sich alavitische und türkische Eltern im Kindergarten gegenseitig zuwerfen, waren auch eine interessante Erfahrung.

    Ein anderes ist, daß Islamkritik bei den falschen Leuten sehr schnell im reinen Rassismus versinkt, im Kulturkampf endet oder damit endet, daß sich Fanatiker einer anderen Religionen gegenseitig auf die Schulter klopfen und behaupten keine Fanatiker zu sein, weil ja nur die anderen Fanatiker sein können.

    Und ein ganz anderes ist, daß den Politikern das ganze Problem völlig egal ist. Die schwelgen seit dem 11.9.2001 in einem „Wenn wir brave, gläubige Christen sind, dann tun die Muslime uns nicht, wir sind ja Brüder.“. Die Politik scheint sich ja geradezu daran zu ergötzen, daß es noch Leute gibt, die sich praktisch allein über die Religion definieren und eher an Wählern als an der Verteidigung gewisser Vorraussetzungen einer Demokratie interessiert zu sein.

    Problematisch ist auch, daß viele Errungenschaften der Aufklärung, des Liberalismus und des Humanismus als gegeben angesehen werden, kaum einer meint, daß sie verteidigt, erklärt oder gar am Leben gehalten werden müssen, und daß viele der Meinung sind, daß Vernunft, eine Liberalisierung der Religiösität und Säkularisation Naturgewalten sind, die von selbst die Welt verändern mögen und der Mensch sich damit begnügen kann Zuschauer zu bleiben.

    Wenn die Politik reagieren soll, wird sie auf jeden Fall jemanden weh tun müssen, ob sie nun mit Zwang vorgeht, dann wird sie sich allerdings nicht nur auf islamische Feinde der Ideale des Staats konzentrieren können, oder darauf hofft, daß durch eine Stärkung der liberalen Strömungen diese stark genug werden um mit den anderen Strömungen in den folgenden Konflikten fertig zu werden.

    Mit vorurteilsfrei wird es nichts, denn das Urteil, daß solche Strömungen eine Gefahr sind, ist bereits gefällt. Man kann als brauchbarer Mensch, ob nun gläubig oder nicht, solchen Wahnsinn nicht tolerieren. Auch wenn es richtig ist, ist dennoch ein Vorurteil.

    Und dann gibt es noch die Integration, die bei solchen Problemen auch immer eine Rolle spielt, insbesondere wenn sie zwar besungen, aber nicht ausgeübt wird. Wobei man sich da zunächst auf eine deutsche oder besser europäische Identität einigen müßte, was auf Grund des zweiten Weltkriegs bei uns nicht einfach ist, weil man Angst hat wieder die Welt in Herrenmenschen und Untermenschen aufzuteilen, nur weil man bestimmte Werte weniger guten Dingen vorzieht, und noch schwieriger wird, weil die Identität dann auf einmal nicht über Werte gestiftet wird, weil viele versuchen werden über Rückgriffe auf Religion eine Identität zu definieren.

    Das Problem ist weniger, daß jemand bestimmte Dinge diktiert, in unserer Demokratie meidet man Konflikte um jeden Preis und hat Angst, wenn unschöne Dinge auf dem Tisch kommen.
    Man möchte Frieden, bringt also möglichst selbst die größte Untat möglichst geschönt auf den Tisch oder wagt es nicht nach einer dialektischen Bearbeitung des Themas eine Entscheidung zu treffen. Selbst beim Streit Evolution und Kreatonismus wird immer versucht am Ende durch ein paar hübsche Worte für ein Unentschieden zu sorgen, zumindest eines zwischen Religion und Wissenschaft, wenn die Evolution schon den Kreatonismus gefahrlos versenkt hat.

  8. #8 von Barkai am 9. Dezember 2013 - 22:02

    @Uwe,
    so Schwankungen um die 40% der moslems eines Landes, die die Sharia in Europa wollen sind nirgendwo eine gute nachricht

  9. #9 von wahn am 9. Dezember 2013 - 22:26

    Eigentlich gibt es doch soviel Material um die Fundamentalismus Prediger bloßzustellen denke da nur an so ein Video
    https://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/12/19/deutschsprachiger-salafist-beschneidung-bei-ubergroser-klitoris/
    und und und denke wenn die Medien mehr Mut hätten diese Themen öffentlich zu kritisieren würden die Anhänger von solchen Trotteltum Abstandnehmen.

  10. #10 von Noncredist am 10. Dezember 2013 - 00:50

    Ich bin ein böser Atheist! Ich schreibe hier mal folgendes: Religiöser Fundamentalismus ist einer aktuellen Studie zufolge unter den Anhängern der abrahamitisch-monotheistischen Religionen in Westeuropa kein Randphänomen.

    Wer sich „aus Gewissensgründen“ aus den Texten ableiten kann, dass in den Augen des einzigen und wahren Gottes eine gewisse Handlung „gottgewollt“ sei, ist zu allerlei fragwürdigen Handlungen fähig. Was auch immer man ausüben möchte, lässt sich dank der Religion „theologisch“ legitimieren. Dabei ist es kein Wunder, dass ultraorthodoxe Juden, fanatische Muslime und keifende Giftevangelikale gleichermaßen verrückt spielen. Und da ihre angebetene Götter ihnen bekanntlichermaßen nie dazwischenfunken, fühlen sie sich ständig im Recht. Hitch hatte vollkommen recht: Religion poisons everything 😉

  11. #11 von Barkai am 10. Dezember 2013 - 08:04

    @Noncredist,
    wann haben haredim denn den letzten großen Terroranschlag in Westeuropa unternommen? Mir fällt da, im Gegensatz zu Islamisten, keiner ein.
    oder könntet es nicht sein, dass eine Gruppe derzeit überprotportional beim Verrücktspielen vertreten ist?

  12. #12 von Noch ein Fragender am 10. Dezember 2013 - 12:14

    Angesichts dieser Studie erscheint der Versuch von Heinig, dem Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland, für eine Verschiebung der gesellschaftlichen Problemwahrnehmung „weg von den Muslimen, hin zu den Atheisten und Laizisten”, zu werben, als eine unverantwortliche Strategie, um den Machteinflussder EKD zu erhalten.

    https://blasphemieblog2.wordpress.com/2013/06/08/heinig-nicht-muslime-sondern-laizisten-und-atheisten-sind-das-problem/

  13. #13 von Noncredist am 10. Dezember 2013 - 15:35

    @Barkai
    Wann hat die christliche Kassiererin letztens einen Bombengürtel gebastelt? Ist mir genauso unbekannt, denn ich schränke es nicht auf Sprengstoffanschläge ein. Dennoch ist der Fundamentalismus (nicht auf Terroranschläge spezialisiert, sondern wörtlich) in allen 3 bekannten Großreligionen vertreten und wird – nicht zuletzt dank neuer Medien – offen gezeigt. Die Missionierung ist bei „wiedergeborenen Christen“ z.Bsp. kein Randphänomen, sondern eine erwünschte Handlung. Falls man nicht einlenkt, wird man für alle Zeiten von deren Lieblingsgott mit Schmerzen und Qualen belegt. Freilich nicht in unserer Lebenszeit, sondern „glücklicherweise“ erst in der Ewigkeit danach 😉
    Das die Islamisten gerne ihre politischen Ziele mit ihrem eifrigem Glauben erreichen wollen, dürfte angesichts des fehlenden Bremsmechanismus namens Aufklärung kaum noch überraschen.
    Und die Ultraorthodoxen Juden hingegen sind weniger am Sprengstoff interessiert, grenzen aber gerne aus. Geschlechtertrennung, weil gemäß dem Fundament ihres Glaubens sowas nötig sei, ist ihnen kein Gräul. Man kann es sich ausmalen wie man erst mit gleichgeschlechtlicher Liebe oder gar „Lebenspartnerschaften“ (aka Homo-Ehe) umgehen möchte, welche von ihrem Gott alles andere als freudig empfunden wurde.
    Ein solcher Fundamentalismus ist dem friedlichen Zusammenleben hinderlich, das ist uns allen klar. Und ja, fundamental-radikale Muslime sind IMO die schlimmsten, denn sie sorgen mit ihrem offensichtlichen Hass am schnellsten für Leid. Aber man sollte die anderen Fundamentalisten nicht vernachlässigen. Auch sie nutzen ihr Glaubensfundament für radikale Ideologien, die nicht selten großes Leid verursachen.

  14. #14 von Barkai am 10. Dezember 2013 - 17:39

    @noncredist,

    Wann hat die christliche Kassiererin letztens einen Bombengürtel gebastelt?

    kann ich mich auch nicht daran erinnern, das ist wahr.

    Ist mir genauso unbekannt, denn ich schränke es nicht auf Sprengstoffanschläge ein

    ein Auto & messer haben auch funktioniert.

    Dennoch ist der Fundamentalismus (nicht auf Terroranschläge spezialisiert, sondern wörtlich) in allen 3 bekannten Großreligionen vertreten und wird – nicht zuletzt dank neuer Medien – offen gezeigt
    ja, alle Religionen haben Fundis (das schließt auch die nicht-abrahamitischen Religionen ein). Aber auf deinen zuvor geäußerten Satz “ Dabei ist es kein Wunder, dass ultraorthodoxe Juden, fanatische Muslime und keifende Giftevangelikale gleichermaßen verrückt spielen. “ bezogen kann ich nur feststellen, dass die Anhänger der drei abrahamitischen Religionen in Westeuropa (in einem anderne Satz von dir spezifiziert) NICHT gleichermaßen verrückt spielen. Anhänger der jüngsten abrahamitischen Religionen spielen noch eine Spurt verrückter als die anderen beiden Religionen. Du ahst bereits selber eigneräumt, dass Christen (in Westeuropa) derzeit eher selten Sprengstoff-Anschläge verüben; demnach folgt doch automatisch, dass die leute, die Sprengstoffattentate (oder Anschläge anderer Art) durchführen die verrücktesten sind.
    Und Fundamentalismus „nur“ durch neue Medien zu kommunizieren ist NICHT genauso verrückt wie Menschen töten.

  15. #15 von Josc am 12. Dezember 2013 - 18:26

    Was mich irritiert (wobei, eigentlich nicht) ist der Umstand, dass die Erwähnung dieser interessanten Studie in den Medien nirgendwo nennenswert aufzutauchen scheint. Zeit, Spiegel, SZ, Welt etc, nicht eine Wort. Bei dem jahrzehntelangem dogmatischem Gepredige von „Dialogbereitschaft“ des Islam müsste man doch annehmen, dass eine das Gegenteil zu beweisen scheinende, fundierte Studie ziemlich viel Wind aufwirbelt.

    Ich sehe keinen Wind, noch nicht mal einen Hauch. Warum?

  16. #16 von Noncredist am 13. Dezember 2013 - 05:15

    @Barkai
    So differenziert hast Du natürlich vollkommen recht. Der „Qualität“ nach zufolge haben Benutzer von Sprengstoffen, „menschenvernichtender Maßnahmen“ genauergesagt, sich selbst die Krone des Wahnsinnes aufgesetzt. Und uns sind hierzulande eben die Muslimen bekannt, die die gewaltvollsten Handlungen ausüben. Gemessen am Grad der Zerstörung kann man sicherlich eine „Rangliste des Wahnsinnes“ aufstellen, und Du hast vollkommen recht. Ich meinte mit „gleichermaßen Verrückt“ jedoch nicht die /Qualität/ der Gewalt, sondern die Tatsache, dass man unter dem Einfluss des fundamentalistischem Eifers Taten per se begeht, die Leid verursachen. Und zwar unabhängig des „Vernichtungsgrades“. Ein „Gott der Liebe“ würde so etwas wohl kaum zulassen 😉
    Ich würde die Gewalt an einer Frau, welche von fundamentalistischen Juden aus einem „rein männlichem“ Bus rausgeworfen werden würde, genausowenig durchgehen lassen, wie einen Sprengstoffanschlag durch einen Gottistgroß-Schreihals. Alle drei Religionen haben IMO Legitimierungen für Gewalttaten, und alle drei Religionen besitzen Gläubige, welche /wesentlich intensiver/ agieren als der Rest. Du kannst mein Zitat in etwa folgendermaßen umschreiben: „Dabei ist es kein Wunder, dass ultraorthodoxe Juden, fanatische Muslime und keifende Giftevangelikale gleichermaßen Gewalt als Mittel zum Zweck nutzen“. Bitte „gleichermaßen“ nicht als „mit gleichem Maß gemessen“ lesen 😉 Auch dabei habe ich keinerlei Differenzierung nach dem Grad der Gewalt gemacht, sondern nur geschrieben, dass die Fundis der drei Religionen Gewalt nutzen. Nicht mehr und nicht weniger. /Welche/ Form der Gewalt, und wie man sie bewerten sollte, ist ein anderes Kaliber. Und da stehen heute die fanatischen Muslime in den „Talibanländern“ leider nicht gut dar. Sehr zu Leidwesen der hier lebenden und firedfertigen Muslime. Leider gab es dort keine solch wirksame Aufklärung. Ich hoffe, das ändert sich irgendwann. Bis dahin dürfte der Fundamentalismus unter Muslimen – angesichts der anscheinenden Scheu vor der Beachtung der Menschenrechte – wahrlich der schlimmste auf der „Richterskala“ sein. IMHO zweifelsfrei.