Norwegen: Gesetz gegen Beschneidung geplant: Juden erzürnt

Scandinavian country’s health minister plans to introduce new regulations on ritual circumcision following call by children’s ombudswoman to ban non-medical circumcision of minors due to ‚violation of rights.‘ European Jewish Association head seeks Israel’s help on matter

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[http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4453378,00.html

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  1. #1 von Gottmagus am 17. November 2013 - 11:03

    Religionsgemeinschaften haben keine Rechte und schon gar keine Rechte, die sie und ihre Bräche über die Rechte des menschlichen Individuums erheben. Man erlaubt ja auch nicht das Amputieren von Gliedmaßen und Teilen von Albinos, nur weil es Teil des Aberglaubens in Teilen Afrikas ist.

  2. #2 von fliesswechsel am 17. November 2013 - 11:14

    Ich wünsche den Norwegern, dass sie mehr Rückgrat haben als die deutsche Politik.

  3. #3 von Peter Gerling am 17. November 2013 - 13:09

    Die Norweger sollten durch ihre jahrhunderte alte karge Vergangenheit zähe Burschen geworden sein, was erhoffen läßt, dass sie Dinge, die sie einmal als richtig erkannt haben, auch durchsetzen. Außerdem schätze ich sie als Realisten ein, die diesem Uralbthumbug ohnehin ziemlich verständnislos gegenüberstehen werden.

    Also Norweger: Setzt ein Zeichen für ein humanes Ziel!

  4. #4 von Peter am 17. November 2013 - 13:11

    Schweden ist gerade auf dem Weg Geschlechtsverstümmelung auch dann strafrechtlich zu verfolgen wenn diese im Ausland vorgenommen wurde.

  5. #5 von Noch ein Fragender am 17. November 2013 - 14:14

    Rabbi Margolin claims that only seven circumcisions are performed in Norway each year. ‘“The fact that Ombudswoman Lindboe chooses to occupy herself so eagerly in the matter, raises the fear that we are yet again witnessing anti-Semitism disguised as protection of human rights,’“ he says.

    „Antisemitismus getarnt als Schutz der Menschenrechte“ – mit solcher Sicht bekommt man natürlich das menschenrechtliche Problem der irreversiblen Beschneidung von Kleinkindern nicht in den Blick.

  6. #6 von Itna am 17. November 2013 - 15:05

    Die Anzahl der Eingriffe hat nichts mit der Tatsache zu tun, das Genitalverstümmelung menschenrechtskonträr ist.

    Und noch einmal: es spielt KEINE Rolle WER dies fordert !

  7. #7 von Itna am 17. November 2013 - 15:06

    Die Forderung an sich sollte schon strafrechtlich verfolgt werden, es ist ein Aufruf zur Körperverletzung.

  8. #8 von SmilingJoe am 17. November 2013 - 15:10

    Macht Norwegen sich jetzt auch zur Komikernation?

  9. #9 von AMB am 17. November 2013 - 15:25

    Wie ein Jude schon sagte: Was in der Religion als Tradition gilt, ist im Rechtsstaat eine Straftat.

    Und bevor sich die Juden noch mehr lächerlich aufregen, die Beschneidung wird nicht verboten, sondern nur später legal.

    Hoffentlich wird Norwegen nicht auch am 12.12.13 zur einer Komikernation.

  10. #10 von Dieter Kaiser am 19. November 2013 - 22:16

    Aller Kinder Rechte
    (Dieter Kaiser, Kernen, 2012.07)

    Für alle Kinder dieser Welt,
    denen die eigene Kraft noch fehlt,
    richte ich heut meinen Appell
    an alle Herrscher dieser Welt.

    Erwachsene haben nicht das Recht,
    aus Glaube, Sitte oder Geschlecht,
    am jungen Menschen auszutoben
    einen Irrglauben, der käm von oben.

    Sie sollen doch erst mal beweisen,
    dass es das Wesen, das sie preisen,
    in Wirklichkeit auch gibt da droben,
    nicht nur in ihrem Kopf, verschroben.

    Für Kinder, gilt das Menschenrecht,
    uneingeschränkt vom ersten Tage:
    Unversehrt bleibe ihr Gemächt
    bis ans Ende der Kindertage.

    Allein ist es Kindes-Entschluss,
    ob es die Schöpfung ändern muss.
    Erwachsen soll es sich entscheiden,
    ob es will einen Schmerz erleiden.

    Kein so genanntes heiliges Schreiben,
    keine Jahrtausend alte Sitten,
    darf Erwachsene dazu treiben,
    zu solch irreversiblen Schnitten.

    Welches Credo, welch ein Vorwand,
    welch blinde, dumme Schlächterhand,
    kann verdammen so viel Kindlichkeit
    zu so viel Schmerz und so viel Leid.

    Es gibt Kinder, die nicht verstanden,
    und leichten Herzens doch verschwanden
    in den Tod und das Paradies,
    das ein Gläubiger verhieß.

    Wenn sie im Spiel auf Minen sprangen,
    ist ein Mozart vielleicht gegangen.
    Wenn das der Preis ist für Himmelsglück,
    auf welche Bosheit geht‘s zurück?

    Wie lang ist Politik bereit
    zu Verdunkelung und Feigheit,
    um zu verwischen aus dem Sinn
    die Menschenrechte für ein Kind.

    Ist ein Staatschef zu überzeugen,
    von Zeit zu Zeit mal mit zu heulen?
    Kann ein Minister sich berauschen
    und sein Herz mal kurz belauschen?

    Wenn doch woanders auf der Welt,
    das Kinder-Recht vor allem zählt,
    so lasst doch auch hier immerfort,
    Kinderrecht gelten, ab sofort.

    Lasset die Dummheit bald verstummen,
    lasst in verstaubten Büchern schlummern
    falschen Glauben und Sittenstreit
    bis in alle Ewigkeit.

    Ich habe nicht die Spur von Macht,
    aber voll Hoffnung und Bedacht,
    ist mein Appell, nicht nur für heut.
    Traget ihn weiter allezeit.

    Lasst ihn durch Mütter Kindern lehren,
    und lasst die Kinder ihn dann mehren.
    Ihr Väter seid dazu bereit,
    zu opfern etwas Männlichkeit.