Braucht Politik Religion?

In Zeiten gesellschaftlicher Entkirchlichung wird der Ruf nach einem streng säkularen Staat lauter. Am Dienstag widmete sich die Evangelische Akademie zu Berlin diesem Thema und ließ Politiker aller Fraktionen über Kirchensteuer, Religionsunterricht und die Flüchtlingsfrage diskutieren.

(…)

So werde etwa der Kirchensteuereinzug immer als Privileg der Kirchen angesehen, faktisch sei er aber eine simple Dienstleistung, für die die Kirchen den Staat bezahlten. Andererseits erlebe sie aber auch einen teils aggressiven Atheismus, der das Christentum grundsätzlich in Frage stelle: „Das erfüllt mich mit tiefer Sorge”, sagte sie.

[http://www.pro-medienmagazin.de/?id=politik&news[action]=detail&news[id]=7040

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  1. #1 von giovanni am 4. September 2013 - 21:00

    Ja, die Politikerkaste missbraucht die Religioten um zu WählerInnen-Stimmen zu kommen!

  2. #2 von Gerry am 4. September 2013 - 21:06

    Der Kirchensteuereinzug IST ein Privileg der Kirchen. Wahrscheinlich das Einzige für das sie was zahlen.
    Kein Privileg wäre es, wenn jeder Kaninchenzüchterverein seine Mitgliedsbeiträge über’s Finanzamt einziehen könnte.

    Also: Dieses Privileg abschaffen! Sollen doch die Kirchen ihre Mitgliedsbeiträge selbst einziehen.

  3. #3 von Randifan am 4. September 2013 - 21:13

    Religion ist reine Rhetorik, ohne irgendwelche Taten die folgen.

  4. #4 von holey spirit am 4. September 2013 - 21:16

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    Wenn’s nur so wäre, wie Du schreibst…

  5. #5 von Randifan am 4. September 2013 - 21:20

    @holey spirit
    Die Politik versucht nicht, der Bevölkerung christliche Wertvorstellungen aufzuzwingen, vor allen nicht, wenn die meisten Politik es mit der Moral nicht so genau nehmen. Die Priviligierung der Amtskirchen scheint für die keine Vorteilen zu bringen.

  6. #6 von Philip am 4. September 2013 - 21:26

    „faktisch sei er aber eine simple Dienstleistung“
    Warum dann nur Kirchensteuer eintreiben. Ich muss morgen noch einkaufen gehen, hab aber keine Lust dazu. Kann der Staat das für mich übernehmen. Ich übernehme auch die Kosten+eine kleine Gebühr.

  7. #7 von holey spirit am 4. September 2013 - 21:36

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    Die Politik versucht nicht, der Bevölkerung christliche Wertvorstellungen aufzuzwingen, vor allen nicht, wenn die meisten Politik es mit der Moral nicht so genau nehmen.

    Ich sage nur 12.12.12.

    Ich denke u.a. an den Heckler-und-Koch-Waffenlobbyisten Volker Kauder:
    https://blasphemieblog2.wordpress.com/2013/08/28/kauder-verspricht-christen-blockade-bei-homo-rechten/
    [https://blasphemieblog2.wordpress.com/2013/08/27/kauder-ohne-gott-wird-es-schlimm/

    Und ich denke u.a. an Merkel:
    [https://blasphemieblog2.wordpress.com/2013/09/04/merkel-keine-plane-fur-gleichstellung-bei-adoptionsrecht/

    Und jetzt behaupte nochmal, dass der reinen Rhetorik keine Taten folgen würden!

    Die Rhetorik selbst ist hier bereits Tat.

    ————–

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    Andererseits erlebe sie aber auch einen teils aggressiven Atheismus, der das Christentum grundsätzlich in Frage stelle: „Das erfüllt mich mit tiefer Sorge”, sagte sie.

    Das erfüllt mich wiederum mit tiefer Genugtuung. 😆

  8. #8 von holey spirit am 4. September 2013 - 21:37

    Mist. Zitat-Ende falsch gesetzt.

  9. #9 von heinrich am 4. September 2013 - 21:59

    Die Politik braucht keine Religion. Der Staat muss neutral sein und hat die Religionen unter Kontrolle und nicht umgekehrt.

  10. #10 von Willie am 4. September 2013 - 22:04

    Zur Grundfrage „Braucht Politik Religion?“ kurz und knapp: Nein! (Allerdings brauchen die organisierten Religionen, sprich Kirchen und Vereinigungen, die Politik, damit sie zu ihren Gunsten entscheidet.)

    Die Politik hat für alle Mitglieder der Gesellschaft da zu sein und sich nicht um die einzelnen Fantasien zu kümmern – das schließt nicht aus, dass der Politiker nach seiner Fantasiefigur urteilt. Gerade die Flüchtlingsfrage in der nachen Vergangenheit hat doch gezeigt, worin so etwas gipfeln kann. Nicht nur in Deutschland kamen Politikeraussagen zu „Christen bevorzugen“.
    https://blasphemieblog2.wordpress.com/2013/09/04/diskussion-uber-asyl-fur-christen-aus-syrien-dauert-an/

  11. #11 von Netizen am 4. September 2013 - 22:33

    Die Bezahlung fürs Eintreiben der Kirchensteuer deckt nicht mal ansatzweise die Steuerverluste, die dem Staat durch die Absetzbarkeit der Kirchensteuer selbst entstehen. Insofern ist es sehr wohl eines der zahlreichen Privilegien der Kirchen, bei denen der Staat kräftig draufzahlt.

  12. #12 von Elvenpath am 5. September 2013 - 11:29

    Einfache Antwort: Nein.