Fanatische Atheisten

Am vergangenen Mittwoch berichtete der Stern über ein weiteres Haßvideo gegen die katholische Kirche, diesmal produziert von der „Komödiantin“ Carolin Kebekus. „Dunk den Herrn“ heißt der Titel des Machwerks.

(…)

Ich kann kaum beschreiben, wie sehr mich dieser primitive Radikal-Atheismus anwidert. Dabei ist das theologische und historische Wissen dieser Fanatiker in der Regel sehr gering, das Gedächtnis schwach, die Arroganz und Überheblichkeit dafür aber riesengroß. (…)

Religion wird als Ursache jeglicher Unterdrückung in der Welt angesehen, während man unter den Teppich fallen läßt, was beispielsweise die atheistische Ersatzreligion des Kommunismus angerichtet hat. Auch religiös motivierte Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus oder den Kommunismus werden von den fanatischen Religionshassern ausgeblendet. (…)

Doch je mehr ich von diesem fanatisch-säkularen Wahn angewidert bin, desto näher und sympathischer wird mir die Religion…

…aber als Agnostizist hätte ich lieber einen Piusbruder, einen strenggläubigen Moslem oder einen orthodoxen Juden zum Nachbarn, als Richard Dawkins & Co.

Weiterlesen:

Anmerkung: Wir wissen, dass die Seite unseriös ist, darauf im Kommentarbereich hinzuweisen ist überflüssig.

[http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M5d6c43ae452.0.html

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  1. #1 von AMB am 18. Juni 2013 - 09:10

    Ich kann kaum beschreiben, wie sehr mich dieser primitive Radikal-Atheismus anwidert.

    Irgendwie ist es leider doch gelungen.

    ReligIdioten

    Beim Versuch „Idiot“ hervorzuheben, ist wohl etwas schiefgelaufen. :mrgreen:

    was beispielsweise die atheistische Ersatzreligion des Kommunismus angerichtet hat.

    *gähn*

    Auch religiös motivierte Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus oder den Kommunismus werden von den fanatischen Religionshassern ausgeblendet.

    Wir wissen schon, dass es eine Minderheit gab.

    aber als Agnostizist hätte ich lieber einen Piusbruder, einen strenggläubigen Moslem oder einen orthodoxen Juden zum Nachbarn, als Richard Dawkins & Co.

    Ein Dawkins ist weitaus angenehmer als ein Bischof Williamson oder Pierre Vogel. Ich würde auch nicht neben einen notorischen Atheistenhasser leben wollen, der seinen Schund auf einer rechten Seite veröffentlicht.

  2. #2 von Deus Ex Machina am 18. Juni 2013 - 09:11

    Oh, ein fanatischer Agnostiker…oder „Agnostizist“, wie der Typ sich selber nennt. Ist das nochmal was anderes?

  3. #3 von AMB am 18. Juni 2013 - 09:13

    @dem

    Ist das nochmal was anderes?

    Nein, das verhält sich wie Religiot zu ReligIdiot. 😆

  4. #4 von Predator am 18. Juni 2013 - 09:37

    Der Autor des Textes ist ganz offensichtlich verwirrt oder möchte Schreiberfahrung sammeln, wobei der Inhalt nicht so wichtig zu sein scheint.

    Denn er schreibt zum Beispiel:

    „Und natürlich wurde auch ich bereits des „christlichen Fundamentalismus“ und des radikalen Islamismus bezichtigt, obwohl ich noch nicht einmal christlich oder islamisch bin, sondern leider nur in einem agnostischen, metaphysischen Sinne an Gott glaube.

    Doch je mehr ich von diesem fanatisch-säkularen Wahn angewidert bin, desto näher und sympathischer wird mir die Religion, und desto mehr wächst meine Sehnsucht nach Transzendenz und religiösen Ritualen.“

    Auf das relativ junge Alter von 25 oder 26 Jahren möchte ich diese eventuelle Verwirrtheit nicht schieben, denn es gibt sie in allen Altersgruppen.

    Mein Tipp an den Autor:

    Sich über Kommentare, die auf dem Gesichtsbuch geschrieben werden, aufzuregen, das kann man auch vermeiden, indem man dort nicht liest. Das Kritisieren solcher Kommentare, das ist vollkommen obsolet, weil dort jeder Schwachmat -ob Atheist oder Theist- seinen geistigen (oder geistlichen) Sermon spontan verbreiten kann. Und so gibt es dort gute Kommentare und welche, die daneben sind. Das liegt in der Natur der Sache und ist nichts, über das man sich aufregen muss.

    Was überhaupt ein guter oder ein schlechter Kommentar (oder allgem. Meinungsäußerung) ist, das liegt wohl im Auge des Betrachters.

    Schon eher kann man sich da über dumme Aussagen unserer Staatsmänner und Oberhäupter anderer Organisationen aufregen und diese kritisieren.
    Einfach weil deren Aussagen eine gewisse Relevanz für unsere Gesellschaft haben.

    Stattdessen aber kann ich Dutzende von verschiedensprachlichen (Natur-)Wissenschaftsseiten im Internet empfehlen. Über eine Suchmaschine lassen sie sich einfach finden. Damit verbringt man seine Zeit wesentlich angenehmer und man lernt oft noch etwas Tolles hinzu. Etwas, was andere mühevoll (aber teils auch mit viel Freude) heraus gefunden haben.

    Natürlich findet man auf solchen Seiten nichts über Religionen und Götter, da diese einzig Teil der Natur des Menschen sind und nichts mit der Natur/Wirklichkeit an sich zu tun haben, außer eben, dass sie ihr im weiteren Sinne entstammen.

    ANDERERSEITS kommt man als Theist natürlich prima durchs (Gesellschafts)Leben. Also kann man es durchaus als schlau (im Sinne von opportun) bezeichnen, Theist zu sein oder dieses sein zu wollen.

    Echter [überzeugter] Atheist zu sein, das muss man sich leisten können. Theisten sehen das übrigens genau anders herum und die Wahrheit ist wahrscheinlich eher differenzierend situativ (inkl. regional) zu betrachten.

    Allerdings lebe ich zum Beispiel an einem Ort im flächenmäßig größten Bundesland Deutschlands, wo es unzweifelhaft von Vorteil ist, Theist zu sein.
    Tja, da habe ich Pech gehabt, denke aber schon lange über einen Umzug nach. (Und zwar wirklich aus dem Grund der übermäßigen und offenen Religiosität der Menschen hier.) Aber das Bier ist hier doch ziemlich gut… was mich etwas blockiert, bzgl. eines Umzugs. 😉

    Persönlich ‚gönne‘ ich mir den Atheismus, auch wenn ich dadurch schon so manches Mal benachteiligt wurde in meinem Leben. Aber ich bin eben schwach (oder stark?), denn ich könnte es auch gar nicht anders. Theismus ist für mich einfach nur absolut falsch, oder in moderner Sprache ausgedrückt ein „epic fail“. Gerne würde ich das alles mit Humor nehmen und letztlich ist die Lage nur hoffnungslos, aber nicht ernst, doch meine persönliche Erfahrung mit Theisten (inkl. deren Sermon in den Medien) wirkt alles andere als humorerweckend bei mir.

    Die Menschenwelt baut auf mehr als genug Lügen und Verblendungen auf, denen man nicht oder nur sehr schwer entkommen kann.

    Dem Theismus kann man für sich persönlich entschieden da schon leichter entkommen, indem man sich damit beschäftigt (hat).
    Man kann die Religionen relativ einfach als Hirngespinste mit historisch (oft inkorrekten, bzw. unvollständigen) Verflechtungen enttarnen.

    Natürlich kann es passieren, dass auch ich eines Tages plötzlich religiös werde. Denn Religion ist nur Hirnsache und darüber hat man keinerlei Kontrolle. So kann ein Sturz auf den Kopf mit anschließendem Hirnschaden wahrscheinlich eine prompte Religiosität hervorrufen… deswegen laufe ich auch immer sehr umsichtig herum.

    😀

  5. #5 von drawingwarrior am 18. Juni 2013 - 10:15

    Hm…diese fanatischen Atheisten möchte ich auch nicht als Nachbarn haben, die sind immer so….atheistisch und machen immer so Sachen…die lesen Bücher und diskutieren, das geht überhaupt nicht.
    Und überhaupt, wer keinen Gott hat, der hat auch keine Moral und dann essen die ja auch Kinder und sind alle schwule Kommunistenschweinenazisärschlöcherwichserungläubigerattebälger…………………………………..?!

    Oder einfach mal übern Zaun gucken und den freundlichen Atheisten aus der Nachbarschaft fragen, ob er am nächsten Grillabend teilnehmen will.
    Der wird vielleicht nein sagen, weil er noch in die Bibliothek muß, oder das Wochenende bei einem befreundeten schwulen Paar verbringt, um die Adoption von Klein-Kevin oder Maril zu feiern, aber nicht, weil ein unsichtbarer Thyrann ihm verboten hat eine bestimmte Sorte Fleisch zu konsumieren, oder die Frau des Gastgebers nicht devot ihr Leben in einem Kartoffelsack verbringt.

    Tausend aggressive Atheisten sind mir lieber als ein Gläubiger, gleich welcher Gehirnerweichungsschublade er auch immer angehört.
    Atheismus ist das leise, knisternde Geräusch, das die Vernunft macht, wenn sie auf Götter trifft.

  6. #6 von Wolfgang am 18. Juni 2013 - 10:30

    Wieder einmal ein Übersetzungsfehler, nicht FANATISCHER Atheismus, sondern PHANTASTISCHER Atheismus. Oder ging ein Gott gegen
    den Atheismus vor? Und im übrigen, ohne den Teufel hätte doch das Produkt Christentum niemals seine Perfektion erreicht!

  7. #7 von Stephan_ATH am 18. Juni 2013 - 10:56

    „…sondern leider nur in einem agnostischen, metaphysischen Sinne an Gott glaube.“

    was das ‚leider‘ in diesem Satz zu suchen hat, bleibt vermutlich auch dem Autor verborgen. Zum Rest: da Gott keine physische Entität ist, kann man nur metaphysisch an ihn glauben. Heisst, die Aussage, man glaube ‚physisch‘ an Gott, ist falsch. In dem Satz kann man also getrost auf den ‚metaphysischen‘ Vermerk verzichten (Tautologie).
    Und im ‚agnostischen Sinne‘ lässt sich (hier würde das ‚leider‘ wieder passen!) nicht ‚glauben‘. Denn Agnostizismus beschreibt eine Erkenntnisform des ‚Nicht-Wissen-Könnens‘. Aus dieser Erkenntnis heraus kann dann ein Glaube formuliert werden – was den Autor zum Theisten machen würde.

    In Summe ist das Selbstbekenntnis des Autors widerlegt. Nachdem der Autor also noch nicht mal seine eigene Position kennt oder beschreiben kann, hat er sich aus rhetorischen und intellektuellen Gründen als unfähig erwiesen, über das vorliegende Thema eine Abhandlung zu verfassen.

  8. #8 von Deus Ex Machina am 18. Juni 2013 - 11:52

    „Nein, das verhält sich wie Religiot zu ReligIdiot“

    –> Na wenn das nicht der Spruch des Tages ist! 😉

  9. #9 von ezekeel am 18. Juni 2013 - 12:12

    „Atheismus ist das leise, knisternde Geräusch, das die Vernunft macht, wenn sie auf Götter trifft“

    ein sehr feiner und reizvoller bonmot.

  10. #10 von fliesswechsel am 18. Juni 2013 - 12:19

    Auch religiös motivierte Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus“…“werden ausgeblendet

    Was will er uns mit dieser Logik sagen?

    -Weil aus religiöser Motivation etwas gutes entstehen kann ist die Religion gut?

    Wenn man diese Logik auf Nazis anwendet sieht man schnell wie unsinnig das ist: Denn wenn ein Nazi aus nazionalsozialistischer Motivation der ‚deutschen‘ Oma ihre Tasche trägt (eigentlich etwas Gutes) wird der Nationalsozialismus ja nicht gleich selber etwas Gutes! PS: Keine Macht den Nazis!

    Man kann auch aus der falschen Motivation etwas richtiges tun. Genauso wie gut gemeinte Dinge etwas schlechter machen können. Aber zur Argumentation für oder wider des Atheismus oder der Religion taugt das Beispiel meiner Meinung nach überhaupt nicht.

  11. #11 von Elvenpath am 18. Juni 2013 - 12:39

    Das übliche Blablabla: Atheisten sind ja sooo aggressiv, sie haben keine Ahnung, Atheismus ist böse wegen Kommunismus, Atheisten sidn arrogant und überheblich…
    Die ganze Latte einer extrem eingeengten Weltsicht.
    Er kann froh sein, dass Atheisten nicht wirklich agressiv sind. So wie Christen, bevor sie in die Schranken gewiesen wurden, oder wie man es in vielen muslimischen Ländern heute noch findet.
    Theologisches Wissen ist ein Widerspruch in sich selbst. Das ewige heruminterprieteren an eigentlich glasklaren Sätzen bringt keinerlei neuen Erkenntnisse.
    Das geschichtliche Wissen dagegen ist sehr wohl vorhanden und ist einer der Gründe der Ablehung von Religionen.
    Beim Kommunismus verwechseln Religionsbefürworter gerne Ursache und Wirkung. Der Kommunismus war nicht zufällig atheistisch und hat dann nur so aus bösem Willen heraus, religiöse Menschen verfolgt. Marx und Engels haben klar erkannt, dass die Religionen immer die herrschende, unterdrückende Klasse unterstützt haben. Die Religionen werden als Machtmittel benutzt um die Menschen zu unterdrücken. Der Kommunismus hat sich auf die Fahnen geschrieben, diese Unterdrückung zu beenden. Aus diesem Grund lehnt der Kommunismus alle Rleigionen ab und ist daher zwangsläufig atheistisch.
    Und wer arrogant und überheblich ist, darüber brauchen wir nun wirklich nicht zu sprechen. Wer beansprucht Moral und Ethik exklusiv für sich? Wer sagt, dass Menschen, die nicht glauben böse sind? Wer sagt, dass Menschen, die nicht glauben, nach dem Tod in die ewige Verdammnis gehen? Und überhaupt: Ist man wirklich arrogant, wenn man nicht bereit ist, eine vollkommen unbewiesene antike Geschichte, die in weiten Teilen und bei wichtigen Punkten sogar widerlegt ist, die abenteuerliche Wunder und Superkräft postuliert, die ohne den geringsten Beweis, bahuptet die Natur des Unversum zu kennen und diese Natur aus einem übermachtigen Wesen bestehen soll, ernst zu nehmen? Würde ein Christ, oder Moslem jemand Ernst nehmen, der behauptet das Universum würde von Heinzelmännchen regiert?

  12. #12 von Deus Ex Machina am 18. Juni 2013 - 12:55

    Es lässt schon tief blicken, wenn man weniger Probleme mit Menschen hat, die sich an Holocaustleugnern nicht weiter stören und in deren Reihen Frauen mal eben nichts zu melden haben oder mit Leuten, die ihren Söhnen am Penis rumschnippeln, als mit Dawkins.
    Mal wieder ein tolles Beispiel für den eklatanten Mangel an Augenmaß bei Gläubigen. Ebenso wie der Begriff „Hassvideo“. Man kann sich offenbar über nichts bei Religionen lustig machen, man „hasst“ automatisch. Aber dieser Verbaldurchfall mit Gift und Galle-Regen, der war wohl eine sachliche Argumentation?!

  13. #13 von Wolfgang am 18. Juni 2013 - 13:43

    Die Unfähigkeit der Kirchen besteht darin, keinen Atheisten von einem Gott überzeugen zu können. Oder hat schon einmal jemand gehört oder gelesen, das ein Raucher einen Nichtraucher von den Vorzügen des krankmachenden Rauchens überzeugt hat? Also ich bin und bleibe ein „Nichtraucher!!“

  14. #14 von stephancologne am 18. Juni 2013 - 13:56

    Ist doch ganz einfach.

    Der Autor soll sich am ersten Abend mit 2 Atheisten an einen Tisch setzen und ihnen sagen, dass man die ET anzweifelt.

    Am 2 Abend soll er sich dann mal mit 2 Islamisten an einen Tisch setzen und die Existenz Allahs in Zweifel stellen und ankreiden, dass Mohammed eine 6-jährige geheiratet hat.
    Vielleicht mit den 2 netten Herren, die vor einigen Wochen einen Soldaten auf offener Strasse zerhackt haben.

    Dann wird auch deutlich, warum diese Reihenfolge wichtig ist.
    Denn den ersten Abend wird der Mann ohne ein gekrümmtes Haar überleben.
    Den zweiten eher nicht.

  15. #15 von Barkai am 18. Juni 2013 - 14:34

    wenn Comedyvideos Hassvideos sein sollen, was ist dann das Viodeomaterial von Hisbolla oder al-Qaida?
    aber da der Autor des artikels ja lieber neben einem strenggläubigen Muslim wohnen wollen würde, vermutlich so einem, der die Religion zum Fundament oder zur Basis seines Lebens macht, ist die Frage schon beantwortet.

  16. #16 von Volker Dittmar am 18. Juni 2013 - 15:41

    Ich bezweifle ja, dass ein fanatisches, atheistisches, radikales Musikvideo mit seinem Text oder seiner Musik ein durchschnittliches Kirchenlied noch unterbieten kann. Texte von Kirchenliedern sind dergestalt, dass auch der Durchschnittschrist das nur gesungen ertragen kann.

    Man mag das Lied für schlecht halten, oder für provokativ, und einige Kommentare dazu auf Facebook für primitiv, aber das Niveau des oben verlinkten Geschreibsels fließt über von emotionalen Ressentiments ohne jedes Argument. Das sollte man dann aber auch den Schreibern auf Facebook zugute halten.

  17. #17 von Siegrun am 18. Juni 2013 - 16:42

    Ich finde das Video von frau Kebekus ausgesprochen lustig, weil es so treffend ist. Hört mal genau auf den text. ich konnte nichts Unwahres entdecken. Rapperslang klingt vielleichtordinär, aber wenn man sich die Mühe macht zu „übersetzen“ ist es nah dran an der Realität. Vielleicht ist es gerade desegen so schlimm für unsere Heulsusen.

  18. #18 von Martin Schmidt am 18. Juni 2013 - 16:53

    „Doch je mehr ich von diesem fanatisch-säkularen Wahn angewidert bin, desto näher und sympathischer wird mir die Religion, und desto mehr wächst meine Sehnsucht nach Transzendenz und religiösen Ritualen.”

    Sprich: ohne Atheismus könnte er seine Religion nicht so sehr genießen.
    Wäre da nicht eher ein Dankeschön sngebracht?
    🙂

  19. #19 von Goblin Piledriver am 18. Juni 2013 - 22:54

    Albert Speer hat über den Film „Der große Diktator“ gesagt er hätte noch nie so eine akurate Dokumentation über den Nationalsozialismus gesehen.
    Genauso ist das Carolin Kebekus-Video. „Dunk den Herrn“ eine passende, und trotzdem lustige, Dokumentation über die katholische Kirche. Einfach nichts an diesem Video ist übertrieben, selbst der Titel ist dem „Danke für diesen guten Morgen“-Lied entnommen: https://www.youtube.com/watch?v=XFO1c_iI8s4 (Das ich in der evangelischen Kirche immer wieder ertragen musste).

    Ich kann auch mit dem besten Willen keinen Haß oder primitiven Radikal-Atheismus erkennen. Die Nonnen haben ja schließlich wirklich mit dem Kruzifix masturbiert, es gab tatsächlich Aftershow Partys mit den Ministranten, es gibt tatsächlich ein Sexualleben auch mit Zöllibat und viele Kirchtürme sind höher als der bronzezeitliche Turm von Bab(el)ylon.

    „Auch religiös motivierte Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus oder den Kommunismus werden von den fanatischen Religionshassern ausgeblendet“
    Wie könnten Atheisten das ausblenden, wenn die Theisten das einem ständig vorhalten. Was die Kirchen allerdings ausblenden ist ihre gigantische Mitverantwortung vor allem im Nationalsozialmus und im gesamten Faschismus. (Siehe Karlheinz Deschner :“ Mit Gott und den Faschisten“)
    Die wirklich verfolgten im Nationalsozialismus waren nicht die Kirchen, die hofiert wurden, sondern Kommunisten, Sozialdemokraten und Juden. Alles Lehren und Bewegungen die die kathliosche Kirche verdammt hatte. Somit hatte die RKK mit den Faschisten ihre idealen Verbündeten gefunden.

  20. #20 von itna am 18. Juni 2013 - 23:43

    „“Religion wird als Ursache jeglicher Unterdrückung in der Welt angesehen…““

    So ist es, steht in deren Bedienungsanleitungen dick und fett drin und lässt sich millionenfach beweisen.

  21. #21 von Afreakana am 26. Juni 2013 - 15:21

    Den Songtext gibts hier: http://schlagertext.com/tag/dunk-den-herrn-songtext/

    So weit ich das gesehen hab, stimmt er bis auf Kleinigkeiten.

  22. #22 von Skydaddy am 26. Juni 2013 - 15:56

    religiös motivierte Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

    Religiös motivierte Widerstandskämpfer, die gegen die gottgläubigen Nazis, die sich zum „positiven Christentum“ bekannten und deren Soldaten „Gott mit uns“ auf dem Koppel hatten, Widerstand leisteten.

    Peinlicherweise richtete sich dieser Widerstand allerdings m.W. größtenteils nicht gegen die Judenvernichtung, sondern gegen die Einschränkung von Kirchenprivilegien. Die größten Widerstandsaktionen der Kirchenmitglieder gegen die Nazis gab es, als in Schulen die Kruzifixe abgehängt werden sollten.

    Dies wird auch deutlich in der Enzyklika „Mit brennender Sorge“ – wo die brennende Sorge des Papstes ja auch nicht den Juden gilt, sondern der von den Nazis verfolgten Kirche.

    Demgegenüber haben die Nazis die christlichen Vorbehalte gegenüber den Juden gezielt geschürt und ausgenutzt. Ich habe mal ein nationalsozialistisches, antisemitisches Schulbuch gesehen. Darin wurden Jesus und Luther umfangreicher zitiert als der Führer.