Bundesinnenministerium bevorzugt christliche Bewerber

Der Erste hat im Assessment-Center den Sprachtest mit einer Vier minus vermasselt und somit die zwingende Einstellungsvoraussetzung „gute Englisch-Kenntnisse“ gerissen. Den Job bekam er trotzdem. Der Zweite schaffte eine Drei bis Vier in Englisch und hatte im Vorauswahlverfahren unter 470 Bewerbern eher durchschnittlich abgeschnitten – er wurde eingestellt. Eine Dritte kam in Englisch auf ein Ausreichend, ihre Punktzahl im Vorauswahlverfahren war eher bescheiden. Auch sie ist jetzt dabei. Die Bewerberin konnte ihre mäßige Eignung auf eine Art ausgleichen, die den Entscheidern im Bundesministerium des Innern (BMI) offenbar besonders gottgefällig erschien: Als Pfarrgemeinderatsvorsitzende hatte sie die katholische Hochschulgruppe Bonn im Glauben gestärkt. Mit dieser Erfahrung könnte sie nun einer anderen katholischen Gruppe vorsitzen, einer Gemeinde, deren Mitgliederzahl ebenso rasch wächst wie ihr Einfluss: der katholischen Gruppe im Hause von Minister Hans-Peter Friedrich (CSU).

Weiterlesen:

[http://www.zeit.de/2013/22/bundesinnenministerium-kulturwandel

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  1. #1 von AMB am 3. Juni 2013 - 07:30

    Obwohl wir schon was darüber gepostet haben, habe ich auf mehrfachen Wunsch es nochmal gepostet. 😐

  2. #2 von Willie am 3. Juni 2013 - 10:28

    Ob da jemals ein/e abgewiesene/r KandidatIn klagt – zweifelhaft.

  3. #3 von Afreakana am 3. Juni 2013 - 10:35

    Ob das nun ein FDP-Fuzzi ist, oder ein CSU’ler ist doch piepegal. Man sieht: Macht korrumpiert. Diese Fuzzis bringen alle ihre Zöglinge/Schützlinge/Parteisoldaten noch schnell in irgendwelchen staatlichen Positionen unter, ehe sie abtreten müssen im September. Eine Hand wird schon die andere waschen… Da wird einem auch klar, warum unsere Politiker kein Gesetz gegen Korruption erlassen wollen. Ist ja auch üüüüberhaupt nicht notwendig, da keinerlei Interessenskonflikte bestünden. *facepalm*

  4. #4 von rkinck am 3. Juni 2013 - 11:15

    Am besten beim Innenministerium anrufen und ein Anliegen auf Englisch vortragen um die „hochqualifizierten“ Christenmenschen ins Rotieren zu bringen. Der Grund ist eigentlich egal, denn so Gott will werden sie einen eh nicht verstehen.

  5. #5 von Barkai am 3. Juni 2013 - 11:51

    @AMB;
    der artikel ist aber zienlich gut. Der benennt den zustand im Ministerium nämlich ungeschönt.
    als ich das erste mal davon gehört habe, habe ich gedacht, dass christ sein einem nur hilft, wenn die Unterschiede zwischen den bewerbern marginal sind, aber dass es sich dabei um so offensichtliche Bevorzugung handelt, das verschlägt mir die sprache.

    Hat sich Herr Graumann schon geäußert? Immerhin liegt hier wirkliche Diskriminierung vor.