Erste Papstmesse mit Franziskus: „Wer nicht zu Gott betet, betet zum Teufel“

Beobachter und Gläubige rätseln weiter, wofür der neue Papst steht. In seiner ersten Messe in der sixtinischen Kapelle machte Franziskus klar, was für ihn Kern der christlichen Botschaft ist: Gebet und Glaube. Indes dämpfte der Vatikan Erwartungen an Fortschritte bei der Ökumene.

(…)

Wenn sich der Mensch nicht zu Jesus Christus bekennt, geschieht, was wir bei Leon Bloy lesen: Wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teufel. Wer sich nicht zu Christus bekennt, gibt die Welt der Weltlichkeit des Teufels anheim.“

Weiterlesen:

[http://www.tagesschau.de/ausland/papst-franziskus112.html

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  1. #1 von AMB am 15. März 2013 - 08:40

    Nichtchristen beten zum Teufel, so so. Mal sehen, was noch so alles kommt:

  2. #2 von Bernd K. am 15. März 2013 - 08:46

    Wer im 21. Jahrhundert wirklich noch an einen Gott und einen Teufel glaubt und u. a. an psychisch kranken Menschen ernst gemeinte Exorzismen ausübt, sollte sich mal fragen, ob es nicht besser sei, mal einen guten Traumatherapeuten aufzusuchen…
    Mit ein bisschen Glück müssen wir uns das debile Geschwafel eines 72-jährigen nicht lange anhören 😉

  3. #3 von Noch ein Fragender am 15. März 2013 - 09:06

    Lateinamerikanischer Tunnelblick.

  4. #4 von rkinck am 15. März 2013 - 09:12

    „Wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teufel.“
    Ist das jetzt wieder dieses verbindende Element, das hier am Werke ist, welches nur Religion zu leisten vermag und ohne das jede Gesellschaft zerbrechen würde? Und wenn man diesen Unsinn bis zur letzten Konsequenz ernst nimmt, wäre dann nicht eine Gesellschaft gezwungen zum Zwecke des Selbstschutzes die Teufelsanbeter aus ihrer Mitte zu entfernen?
    Na dann, Gute Nacht!

  5. #5 von stephancologne am 15. März 2013 - 09:15

    Wer Blau nicht mag, mag automatisch rot…

  6. #6 von Noch ein Fragender am 15. März 2013 - 09:17

    „Wenn der Mensch nicht geht, bleibt er stehen“, predigte er.

    Noch keine Erfahrung mit dem Papamobil? Da kann man sogar drin sitzen und kommt voran.

  7. #7 von omnibus56 am 15. März 2013 - 09:36

    …und da ist er mal wieder: Religiöser Chauvinismus! Denn der „Gott“, den er meint, ist seiner und nur in seiner Auslegung und kein anderer. Beter anderer Religionen beten dann also zum „Teufel“.

    Tja, Religionen verbinden eben – in allem, was sie trennt.

  8. #8 von Noch ein Fragender am 15. März 2013 - 09:46

    Mich inspiriert einfach diese Jesuiten-Logik zu den schönsten Schlussfolgerungen:

    „Wer nicht zum Teufel betet, betet zu Christus.“

    Damit hat sich weltweit die Zahl der Christusgläubigen mindestens verdreifacht. 🙂

    Übrigens hat eine Nonne verraten, dass der Papst als Kind „ein kleiner Teufel“ war. Das würde erklären, warum er meint, wer noch nicht richtig christianisert ist, sei ein Teufelsanbeter.

    http://www.n-tv.de/panorama/Franziskus-zeigt-Humor-article10302526.html

  9. #9 von deradmiral am 15. März 2013 - 09:57

    Heißt das, dass man zwischen zwei Gebeten an seinen Gott, automatisch den Teufel anbetet? Schließlicht betet man dann ja nicht zu Franzis Gott. Das macht alle Christen zu Teufelsanbetern. Sogar zu überwiegenden Teufelsanbetern.

    Der neue Papst gefällt mir!

  10. #10 von AndreasA am 15. März 2013 - 10:00

    Wer nicht an Jesus glaubt, glaubt auch nicht an den Teufel!

  11. #11 von Michael am 15. März 2013 - 10:01

    Wer nicht Coca Cola[tm] trinkt, der trinkt Pepsi[tm]!

  12. #12 von Gerry am 15. März 2013 - 10:18

    Muhahaha

    Da werden sich die engagierten Laien an der Basis aber freuen so einen modernen Papst bekommen zu haben…

    Oder um den damaligen 2. Vorsitzenden des hiesigen Kirchengemeinderates (a.k.a. der ranghöchste Laie in der Gemeinde) zu zitieren nachdem ich ihm die frohe Kunde von Papa Razzi überbracht hatte: „Ach du Scheiße! Ausgerechnet der!“

    Wegen Euro-Zentrismus haben die meisten Laien hierzulande wohl noch gar nicht kapiert wen sie da als obersten Hirten bekommen haben 🙂

  13. #13 von Deus Ex Machina am 15. März 2013 - 11:14

    „Wer sich nicht zu Christus bekennt, gibt die Welt der Weltlichkeit des Teufels anheim.”“

    –> Schon mal ein echt toller Einstand für den neuen Vorbeter. Das wird sehr vergnüglich, wenn der Mann einen Dialog mit z.B. Moslems führen will. So etwas wie differenzierte Wahrnehmung außerhalb des alten S/W-Schemas „Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein“ scheint der Mann nicht zu kennen.
    Der Papst gefällt mir!

  14. #14 von drawingwarrior am 15. März 2013 - 11:27

    Ok, die alte Karre fährt wieder, aber irgend Jemand hat den Rückwärtsgang drin gelassen und den Hebel für die Gangschaltung abgebrochen.
    Hui und schon ist die kath. Kirche wieder im Mittelalter angekommen.
    Mit einer Predigt so viele Menschen vor’s Schienbein zu treten ist bestimmt ein Fall für das Guinnes-Buch der Weltrekorde.
    Das kann ein lustiges Pontifikat werden, allerdings nicht für Katholiken.

  15. #15 von Noch ein Fragender am 15. März 2013 - 11:30

    Ok, die alte Karre fährt wieder, aber irgend Jemand hat den Rückwärtsgang drin gelassen …

    LOL! 🙂

  16. #16 von Ranifan am 15. März 2013 - 12:01

    Die Rhetorik des neuen Papstes ähnelt die eines fanatischen Sektenführers, er seine Anhänger vor der verteufelten Welt schützen will. Aber im Grunde ist er doch sehr inkonsequent, er vollzieht keine Schritte, um die Kirche von den verteufelten Staaten abzutrennen.

  17. #17 von Der Bibliothekar am 15. März 2013 - 13:13

    Oh nein! Werden jetzt die gewaltigen „Fortschritte“ die Papst Benedikt im interreligiösen Dialog gemacht hat wieder zunichtegemacht? ^^

  18. #18 von sputnic am 15. März 2013 - 13:19

    Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
    der Herr ist mit dir.
    Du bist gebenedeit unter den Frauen, Herrin der Fliegen.
    Nimm dieses Opfer, Heil Satanas Maria

  19. #19 von Barkai am 15. März 2013 - 13:59

    @Deus,
    Muslime könnte noch so gehen, die erkennen in Jesus immer noch einen Propheten.
    Streitpotential sehe ich da eher bei anderen Abrahamiten und bei allen anderen Nicht-Abrahamiten; das sind ja Leute, die nur an der Weltlichkeit hängen und vermutlich schon mal ein Goldenes kalb angebetet haben…

    ob es noch vor dem Schabbes eine Reaktion diese Einladung zum itnerreligiösen Dialog gibt?

  20. #20 von wahn am 15. März 2013 - 14:48

    ….die Welt der Weltlichkeit…
    ich verstehe immer nur „Bahnhof“
    Weltlichkeit das Gegenteil meint doch Geistlich oder ? Und Geistlich ist der Geistliche und das Gegenteil meint doch fleischlich – oder ?
    ich denke ich will das gar nicht wissen was Franziskus gesagt hat das ist mir zu geistlich 🙂

  21. #21 von Kunibert am 15. März 2013 - 15:43

    Kaum im Amt und schon die gleichen dümmlichen Phrasen wie die seiner Vorgänger. Wenn das der neue Hoffnungsträger der katholischen Kirche ist, dann wird sie hoffentlich noch schneller verschwinden.

  22. #22 von Tenoch am 15. März 2013 - 16:40

    Eigentlich sollten wir uns doch freuen, dass der neue Papst wieder ein Hardliner ist. Er wird den Karren noch tiefer in den Dreck fahren und zum Untergang seines Vereins beitragen. Ich schaue hoffnungsfroh in die Zukunft.

  23. #23 von Wolfgang am 16. März 2013 - 10:50

    Ach du lieber Gott, der ist ja schlimmer als unser Benedikt. Geheiligt sei die Dummheit, in Ewigkeit, Amen

  24. #24 von Ranifan am 16. März 2013 - 20:48

    Ist ein katholischer Kriegsverbrecher oder Massenmörder gottgläubiger und moralisch besser, als ein unbescholtener Teufelsanbeter? Will dies der neue Papst der Welt verkünden?

  25. #25 von Beo am 25. März 2013 - 15:41

    „Wer nicht zu Gott betet, betet zum Teufel“ Tja, wer hätte das gedacht;-). Eine deutliche Veranschaulichung des Freund-Feind-Denkens in klerikalen Kreisen: Also alle, die da nicht gläubig beten, sind des Teufels, sind „Feinde Gottes“ mit all den vermeintlichen Konsequenzen (in früheren Zeiten Inquisition, hochnotpeinliche Befragung und mglw. – wenn der Deliquent nicht zu Kreuze kroch – Feuer). Dabei sind nach meinem Verständnis  GOTT und TEUFEL zwei Seiten einer (imaginierten) Entität, oder anders formuliert, der Teufel ist das Alter Ego Gottes, wie dieser das Alter Ego des ersteren ist. So gesehen lässt sich formulieren: Wer zu Gott betet, betet nolens volens auch zum Teufel; wer sich Statthalter Gottes auf Erden wähnt, ist auch irdischer Repräsentant des Leibhaftigen! Die Jahrtausende währende Religiions- und Kirchengeschichte belegt doch recht anschaulich, dass diese beiden Seiten des „Höchsten“ nicht voneinander zu trennen sind. Der Bogen spannt sich vom alttestamentarischen Jahwe – der seine Widersacher mit Methoden bekämpfte und vernichtete, die kein Teufel sich perfider hätte ausdenken können – bis hin zu den Strömen von Blut, die im Namen des WAHREN Glaubens bis in die Neuzeit hinein vergossen worden sind.