Ist die katholische Kirche noch zu retten?

Der Kirchenkritiker und Buchautor Hans Küng (Ist die Kirche noch zu retten?)

Der Kirchenkritiker und Buchautor Hans Küng (Ist die Kirche noch zu retten?) [Abdruck vom hr erlaubt] Foto: hr/Piper Verlag GmbH/Jos Schmid


Die Buchautorin Eva Müller (Gott hat hohe Nebenkosten) [Abdruck vom hr erlaubt] Foto: hr/kiwi-verlag/version-foto

… Die katholische Kirche sei „sterbenskrank“, sagt Kirchenkritiker Hans Küng und prognostiziert in seinem Buch „Ist die Kirche noch zu retten?“ ihr Ende – wenn sie sich nicht modernisiert und verändert. Andernfalls, so die Journalistin und Buch-autorin Eva Müller, „regelt das die demografische Entwicklung ganz von selbst“. Auch Müller beschäftigt sich in ihrem aktuellen Buch „Gott hat hohe Nebenkosten“ mit Krisenfeldern der Kirche, genauso wie der gläubige Katholik und Unternehmensberater Thomas von Mitschke-Collande, der im Titel seines Buches die provokante Frage stellt: „Schafft sich die katholische Kirche ab?“

Drei Bücher, drei Kritiker. „ttt – titel, thesen, temperamente“ hat mit ihnen gesprochen und fragt Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz: Ist die katholische Kirche noch zu retten? Und wenn ja, wie?„ttt“ kommt am Sonntag, 3. Februar, vom Hessischen Rundfunk (hr) und ist um 23.05 Uhr im Ersten zu sehen; es moderiert Dieter Moor.

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  1. #1 von deradmiral am 31. Januar 2013 - 17:03

    Die Frage ist doch vielmehr: Wieso soll man die katholische Kirche retten?

  2. #2 von aranxo am 31. Januar 2013 - 18:03

    Meine Antwort: Ich hoffe nicht!

  3. #3 von Deus Ex Machina am 31. Januar 2013 - 18:12

    „Die katholische Kirche sei „sterbenskrank“, sagt Kirchenkritiker Hans Küng “

    –> Ja, und sie leidet unnötig. Her mit der Sterbehilfe!

  4. #4 von Aurora am 31. Januar 2013 - 18:19

    Das zu hatte auch extra3 einen passenden Beitrag in der letzte Folge. http://youtu.be/XIRH3ArkdVY?t=17m15s

  5. #5 von Yeti am 31. Januar 2013 - 18:24

    „Ist die katholische Kirche noch zu retten?“
    Ich denke nicht. Also ich denke schon, äh – zumindest manchmal. Aber ich denke nicht, dass die Kirche noch zu retten ist. Nicht in der Form wie sie heute agiert. Und wenn sie sich irgendwann so verändert hat, dass sie von einer zunehmend gebildeten, selbst denkenden – und deswegen säkularer werdenden – Gesellschaft akzeptiert wird, wird sie keine Kirche im heutigen Sinne mehr sein.

    gott sei’s getrommelt und gepfiffen!

  6. #6 von Peter Gerling am 31. Januar 2013 - 19:01

    Ich denke, Ihr seid alle viel zu optimistisch. Guckt nach Lateinamerika, wie die da prosperieren. Sogar in Afrika. Das sind deren kommende Märkte. Deshalb ja auch keine Pille, keine Kondome, man braucht Kinder, Kinder, Kinder.

    Und bei uns? Ist der Papstbesuch in Berlin und Freiburg schon vergessen? Da darf ein Sektenoberer vor dem Bundestag sprechen, angeblich weil er eine Legitimation als Staatsoberhaupt hat. Wohlgemerkt, ein Marionettenstaat und eine Diktatur obendrein.

    Der Besuch in Freiburg hat alleine schon 22 Millionen Euro gekostet. Also, da ist noch nichts zu sehen von „sterbenskrank“.

  7. #7 von deradmiral am 31. Januar 2013 - 19:05

    @Peter Gerling
    Intensivmedizin bei todkranken Patienten ist naturgemäß teurer.

  8. #8 von Klaus Brückner am 31. Januar 2013 - 19:22

    Leider ist auch Prof. Küng Lichtjahre von der Wahrheit entfernt.

    K.Brückner

  9. #9 von drawingwarrior am 31. Januar 2013 - 19:47

    Und sie prügelten auf das Pferd ein, fluchten, es solle sich erheben und den Karren ziehen, doch keiner der Umstehenden hatte bemerkt, dass das Pferd schon lange tot war.

    So ist das, wenn man glaubt etwas zu wissen und nicht weiß das man nur glaubt.

  10. #10 von Giovanni am 31. Januar 2013 - 21:08

    Ich hoffe, dass sie jämmerlich „verreckt“!

  11. #11 von Mreins am 31. Januar 2013 - 21:25

    Die Kirche zu retten ist wie

    den Geisterfahrer zuerst aus dem Trümmerfeld bergen.

  12. #12 von Willie am 31. Januar 2013 - 22:24

    Die Kirche, die Küng sich vorstellt hat es ja noch nicht gegeben, von daher eine Todgeburt.
    Kirchen und Sektierertum wird es mMn solange geben, wie es Menschen gibt. Auch der Vatikanstaat wird wohl weiter bestehen, zumindest solange das Geld reicht.
    ABER, eine Zersplitterung kann nur von Vorteil sein, da damit auch die Relevanz der einzig wahren Religionsfantasie abnimmt.

    #6 von Peter Gerling
    Ich denke, Ihr seid alle viel zu optimistisch. Guckt nach Lateinamerika, wie die da prosperieren.
    Das sehe ich nicht so, zumind. für Chile und aufgeklärte Teile von LA mit Brasilien:
    – Taufen werden aus Tradition durchgeführt, der Kirchgang danach läßt aber merklich nach.
    – Die Bevölkerung wächst in den ärmeren Gegenden stärker, daher eben auch mehr Taufnachwuchs. Chile z.B. lebt mit einem (erschwindelten) best. Reichtum: die Regierung stöhnt ebenfalls, wie Deu, über den demoskopischen Wandel – es fehlt an Nachwuchs.
    – Neben dem kath. getauft sein, zelebrieren viele LA schon sehr lange einen eigenen, modifizierten Katholizismus. Entweder man baut die zur Verfügung stehenden Naturreligionen und Voodoo-Religionen mit ein, oder man erfindet eine neue Sekte. Diese Eigenart ermöglicht es den Menschen auch, einfach mal die Konfession zu wechseln. Da es keine Vereine/KdöRs gibt, gibt es auch keinen öffentlichen Kirchenaustritt …. man geht einfach zu der neuen Sekte, es merkt ja sonst keiner.

    Wenn allerdings damit gemeint ist, dass immer mehr Menschen sich in evangelikale Sekten, sogar Mormonen, aufsplitten, dann ja. Aber diese Aufsplittung ist nicht so verfestigt und betrifft oft nur eine Generation/einen Partner (die auch mehrmals wechselt) und trägt eher zu einem Wunschkonzert bei, indem man sich im Supermarkt der Transzendenz das gerade passende aussucht.

    Ich bin immer wieder erstaunt, wie gelassen man hier mit Religion oder auch einem Atheismus umgeht. Selbst Atheisten (Uruquay) oder Agnostiker (vormals Bachelet/Chile) als Präsidenten sind hier kein Problem.

  13. #13 von Wolfgang am 1. Februar 2013 - 12:33

    Man kann sich nur selbst vor der katholischen Kirche retten. Denn Dummheit ist nicht zu retten. Sie währt ewiglich. Das ist die Wahrheit.