Thierse: Die DDR ging unter, weil es keinen Religionsunterricht gab

Wolfgang Thierse ist überzeugt: Eine Demokratie kann auf Religion als Wertereservoir nicht verzichten. Ein Streitgespräch mit dem Bundestagsvizepräsidenten

(…)

…es gibt auch eine Art atheistischen Fundamentalismus. Der gegenwärtige Streit über die Beschneidung bringt jedenfalls eine beträchtliche antireligiöse Militanz an den Tag.

(…)

In der DDR gab es keinen Religionsunterricht an den Schulen, keine Militärseelsorge, keine öffentlichen Bekenntnisse. Und siehe da, das Ding ging unter! Tatsache ist, Religionslosigkeit kann gefährlich sein. Denken Sie nur an die schlimmsten religionslosen Verbrecher des 20. Jahrhunderts: Stalin, Hitler, Mao Zedong, Pol Pot.

(…)

Thierse: Aber religiöser Glauben ist so wenig neutral wie atheistischer Glauben. Es gibt keine bekenntnisfreie Religion.

Weiterlesen:

[http://www.zeit.de/2012/49/Streitgespraech-Religion-Vizepraesident-Bundestag-Wolfgang-Thierse

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  1. #1 von Deus Ex Machina am 29. November 2012 - 17:28

    „In der DDR gab es keinen Religionsunterricht an den Schulen, keine Militärseelsorge, keine öffentlichen Bekenntnisse. “

    –> Wow, und im 3. Reich trug jeder Soldat „Gott mit uns“ auf dem Gürtel, die Waffen wurden gesegnet etc. und trotzdem hat es von den gottlosen Bolschewiken den Arsch versohlt bommen und ging unter.

    „Thierse: Aber religiöser Glauben ist so wenig neutral wie atheistischer Glauben.“

    –> Bei so Aussagen wünsche ich mir, dass die Mauer noch stehen und Thierse auf der anderen Seite wäre. „Atheistischer Glaube“?! Peinlich, peinlich!

  2. #2 von Barkai am 29. November 2012 - 17:30

    In der DDR gab es keinen Religionsunterricht an den Schulen, keine Militärseelsorge, keine öffentlichen Bekenntnisse. Und siehe da, das Ding ging unter! Tatsache ist, Religionslosigkeit kann gefährlich sein. Denken Sie nur an weltstädte wie Paris oder NYC oder schöne gegenden wie die provence.
    Klare Sache: alles dem untergang geweiht, weil’s da keinen Reli-Unterricht gibt.

  3. #3 von meteo am 29. November 2012 - 17:46

    Was ist mit Frankreich? Da gibt es auch keine Religionsunterrichte an öffentlichen Schulen, und zwar seit über 100 Jahren. Tja, einen Diktator hat es zwar gegeben: Philippe Petain während des 2. Weltskriegs, aber er war von der religiösen und ultra-reaktionären Seite. Sonst warten wir immer noch auf unseren Stalin.

  4. #4 von Skydaddy am 29. November 2012 - 18:09

    LEIDER ist Dummschwätzer Thierse nicht mit untergegangen. Wie ich mir wünsche, jemand hätte ihm nach der Wende – a la ‚Goodbye Lenin‘ – vorgegaukelt, die Wiedervereinigung hätte gar nicht stattgefunden.

  5. #5 von deradmiral am 29. November 2012 - 18:09

    Der gegenwärtige Streit über die Beschneidung bringt jedenfalls eine beträchtliche antireligiöse Militanz an den Tag.

    Militanz? Wer hat denn das Messer in der Hand: Die Beschneider oder deren Gegner?

  6. #6 von deradmiral am 29. November 2012 - 18:11

    Und atheistischer Glaube ist wohl das selbe wie eine Zigarettenmarke für Nichtraucher.

  7. #7 von Skydaddy am 29. November 2012 - 18:19

    Ich glaube, beim kommenden Weihnachts-Ketzerpodcast können wir in den Kategorien „Gotteswahn“ und „dümmster Spruch“ Thierse einen Sonderpreis für sein Lebenswerk verleihen.

  8. #8 von AMB am 29. November 2012 - 18:26

    ZEIT ONLINE: Und der weltweit erstarkende religiöse Fundamentalismus beunruhigt Sie nicht?

    Thierse: Wenn Religion von Islamisten missbraucht wird zur Begründung von Gewalt – dann bin ich empört. Dagegen müssen sich alle Religionsgemeinschaften gemeinsam wehren. Es gibt aber nicht nur Fundamentalismus im Islam oder bei den Evangelikalen, es gibt auch eine Art atheistischen Fundamentalismus. Der gegenwärtige Streit über die Beschneidung bringt jedenfalls eine beträchtliche antireligiöse Militanz an den Tag.

    Auf die Frage nach religiösen Fundamentalismus fällt ihm nur Islam und Atheismus ein?? Will er uns verarschen?

    In der DDR gab es keinen Religionsunterricht an den Schulen, keine Militärseelsorge, keine öffentlichen Bekenntnisse. Und siehe da, das Ding ging unter!

    Das würde doch heißen, die DDR würde es heute noch geben, wenn sie christenfreundlicher gewesen wäre. Was für ein Eigentor!! 😆

    Tatsache ist, Religionslosigkeit kann gefährlich sein. Denken Sie nur an die schlimmsten religionslosen Verbrecher des 20. Jahrhunderts: Stalin, Hitler, Mao Zedong, Pol Pot.

    Sind das normale Atheisten??

    Tatsache ist, Religion kann gefährlich sein. Denken Sie nur an die schlimmsten religiösen Verbrecher seit Tausenden von Jahren… oder auch im 20 Jhd.: Hitler, Franco, Mussolini, Pinochet etc. (Nein, Hitler war kein Atheist)

    Thierse: Aber religiöser Glauben ist so wenig neutral wie atheistischer Glauben. Es gibt keine bekenntnisfreie Religion.

    Atheismus ist eine Religion? Wie konnten dann Stalin und Co „religionslose“ Verbrecher werden?? Atheismus ist eine Religion, die religionslose Verbrecher hervorbringt. Den Widerspruch schaffen nur Religioten!

    PS: Thierse labbert Scheiße, keine Frage. Das Problem dabei ist, dass Thierse kein Niemand ist und sein Müll in einer großen Zeitung ablädt.

  9. #9 von entdinglichung am 29. November 2012 - 18:36

    in der DDR gab es Religionsunterricht, nur hiess das dort Staatsbürgerkunde

  10. #10 von stephancologne am 29. November 2012 - 18:52

    Der Typ ist mit jeder Sekunde weniger (er)tragbar !

    Zum religiösen Fanatiker fehlt nicht mehr viel.

  11. #11 von Friedensgrenze am 29. November 2012 - 18:53

    „Als Christ, auch als Katholik, beugt man sein Knie nur vor Gott, vor sonst niemandem!“

    Tief unten am Kinn ist Thierse also doch Salafist !

  12. #12 von Randifan am 29. November 2012 - 19:14

    Das spanische Weltreich war sehr katholisch, aber dies verhindert seinen Untergang. Würde Herr Thierse eine DDR vorziehen, die den Amtskirchen Privilegien einräumt?

  13. #13 von Friedensgrenze am 29. November 2012 - 19:17

    … Ach und deradmiral hat natürlich allen Grund sich angesprochen zu fühlen mit seiner offensichtlich beträchtlichen antireligiösen Dominanz ah Militanz.

    Hut ab so ne persönliche Ansprache erhält nicht jeder, denn sonst fällt mir wirklich keiner mit Bomben oder so ein.

  14. #14 von Drawing Warrior am 29. November 2012 - 19:26

    Boah, Wolfgang, bitte nimm Deine Medikament.
    Sprechdurchfall ist eine anerkannte und therapierbare Erkrankung, man muss sich nur mal zum Doktor trauen.

    Was glaubt der Mann eigentlich, was er mit seinem Gefasel erreicht?
    Wenn ich ein Theist wäre und mich zum Atheismus äussern will, dann habe ich die verdammte Pflicht mich mal für 5-10 Minuten mit dem Thema zu beschäftigen.
    Und Google aufzurufen und Atheist oder Atheismus in die Suchmaske reinzuhämmern und auf Enter zu drücken, sollte auch für unseren Wolfgang nicht zu schwer sein.
    Ich möchte einen Tag erleben, an dem einer dieser chronischen Kniebeuger mit einem Argument kommt , das ich nicht schon 100mal auf Webseiten oder in Gesprächsrunden gehört habe und das durch andere Atheisten oder durch mich zurückgewiesen worden wäre.
    Der Gipfel der Unverschämtheit ist, das wir Atheisten, zusätzlich zu unseren eigene Argumenten, auch noch die Religionen dieser Welt studieren müssen um den Gläubigen erstmal klar zumachen, woran sie eigentlich glauben.

    Die DDR ist nicht zugrunde gegangen, weil es dort keinen Religionsunterricht gab, sondern weil die Leute die Schnauze voll hatten davon, dass man sie an der Nase herumgeführt hat.
    Und das gleiche Schicksal blüht jedem anderen System auch, dass seine Mitglieder nach Strich und Faden belügt und Menschen willkürlich benachteiligt, weils der grosse Macker so will.
    Nun dürfen Sie raten, welches System ich wohl meine, Herr Thierse.

    Und Sie haben Recht, der Umgang mit dummen Menschen macht wütend und agressiv! Sie möchten das sich dass ändert?
    Dann hören Sie auf dumm zu sein.

  15. #15 von Hinterfragerin am 29. November 2012 - 20:37

    Über den Artikel habe ich mich schon beim Frühstück aufgeregt. DEM hat auch meine erste Reaktion bereits beschrieben: Ja, und das Dritte Reich ging unter, WEIL es Religionsunttericht, Militärseelsorger und öffentliche Bekenntnisse gab, nicht wahr..

    Witzig auch: Bei aller Beteiligung christlicher Gruppen, die Menschen der DDR, die das dortige Regime gestürzt haben, waren – überwiegend nicht gläubig oder kirchenfern. Sie hatten keinen Religionsunterricht genossen, wussten aber dennoch um die Wichtigkeit von Freiheit und Demokratie.

    Besonders interessant fand ich den Gegensatz zwischen:

    „Tatsache ist, Religionslosigkeit kann gefährlich sein. Denken Sie nur an die schlimmsten religionslosen Verbrecher des 20. Jahrhunderts: Stalin, Hitler, Mao Zedong, Pol Pot.“

    und

    „Die Menschenrechte wurden gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen erstritten.
    Thierse: Ich gebe es ja zu. Aber Aufklärung war nun mal ein mühseliger Prozess der Mäßigung von Religion und der Entwicklung ihrer Toleranzfähigkeit.“

    In dem Falle, in dem zwischen der Religionslosigkeit der Täter (über das Thema NS brauchen wir hier nicht nochmal zu diskutieren) und den Verbrechen in 95% der Fälle kein Zusammenhang bestand (ich leugne nicht, dass aus einem dogmatisch verstandenen Atheismus heraus, der mit starkem Antiklerikalismus einherging, auch Übergriffe auf Gläubige und Geistliche stattfanden, aber diese machen einen Bruchteil der Verbrechen der betreffenden Regime aus, die weitgehend über andere Ideologeme begründet waren), sieht sich Thierse in der Lage, aus den historischen Ereignissen zu schlußfolgern, Religionslosigkeit führe zu Totalitarismus, Militanz und Verbrechen -und zum Zusammenbruch von Gemeinwesen.

    Dies natürlich deshalb, weil er meint, er müsse hier gar keine Begründung nach dem Muster Ideologem „Atheismus“ –> Verbrechen liefern, sondern, wie aus dem Rest des Artikels klar wird, eine Begründung nach dem Muster Atheismus –> mangelndes Wertefundament und Egoismus –> Verbrechen im Kopf hat.

    In dem Falle, in dem er selbst einräumt, dass die Durchsetzung der Menschenrechte gegen „unmäßige“ Auslegungen von Religion und toleranzunfähige religiöse Institutionen erkämpft wurde, zieht er keineswegs den – weitaus logischeren! – Schluß, „Religion ist gefährlich, außer es handelt sich um aufgeklärte Formen derselben“. Vielmehr exkulpiert er die Religion unter Verweis darauf, dass sie sich ja entwickelt habe.

    Er fordert also bzgl. der Religion eine Differenzierung ein, die er bzgl. des Nichtglaubens nicht fähig ist vorzunehmen. Würde ein Atheist umgekehrt genauso pauschalisierend argumentieren würde Thierse ihm sicher Militanz vorwerfen..

    „Wenn er alle Werte selber formulierte, würde er ein allmächtiger, allzuständiger, totalitärer Staat.“

    Und als Alternative bleiben nur die Religionen, und als Instrument der Werteverbreitung der Religionsunterricht. Das ist doch absurd. Ein Ethik – und Religionskundeunterricht könnte die säkularen und die religiösen Argumente für bestimmte Werte diskutieren und den Staatsbürgern auf dieser Basis die Gelegenheit geben, über das eigene Wertefundament zu reflektieren. Die Staatsbürger sind es, die Träger der Werte sind. Witzigerweise meint Thierse anscheinend, die von den Religionen vorformulierten und dann nur noch „vermittelten“ Werte seien besser als solche, die auf Reflektion beruhen.

    „Die meisten Religionen sind sich zumindest darin einig, dass ein sinnvolles und gelingendes Leben nicht nur in materiellem Reichtum und privatem Erfolg besteht, sondern in Solidarität, im Einsatz für die Gerechtigkeit, fromm ausgedrückt: für die Barmherzigkeit. Gerade die monotheistischen Religionen tradieren unverzichtbare Vorstellungen von der Begrenztheit des Menschen, von seiner Erlösungsbedürftigkeit und Erbarmungswürdigkeit.“

    Was den ersten Teil des Absatzes betrifft; Daran sind sich auch säkulare Philosophen und „Schulen“ weitgehend einig. Und was Gerechtigkeit beeinhaltet, da haben die Religionen sehr unterschiedliche Vorstellungen. Und was an der Vorstellung der Erbarmungswürdigkeit der Menschen so unverzichtbar ist ist mir nicht ganz klar.

    Ich bin mir nicht sicher ob der Mann die offenkundige Absurdität seiner eigenen Argumentation, sein Messen mit zweierlei Maß, seine pauschalisierende Abwertung nichtgläubiger Menschen (mangelndes Wertefundament, inhärent undemokratisch, egoistisch) nicht erkennt – dann zweifle ich an seiner Intelligenz. Oder ob er sie sehr wohl kennt, aber Propaganda betreibt – dann zweifle ich an seiner Integrität.

  16. #16 von Hinterfragerin am 29. November 2012 - 20:45

    Schön allerdings: Die Kommentare vor Ort sind so überwiegend negativ, dass ich wirklich hoffe, Thierse liest diese mal durch und kommt ins Grübeln..

  17. #17 von Gelmir am 29. November 2012 - 22:04

    Tja, @Hinterfragerin, man darf ja wohl noch träumen…

  18. #18 von pufaxx am 29. November 2012 - 22:20

    @Hinterfragerin: „… dass ich wirklich hoffe, Thierse liest diese mal durch und kommt ins Grübeln“ – NEVER! Jeder Politiker, der sich Leserkommentare durchliest und zu Herzen nimmt, würde ziemlich schnell psychisch zusammenklappen. Ohne ein ausreichend dickes Fell – also ein geradezu undurchlässiges – wäre keiner von denen dazu in der Lage, auch nur eine Richtung weiter voranzutreiben.

  19. #19 von Tammox am 29. November 2012 - 23:02

    #16 #18

    Thierse ist jedem sachlichen Argument gegenüber völlig verschlossen.
    Das hat die Beschneidungsdebatte ja nun eindeutig bewiesen.

    Fakten sind für ihn komplett irrelevant. Auch in diesem Interview haut er ja einen ahistorischen und unwahren Klopfer nach dem nächsten raus.

    Thierse ist auch erledigt. Das zeigen die Pro-Reli-Frage, der Papstbesuch, sein Eintreten gegen Selbstbestimmung (PID, Patientenverfügung, Sterbehilfe..) Er kandidiert Darwin sei Dank ja auch nicht mehr für den Bundestag.
    Als Witzfigur wird er weiterhin Interviews bei Domradio geben, in denen er über Atheisten herzieht und sich an Ratzi ranwanzt.
    Viel schlimmer ist doch, daß man seit vielen Jahren weiß, wie Thierse tickt und dennoch holt ihn die große ZEIT für so ein Thema für ein ganzseitiges Interview. Und sagt nicht einen Satz zu der Behauptung Hitler sei Atheist gewesen.
    Seriöser Journalismus ade.

    Zusammenfassend würde ich sagen:

    Thierse dem Wahnsinn anheim gefallen, di Lorenzo auf Abwegen, ZEIT WAR EINMAL eine ernstzunehmende Zeitung.

    Ich habe übrigens einige Eurer Kommentarsätze in meinem Blog zitiert.
    Will aber mein Zeug hier nicht extra verlinken, weil das immer so eitel rüberkommt, wenn man sein eigenes Gelaber woanders anpreist…

    😉

    LGT

  20. #20 von pufaxx am 29. November 2012 - 23:24

    @Warrior: „Und Sie haben Recht, der Umgang mit dummen Menschen macht wütend und agressiv! Sie möchten das sich dass ändert?
    Dann hören Sie auf dumm zu sein.“

    Word.

    Der Zwischenschritt „macht verzweifelt“ sollte aber auch nicht unerwähnt bleiben. Ich gucke, wie so viele Menschen, desöfteren auf meinen Kalender – und stelle immer wieder überrascht fest, dass wir schon 2012 haben.

  21. #21 von Noch ein Fragender am 30. November 2012 - 00:10

    Die Neandertaler hatten auch keinen Religionsunterricht.
    Und siehe da, sie starben vor 30.000 Jahren aus!

  22. #22 von awmrkl am 30. November 2012 - 08:30

    Ein Streitgespräch?

    Bwahaha, sowas stelle ich mir GANZ anders vor!
    Wenn da zB MSS oder Dawkings gegenüber gesessen hätte … dann hätte evtl ein Streitgespräch entstehen können.

    So aber: ein total braves Kuschel- und Anbiederungs-Gesäusel.

    Ich geh mal eben k***

  23. #23 von senjorhudson am 30. November 2012 - 14:49

    als ob hitler religionslos war, er war doch für sich gottes vollstrecker für die arische rasse, außerdem gab es viel in richtung verehrung germanischer götter im 3. reich…mal davon ab hätte ich das von thierse nicht gedacht, auch wenn die spd jetzt nicht gerade hoch im kurs steht bei mir. aber SOWAS ist wirklich… ja was eigentlich? ich weiß es nicht genau und es zu wissen würde mich bestimmt sehr traurig stimmen

  24. #24 von Hinterfragerin am 30. November 2012 - 20:27

    Das ganze „Special“ der Zeit zum Thema „Sollte Religion Privatsache sein?“ bzw. Religion und Staat war ja mal wieder im Fox´schen Sinne „fair and balanced“.

    Sogar zur Pro-Contra-Diskussion hat man sich zwei Evangolen geholt.
    Wovon einer (Contra) so an der Sache vorbeigeschrieben hat, dass ich an seinem Leseverständnis zweifle, und nebenher so getan hat, als ginge es in der Laizismusdebatte darum, ob er frei sagen darf, dass er gläubig ist oder nicht…

    Der Artikel von Frau Finger (die Leiterin des Ressorts) war vergleichsweise ausgewogen und kritisch.

    Dennoch hätte ich es, speziell da man Thierse so breiten Raum einräumte, bei einem solchen Thema für wichtig erachtet, auch einen Vertreter der Gegenseite zu Wort kommen zu lassen: Entweder einen der Politiker in SPD, FDP oder Piratenpartei, die eine echte Trennung von Staat und Kirche anstreben (muss auch kein Atheist sein!), oder einen Vertreter eines humanistischen/ atheistischen Verbandes, der dies ebenfalls einfordert.

    Dass man dies nicht getan hat sehe ich schon als schlechten Journalismus an. Wäre man umgekehrt verfahren, das Geheule hätte ich hören mögen!

    Nun haben wir die ZEIT gekündigt (nicht wegen diese Artikel), so dass ich die Leserbriefe dazu leider nicht mehr mitbekommen werde..

  25. #25 von omega-tier am 1. Dezember 2012 - 13:18

    Und noch einer dieser Geschichtsfälscher, die Hitler und das 3. Reich dem Atheismus zuzuschreiben versuchen…

  26. #26 von HAL am 1. Dezember 2012 - 22:39

    Wenn eine Unwahrheit oft genug wiederholt wird, wird sie zur Wahrheit. (Frei nach Göbbels zitiert – er wusste wovon er in diesen Zusammenhang redet)
    Ob Thierse unwissend ist, kann ich nicht wissen, auch nicht ob er lügt, beides ist aber bei einen Volksvertreter unerwünscht und spiegelt somit die Dummheit seiner Wähler wieder.

  27. #27 von Elvenpath am 2. Dezember 2012 - 02:58

    Thierse hat ein Wort vergessen: Die DDR ging FRIEDLICH unter, weil es keinen Religionsunterricht gab.
    Die unreligiösen Menschen der DDR haben die friedfertigste Revolution der Geschichte vollzogen.

    Auf der anderen Seite hat Thiese vielleicht doch recht, denn die Religionen haben immer die Mächtigen gestützt. Wenn die Kirche Macht gehabt hätte in der DDR, hätte sie mit dem Regime kolaboriert, wie immer, wenn es opportun war, und die gläubigen Menschen ruhig gehalten, damit sie nicht aufbegehren.