Frontal 21: Sexuelle Gewalt am Aloisius-Kolleg – Opfer fordern Wiedergutmachung

Mehr als 40 Jahre lang konnte Quintus D. (Name geändert) nicht darüber sprechen: Er und seine Brüder wurden vom 12. Lebensjahr an von einem Jesuiten-Pater immer wieder vergewaltigt. Am Aloisius-Kolleg in Bonn gab es über Jahrzehnte sexuelle Übergriffe von Priestern und Erziehern gegenüber ihren Schülern. Doch die Taten wurden verschwiegen, berichtet Prof. Julia Zinsmeister, die die Vorgänge am Aloisius-Kolleg untersuchte. Der eigene Ruf sei dem Orden immer wichtiger gewesen als der Schutz der Kinder, sagt Zinsmeister heute. Vor Gericht haben die Opfer kaum Chancen, gegen ihre Peiniger vorzugehen: Die Taten sind verjährt. Jetzt wollen ehemalige Aloisius-Schüler die Bezirksregierung zur Schließung der Schule zwingen und klagen auf Schmerzensgeld.

Frontal21 über den Kampf der Opfer um späte Gerechtigkeit.

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  1. #1 von Barkai am 11. Oktober 2012 - 14:01

    jede Wette, dass die Schule nicht geschlossen wird? Denn wenn man das amchen wuerde, wuerde doch das „christliche Abendland“ untergehen. – Ausserdem, wie matussek sagen wuerde: Missbrauch gibt es doch auch im Chor.

    (bei sowas faellt mir immer wieder ein, wie unglaeubig man in GB angeschaut wird, wenn man erzwaehlt, wie Deutschland den grassierenden Missbrauch und Misshandlung in krichlichen Einrichtungen behandelt hat: naemlich mit dem runden Tisch, an dem kein opfervertreter sitzen darf.)