Katholiken gegen Religionsfreie Zone Mannheim – „Wir rechnen mit dem Schlimmsten“

Mainz – Auf ihr T-Shirt hat sie ein Foto von sich selbst drucken lassen, vom Petersplatz in Rom, darunter steht „Ich bin gern katholisch“. Ulrike Ludy aus der Mainzer Neustadt ist überzeugt von ihrem Glauben. Als überaus eifrige Katholikin wird sie in den kommenden fünf Tagen dem 98. Katholikentag in Mannheim beiwohnen. In besagtem T-Shirt. In Begleitung des Künstlers Dr. Treznok. Und in heiliger Mission.

(…)

Genau das bringt Ulrike Ludy auf die Palme: „Es gibt keine religionsfreien Zonen.“ Schließlich sei die Religionsfreiheit in Deutschland in Artikel 4 des Grundgesetzes verankert, ein Grundrecht, das überall gelten müsse. Also auch in E 1 in Mannheim. „Die Grenze ist erreicht. Die Giordano-Bruno-Stiftung äußert außerdem ja keine Kritik an der katholischen Kirche, sie diffamiert sie“, erklärt Ludy ihre Empörung.

Dr. Treznok (der Künstler möchte nur mit seinem so lautendem Künstlernamen zitiert werden) hat eine weitere Motivation, gegen die Veranstaltung der gbs vorzugehen. (…)

Gemeinsam wollen Ludy und Dr. Treznok am Samstagnachmittag vor dem Wasserturm in der Mannheimer City eine möglichst große und gerne auch interkonfessionelle Schar um sich sammeln, um in die religionsfreie Zone zu ziehen. Was dort geschieht, ist noch nicht ganz klar. „Den Rosenkranz beten“, sagt die Katholikin Ludy“. „Eine Performance mit einem abschließenden Gebet“, entgegnet der Künstler Dr. Treznok.

Ob sie in der religionsfreien Zone auf nennenswerten Widerstand stoßen werden? Der Sprecher der „Säkularen Humanisten“ jedenfalls gibt sich tolerant: „Bei uns darf jeder sein weltanschauliches Bekenntnis äußern.“ Seine selbst erklären Widersacher bleiben misstrauisch: „Wir rechnen mit dem Schlimmsten“, sagt Ludy. Tätlichkeiten will sie verhindern, verbale Attacken aushalten. Ihr Glaube ist es, der ihr die passende Verteidigungsstrategie nach bewährtem Vorbild bieten soll. Dr. Treznok hat dann das Grundgesetz dabei.

Weiterlesen:

http://www.mainzer-rhein-zeitung.de/mainz_artikel,-Religionsfreie-Zone-Gehet-hin-und-wehret-Euch-_arid,425158.html

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  1. #1 von pufaxx am 18. Mai 2012 - 22:56

    … und irgendwelche Dumpfbacken mit weißem Kragen laufen durch die Menge, hoffen auf Almosen – und fragen „Wolle Neurose kaufe?“ – Hach. Lass sie zappeln!

  2. #2 von bundesbedenkentraeger am 18. Mai 2012 - 23:22

    @Hinterfragerin:
    Wir sind vollkommen einer Meinung. Das Problem, das ich bei der ganzen Sache sehe ist ja nicht, was da (wahrscheinlich) angeboten wird von der gbs, sondern das, was sie mit dem Titel suggeriert: Eben ein Gebiet, das von irgend einem in der Öffentlichkeit vorkommenden Einfluß frei ist. Das will die gbs nicht, das suggeriert aber der Titel. Deshalb sage ich, die Frau hat Recht, daß es solche Zonen nicht geben kann. Daß das in Mannheim nicht der Fall ist (und ach in Dresden nicht der Fall war), ist mir durchaus bewußt, ich hätte es vielleicht stärker rausstellen müssen in meinen Kommentaren.
    Noch zum stärker rausstellen: Falls die gbs ihre eigenen Tempel in den Innenstädten aufmacht um den Menschen einen Rückzugspunkt vom allgegenwärtigen „Religiotismus“ zu bieten, ist das eine andere Sache, weil Privateigentum. Im eigenen Wohnzimmer kann jeder tun, was er will. Es wird ja keiner gezwungen reinzgehen.

    Die gbs hat (sicher nicht unbewußt) den provokanten Begriff „religionsfreie Zone“ gewählt. Wenn die Provokation dann funktioniert gibt es dann aber keinen Grnd, sich zu beschweren.

    Und um es ganz klar zu machen: Wenn die Katholen da jetzt anmarschieren und stören, dann ist das nicht minder verwerflich als wenn Prozessionen gestört werden.

    Ich hoffe, ich hab keinen Punkt vergessen.

    @AP:
    „Bereits das Eingestaendnis, dass Atheismus eine genauso gut moegliche Position darstellt, stellt den Glauben ja radikal, grundsaetzlich in Zweifel.“
    Jo, komischerweise tut die Mehrheit hier aber so, als ob die Existenz der Religionen ihren Atheismus in Zweifel zieht. Man behilft sich zwar mit der Postulierung von Inselverarmngen und dergleichen, aber das scheint nicht wirklich zu helfen. Die Mehrzahl der hier kommentierenden Atheisten macht doch sehr stark den Eindruck, als ob sie viel mehr unterschwellige Angst vor der Religion ahben als umgekehrt die Religiösen vorm Atheismus. Ein Religiöser kann nciht auf gleicher Ebene stehen, er muß geistig nicht ganz auf der Höhe sein, sonst wär er ja auch vernünftig und Atheist. D wirst das natürlich von Dir weisen, damit aber nur meine Aussage stärken.

    „BBT etwa, als Beispiel, studiert seit Jahren sogar Theologie, um sich bloss von der Tatsache abzulenken, dass alles, was er so zusammenglaubt, mit der Existenz Gottes steht und faellt – und, mangels Gruenden, faellt.“
    Find ich gut, daß Du mir erklärst, wozu ich Theologie studiere. Ich dachte immer, ich studier das, um Pfarrer zu werden, aber Du hast mich erleuchtet… NOT

    @pufaxx:
    „gebe ich den ganzen Monotheisten noch maximal 70 Jahre“
    Na da hat der Monotheismus aber Glück gehabt, daß er nciht schon morgen abtreten muß. 😉

  3. #3 von pufaxx am 18. Mai 2012 - 23:35

    @BBT: „Na da hat der Monotheismus aber Glück gehabt“ … Dann haut ma noch ordentlich auf die Kacke. Lang habt Ihr nicht mehr.

  4. #4 von pufaxx am 18. Mai 2012 - 23:45

    *Wegbrech*

  5. #5 von pufaxx am 19. Mai 2012 - 00:04

    @Freddy & BBT – Guckt Euch die Fraggles im Publikum an. Ich reduziere auf 50 Jahre.

  6. #6 von bundesbedenkentraeger am 19. Mai 2012 - 01:52

    @pfaxx: Das könnte ja fast noch innerhalb meiner Lebenszeit liegen, da muß ich mich dann ja totlachen.

  7. #7 von pufaxx am 19. Mai 2012 - 02:05

    let’s look who’s first … 🙂

  8. #8 von Andreas P am 19. Mai 2012 - 02:14

    „D wirst das natürlich von Dir weisen, damit aber nur meine Aussage stärken.“

    Lol… BBTs geschlossenes Weltbild in Aktion: Egal, was passiert, er fuehlt sich immer in seiner Ansicht bestaerkt. 😀

    Und, nein, die Existenz von ReligionEN irritiert Atheisten nicht im Geringsten. Dass es eine Chemie gibt, eine Mathematik, aber Millionen von Christentuemern, die sich auf nichts einigen koennen, von den zig anderen Religionen abgesehen, ist fuer mich kein Anlass zur Sorge. Gaebe es nur eine Religion, und Milliarden von Glaeubigen waeren sich auch ohne fruehkindliche Indoktrination und Formelkompromisse substantiell einig, das waere ein Anlass zum Zweifel am Zweifel.

    Aber so lange sich Christen nicht mal im Ansatz drueber einig werden, was sie eigentlich glauben, und jeder den anderen einen falschen Schotten schimpft, sehe ich keinen Anlass, das Theater inhaltlich sonderlich ernstzunehmen. Dem geschwurbelten Schmu fehlt halt buchstaeblich die Glaubwuerdigkeit. Wuerden hinter dem Blubb kein Riesenkonzerne stehen, damit keine politische Macht verbunden sein, wuerden (von Dir eingestanden & demonstriert: ohne irgendeinen rationalen Grund ) nicht laufend mit dem Kreuzgewinke Rechte von Kirchenfreien und Un-Glaeubigen beschnitten – warum wuerde sich irgendwer, der nicht drauf reingefallen ist, gross damit befassen? Und mehr als seinen Grad an Organisiertheit hat Religion Astrologie, UFO-Glaube, Kartenlegerei und so weiter nicht voraus.

    Das weisst Du alles, hast Du hier huntertmal gelesen, aber wenn Du tatsaechlich die Erkenntnis zuliessest, dass Nichtglaube nun mal kein Glaube ist, dass Religion und Atheismus eben nicht symmetrisch sind, fiele halt Deine ganze Tu-Quoque-Apologetik zusammen.

    Das einzige, was meinen Atheismus in irgendeiner Hinsicht beruehren wuerde – wie jede andere Ansicht halt auch -, waeren Argumente, Gruende. Du hast in 4 Jahren keinen einzigen gebracht, der den Theismus stuetzen wuerde. Freddy in einem Jahr nicht. Eure ganzen Glaubenskollegen – echte wie falsche Schotten – in zwei Jahrtausenden keine. Und damit bricht halt das ganze religioese Kartenhaus in sich zusammen: Nix als heisse Luft.

    (Was Deine Theologiemotivation betrifft: Exakt dass eine Kirchenfunktionaerskarriere der Grund fuer’s Studium war, hattest Du immer abgestritten. Entweder luegst Du Dir jetzt in die Tasche, oder damals, oder eben in beiden Faellen. Die alte deformation professionelle halt…)

  9. #9 von Michael Reich am 19. Mai 2012 - 05:03

    Als Mitveranstalter der Religionsfreien Zone 2012 muss ich zwar nicht, aber möchte doch auch ein paar Dinge zu den oben diskutierten Sachverhalten sagen (auch wenn ich nicht alle Kommentare komplett lesen konnte):

    – „Religionsfreie Zone“ heißt diese Veranstaltungsreihe zum einen aus der Tradition der bereits mehrfach erfolgreich durchgeführten „Religionsfreien Zonen“ heraus, die uns auch untereinander als gbs-Mitglieder oder Humanisten o.ä. verbinden. Zum Anderen können und möchten wir keine Bereiche von x Quadratmetern abstecken, in denen es keine Religion geben darf, sondern den Menschen nahelegen, ihre „religiösen Schubladen und Barrieren“ zu überdenken bzw. abzulegen um sich als „Menschen“ zu begegnen, da die Religionen unserer Meinung nach die Menschen eher trennt als verbindet (Beispiele dafür gibt es genug). Soweit ein kurzer Gedanke zur Begrifflichkeit.

    – Wir bieten den Besuchern des Katholikentages wie auch den Bewohnern Mannheims die Möglichkeit, auf uns zuzugehen und sich selbst ein Bild zu machen. Jemanden offensiv ansprechen tun wir dabei nicht. Wir legen Informationsmaterial zur Ethik des evolutionären Humanismus, zur staatlichen Subventionierung der Kirchen und speziell zu der des Katholikentages aus, um das etwas einseitig gezeichnete Bild eines plötzlich „katholischen“ Mannheim zu bereichern.

    – Der Zuspruch der Infostandbesucher war (nicht nur nach meinem eigenen subjektiven Ermessen) überaus positiv. Ein Großteil der Besucher, die sich als mannheimer Bürger zu erkennen gaben haben Ihre Freude und Ihr Wohlwollen uns gegenüber ausgedrückt. Auch viele (vor allem junge) Gäste des Katholikentages haben uns ihre Sympathie ausgesprochen und uns erklärt, dass sie eigentlich nur zwangsweise mit der oder jener Institution mitfahren mussten, obwohl sie eigentlich mit Gott nichts am Hut haben. Diskussionen verliefen bis auf 3 Ausnahmen in 3 Tagen (bei denen wir von Weitem und im Vorbeigehen angeschnauzt wurden) ruhig und in freundlichem Ton. Zudem haben die Humanisten an unserem Stand als Ortskundige mehrmals orientierungslose Katholikentagsbesucher zu den entsprechenden Plätzen gelotst.

    – Wir stehen auf dem Katholikentag als Menschen, die Gleichgesinnten ein Forum bieten wollen und sonst nichts. Wir tun dabei nichts Verbotenes. Lediglich scheint von manchen Leuten unsere alleinige Anwesenheit als Chuzpe empfunden zu werden. Auch deshalb brauchen wir „Religionsfreie Zonen“.

    Der Weg um eine solche Veranstaltungsreihe auf die Beine zu stellen war kein leichter, jedoch klingt vieles schlimmer als es ist und Feinbilder zu bedienen ist stets leicht.
    Wir sind jedenfalls sehr gespannt auf den Besuch der beiden…

  10. #10 von Wolfgang am 19. Mai 2012 - 07:43

    Wenn ein Christentum es in 2000 Jahren nicht geschafft hat, die gesamte Welt zu überzeugen, halte ich jenes Christentum für völlig unglaubwürdig. Es fehlt der Glaube, es fehlt die Würde.

  11. #11 von Lebrac am 19. Mai 2012 - 08:46

    Na ja, zu Hexenverbrennungen und Kinderkreuzzügen wird es schon nicht kommen.

  12. #12 von AndreasA am 19. Mai 2012 - 10:33

    @BBT

    Die Mehrzahl der hier kommentierenden Atheisten macht doch sehr stark den Eindruck, als ob sie viel mehr unterschwellige Angst vor der Religion ahben als umgekehrt die Religiösen vorm Atheismus.

    Ja, da muss ich dir recht geben!

    Ich habe angst vor religiösen Menschen, vor allem vor religiösen Menschen mit Macht über Waffen. Leider muss ich da nicht nur das Extrembeispiel Iran nennen, es genügt schon an Amerika unter den Religioten Bush zu denken um zu verstehen wie viel Angst man als Atheist bekommen kann.

    Warum sollte ich sonst Angst vor der Religion haben? Dein Umkehrschluss funktioniert leider nicht, denn wenn es einen Gott geben würde und er sich allen offenbaren würde, dann wäre auch ich religiös. Ich bin im Gegensatz zu Religiösen in dieser Beziehung ergebnisoffen. Mein Weltbild würde dadurch nicht erschüttert werden.

  13. #13 von AMB am 19. Mai 2012 - 10:50

    @Michael Reich

    Danke für den Kommentar.

  14. #14 von AMB am 19. Mai 2012 - 10:52

    PS:

    Wäre nicht schlecht ein Video davon zu machen und auf YT hochzuladen.

  15. #15 von Hal am 19. Mai 2012 - 11:23

    #49 – Guter Beitrag 😉

    “Bereits das Eingestaendnis, dass Atheismus eine genauso gut moegliche Position darstellt, stellt den Glauben ja radikal, grundsaetzlich in Zweifel.”
    Jo, komischerweise tut die Mehrheit hier aber so, als ob die Existenz der Religionen ihren Atheismus in Zweifel zieht. Man behilft sich zwar mit der Postulierung von Inselverarmngen und dergleichen, aber das scheint nicht wirklich zu helfen. Die Mehrzahl der hier kommentierenden Atheisten macht doch sehr stark den Eindruck, als ob sie viel mehr unterschwellige Angst vor der Religion ahben als umgekehrt die Religiösen vorm Atheismus. Ein Religiöser kann nciht auf gleicher Ebene stehen, er muß geistig nicht ganz auf der Höhe sein, sonst wär er ja auch vernünftig und Atheist. D wirst das natürlich von Dir weisen, damit aber nur meine Aussage stärken.

    Schon wieder muss Ich deine Geschichtskenntnisse bemängeln, (stichwort Scheiterhaufen) die unterschwellige Angst würde Ich besser extreme Vorsicht benennen, die Klerikalen der Katholen sind z. B. mit vielen Ihren Ansichten bezüglich der Menschenrechte immer noch fest im Mittelalter stecken geblieben.

    Da die beiden Grosssekten immer noch sehr stark mit Staat, Wirtschaft und Politik verfilzt sind und Ihre Menschenfeindlichkeit immer noch dort ausüben, wo sie nicht ordentlich Domestiziert worden sind und sie diese Rechtsfreien Zonen als Staate im Staate vehement verteidigen, ist eine gewisse Vorsicht geboten.

    In Entwicklungsländern samt der USA und Norwegen, sind christlich motivierte Morde keine Seltenheit!

  16. #16 von AndreasA am 19. Mai 2012 - 12:04

    @Michael Reich

    Danke für diesen guten Einblick.

    Ihr habt einen guten Job gemacht und euch wirklich sympathisch dargestellt.

  17. #17 von bundesbedenkentraeger am 19. Mai 2012 - 12:47

    „Und, nein, die Existenz von ReligionEN irritiert Atheisten nicht im Geringsten.“
    Deshalb schreibt Ihr hier ja auch so vehement gegen sie an, ne 😉

    „Dem geschwurbelten Schmu fehlt halt buchstaeblich die Glaubwuerdigkeit.“
    Du wiederholst und betonst das so oft, das wirkt dann doch schon mehr wie Selbstvergewisserung. Als ob Du Angst hättest, es würde anders, wenn Du es nicht immer wieder sagst 😀

    „Exakt dass eine Kirchenfunktionaerskarriere der Grund fuer’s Studium war, hattest Du immer abgestritten.“
    Ein Pfarrer ist kein Funktionär, und ich würd das ach anstreben, wenn es nur ein Ehrenamt wär. Also behalt Deine unhaltbaren Diffamierngen bitte für Dich.

    @Michael Reich:
    Das mit der Begrifflichkeit kann ich mir schon denken. Aber Ech muß doch bewußt gewesen sein, daß sie mißverständlich ist und daher auch Kritik hervorrufen kann, oder?

    @Hal:
    „Schon wieder muss Ich deine Geschichtskenntnisse bemängeln“
    Ach Junge, ich schreib von der Gegenwart und Du meinst, mich über Geschichte belehren zu müssen. Ich geb Dir mal nen Tipp: Du hast nciht zur Zeit der Hexenverbrennungen in Europa gelebt, also mach Dir nicht ins Hemd (schon allein, daß es nicht die Kirche war, die die Hexen verbannte, sondern der Staat, sollte Dir zu denken geben. Wie war das nochmal mit den Geschichtskenntnissen?)

  18. #18 von stephancologne am 19. Mai 2012 - 12:55

    “““Und, nein, die Existenz von ReligionEN irritiert Atheisten nicht im Geringsten.”
    Deshalb schreibt Ihr hier ja auch so vehement gegen sie an, ne““

    Nein. Es sind Typen wie Du, die ihre Inselverarmung für den Mittelpunkt der Welt halten, die uns antreiben, gegen die Machstellung und Einflussnahme der RelgionEN (bedenke die Mehrzahl – also ist dein Glaube nur einer unter vielen.) vor zu gehen.
    Die Religionen als solche gehen mir, gelinde gesagt, völlig am Arsch vorbei.

    „“Du wiederholst und betonst das so oft, das wirkt dann doch schon mehr wie Selbstvergewisserung. Als ob Du Angst hättest, es würde anders, wenn Du es nicht immer wieder sagst““

    Auf immer den gleichen Müll, kommt immer die gleiche Müllabfuhr.

    „“Ein Pfarrer ist kein Funktionär, und ich würd das ach anstreben, wenn es nur ein Ehrenamt wär. Also behalt Deine unhaltbaren Diffamierngen bitte für Dich.““

    Ein Pfarrer hat keine Funktion in einer Kirche ?

  19. #19 von AMB am 19. Mai 2012 - 13:07

    schon allein, daß es nicht die Kirche war, die die Hexen verbannte, sondern der Staat, sollte Dir zu denken geben.

    Nicht schon wieder…

    Die Begründung kam nicht zufällig aus der Bibel und die Vollstrecker waren nicht zufällig Christen? Damals war die Kirche mächtiger als der „Staat“ (Mittelalter).

    Wie oft haben Pfaffen, Bischöfe, christliche Politiker etc. schon gesagt, dass die Gesetzte auf das Christentum (Bibel, 10 Gebote, christliche Kultur, Einfluss) berufen, nur bei den Hexenverbrennungen wird heftig geleugnet.

  20. #20 von AndreasA am 19. Mai 2012 - 13:29

    @BBT

    schon allein, daß es nicht die Kirche war, die die Hexen verbannte, sondern der Staat

    Ja, wir sollten den Staat abschaffen und eine religiöse Herrschaftsform einführen, dann wird alles gut.

    Die Versuche die Schuld deiner Religion anderen aufzuladen ist einfach nur widerlich.

  21. #21 von Wolfgang am 19. Mai 2012 - 15:41

    Gläubige und die Scheinheiligen wollen einfach nicht wissen, was sie da glauben. Im Verdrehen von Tatsachen sind sie absolute Spitze,
    schließlich verstand es ja schon ein Vorgänger, aus Wasser Wein zu machen. Das war kein Wunder, es war schlicht eine Straftat!
    Blindheit und Geistlosigkeit standen in den Statuten ihrer Religion, fest darauf angelegt, die Wahrheit zu bekämpfen, koste es, was es wolle. Hier einige Scheiterhaufen, dort Folterungen und Massenmorde. War doch alles ganz legal! Noch heute ist der Staat Mitwirkender. Wisst ihr sogenannten christlichen Brüder in den traurigen Klamotten, ihr seid einfach erbärmlich.

  22. #22 von Barkai am 20. Mai 2012 - 02:31

    @stephan
    ich weiss nicht, ob Protestanten einen Pfarrer vom theologischen Standpunkt aus brauchen. Jeder konfirmierte Protestant ist ja auch erwachsenen Priester und ist im Gegensattz zu Katholiken in direktem Kontakt mit Gott. Zwar haben Pfarrer als Berufschristen das Privileg sich vollzeit um kirche und Predigt und Klingelbeutel kuemmern zu koennen, aber ich bin mir ncith sicher, ob sie eine spezifische theologische Funktion haben.

  23. #23 von skaos am 20. Mai 2012 - 05:08

    Um auf den Artikel zurück zu kommen folgt hier ein kurzer Bericht der „Kunst“aktion der beiden, so wie ich sie empfunden habe:

    Nun ist es geschehen, die Religionsfreie Zone 2012 wurde heimgesucht – und zwar nachhaltig. Dr. Treznok und ein unüberschaubarer christlicher Mop – bestehend aus ihm und seiner kongenialen Zeitgenossin Ludy – sind über den Infostand der gbs Rhein-Neckar hergefallen, wobei die als aggressive Kampf-Atheisten bekannt gewordene Gruppe sofort klein beigeben musste und das „Künstler“-Paar Treznok-Ludy sich auch den Katholikentagsbesuchern gegenüber kaum der Lächerlichkeit preisgegeben hat.
    Ein Video der Kunstaktion wird innerhalb der nächsten Tage auf dem youtube-Kanal der Säkularen Humanisten erscheinen, wobei sich die Kunsthistoriker bereits jetzt einig sind, dass es sich bei dieser „Performance“ um einen Meilenstein der „Kunst“geschichte handelt.
    Man darf gespannt sein.

  24. #24 von deradmiral am 20. Mai 2012 - 12:17

    @skaos
    Wir werden das Video dann hier verlinken.

  25. #25 von klafuenf am 21. Mai 2012 - 12:40

    Es gibt Menschen, welche die »Religionsfreiheit« nur als »Freiheit ZUR Religion« – insbesondere IHRER Religion missverstehen; Manche verstehen darunter auch die Freiheit zu jeglicher Religion. Aber die Wenigsten verstehen unter »Religionsfreiheit« auch die »Freiheit VON Religion« – also ein Leben in Selbstbestimmung, ohne Dogmen.

  26. #26 von joduleckmi am 22. Mai 2012 - 14:10

    @ #26 von stephancologne am 18. Mai 2012 – 16:12

    “”Die Frau hat Recht, daß es keine religionsfreien Zonen geben kann in einem Staat, der die aktive Religionsfreiheit schützt, weil eine religionsfreie Zone ja genau dies bedeuten würde: Hier keine aktive Religionsfreiheit.”“

    Nu bring das mal mit einem säkularen Staat in Einklang, der religiöse Neutralität gewährleistet und einer verfassungsmäßigen Trennung von Staat und Kirche unterliegt !

    Nun, sind wir hier aber in Deutschland und nicht in Frankreich (dort träfe es zu). In Deutschland hingegen, wird die Trennung Staat/Kirche zwar vom Grundgesetz verlangt, doch bis jetzt haben sich noch alle Parteien darum gedrückt, diese auch zu realisieren. Einzig die Piraten haben sich bisher getraut diese Forderung aufzustellen.
    Sieh Dir nur mal die TV-Übertragungen staatlicher Feiern an. wer sitzt da in voller Kleriker-Uniform in der ersten Reihe, wer meint bei jeder Gesetzesvorlage sienen Senf dazu geben zu müssen (nur z.B. PID), wer lässt sich die (happigen) Gehälter vom Staat Zahlen, wer sackt jährlich Milliarden an Subventionen aus öffentlichen Steuergeldern ein, wer stellt sich als „Staat im Staate“ über das GG etc. etc. …..?

    Also, von einer wirklichen Trennung Staat/Kirche ist Deutschland wohl noch meilenweit entfernt. LEIDER!

  27. #27 von Wolfgang am 22. Mai 2012 - 14:58

    Religionsfreiheit? Religion war noch nie frei!!