arte-Doku: Der Geheimdienst von Scientology

Heute um 20.15 Uhr auf arte

Wiederholungen:
19.05.2012 um 15:15
Das Office of Special Affairs

Wozu braucht eine Glaubensgemeinschaft einen Geheimdienst? Dieser Frage gehen Frank Nordhausen und Markus Thöß in ihrem Dokumentarfilm über die mysteriöseste Abteilung der Scientology-Organisation nach. Sie haben ein Jahr lang mit der Kamera in Europa und den USA recherchiert. Ihr Dokumentarfilm ist der weltweit erste ausführliche Film über O.S.A. – das Office of Special Affairs.

Ihr Office of Special Affairs ist der älteste und größte private Geheimdienst der Welt, kommandiert von Scientology-Führer David Miscavige in Los Angeles. Die Sekte selbst bezeichnet O.S.A. als ihr Presse- und Rechtsamt, das Informationen über Aussteiger und Kritiker lediglich auf legalem Wege beschaffe. Wer sind die Menschen, die für dieses “Amt” arbeiten? Was sind ihre Ziele? Welche Methoden wenden sie an? Darauf gibt der spannende Dokumentarfilm Antworten. Bei ihren Recherchen stießen Frank Nordhausen und Markus Thöß schließlich sogar auf Verbindungen zur hohen Politik – bis ins Außenministerium in Washington DC.

Danach Studiodiskussion: Wer stoppt die Spitzel der Scientology? 

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  1. #1 von AMB am 15. Mai 2012 - 13:11

    Diese Doku sollte man sich nicht entgehen lassen, so was sieht man nur ganz selten!

    Ich beobachte Scientology schon seit 12 Jahren, für mich ist heute Tannenbaumfest. :lol:

  2. #2 von Argus7 am 15. Mai 2012 - 14:18

    Die Sientology ist mir schon in den Siebzigerjahren begegnet. Ein Freund von mir erhielt seinerzeit von der SC eine Mordrohung, die er heimlich auf Tonband aufgenommen hat. Er hatte sich in Bundeswehruniform in München, wo er Dienst tat, auf eine Diskussion mit der SC eingelassen und sich dabei den Unmut der Scientology zugezogen. Die Scientology-Guards (Security-Guards war die damalige Bezeichnung für die O.S.A.) konnten seinerzeit nicht davon ausgehen, dass ein solches Telefonat aufgezeichnet wird, da es in jenen Jahren kaum Anrufbeantworter gab, Erstaunlich aber war, dass die SC die Wohnanschrift meines Freundes ermitteln konnten. Das spricht für erstaunliche geheimdienstliche Fähigkeiten der Scientology.

    Ich habe mich in der Folge mit dieser Organisation näher befasst und in jenen Jahren ein Meeting der SC im Hotel Europe in Stuttgart inkognito besucht. Das war möglich, weil sich die Meeting-Besucher aus verschiedenen Bundesländern, der Schweiz und Österreich trafen und sich untereinander somit nicht kannten. Um das Meeting unauffällig besuchen zu können, mußte ich mir die SC-Sprache aneignen. Begriffe wie “Clear”, “Rundown”, “Auditing”,
    “auf Flag gehen”, “über die Brücke gehen” usw. oder Kenntnisse bezüglich der OT-Grade (Operating Thetan) waren das mindeste an Fachausdrücken und Internas, die man kennen mußte, um nicht als Spion entdeckt zu werden.

    Dass die Gefährlichkeit und die hinter der SC stehende kriminelle Energie einem Großteil der Bevölkerung nicht bewußt ist, erlebt man auch heute noch immer, wie dies zahlreiche Berichte von SC-Opfern belegen. Da sich die SC hinter Tarnfirmen und Tarnorganisationen versteckt, gelingt es diesen Leuten immer wieder, gutgläubige Leute für ihre teuren Kurse und Auditings zu gewinnen und ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ein Verbot dieser Organisation wäre zwar wünschenswert, würde aber die Aktivitäten dieser Organisation leider nicht unterbinden können.

    Aufschlußreiche Infos über die SC vermittelt das Buch von Renate Hartwig mit dem Titel: “Scientology – Ich klage an !” (ISBN 3-629-00637-X)

  3. #3 von AMB am 15. Mai 2012 - 17:16

    Security-Guards war die damalige Bezeichnung für die O.S.A.

    Bis 1966 hieß sie Department of Government Affairs
    Dann bis 1983 hieß sie Guardian Office
    Und ab 1983 heißt sie Office of Special Affairs

  4. #4 von Argus7 am 15. Mai 2012 - 19:43

    @ AMB

    Danke für die Richtigstellung. Ich und meine Mitstreiter haben seinerzeit eben nur die volkstümliche Bezeichnung Guards bzw. Security oder Security Guards verwendet.

  5. #5 von AMB am 15. Mai 2012 - 23:50

    Die wahrscheinlich beste Doku über Scientology die ich bis jetzt gesehen habe. Hoffentlich haben das viele geschaut.

    Am Samstag gibts die Wiederholung!

  6. #7 von Ezri am 16. Mai 2012 - 12:07

    Für mich das einzig Neue, daß mittlerweile US-Bürger die Sekte auch nicht mehr so prickelnd finden, wenn auch eher aus monetären Gründen, aber ansonsten… Es gab doch auch mal diesen deutschen Film, wie die Familienmama und ihre kleine Tochter sich ihr Hirn haben waschen lassen und der Papa erfolglos versuchte seine Familie zu retten.

  7. #8 von Barkai am 17. Mai 2012 - 00:55

    für leute bei denen der mediathek link nicht funktioniert, könnte das hier: [http://www.youtube.com/watch?v=EaQIH1hawPI] hilfreich sein