Konzert in Kirche: Punk-Aktivistinnen in Russland drohen 7 Jahre Haft

Wie hart darf ein Staat Künstlerinnen bestrafen, die in einer Kirche den Altar stürmen und regierungskritische Phrasen grölen? In Russland versteht die orthodoxe Kirche keinen Spaß – es drohen bis zu sieben Jahren Haft.

Weiterlesen:

http://www.handelsblatt.com/politik/international/konzert-in-kirche-punk-aktivistinnen-in-russland-droht-haft/6370628.html

, ,

  1. #1 von Bundesbedenkenträger am 25. März 2012 - 17:39

    Rußland ist sicher keine Demokratie, aber es ist auch kein Staat, in dem der Metropolit von Moskau das Sagen hätte. INsofern ist es wohl irrelevant, wie viel Spaß die Kirche versteht. Es reicht, wenn Putin humorlos ist.

  2. #2 von Lebrac am 25. März 2012 - 17:54

    Die Russisch-Orthodoxe Kirche ist nun wieder das, was sie auch schon unter den Zaren war: Eine machtgeile und menschenverachtende Vereinigung. Einen Sinn für Humor sucht man bei ihr wohl vergebens.

  3. #3 von Hal am 25. März 2012 - 18:10

    Kommt drauf an wie gut ihr Gig war, sonnst sollte jeder demokratischer Rechtsstaat Ihnen Asyl anbieten wegen religiöser Verfolgung – außer Russland.

  4. #4 von AndreasA am 25. März 2012 - 23:39

    @BBT

    Wäscht die Kirche also ihre Hände mal wieder völlig in Unschuld?

  5. #5 von Skydaddy am 26. März 2012 - 08:16

    Ich denke, BBT wollte in seiner unnachahmlichen Art (und unangreifbar: vermutlich hat der Metropolit von Moskau in Russland tatsächlich nicht „das Sagen“) darauf hinweisen, dass der eigentliche Grund für das harte Vorgehen hier politischer Natur und der religiöse Aspekt eher Vorwand sein dürfte. Und damit hätte er m.E. Recht. Die exzessiven Strafen sind m.E. eher durch Putins Motivation zu erklären als durch Randale oder Gotteslästerung. Und gerade hier im Forum auf diesen Umstand, oder zumindest diese Möglichkeit hinzuweisen, halte ich für durchaus legitim. Genausogut hätte einer von uns schreiben können: „Naja, die harten Strafen scheinen wohl eher politisch motiviert zu sein…“

    Das ändert allerdings wiedeurm nichts daran, dass die Punkerinnen vermutlich zu Recht gerade auf die Verbindung von Kirche und Regierung hingewiesen haben, allein aus dem Artikel sind ja schon einige besorgniserregende Aspekte zu erkennen, dass sich Putin und die Kirche hier sozusagen die Bälle zuspielen – im beiderseitigen Interesse.

    Und es hat ja auch niemand behauptet, dass der Metropolit in Russland das Sagen habe – was uns stört ist, wie Regierung und Kirche verfilzt sind – und insbesondere, das sich die (hier: russisch-orthodoxe) Kirche auf dieses Spiel einlässt.

    Überrascht ist wohl keiner darüber.

  6. #6 von mirlangts am 26. März 2012 - 10:31

    Wie Lebrac schon sagte, wie zu erwarten war, fällt die ROK schnellstmöglich in ihre alte Rolle und „ins warme Bett mit der Politik“ zurück.
    Machtgeil und oportunistisch wie Kirchen eben sind.

  7. #7 von Sheldon Lee Cooper am 26. März 2012 - 15:32

    Das muss man alles nur richtig deuten: Die alten Sowjet-Atheisten sperren alle Kirchenkritiker in den Knast und die in Russland total unterdrückten Christen wollen das überhaupt nicht.

  8. #8 von Bundesbedenkenträger am 26. März 2012 - 19:05

    Ach, Pingbacks macht Ihr ja nicht. Dann halt der direkte Link: http://www.getreligion.org/2012/03/from-russia-with-love/