Bischof Ackermann und ein Mühlstein

Mahnender Mühlstein

Mahnender Mühlstein der Initiative gegen Gewalt

Trier – Er ist 1,4 Tonnen schwer und 1,40 Meter hoch: Die Rede ist von einem Mühlstein, der am 5. März in Trier auf dem Hauptmarkt aufgestellt wurde und dort bis zum 12. April stehen wird. Es ist ein besonderer Mühlstein, ein Mühlstein, der mahnen soll. Die Aktion „Mahnender Mühlstein“ der „Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen“ will nach eigenen Angaben „ein Zeichen setzen und Erwachsene an ihre große Verantwortung gegenüber Heranwachsenden erinnern.“ An der Eröffnung nahmen neben dem Vorsitzenden der Initiative, Johannes Heibel, auch die Trierer Bürgermeisterin Angelika Birk und der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann teil.

[..] Auch Bischof Ackermann unterstrich, dass es wichtig sei, dem Thema der sexuellen Gewalt an Kindern und Jugendlichen mit Hartnäckigkeit immer wieder neu Gehör zu verschaffen. Nur so werde es gelingen, eine „Kultur der Achtsamkeit“ zu etablieren. Vor allem gelte es, die Anstrengungen bei der Prävention zu verstärken, um sexuelle Gewalt, soweit das überhaupt möglich sei, zu verhindern. Bischof Ackermann ging auch auf das Zitat aus dem Matthäus-Evangelium ein, das auf dem Stein zu lesen ist: „Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, dem wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.“ Der Bischof betonte, dass dieses Wort „gemischte Gefühle“ bei ihm auslöse. Wichtig sei, es nicht als „Rachewort“, sondern als „Präventionswort“ zu verstehen, als „ein Wort, das zur Aufmerksamkeit mahnt.“

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Siehe auch die Artikel zu Bischof Ackermann:

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  1. #1 von deradmiral am 6. März 2012 - 09:47

    Im ursprünglichen Bild (den ich wegen des Urheberrechts nicht kopiert habe) zu dem Artikel versucht Bischof Ackermann den Mühlstein anzuheben. Offenbar nimmt er schon mal Maß für den Fall, dass seine Bibelauslegung nicht zutrifft.

  2. #2 von mein name am 6. März 2012 - 10:51

    Schade nur, dass die Achtsamkeit sich auf die Kleinen beschränkt, die an Ihn glauben.
    Mit allen anderen Kleinen dürft ihr gerne …., vielleicht waren ja alle Jugendlichen und Kinder, die Opfer von Gewalt und Missbrauch, durch Kirchenleute wurden ungläubige in ihren Herzen.
    Also geschah in Gottes Augen gar kein Unrecht, darum ist es wohl auch keine Todsünde sich an Schützlingen zuvergreiffen.

    Verstehe auch, dass der Bischof gemischte Gefühle hat. Sollten wirklich allen Pristern ein Mühstein umgehängt werden, die sich ein Ärgerniss gegenüber den Kleinen zu Schulden kommen liesen.
    Wo bekommt er soviele Mühlsteine her? Wo sollten die Prister ertränkt werden? Wann greift der Umweltschutz ein?
    Und wie können die leeren Posten wieder besetzt werden.

  3. #3 von skydaddy am 6. März 2012 - 12:52

    Bevor Aclermann das Maul aufreißt, sollte er erst mal die „neuen“ Leitlinien von 2010 für sein Bistum umsetzen, m.W. ist das noch nicht geschehen.

  4. #4 von Max Headroom am 6. März 2012 - 13:13

    Der Bischof betonte, dass dieses Wort „gemischte Gefühle” bei ihm auslöse. Wichtig sei, es nicht als „Rachewort”, sondern als „Präventionswort” zu verstehen, als „ein Wort, das zur Aufmerksamkeit mahnt.

    Dann verstehen wir es doch als „Präventionswort“: Bevor weitere Kinder missbraucht werden, versenken wir den Täter mit einem Mühlstein um den Hals im nächstbestem Fluss 😉 .

    Jesus findet, die Tötung eines Täters besser, als den Missbrauch eines Kindes. Und die Berufsinterpretierer haben diese Textstelle sicherlich gekannt, worauf sie ihre Täter brav deckten, bis die Taten verjährt waren 😉 .

  5. #5 von Bodo am 6. März 2012 - 15:44

    Was der Bericht des Bistums nicht aussagte, Ackermann sei pikiert gewesen wegen Heibels unverblümter Rede, siehe

    http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/trier/Heute-in-der-Trierer-Zeitung-Mahnender-Muehlstein;art754,3083369