Rick Santorum: Schwanger nach Vergewaltigung ist ein Gottesgeschenk

Rick Santorum hat der CNN ein Interview gegeben, in dem die Frage erörtert wurde: Sollten Schwangerschaftsabbrüche erlaubt sein?

(…)

Der US-Politiker erklärte, auch wenn so eine Schwangerschaft in einer „sehr misslungenen Weise“ (O-Ton: „a very broken way“) geschaffen worden wäre, sei der richtige Weg der, zu akzeptieren, was Gott dieser vergewaltigten Frau gegeben habe.

Weiterlesen:

http://www.guardian.co.uk/world/2012/jan/24/rick-santorum-daughter-abortion-rape

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  1. #1 von Desperadox am 26. Januar 2012 - 18:09

    Ein Kind hat das Recht geliebt zu werden.Wenn eine Frau das bei einem Kind,das aus einer Vergewaltigung entstanden ist,nicht kann dann ist eine Abtreibung sicher für alle Beteiligten die weniger schlimme Lösung.

  2. #2 von Andreas P am 26. Januar 2012 - 18:15

    Daran ist nichts ungewoehnlich: Damit gibt Santorum den offiziellen Standpunkt der katholischen Kirche ziemlich exakt wieder – und auch den der protestantischen „Lebensschuetzer“-Szene.

    Gibt’s irgendeine explizit atheitische/freidenkerische/… Organisation, die auch nur einen annaehernd aehnlichen „Standpunkt“ vertritt?

  3. #3 von Ezri am 26. Januar 2012 - 18:18

    Es gibt kein Recht darauf geliebt zu werden. Liebe ist eine Emotion, die man rational nicht steuern kann, ebenso wie andere Emotionen. „Schwanger nach Vergewaltigung ist Gottegeschenk“ Ist eine Absolution für den Täter, es ruft möglicherweise selbsternannte Gotteskrieger ggf. direkt dazu auf, Frauen zu vergewaltigen, in der Hoffnung noch mehr Gottesgeschenk zu produziern. Ein Menschengeschenk wäre es, Leuten die solchen Mist von sich zu geben, jede Form von Kommunikation zu nehmen.

  4. #4 von Andreas A. am 26. Januar 2012 - 18:22

    Dann ist sogar die Vergewaltigung selbst ein „Gottesgeschenk“ !!!

  5. #5 von entdinglichung am 26. Januar 2012 - 18:28

    passend dazu: http://www.ekklesia.co.uk/node/16147

    „Wallace Benn, the Church of England’s Bishop of Lewes, has today withdrawn his endorsement of a booklet by the fundamentalist campaigner Stephen Green. He issued a statement after several bloggers drew attention to his endorsement yesterday.

    The booklet, Britain in Sin, advocates the legalisation of rape within marriage and the criminalisation of sexual relations between people of the same sex.“

  6. #6 von AMB am 26. Januar 2012 - 18:31

    Radikale Abtreibungsgegner sind die abscheulichsten Menschen die ich kenne.

  7. #7 von karin am 26. Januar 2012 - 18:41

    so einer kann sich doch die Not einer Frau garnicht vorstellen .Eine Frau sieht doch in dem Kind immer dieses Schwein damit ist weder Kind noch Mutter geholfen

  8. #8 von Andreas P am 26. Januar 2012 - 18:54

    @Entdinglichung: Immerhin, der Mensch ist noch merk- und lernfaehig.

    Unsere Blog-Spezis von der Apologetenfront verteidigen ihre Glaubensbrueder immer noch als arme Verfolgte, selbst wenn sie vier oder fuenf mal gehoert und belegt bekommen haben, dass diese das Mobben aus „religioesen Gruenden“ an staatlichen Schulen legalisiert haben wollen.

  9. #9 von Barkai am 26. Januar 2012 - 19:15

    weiß hier jemand, wie die Mormonen zur Abtreibung stehen?
    (Frage nur, weil Romney eigentlich doch mormone sit, oder nicht?
    – klar, das war sich jetzt totaö einschleimen, ohne Frage)

  10. #10 von Barkai am 26. Januar 2012 - 19:20

    upps, es geht hier um Santorium, sorry, mein Fehler. Aber die Frömmler kriegt mal rirgendiwe schnel durcheinander.

  11. #11 von Andreas P am 26. Januar 2012 - 19:24

    Romney hat nicht genug Rueckgrat, um zu irgendwas zu stehen – was immer ihm Stimmen bringen wird. 😛

  12. #12 von motzmotz am 26. Januar 2012 - 19:27

    Ich weiß nicht, warum immer gläubige MÄNNER sich berufen finden, um über dieses Thema verbalen Dünnpfiff von sich zu geben???

  13. #13 von Barkai am 26. Januar 2012 - 19:32

    qmotzmotz,
    wieso? Mutter Theresa hat sich doch nicht entblödet, auf der Nobelpreiszeremonie was davon zu schwafeln, dass die Welt ncith friedfertig werden kann, wenn „Mütter ihre eigenen Kinder umbringen“ würden. Zu behaupten, dass Abtreibung den Weltfrieden verhindert, ist schon arg dreist.
    Vor allem, wenn man sich mal so ankuckt, wo Abtreibung verboten ist und dann mal darüber nachdenkt, wo (bewaffente) KOnflikte vorherrschen: http://www.womenonwaves.org/set-158-en.html

    Und wenn man Kuby oder der sog. Schnackselfürstin ein Mikro hinhalten würde, würden die doch auch sowas in der Art von sich geben.

  14. #14 von Andreas P am 26. Januar 2012 - 20:38

    @Motzmotz: Sie kriegen die groessere Presse, denke ich – die Studie, die ich so auf die Schnelle auftreiben konnte, zeigt an, dass vor 30 Jahren eher Maenner als Frauen gegen die Legalisierung von Abtreibungen waren, im Verhaeltnis (grob) 4:3 (eine Studie von 1981 – http://www.jstor.org/stable/351758?seq=5 ).

  15. #15 von F. M. am 26. Januar 2012 - 23:07

    @karin

    so einer kann sich doch die Not einer Frau garnicht vorstellen .Eine Frau sieht doch in dem Kind immer dieses Schwein damit ist weder Kind noch Mutter geholfen

    Doch, das kann er ganz genau, weil er schon in so einer Situation war, als seine Frau beinahe an einer Schwangerschaft krepiert ist. Sie hat selbstverständlich abtreiben dürfen, aber Herr Santorum erklärt allen die es hören wollen oder nicht, dass dies natürlich nicht im entferntesten eine Abtreibung war.
    Wie dem auch sei, die Gesetze und Vorschriften, die er gegen jeden Schwangerschaftsabbruch durchsetzen will, hätten seine Frau schlicht und einfach umgebracht. Aber das will dieser frömmelnde Oberheuchler natürlich nicht wahr haben.

    Da bestätigt sich Bismarcks Wort: Niemals wird so gelogen wie nach dem Fischfang, während eines Krieges und vor einer Wahl.

    hier die Quelle:

    http://jezebel.com/5873158/rick-santorums-anti+abortion-stance-would-have-killed-his-own-wife

    By Erin Gloria Ryan Jan 5, 2012 1:10 PM

    Rick Santorum’s Anti-Abortion Politics Would Have Killed His Own Wife [Updated]

    Let’s get down to brass tacks: Presidential candidate Rick Santorum, Personhood Pledge-signing, Griswold vs. Connecticut-opposing, Mr. Ban Abortion in All Circumstances With No Exception for the Life of the Mother, believes that the actions of his own wife should be treated as criminal. Why? Because, back in 1996, his wife had a procedure that resulted in the deliberate death of her fetus, even though it was a matter of saving her own life.

    Von Erin Gloria Ryan 5. Januar 2012 13.10 Uhr

    Rick Santorums Anti-Abtreibungs Politik hätte seine eigene Frau getötet[Updated]

    Kommen wir zur Sache: Präsidentschaftskandidat Rick Santorum, Personhood Pledge-Unterzeichner Griswold vs Connecticut ablehnend, glaubt „Herr Ablehnung jede Abtreibung unter allen Umständen ohne Ausnahme auch für das Leben der Mutter“, dass die Aktionen seiner eigenen Frau als Verbrechen behandelt werden sollte. Warum? Denn bereits 1996 hatte seine Frau eine Opeartion, die absichtlich den Tod ihres Fötus herbeiführte, als es um die Rettung ihres eigenen Lebens ging.

  16. #16 von Sheldon Lee Cooper am 26. Januar 2012 - 23:22

    Dieser Beitrag beschreibt sehr schön den momentanen Zustand der republikanischen Partei: https://plus.google.com/112482032780181267192/posts/7srYfHjDtMe

  17. #17 von AMB am 27. Januar 2012 - 07:21

    @barkai

    Mutter Teresa, Kuby und die Schnackselfürstin sind so hässlich, die gehen alle als Männer durch. 😉

  18. #18 von Wolfgang am 27. Januar 2012 - 15:24

    Wenn einer der vom Klub der eigenartigen Männer in den Genuss einer Vergewaltigung käme und er würde sogar ein Kind bekommen, wäre das ein Göttliches Wunder? Würde der von Gottes Gnaden vergewaltigte Mann herausposaunen: „Herr, ich danke dir!“???