Kirche muss Störenfried für Finanzmärkte sein

Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof hat die Kirche dazu aufgerufen, sich stärker in die Debatte um die Finanzkrise einzumischen. „Kirchliche Lehre und rechtliche Lehre müssen Störenfriede sein“…

Weiterlesen:

http://www.domradio.de/news/79138/kirchhof-kirche-muss-stoerenfried-fuer-finanzmaerkte-sein.html

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  1. #1 von motzmotz am 13. Januar 2012 - 07:48

    Grundsätzlich gebe ich da ja Kirchhof recht, aber an die Kirche solche Ansprüche stellen, ohne zu hinterfragen, was die mit ihren Geldern machen, ist schon ziemlich naiv, oder glaubt hier einer, die Kirchen gehen mit ihren Überschüssen nicht auch auf den Kapitalmarkt zum spekulieren….

  2. #2 von Sheldon Lee Cooper am 13. Januar 2012 - 08:41

    Wer von Berufswegen über Gott spricht und dabei auf die Welt schließt, hat meistens viel zu sagen, aber selten Ahnung.

  3. #3 von Max Headroom am 13. Januar 2012 - 12:12

    Kirche ist Störenfried … und zwar für sehr vieles, wo sie gerne mitreden möchte 😉 .

  4. #4 von Noch ein Fragender am 13. Januar 2012 - 12:43

    Der christliche Wert des Maßhaltens gehe zunehmend verloren.

    Schon lange vor dem Christentum hat Aristoteles (* 384 v.d.Z. – 322 v.d.Z.) von der Tugend der „Mäßigung“ geredet.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Tugendethik

    Das Christentum hat sich nur auf ihn berufen, weil es mit der konfusen Bergpredigt selbst nicht klar kam und aus den Sprüchen Jesu keine vernünftige Ethik entwickeln konnte.

    Zum heutigen Problem der Kontrolle der Finanzmärkte kann m. E. die Tugend des Maßhaltens nicht viel beitragen. Es geht darum, die massiven Schädigungen durch „freie“ Märkte zu begrenzen, nicht um „Maßhalten“.

    In der Vergangenheit wurde das „Maßhalten“ oft dazu missbraucht, arme Leute zu zwingen, „den Gürtel enger zu schnallen“, damit die Reichen weiter in Saus und Braus leben konnten.

  5. #5 von Wolfgang am 13. Januar 2012 - 14:07

    Kirche und Geld, damit kennen sich die Kuttenträger aber bestens aus.
    Der MENSCH hat zwei Hände, eine zum nehmen und eine zum Geben.
    Die KIRCHE hat auch zwei Hände, eine zum Nehmen und eine zum Festhalten.