Israelische Polizei von Religioten als „Nazis“ beschimpft

Bewohner eines ultra-orthodoxen Stadtteils in Beit Shemesh beschimpften am Sonntag israelische Polizeibeamte als “Nazis”, nachdem diese ein Schild entfernen ließen, dessen Aufschrift die Geschlechtertrennung auf den Straßen forderte. Eine Person bewarf die Polizisten mit Steinen, konnte jedoch fliehen. Auch ein anwesendes Fernsehteam wurde von ca. 200 Personen angegriffen und dabei verletzt.

Weiterlesen auf haaretz.com (englisch)

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  1. #1 von Mreins am 25. Dezember 2011 - 20:09

    Na, also, was sollen denn auch die ganzen Weihnachtstouristen von einem Land halten
    In welchem auf offener Strasse die Geschlechter getrennt werden.

  2. #2 von Max Headroom am 25. Dezember 2011 - 21:11

    Ultraortodoxenverfolgung! Sie haben das religiöse Recht, ihre Geschlechter trennen zu dürfen. Wie kann man bloß den Menschen vor solchem Geschlechtertrennungshass schützen?! Wenn nun nicht mal die ultraortodoxen ihre Religion offen ausüben dürfen, was kommt dann als nächstes? Die Entfernung der religiösen Symbole aus öffentlichen Gebäuden? Das ist ja ein Affront gegen die Demokratie! *schrei*

    Meine Meinung: Keine Toleranz der Intoleranz. Wer mit dem anderem Geschlecht nicht zurecht kommt, kommt zu spät 😛 .

  3. #3 von Stefan Mauerhofer am 25. Dezember 2011 - 21:17

    Gab es nicht einmal eine Zeit, wo in Amerika eine bestimmte Gruppe von Menschen im Bus hinten hocken musste? Religion ist nicht anderes als eine Art von Rassismus und Nazitum. Geschlechterapartheit auf jüdisch sozusagen. Was würde wohl Christopher Hitchens dazu sagen?

  4. #4 von Sheldon Lee Cooper am 25. Dezember 2011 - 21:23

    Ja, es ist wirklich so: Das säkulare Israel hat keine Eier. Und genau das ist das Problem.

  5. #5 von ichglaubsnicht am 25. Dezember 2011 - 21:49

    Diese Religioten lassen sich ja wunderbar ärgern, einfach ein paar sexy Werbeplakate in der Gegend aufstellen und die drehen durch. Wer da mal eine Religionsfreie-Zone ausruft bekommt den Balls of Steel Award.

  6. #6 von Sheldon Lee Cooper am 25. Dezember 2011 - 22:33

    @ichglaubsnicht
    Diese Religioten ziehen leider die Säkularisten am Nasenring durch die Manege.

  7. #7 von AMB am 26. Dezember 2011 - 10:30

    Wenn Juden die Nazikeule schwingen. Schämt euch!

  8. #8 von mirlangts am 27. Dezember 2011 - 00:35

    Nun wie ich die Lage sehe, leben die Ultraorthodoxen streng nach ihrer Interpretation der Regeln der Thora. So weit so gut.
    Da aber ihre einzige Beschäftigung das Studium der Thora ist, haben sie auch keine Zeit und Lust, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.
    Diesen Unterhalt zu erwirtschaften und an sie weiter zu geben, überlassen sie gerne den „normalen“ bzw. sekulären Israelis, um diese als Zeichen des Dankes zu beschimpfen und zu verachten.
    So gesehen, kann ich mich der Frage nicht erwehren, wer nun eigentlich dümmer ist.
    Die Ultra-Religioten oder die Normal/Sekulären Israelis, die sich solche Verarschung auf Dauer gefallen lassen, statt den Schmarotzern einfach konsequent den Geldhahn zuzudrehen.
    Vieleicht kämen die Frommen dann doch irgendwann zur Besinnung.

  9. #9 von Michael am 27. Dezember 2011 - 01:16

    Nazi- bzw. Antisemitismuskeule – das ist in il-Land (einschl. Fanclubs) wohl so eine Art Standard- Argumentsurrogat für alle Lebenslagen. Klappt ja auch immer wieder.

  10. #10 von Barkai am 27. Dezember 2011 - 12:29

    @sheldon,
    dass das Schild, was Geschlechtertrennung forderte, entfernt wurde (von staatlicher Seite) ist bereits ein Fortschritt, zum sukkot hatten die Behörden (in Jerusalem) einfach nur so zugeschaut.
    Und ja, es ist nicht gut, dass die Durchsetzung demokratischer Regeln bereits als Fortschritt gelten muss.

  11. #11 von Sheldon Lee Cooper am 27. Dezember 2011 - 20:28