Kinder schlagen im Namen Gottes

„Es gibt einen extra von Gott gepolsterten Platz mit vier Buchstaben: P-O-P-O. Da kann man Kinder unter Umständen hinschlagen, auch mit einer Rute.“ Das erklärt Wilfried Plock in einem Vortrag.

(…)

Die christlichen Erziehungsratgeber berufen sich dabei auf verschiedene Bibelstellen, wie: „Wer seine Rute schont, hasst seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, züchtigt ihn beizeiten“. Auf Anfrage des NDR verweist auch der Verleger der CD von Tedd Tripp auf die Bibel.

(…)

Auch andere Prediger aus dem christlichen Spektrum raten zu Prügelstrafen – sogar auf Bibel.TV. An diesem Fernsehsender ist auch die evangelische Kirche über ein Tochterunternehmen beteiligt. In einer Sendung zum Thema Kindererziehung verkündete im vergangenen Jahr der US-Prediger Charles Stanley: „Ein Kind mit der bloßen Hand zu schlagen, ist verheerend. Nehmen Sie eine Rute!“ Die tue zwar mehr weh, sei aber psychologisch nicht so schlimm.

Nach der Anfrage des NDR wurde das Video aus dem Onlineangebot von Bibel.TV entfernt. Der Sender spricht von einem Versehen und distanziert sich von den Inhalten. Mehr als ein Jahr lang war es allerdings abrufbar.

Teil 1: „Praktische Ratschläge zur körperlichen Züchtigung“
Teil 2: Schläge sollen schmerzen, um Sünden unvergesslich zu machen

Weiterlesen:

[http://www.ndr.de/zucht101.html

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  1. #1 von ichglaubsnicht am 21. Dezember 2011 - 18:20

    http://dejure.org/gesetze/StGB/130a.html
    § 130a Anleitung zu Straftaten

    (1) Wer eine Schrift (§ 11 Abs. 3), die geeignet ist, als Anleitung zu einer in § 126 Abs. 1 genannten rechtswidrigen Tat zu dienen, und nach ihrem Inhalt bestimmt ist, die Bereitschaft anderer zu fördern oder zu wecken, eine solche Tat zu begehen, verbreitet, öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    (2) Ebenso wird bestraft, wer
    1. eine Schrift (§ 11 Abs. 3), die geeignet ist, als Anleitung zu einer in § 126 Abs. 1 genannten rechtswidrigen Tat zu dienen, verbreitet, öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht oder
    2. öffentlich oder in einer Versammlung zu einer in § 126 Abs. 1 genannten rechtswidrigen Tat eine Anleitung gibt,

    um die Bereitschaft anderer zu fördern oder zu wecken, eine solche Tat zu begehen.

    (3) § 86 Abs. 3 gilt entsprechend.

    Trifft das nicht zu? Eine schwere Körperverletzung, die es laut § 126 Abs. 1 sein muss, kann durch die Aufforderung „Nehmen Sie eine Rute!“ bei einem Kind durchaus gegeben sein.

  2. #2 von Skydaddy am 21. Dezember 2011 - 18:28

    Das evangelikale ideaSpektrum hatte letztes Jahr anlässlich der Vorwürfe gegen den Augsburger Bischof Mixa eine Pro-und-kontra-Seite: Kinder züchtigen?

  3. #3 von emporda am 21. Dezember 2011 - 19:01

    Ich habe keine unmittelbaren Kinder, allenfalls Enkel aber weit wegl

    Wenn also irgend ein (religiöser) Irrer mir erklärt, ich müsse mein Kinder/Enkel schkagen, weil das seine Weltanschauung wie auc immer erfordert, dann trifft der erste Schlag ihn persönlich.

  4. #4 von Barkai am 21. Dezember 2011 - 19:04

    erst beim Lesen der Überschrift habe ich gedacht, dass der sog. Erziehungsratgeber der Pearls, der durch und durch christlich ist, wieder zu einem Todesopfer geführt hat. Hier geht es „nur“ um eine Video-Ermunterung die Kinder zu schlagen.

    Um sünden unvergesslich zu machen… Im Idealfall sind eige Sünden wie der erste Sex (oft ohne Trauung) doch eh unvergesslich…

  5. #5 von Sheldon Lee Cooper am 21. Dezember 2011 - 19:05

    > Der Sender spricht von einem Versehen

    Mal ehrlich: Wer ist so dumm und glaubt das?

  6. #6 von Sheldon Lee Cooper am 21. Dezember 2011 - 19:09

    http://www.nytimes.com/2011/11/07/us/deaths-put-focus-on-pastors-advocacy-of-spanking.html?_r=3&pagewanted=1&hp

    Late one night in May this year, the adopted girl, Hana, was found face down, naked and emaciated in the backyard; her death was caused by hypothermia and malnutrition, officials determined. According to the sheriff’s report, the parents had deprived her of food for days at a time and had made her sleep in a cold barn or a closet and shower outside with a hose. And they often whipped her, leaving marks on her legs. The mother had praised the Pearls’ book and given a copy to a friend, the sheriff’s report said. Hana had been beaten the day of her death, the report said, with the 15-inch plastic tube recommended by Mr. Pearl.

    Her parents, Kevin and Elizabeth Schatz, had the Pearl book but ignored its admonition against extended lashing or harm; they whipped Lydia for hours, with pauses for prayer. She died from severe tissue damage, and her older sister had to be hospitalized, officials said.

    „Religion causes otherwise morally sound people to do disgusting things.“
    — Christopher Hitchens

  7. #7 von Barkai am 21. Dezember 2011 - 19:16

    „Ich bin völlig entsetzt gewesen“, sagt Oberlandeskirchenrätin Kerstin Gäfgen-Track. Sie habe solche Erziehungsratgeber nicht gekannt. „Ich konnte es fast nicht lesen.“
    also der ganze Rummel um die Pearls, aber auch andere US-Evanglikale, die Initiative einiger britischer christlicher Privatschulen, die Prügelstrafe an der Schule wieder legalisieren zu lassen, die erkenntnisse, dass kinder in sog. Sekten eher misshandelt werden als Kinder deren Eltern nciht-sektenmitglied sind, die Erläuterungen Mixas, dass Ohrfeigen nicht unter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche fielen, all das ist spurlos, aboslut unbemerkt an ihr vorbeigegangen und sie konnte die erziehungsratgeber deswegen nicht kennen oder zumindest nicht ahnen, dass es sowas auch auf deutsch gibt?!

  8. #8 von Noch ein Fragender am 21. Dezember 2011 - 19:38

    Jetzt möchte ich nur noch wissen, ob solche evangelikale Prügelbefürworter in irgend einer Ethik-Kommission sitzen.

    Und die EKD sollte sich genau überlegen, ob sie noch Heimstatt solch evangelikaler Brutalinskis sein will. Aber die gemeinsame Anbetung des fantasy-Christus wird wahrscheinlich alles wieder einebnen.

    Ärger bekommen nur Vikarinnen, die Moslems heiraten.

  9. #9 von Barkai am 21. Dezember 2011 - 19:43

    @Noch ein Fragender,

    zumal, wenn viele der Liberalen sich überlegen, auszutreten, dann sind als Kirchensteuerzahler die Rechts-Außen-Protestanten wesentlich lukrativer. Da darf man dann auch gerne beide Augen zudrücken, wenn es um Kindesmisshandlung. 😦

  10. #10 von Noch ein Fragender am 21. Dezember 2011 - 19:59

    Prediger Plock sagte auf Anfrage des NDR, er weise seit Anfang dieses Jahres in seinen Vorträgen ausdrücklich auf die Gesetzeslage und mögliche strafrechtliche Folgen hin. „Ich überlasse es dann den Hörern, ob sie an dieser Stelle Gott und dem Wort der Heiligen Schrift mehr gehorchen wollen als den Menschen oder nicht“, so Plock.

    Immer nur gehorchen.

    Es gibt auch eine dritte Möglichkeit neben der Alternative „Menschen oder Gott gehorchen“

    Mal den eigenen Verstand gebrauchen, andere Meinungen und Informationen durchdenken und auf sein Herz hören.

  11. #11 von Noch ein Fragender am 21. Dezember 2011 - 20:18

    @ #9 Barkai

    Ich fürchte auch, dass die „Bruder-in-Christo-Mentalität“ leicht dazu verführt, selbst bei Kindesmisshandlungen „ein Auge zuzudrücken“.

    Dennoch sehe ich einen Unterschied zwischen der protestantischen Prügelpädagogik und den den sexuellen Übergriffen von Priestern. Die Prügelpädagogik wird mit der Bibel begründet und als Forderung Gottes gerechtfertigt (beten alle Protestanten eigentlich denselben „Gott“ an?), während die sexuellen Übergriffe von der katholischen Kirche als Fehlhandlungen empfunden werden, die man schamhaft zu vertuschen sucht.

    Das Ergebnis ist leider bei beiden gleich: der Kinderschutz bleibt auf der Strecke.

  12. #12 von Mreins am 21. Dezember 2011 - 20:20

  13. #13 von Barkai am 21. Dezember 2011 - 20:35

    @Noch ein Fragender,
    klar gibt es da einen unterschied. ich meinte jetzt konkret Mixas einlassung, dass er nie Gewalt gegen Kinder oder Jugendliche ausgeübt habe, um dann später einzugestehen, dass er die ein oder andere „watsche“ nicht ausschließen könne, das scheint für ihn also alles keine gewalt zu sein.

    Zur Siutaion der EKD: wenn die liberalen geschwister in Chgristus alle austreten, dann bleiben nur die konservativen und evanglikalen Geschwister in christus, die als Kirchenstuerzahler in Frage komme, ich denke mal, dass es da keine Brüder in Christus-Mentalität bedarf, sondern nur der (bei kirchen oft sehr ausgeprägte) Blick auf’s Finanzielle, um das Verhalten der prügelnden Christen nicht mehr so schlimm zu finden.

  14. #14 von motzmotz am 21. Dezember 2011 - 20:58

  15. #15 von Max Headroom am 21. Dezember 2011 - 20:59

    Es war klar. Der Sohn bekommt zehn Schläge mit dem Stock auf den Po und die Tochter fünf. Und das haben wir gemacht und das hat beiden wehgetan. Das soll wehtun!

    Schmerz und Leid, die beiden „Freuden“ und die dazu passende „Erlösung“ in Form des Verständnisses.
    Das Leid soll geschehen, denn erst durch den Schmerz, das Brennen „brennt“ sich im Gehirn des Kindes ein, dass es etwas „unrechtes“ getan hat. Ganz wie bei der Hand, die eine heisse Herdplatte berührt und man damit erlernt, nie eine heisse Erdplatte zu berühren.

    Mit solchen Gedankengängen wurden schon immer Kinder „gezüchtigt“, da der Schmerz und das Leid die „schnellsten“ Erzieher waren. Der kleinste Gemeinsame Nenner, wenn es um das Verständnis der Situation war. „Schmerz? Dann diesen Dreck nicht nochmal tun!“, lautete gerne die Devise. Und auch heute würde dies gelten, würden wir Kinder nicht als kleine Menschen betrachten wie ich und Du, sondern als zu erziehendes „Vieh“. Mit bricht es immer wieder das Herz zu lesen, dass Schläge und seelische Qualen („Wir haben Dich nicht mehr lieb!“) noch immer als „gute Erziehungsmethoden“ propagiert werden.
    Als Erwachsene versuchen wir, Falschparker, Eierdiebe oder Lackkratzer nicht dadurch zu erziehen, indem wir ihnen die Finger abhacken, die Zunge abschneiden oder das Auge ausstechen. Das erwachsene Menschen es noch immer nicht begriffen haben, und stattdessen lieber mit Werkzeugen den kleinen Körper der Kinder schänden, grenzt an Wahnsinn. Das dazu auch noch „christliche Liebe“ benutzt wird, und weder die Berufsprediger, noch der Obermotz im Himmel persönlich da „erzieht“ (=korrigiert), beweist mir immer wieder von neuem, dass es (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keine Götter gibt. Dafür aber Menschen, die allerlei kranke Fantasien der archaischen Völker mit ihrem Gottesmem ausleben wollen.

    Auf Anfrage des NDR verweist auch Wolfgang Bühne, der Verleger der CD von Tedd Tripp, auf die Bibel. Sie spreche „eindeutig von der Notwendigkeit und Nützlichkeit der Zucht“.

    Und weshalb? Gelten neue Erkenntnisse der Forschung, wie auch die Anerkennung der Menschenrechte – auch für Kinder – plötzlich nicht mehr, weil die Zirkelschluss-Schrift damit nichts anzufangen weiss? Manche Menschen sind einfach nur noch gefährlich dumm. Ich verstehe es nicht 😦 .

    Ich überlasse es dann den Hörern, ob sie an dieser Stelle Gott und dem Wort der Heiligen Schrift mehr gehorchen wollen als den Menschen oder nicht

    Was für ein Bullshit! Es ist doch offensichtlich, dass die „irdischen Gesetze“ nur ein kleines Übel sind, im Vergleich zum gottgewolltem Ideal! Lieber ein paar kleine schwache Menschengesetze brechen, als durch einen misserzogenen Sohn den Zorn Gottes in’s Gesicht zu bekommen, oder noch schlimmer, nach dem Tode damit konfrontiert zu werden, dass JHWH zwar ihn und seine Frau in den Himmel begrüßt, aber der atheistische freche Sohnemann für immer und ewig nie in die Augen seiner Eltern blicken kann.

    Na? Wer möchte dies gerne erleben? Also! Dann doch mal kurz einen Klapps … mit dem Stock … ganz so wie es damals in der Wüste gang und gebe war. Das spürt man, damit „lernt“ man und das sitzt! Danach hat das Kind „begriffen“, dass es diese Sache nicht machen darf. Ganz wie JHWH es wohl wollte. Er wollte nicht, dass man sich „freiwillig“ zu ihm bekennt, sondern man muss es später am eigenem Leib spüren, dass man sich bewusst gegen Vaters Liebe entschlossen hat … dank des heissen Höllenfeuers und seinen gehörnten Mistgabelnträger 😛 .

    Eifrige Zuhörer werden nicht reflektieren und ggf. kritisieren, dass diese Erzüchtigung fehl am Platze ist. Sie sind ja explizit in den teuren Kurs gekommen, damit sie „christgerecht“ gute Eltern sein können. Da nimmt man notfalls eben einen kleinen Gesetzesübertritt in Kauf. Ist ja nur für’s Beste. *kotz*

    Die Vertreterin der Landeskirche ist bestürzt. „Wir werden jetzt genauer hinschauen müssen“, sagte Oberlandeskirchenrätin Gäfgen-Track. (..) Aus ihrer Sicht seien solche Bücher völlig unverantwortlich und nicht mit ihrem biblischen Verständnis zu vereinbaren.

    Es muss ein Schock für die arme Frau gewesen sein zu erfahren, dass jesusfrömmige Berufserzieher etwas verlangen, dass der guten Frau heute zuwider ist. Solch „unchristliches“ Schmerzbestreben ist man wohl nur von atheistischer Seite her gewohnt 😛 . (SCNR!)
    Es ist eben keine „Karikatur“, wenn man von biblisch-begründeter Gewalt bei der Erziehung spricht. Selbst römisch-katholische und protestantische Häuser sind bekannt geworden, in denen man eine ziemlich unangenehme „Erziehungsmethode“ wählte. Würde Gott existieren, er hätte wohl all die Zeit mit einem gewissen Wohlgefallen zugesehen.

    Der im Augenblick einzigste Kommentar von Manni unter dem Artikel setzt dem Ganzen noch die Schaumkrone auf. Christus? Fängt mit C an und hört mit S auf. S, wie Schlagen. Muss wohl OK sein. Mehr „Bibelkenntnis“ benötigen solch christlich motivierte Eltern wohl nicht. Schade, dabei funktioniert es doch ohne solch „biblisches Denken“ anscheinend sehr gut. Aber wer nicht hören will, muss eben fühlen.

    Mein Wunsch: Solche Kinderschläger steckt man in’s Gefängnis, bei Wasser und Brot. Schlüssel wegwerfen! Die kleinen Kinder an bewusste und friedliebende Personen ohne fundamentalistischem Bibelverständnis abgeben. Es gibt viele Wunscheltern, die sich Kinder wünschen und denen man eine freudliche Erziehung zutraut, auch bei den homosexuellen Mitmenschen. Solche „Christen“ können es wohl anscheinend nicht.

  16. #16 von Didi am 21. Dezember 2011 - 21:19

    Wer stellt schnell Strafantrag gegen die Herstellung und Verbreitung solcher Schriften. Ich meine damit auch die Bibel mit ihren Gewalt predigenden Passagen. Man kann doch nicht ewig behaupten, das sind Erscheinungen der damaligen Zeit und sind nur symbolhaft zu verstehen, wenn christliche Klerikale und christliche Sektenführer die Bibel wörtlich auslegen und danach handeln. Die Bibel müsste zumindest ohne solche Gewaltpassagen neu geschrieben und gedruckt werden. Besser noch ist die Aufklärung der Menschen, wie dieses Machwerk orientalischer Fantasie, Erfindung und Übertreibung enstanden ist und wie wenig davon historisch belegt ist.

  17. #17 von dinuma am 21. Dezember 2011 - 22:36

    „„Es gibt einen extra von Gott gepolsterten Platz mit vier Buchstaben: P-O-P-O. Da kann man Kinder unter Umständen hinschlagen, auch mit einer Rute.“ Das erklärt Wilfried Plock in einem Vortrag.“!

    Es gibt eine extra hässliche, hohle, birnenförmige Struktur mir sechs Buchstaben: F-R-E-S-S-E. Es ist diejenige von Plock, und wenn ich denn dürfte, würde ich gern meine Faust ausfahren und sie ihm mal gehörig polieren, diesem christlichen Vollidioten (oder ist christlicher Vollidiot ein Pleonasmus? Bei Typen wie Plock ganz bestimmt!).

  18. #18 von Ezri am 21. Dezember 2011 - 23:23

    Mitglieder solcher christlichen Sekten gehen gern in die Schweiz, weil da Homeschooling erlaubt ist und es dann keine Lehrer gibt, die solche Kindesmisshandlungen bemerken und melden könnten.

  19. #19 von Lars am 22. Dezember 2011 - 04:04

    Just One Word: Körperverletzung
    Aus welchem Grund auch immer. Wenn ich einen anderen Menschen verletze, ist das Körperverletzung.
    Ich könnte ja auch Herrn Ackermann mit nem Laib Brot verprügeln, dammit er’s mal lernt. Kinder zu schlagen ist immer eine Bankrotterklärung der Erziehung.

  20. #20 von Klosterwolf am 22. Dezember 2011 - 06:00

    EinSCHLÄGIGE Bibelstellen:
    [http://reimbibel.de/1.htm

  21. #21 von AMB am 22. Dezember 2011 - 07:35

    Kinder schlagen im Namen Gottes, sind das die christlichen Werte?? Darauf können wir getrost verzichten!!

    Vielleicht werden die Kinder später einmal Atheisten und erziehen ihre Kinder humanistisch.

  22. #22 von AMB am 22. Dezember 2011 - 07:44

    @ichglaubsnicht

    Die Grünen haben schon reagiert:

    Aufruf zur Kinderzüchtigung: Grüne zeigen freikirchlichen Prediger an

    [http://www.jesus.de/blickpunkt/detailansicht/ansicht/182049gruene-zeigen-freikirchlichen-prediger-an.html]

  23. #23 von Yeti am 22. Dezember 2011 - 14:23

    Aus dem Artikel beim NDR:

    Eine Frau beklagt sich, dass ihr Kind keine Schmerzen verspürt. Tripp gibt ihr den Tipp, vorher dem Kind die Hose und die Windeln (2 Windeln? WTF?) auszuziehen.
    Muss man das jetzt echt so interpretieren, dass solche Leute Kinder im Windelalter verprügeln?
    Ich würde jetzt gerne sagen: sofort verbieten, aber das ist es ja schon.

  24. #24 von Yeti am 22. Dezember 2011 - 14:28

    @AMB: (Grünen-Anzeige)
    Wenn ich mir die Kommentare auf jeezy.de so angucke, wird mir kotzübel. Unglaublich, wie viele dort dieses Buch und diese Erziehungsmethode auch noch gut finden. Denen gehören sämtliche Kinder abgenommen!

  25. #25 von Barkai am 22. Dezember 2011 - 17:13

    @Yeti,

    ja, das ist die einzig korrekte Interpretation. Die Pearls beschreiben in ihrem Buch „To train up a child“, wie sie ihre krabbelnden Kinder „trainiert“ haben

  26. #26 von Yeti am 22. Dezember 2011 - 18:02

    @barkai:

    Da bekommt der Ausdruck „jemanden Windelweich schlagen“ ja richtig was ekelhaftes. Was kann ein Kind in dem Alter falsch machen, dass man meint es dafür _verprügeln_ zu müssen?

    Ich würde „To Train Up a Child“ aber eher mit „Wie man ein Kind dressiert“ übersetzen.

  27. #27 von Barkai am 22. Dezember 2011 - 19:06

    @yeti,

    die Tochter der Autoren meinte, die Treppe hoch/runterkrabbeln zu müssen, dafür wurde ihr auf die Beine geschlagen.

  28. #28 von Gelmir am 22. Dezember 2011 - 21:38

    In den Kommentaren auf der NDR-Website (Link Siehe oben) sind auch etliche interessante (um nicht zu sagen widerliche) Kommentare.

  29. #29 von dinuma am 22. Dezember 2011 - 22:12

    Eine eindrückliche Darstellung christlicher Kindesmisshandlung liefert der Film „Fanny och Alexander“ von Ingmar Bergmann. Dort sieht man auch, mit welch sadistischer Freude der Pfarrer seine Stiefkinder misshandelt. Der wirkliche Sadismus beginnt dort, wo sich jemand erst dann aufgeilen kann, wenn er nicht einen Masochisten quält, sondern jemanden, der nicht misshandelt werden will. Denn erst in dieser Situation hat der Sadist den Kick, den uneingeschränkte Macht und die Demütigung Schwächerer moralisch verkrüppelten Menschen verschafft. Dass diese Art widerwärtigen Sadismus‘ bei extrem Gläubigen gehäuft vorkommt, dafür gibt es zahlreiche Hinweise.