Moslem geheiratet: Vikarin wird entlassen

Die württembergische Vikarin Carmen Häcker soll am Jahresende entlassen werden, weil sie einen aus Bangladesch stammenden Moslem geheiratet hat.

Dagegen hat die Theologin Beschwerde beim kirchlichen Verwaltungsgericht eingelegt. Dies habe aber keine aufschiebende Wirkung, teilte Kirchensprecher Oliver Hoesch (Stuttgart) mit. Gegenüber idea begründete er die Entscheidung des Oberkirchenrats mit dem württembergischen Pfarrerdienstrecht. Danach muss der Partner oder die Partnerin einer Pfarrerin oder eines Pfarrers der evangelischen Kirche angehören. (…)

Für Pfarrer Wolfgang Wagner ist das Vorgehen der Kirchenleitung skandalös und imageschädigend. Die „kalte Kirchenbürokratie“ habe „immer noch nicht begriffen, dass wir im 21. Jahrhundert leben“.

Quelle: idea.de

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  1. #1 von Deus Ex Machina am 17. November 2011 - 11:49

    Sie will in dieser Kirchen-Hierarchie arbeiten, sie kennt die Regeln, wenn man sowas tut, sie soll dann auch die Folgen tragen, willkommen in der Kirche! Oder ihr Mann kann konvertieren!

  2. #2 von Noch ein Fragender am 17. November 2011 - 12:02

    Die „kalte Kirchenbürokratie“ habe „immer noch nicht begriffen, dass wir im 21. Jahrhundert leben“.

    Das ist nicht die Kirchenbürokratie, sondern die Mehrheit der frei gewählten Synodalen, die das Pfarrerdienstrecht verabschiedet haben.

  3. #3 von DerHammer am 17. November 2011 - 12:13

    aber aber aber das geht doch nicht , nein nein nein aber wirklich nicht , die hat einen christen zu heiraten aber mit 2 T …. flott ! und wehe der hat rote haare …….. !

    zyn off !

  4. #4 von Max Headroom am 17. November 2011 - 12:44

    Toleranz und Nächstenliebe. So wie es sein soll. Ein gutes Vorbild für unsere Gesellschaft … damit Religionen nicht verletzt oder „beschmutzt“ werden. Amen.

  5. #5 von Ezri am 17. November 2011 - 12:48

    Um so wichtiger, daß das Kirchenrecht abgeschafft wird und Kirchen maximal einen Vereinsstatus erhalten…

  6. #6 von Hal am 17. November 2011 - 13:04

    Die Religion der Liebe legt seine Glaubensgrundsätze richtig aus, Liebe ist nur für Christen gedacht, für all die Anderen gilt Diskriminierung, Verachtung, Scheiterhaufen und Kreuzzüge.

  7. #7 von emporda am 17. November 2011 - 13:52

    Ein klarer Verstoß gegen die Grundrechte und ein Versagen der Politik, so eine Situation als Resultat von Staatsverträgen zu dulden, fortzuschreiben und durch Subventionen auch noch zu honorieren.

  8. #8 von AMB am 17. November 2011 - 15:27

    Ein Schelm, wer Sekte sagt.

    @Max

    RAmen!

  9. #9 von Bundesbedenkenträger am 17. November 2011 - 15:27

    Württemberg? Okay. UNd wer ist da jetzt überrascht? Ich kenn nen Fall von ner anderen Landeskirche, da war es ein Problem, daß die Pfarrerin nen katholischen Religionslehrer heiraten wollte.
    In so nem Fall wechselt man am Besten die Landeskirche. Gibt ja genug. Und einige haben Pfarrermangel und sind schon allein deshalb liberaler in solchen Dingen.

    „sondern die Mehrheit der frei gewählten Synodalen, die das Pfarrerdienstrecht verabschiedet haben.“
    Stimmt, gerade in Württemberg, wo die Landessynode nicht von den Bezirkssynoden, sondern vom Kirchenvolk gewählt wird. Wenn das Dienstrecht da so aussieht wie bei uns, dann ist das mit der Konfession aber eine soll und keine mß Betsimmung. Will heißen: Der Landeskirchenrat könnte in so einem Fall auch anders entscheiden. Aber so ist das halt mit der Demokratie, sie bringt nicht immer die besten Entscheidungen hervor.

    „daß das Kirchenrecht abgeschafft wird und Kirchen maximal einen Vereinsstatus erhalten“
    Würde nix ändern. Dann gäbe es eine außerordentliche Vollversammlung und den Asschluß wegen Vereinsschädigendem Verhalten o.Ä.

    „Ein klarer Verstoß gegen die Grundrechte“
    Nein.

    „ein Versagen der Politik“
    Die hat damit grad mal gar nix zu tun.

    „als Resultat von Staatsverträgen“
    Auch ohne Staatsverträge gilt Religionsfreiheit. Und daz gehört daß die Religionsgemeinschaften ihre Pfarrer selbst aussuchen dürfen nach Kriterien, die sie selbst festlegen.

  10. #10 von AMB am 17. November 2011 - 15:34

    @bbt

    Danke für die Lacher!

  11. #11 von Wolfgang am 17. November 2011 - 15:50

    Toleranz? Nicht der Mensch zählt sondern die Religion. Sie werden oder wollen es nie begreifen. Ach du lieber Gott!

  12. #12 von Wolfgang am 17. November 2011 - 15:57

    Nachtrag: Gegen einen Liebesakt bestehen keine Einwände aber gegen eine Heirat. Seltsam, seltsam….

  13. #13 von Yeti am 17. November 2011 - 16:03

    @bbt:

    Wenn die Religionsgemeinschaften sich ihre Pfarrer usw. selbst aussuchen (was ich nat. OK finde), sollen sie die aber bitteschön auch selbst bezahlen. Und die nicht von der Allgemeinheit durchfüttern lassen.

  14. #14 von Thorsten am 17. November 2011 - 16:36

    Es gibt eine klare EU-Antidiskriminierungsrichtlinie, und die hat die deutsche Politik unzureichend umgesetzt, wofür sie sich bereits von der EU-Komission eine Rüge eingefangen, eben genau weil unsere einschlägig bekannten beiden Großsekten in der deutschen Umsetzung Sonderrechte haben, die mit der EU-Richtlinie unvereinbar sind.

    Um mal Tacheles zu reden:
    Was ist das für ein Drecksverein, der sein Personal feuert, weil der jemanden heiratet, der dem Verein nicht passt! Die sollen schön so weitermachen, dann werden ihnen auch die letzten normalen Menschen auch noch weglaufen; übrig bleibt dann ein Nischensekte von Religioten.

    Und deren Vertreter haben auch noch die Chuzpe, sich in aller Öffentlichkeit als Unterstützer, bisweilen gar als Erfinder der Menschenrechte hinzustellen. Kackdreist!

  15. #15 von emporda am 17. November 2011 - 18:38

    BBT
    ein Versagen der Politik“
    Die hat damit grad mal gar nix zu tun.

    Wieso nicht, der Staat duldet das eigene Kirchenrecht, das Arbeitsrecht ist ausgehebelt.

  16. #16 von Stephan am 17. November 2011 - 19:23

    Ich war gestern bei ’ner Bekannten Umzugskartons holen.
    Als die dann meinen Atheist-Aufkleber am Auto gesehen hat, wollte Sie auch einen haben. Den dürfte Sie allerdings nicht ans Auto machen, da Sie für ein katholisches Krankenhaus arbeitet. Ihren Job wäre Sie los.

    @BBT : Sag mal, tgeht’s noch ?
    Der Staat duldet und subventioniert einen Verein,der sich der Huldigung eines Hirngespinstes verschrieben hat. Der erdreistet sich, seine Arbeitnehmer nach Regeln aus zu sortieren, die EU-weit jeden anderen Arbeitgeber vor den Richter bringen würden ?!
    Sollen wir Mercedes erlauben, Arbeitnehmer zu entlassen, die ’nen BMW fahren ?
    Oder wenn deren Partner VW fahren ?

    Echt jetzt. Ihr Profireligioten habt einen ganz wichtigen Entwicklungsschritt in den Bereichen: Reflektieren und Gleichberechtigung schlichtweg übersprungen.
    Aber dafür seid Ihr bei:“ meine Meinung steht fest, verwirre mich nicht mit Tatsachen“ ganz vorne mit dabei !

  17. #17 von Stephan am 17. November 2011 - 19:39

    Um Ökumene betteln und selber Intolerant bis zum Erbrechen..

  18. #18 von DerHammer am 17. November 2011 - 19:42

    lt BBT kein verstoß gegen die grundrechte ……na dann soll er das nächste mal hier von wegen grundrechte sudern .

    * 😀

  19. #19 von AMB am 17. November 2011 - 19:47

    @Stephan

    Wie sieht dein Aufkleber aus?

    Antwort auf bbt:

    dito!!

  20. #20 von Stephan am 17. November 2011 - 20:16

    @ AMB

    Von der outcampaign.org, gibt’s im Denkladen.
    Schwarz, das rote A und der Rest in weisser Schrift.

  21. #21 von AMB am 17. November 2011 - 20:25

    @Stephan

    Ich habe das rote A durchsichtig. Gekauft beim offiziellen Shop.

  22. #22 von Stephan am 17. November 2011 - 20:35

    Durchsichtig ist natürlich auch nicht schlecht. Würde mich allerdings zu einem „theist“ machen….mein Auto ist schwarz 🙂

  23. #23 von AMB am 17. November 2011 - 20:50

    @Stephan

    Mein Auto ist auch schwarz, das sieht bei mir gut aus.

  24. #24 von Barkai am 17. November 2011 - 20:52

    „„Ein klarer Verstoß gegen die Grundrechte“
    Nein.

    „ein Versagen der Politik“
    Die hat damit grad mal gar nix zu tun.

    Die Religionsfreiheit ergibt sich aus der allg. Erklärung der Menschenrechte (Artikel 18), aber just haargenau diese Menschenrechte legen auch fest, dass:

    All human beings are born free and equal in dignity and rights (…) (Art. 1)
    Everyone is entitled to all the rights and freedoms set forth in this Declaration, without distinction of any kind (…) (Art 2)
    All are equal before the law and are entitled without any discrimination to equal protection of the law. All are entitled to equal protection against any discrimination in violation of this Declaration and against any incitement to such discrimination. (Art 7)
    Men and women of full age, without any limitation due to race, nationality or religion, have the right to marry and to found a family. (…) (Art 16(1))

    Und dann kommt auch artikel 18, der neben Religionsfreiheit auch die Gewissensfreiheit garantiert. Und wenn die oben genannten Artikel der Allg. erklärung der Menschenrechte verletzt werden durch eine bestimmte Gruppierung, steht es keinem demokratischen Staat gut, wenn er für jsut diese Gruppe die Mitgliedschaftsbeiträge/Kirchensteuern eintreibt und somit solchen Auswüchsen auch noch hilft. Insofern sollte die Politik hier klare Zeichen setzen und solchen Gruppeirungen nicht auch noch helfen!
    ich wäre schon zufrieden, wenn der deutsche Staat diskriminierer so konsequent von staatl. geldern und Zuschüssen und praktischer Unterstützung fernhalten würde wie der US-amerikansiche. Insofern aht die Politik da schon etwas mit zu tun.
    natürlich würde eine solche Trennung der diskriminierung noch kein ende bereiten, aber immerhin nicht staatlich gefördert. Die Frage ist, inwieweit der Staat in unabhängige Tendenzbetriebe hineregulieren sollte und die finde ich schwer zu beantworten. Aber solche vereine, die eng mit dem Staat kooperieren, die müssen sich an alle geltenden Grundrechte halten, auch wenn es ihnen nicht gefällt.

  25. #25 von Andreas P am 17. November 2011 - 22:24

    Das ist kein Vereinsinternum, sondern schlichte Erpressung – der werte Gatte, kein Kirchenmitglied, soll zum Kircheneintritt gezwungen werden, andernfalls wird seiner Frau gekuendigt.

    (Erpressung liegt vor, wenn der mutmassliche Erpresser „sich selbst oder Dritte rechtswidrig durch Gewalt oder durch Androhung eines empfindlichen Übels zu Lasten eines anderen zu bereichern“ versucht, zitiert nach Wiki, im StGB steht’s aber praktisch genauso.)

  26. #26 von Andreas P am 17. November 2011 - 22:26

    … wobei das natuerlich nicht rechtswidrig ist, da die Kirchen in Deutschland in punkto Grund-, Straf- und Arbeitsrecht rechtsfreier Raum zur freien kreativen Gestaltung darzustellen scheinen.

  27. #27 von Bundesbedenkenträger am 17. November 2011 - 23:37

    Ich halt die Entscheidung des LKR in Stttgart ja auch für verkehrt.

    „Wenn die Religionsgemeinschaften sich ihre Pfarrer usw. selbst aussuchen (was ich nat. OK finde), sollen sie die aber bitteschön auch selbst bezahlen. Und die nicht von der Allgemeinheit durchfüttern lassen.“
    Tun se doch. Hast Du ne Quelle nach der die Besoldung der Würrtembergischen Pfarrer vom Land Baden-Württemberg übernommen wird? Oder verwechseln wir schwäbische Protestanten mit katholischen Bayern?

    „eben genau weil unsere einschlägig bekannten beiden Großsekten in der deutschen Umsetzung Sonderrechte haben, die mit der EU-Richtlinie unvereinbar sind“
    Als ob es in anderen EU Ländern nicht auch Pfarrer gäbe, die Ncihtchristen heiraten… Der Vater von nem Kommilitonen arbeitet in nem Rüstungsbetrieb. Deshalb darf sowohl genannter Vater als auch der Kommilitone selbst nciht ohne weiteres in osteuropäische Länder reisen (auf gezielte Nachfrage hat er mir bestätigt, daß die Auflage nach Mauerfall nciht aufgehoben wurde). Ebenfalls hatte mein Kommilitone Glück, daß seine Frau Deutsche ist. Das hätte andernfalls auch zu Problemen führen können, wie auch der sie hier hatte:
    http://www.taz.de/!73226/

    Da hat das LAG nun zu Gunsten des Arbeitnehmers entschieden. Aber die Vikarin hat ja auch Beschwerde eingelegt, mal sehen, was passiert.

    „Die sollen schön so weitermachen, dann werden ihnen auch die letzten normalen Menschen auch noch weglaufen“
    Gut möglich, die treffen sich dann in diversen Freikirchen.

    „Wieso nicht, der Staat duldet das eigene Kirchenrecht, das Arbeitsrecht ist ausgehebelt.“
    Klar, weil es nicht für Kirchen gilt. Es ist ganz natürlich, daß Gesetze, die in einem Bereich nicht gelten, dort auch nicht gelten, oder nicht?
    Sicher duldet der Staat das Kirchenrecht. Er duldet ja auch jede Vereinssatzung, die nicht mit gängigem Recht kollidiert.

    „Der Staat duldet und subventioniert einen Verein,der sich der Huldigung eines Hirngespinstes verschrieben hat.“
    Klar duldet der Staat diesen „Verein“. Bist Du für ein Verbot? Soll ich schon mal vosorglich „Christenverfolgung“ schreien? Der Staat hat seine Bürger zu dulden, auch in „Vereinen“, so lange die Vereine niemandem schaden. Es ist also kein Verdienst des Staates, daß er die Kirche duldet, es ist seine verdammte Pflicht.

    „Der erdreistet sich, seine Arbeitnehmer nach Regeln aus zu sortieren, die EU-weit jeden anderen Arbeitgeber vor den Richter bringen würden ?!“
    Die Kirche ist hier nicht Arbeitgeber, sondern Dienstherr. Keiner regt sich auf, wenn von Politikern, die ein Amt in Deutschland übernehmen, eine deutsche Staatsbürgerschaft verlangt wird. Niemand regt sich darüber auf, daß Berlusconi nicht Bundeskanzler werden kann. Hier gilt auch keine Diskriminierungsfreiheit.
    Jetzt kommt gleic ein Schlaumayr und sagt: Jaha, aber die Frau bzw der Mann des/der Kanzlers(in) darf alle möglichen Staatsangehörigkiten haben. Freilich. Allerdings könnte man ja durchaus auf die Idee kommen, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe nicht an bestimmten Papieren, wie Pässen oder Taufscheinen, festzumachen, sondern sie an einer gewissen Art und Weise der Lebensführung afzuhängen, frei nach Forrest Gump: Gut ist der, der Gutes tut. Dann wär der evangelisch, der evangelisches tut. Und was „evangelisches tun“ bedeutet, das legt ja wohl die evangelische Kirche fest, und nicht irgendwelche Aparatschiks in Brüssel.
    Was würden wir mit einem Kanzler machen, der in der laufenden Legislatur die deutsche Staatsbürgerschaft ablegt und meinetwegen die chinesische annimmt? Was würden wir tn, wenn er zwar das nicht tut, aber statt dessen meinetwegen größere Geldsumen nach China überweist? Oder militärische Technologie weitergibt? oder oder oder, also schlicht: Wenn er sich unloyal verhält?

    Ich stimme ja zu, daß die Heirat eines Muslims keine Illoyalität darstellt. Aber die Herren (und Damen?) in Stttgart sehen das wohl anders. Und sie haben in ihrer Kirche das Recht, das so zu sehen. Ebenso wie die Bundeswehr das Recht hat, venezoelanische Offiziersanwerber abzulehnen.

    „Ihr Profireligioten habt einen ganz wichtigen Entwicklungsschritt in den Bereichen: Reflektieren und Gleichberechtigung schlichtweg übersprungen.“
    Wahrscheinlich haben wir das. Wir alle, wohlgemerkt, nicht wahr? Ebenso die betreffende Vikarin, die ja auch Profireligiotin ist… Auf keinen Fall darf man dieses Urteil auf diejenigen Beschränken, die hier die Verantwortung tragen, oder gar af die Amateurreligioten, die diese ins Amt gewählt haben…

    „Durchsichtig ist natürlich auch nicht schlecht. Würde mich allerdings zu einem „theist“ machen“
    Wär ja dann fast was für mich…

    @Barkai:
    Deine Zitate treffen hier aber nicht zu, oder? Ich mein, niemand hat den beiden das Heiraten verboten. Das ist mitunter sogar kirchlich möglich. Nur kann die Frau kein Verkündigungsamt bekleiden.

    „Und dann kommt auch artikel 18, der neben Religionsfreiheit auch die Gewissensfreiheit garantiert.“
    Wo sind die denn nun eingeschränkt worden?

    „Die Frage ist, inwieweit der Staat in unabhängige Tendenzbetriebe hineregulieren sollte und die finde ich schwer zu beantworten. “
    Da sind wir uns einig.

    „Aber solche vereine, die eng mit dem Staat kooperieren, die müssen sich an alle geltenden Grundrechte halten, auch wenn es ihnen nicht gefällt.“
    Ich wiederhole meine Aussage: Hier wurde kein Grundrecht tangiert. Der Moslem darf Moslem bleiben, die Frau darf Christin bleiben. Die Heirat ist an sich auch kein Problem. Nur kann die Frau besagtes Amt nicht mehr bekleiden. Höchstwahrscheinlich, weil man an der Echtheit dessen zweifelt, was sie verkündigt.

    Wie gesagt, ich sehe das anders. Ich halte es aber auch für eine innerkirchliche Debatte, die wohl auch so langsam losgeht, wenn man sich die Stellungnahmen ansieht die hier verlinkt sind. Beim Schwäbischen Tagblatt gibts ach nochmal nen ausführlicheren Artikel:
    http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/ueberregional/baden-wuerttemberg_artikel,-Die-mit-einem-Muslim-verheiratete-Vikarin-soll-gehen-_arid,153583.html

    Um es nochmal zu betonen. Die Sache ist skandalös, ohne Frage. Aber sie ist nicht skandalös wegen irgendwelcher staatlicher Antidiskriminierungsgesetze, die hier nicht greifen, sondern afgrund der Entscheidung, die getroffen wurde. Vor allem wenn man sich in den verlinkten Artikeln ansieht, wie das gelaufen ist.

  28. #28 von Stephan am 18. November 2011 - 10:25

    @ BBT :

    Schön geschwurbelt.
    Die Voraussetzung für das Amt des Kanzlers ist die deutsche Staatsangehörigkeit. Und die Vorraussetzung für einen Mobilfunkvertrag ist ‚ ne saubere Schufa. Soll sich die Negativschufafraktion zu einer Sammelklage wegen Diskriminierung zusammen schließen, oder wie ?

    Und warum würde jeder andere Arbeitnehmer dafür Probleme mit der Justiv bekommen ?
    Warum ist Deutschland wegen ähnlicher Vorfälle bereits von der EU abgemahnt worden ?
    Schon klar – unsere Rechte zur freien Religionsausübung wollen wir haben. Aber unsere Pflichten zur Wahrung der Menschenrechte überlesen wir einfach mal.
    Wie bei Dir, BBT…. Prüf einfach mal, ob gegen die anderen aufgeführten Menschenrechte verstoßen wurde und nicht nur, ob gegen die Religionsfreiheit verstoßen wurde. Darum gehts hier nämlich nicht !

  29. #29 von DerHammer am 18. November 2011 - 10:39

    und wieder mal blahblah …BBT chen kann nicht anders .
    http://www.evangelisch.de/themen/religion/heirat-mit-muslim-vikarin-darf-nicht-pfarrerin-werden51959

    >Der Pfarrdienst ist ein ganzheitlicher Beruf, Spannungen durch grundsätzliche religiöse >Differenzen im Pfarrhaus könnten in die Gemeinde hineingetragen werden

    na die ausreden haben die kathahohlen auch wenn es um die heirat ihrer pfaffen geht …… dünn , sehr dünn die ausredensuppe !

    >Hoesch wies darauf hin, dass der Ehepartner eines Pfarrers oder einer Pfarrerin laut >württembergischen Kirchenrecht grundsätzlich evangelisch sein müsse…

    jetzt bekomm ich aber den sektengeruch in die nase ……schlagen wir mal nach bei „was ist eine sekte „….? Geheiratet wird ausschliesslich unter Gruppenmitgliedern…….da soll jetzt einer das maul aufmachen und sudern ………. es wird schön langsam zeit das man den pfaffen und ihrer sekte ( ja genau sekte für die suderanten die hier mitlesen ) ihre flügeln stutzt .

  30. #30 von DerHammer am 18. November 2011 - 11:01

    übrigens BBTchen ……

    Klar duldet der Staat diesen „Verein“. Bist Du für ein Verbot? Soll ich schon mal vosorglich „Christenverfolgung“ schreien? Der Staat hat seine Bürger zu dulden, auch in „Vereinen“, so lange die Vereine niemandem schaden.

    >> so lange die Vereine niemandem schaden <<

    das war ein knieschuss ….!

  31. #31 von Noch ein Fragender am 18. November 2011 - 11:56

    Mal eine Gegenfrage: Was würde passieren, wenn ein Vorstandsmitglied der gbs einen frommen, bekennenden Partner heiraten würde?

    Ich vermute mal, nichts.

  32. #32 von BBT am 18. November 2011 - 12:43

    „wenn ein Vorstandsmitglied der gbs einen frommen, bekennenden Partner heiraten würde“
    Das ist eine Scheinanalogie.

  33. #33 von emporda am 18. November 2011 - 14:36

    @BBT
    „Der Pfarrdienst ist ein ganzheitlicher Beruf, Spannungen durch grundsätzliche religiöse Differenzen im Pfarrhaus könnten in die Gemeinde hineingetragen werden“, sagte Kirchensprecher Oliver Hoesch am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst.

    Das ist eine klassische NULL-Aussage wie fast alle Deine Texte hier. Immer viel Bla-Bala-Bla aber keine Substanz, nur keine klare Position beziehen oder eigene Überzeugung zeigen, um jede nur denkbare Klippe herum manövrieren.

    Glaubst du wirklich mit so einer klassischen Wendehalspolitik bei den Evangelen Karriere machen zu können. Sicher ist nur, bei der SED unter Typen wie Ulbricht und Honnecker wärst du ganz groß rausgekommen, kein Rückrat, durch und durch nur Schleimpilz und immer ganz vorne weg.

  34. #34 von ichglaubsnicht am 18. November 2011 - 14:40

    Eigentlich doch ähnlich wie dieser Fall: http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/08/11/heirat-mit-chinesin-ist-kein-kndigungsgrund/
    „Die Kündigung hält nicht das notwendige „ethische Minimum“ ein und ist sittenwidrig“

  35. #35 von klafuenf am 18. November 2011 - 15:25

    Die lieben Krissten sind ja Alle so multi-kulti-mäßig drauf … nur anders darf man halt nicht sein.

    »Ich habe nichts gegen diese Fremden,
    aber diese Fremden sind nicht von hier.«

  36. #36 von Bundesbedenkenträger am 18. November 2011 - 17:58

    „Die Kündigung hält nicht das notwendige „ethische Minimum“ ein und ist sittenwidrig“
    Na dann stehen die Chancen für die Klage ja nicht schlecht, oder?

  37. #37 von Barkai am 18. November 2011 - 18:08

    @BBT
    Die Dame geniesst auch den Schutz vor Diskrimineriung und eine Entlassung wegen „falscher“ Hochzeit ist ja wohl ein Klassiker der Diskriminierung.
    Von daher werden ihre Menschenrechte sehr wohl tangiert.

  38. #38 von ichglaubsnicht am 18. November 2011 - 18:08

    @Bundesbedenkenträger
    Wenn Kirchliche Sonderprivilegien im Arbeitsrecht endlich mal gestrichen würden – sicher ja.

  39. #39 von Noch ein Fragender am 19. November 2011 - 00:02

    @ #32 BBT

    Das ist eine Scheinanalogie.

    Warum?

    Vielleicht weil du es für undenkbar hälst, dass eine Kirche jemals die geistige Offenheit eines Freidenkerverbands erreicht?

  40. #40 von Christine am 19. November 2011 - 14:50

    Wenn sie sich so lieben konnen sie auch in Bangladesch leben. Sie müssen doch nicht hier den Gesetzen beugen.

  41. #41 von DerHammer am 19. November 2011 - 15:32

    welche gesetze werden hier gebeugt ? welche genau sollen das sein ? und warum sollen sie nach bangladesch gehen …..?

  42. #42 von AMB am 19. November 2011 - 15:34

    @DerHammer

    Die Gesetze Gottes. :mrgreen:

  43. #43 von DerHammer am 19. November 2011 - 15:43

    öhm ……. also doch der ethnisch abstrakte hirnkatarrh

  44. #44 von Bundesbedenkenträger am 19. November 2011 - 17:48

    „eine Entlassung wegen „falscher“ Hochzeit ist ja wohl ein Klassiker der Diskriminierung.“
    Sie wurde nicht entlassen. Sie flog aus der Ausbildung raus, weil sie nach Ansicht der Kirchenleitung die Eignung für nen Abschluß nicht hat. Die Leitung hat daher kein Interesse daran, ihre weitere Ausbildung bis zum Examen zu finanzieren. Wieso sollte sie das auch?

    „welche gesetze werden hier gebeugt ?“
    Kirchengesetze.

    „Das ist eine Scheinanalogie.

    Warum? “
    Weil die gbs nach ihrer Ideologie kein Problem mit dem Glauben des Partners hat, die Württembergische Landeskirche aber schon. Was würde die gbs machen, wenn das Vorstandsmitglied in seiner Freizeit Zeitungsartikel schreiben würde in der es darlegt, wieso der katholische Glaube und die Unterwürfigkeit unter den Papst als besonders wichtig dargestellt werden, wenn das Vorstandsmitglied vielleicht nen atheistischen Partner hat aber Wert drauf legt, daß die Kinder getauft werden (am Besten noch nach altem Ritus mit vorherigem Exorzismus) und dies auch öffentlich bekundet?

  45. #45 von DerHammer am 19. November 2011 - 18:13

    Sie wurde nicht entlassen. Sie flog aus der Ausbildung raus, weil sie nach Ansicht ……….

    den nüscht rassisch religoten geheiratet hat der einer zukünftigen pfaff . zusteht ……. schwaffel bitte in reindeutsch BBTchen oder glaubst das hier jemand deinen sermon glaubt ???

    siehe posting von #29 inkl link !!!

    >Hoesch wies darauf hin, dass der Ehepartner eines Pfarrers oder einer Pfarrerin laut >württembergischen Kirchenrecht grundsätzlich evangelisch sein müsse…

    welche gesetze werden hier gebeugt ?“
    Kirchengesetze.

    oh verflucht ……. germanistan ist ja ein kirchenstaat …hab ich total vergessen …! da stehen die göttlichen §§ an erster stelle …..!

  46. #46 von Barkai am 19. November 2011 - 18:15

    man verliert also die Eignung zur Pfarrerin/Theologin, nur weil man sich in jemanden verliebt, der kein Interesse am künftigen/intendierten Berug hat.
    Dürfte man einen Arzt also entlassen, wenn der jemanden heiratet, der kein Blut sehen kann, weil man ihn nicht mehr länger fähig für den Arztberuf hält?

  47. #47 von Barkai am 19. November 2011 - 18:22

    „weil die gbs nach ihrer Ideologie kein Problem mit dem Glauben des Partners hat, die Württembergische Landeskirche aber schon. Was würde die gbs machen, wenn das Vorstandsmitglied in seiner Freizeit Zeitungsartikel schreiben würde in der es darlegt, wieso der katholische Glaube und die Unterwürfigkeit unter den Papst als besonders wichtig dargestellt werden, wenn das Vorstandsmitglied vielleicht nen atheistischen Partner hat aber Wert drauf legt, daß die Kinder getauft werden (am Besten noch nach altem Ritus mit vorherigem Exorzismus) und dies auch öffentlich bekundet?“
    Moment, die Pfarrerin oder nahezu Pfarrerin ist selber NICHT konvertiert und hat auch nicht öffentlich klar gestellt, dass die künftigen Kinder streng muslimisch erzogen werden. Also von daher zieht die Analogie des Verhaltens des Vorstandmitgliedes nicht und ich hoffe wirklich nicht, dass irgendein humanistischer verein irgendein Vorstandsmitglied entlässt, nur weil dessen Partner den Katholizismus sehr ernst nimmt und auch streng praktiziert.

  48. #48 von DerHammer am 19. November 2011 - 18:52

    Eine Ausbildungsvikarin aus dem Kirchenbezirk Crailsheim hatte im August einen Mann muslimischen Glaubens aus Bangladesch geheiratet. Daraufhin wurde sie von der Kirchenleitung vom Dienst suspendiert und zum 31. Dezember entlassen.

    >> Sie wurde nicht entlassen. Sie flog aus der Ausbildung raus, weil sie nach Ansicht ….

    also hier lügt sich jemand in den sack .. :-D… BBTchen oder sein verein !!