Neue Zweifel an der historischen Existenz Jesu

Hermann Detering: Falsche Zeugen. Außerchristliche Jesuszeugnisse auf dem Prüfstand. Aschaffenburg: Alibri 2011. 243 Seiten, kartoniert, Euro 19.-, ISBN 978-3-86569-070-8

Jesus von Nazaret gilt heute auch selbst vielen Atheisten als historisch belegte Person. Hermann Detering, promovierter Theologe und Pfarrer im Ruhestand, hingegen ist nicht dieser Auffassung. In seinem neuen Buch „Falsche Zeugen. Außerchristliche Jesuszeugnisse auf dem Prüfstand“ zeigt er, dass auf die als Belege für die Existenz Jesu herangezogenen antiken Quellen kein Verlass ist.

Weiterlesen:

http://hpd.de/node/12044

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  1. #1 von motzmotz am 30. September 2011 - 17:09

    Was würde passieren, wenn es einen hieb- und stichfesten Beweiß für die Nicht-existenz von Jesus von Nazareth geben würde. Müßten sich dann nicht die evangelische und katholische Kirche liquidiert werden?

  2. #2 von Andreas P am 30. September 2011 - 17:14

    Ist doch eigentlich ein alter Hut, oder?

    Dass fuer die Existenz eines historischen Jesus keine Zeitzeugen-Zeugnisse existieren, die einschlaegigen Stellen praktisch durchgehend als Faelschungen erwiesen sind – und allein schon, dass hier in grossem Umfang gefaelscht wurde, die mangelhafte Beleglage zur Zeit des jeweiligen Faelschers belegt – das sind doch eigentlich Erkenntnisse des 19. Jahrhunderts: Biblische Schriften sind lange nach den angeblichen Ereignissen entstanden und enthalten tendentiell um so mehr „biographische“ Details, je spaeter sie niedergeschrieben wurden; die ausserbiblischen Zitate beziehen sich auf Christen und deren Lehren, nie auf eine unabhaengige Ueberlieferung. Der Fall liegt auffallend parallel zu Robin Hood: Auch da gibt’s immer mehr hinzugedichtete Details, je juenger die „Quelle“.

    Wenn es eine Einzelperson am Anfang gab, dann kann ihr praktisch kein Ausspruch, keine Handlung, kein biographisches Detail sicher zugeschrieben werden: Sie bleibt so nebuloes wie der „echte“ Robin Hood. Das einzige, das sich durch die fruehen Quellen durchzieht, ist die Erwartung des nahenden Endes der Welt – und da lag „Jesus“ offenkundig falsch.

    Kurzum, irgendeine auch nur halbwegs sichere historische Grundlage, auf der das Christentum aufbauen koennte – hat es nicht, und das weiss eigentlich auch jeder Theologe ab dem 2. Semester. (Der Rest des Studiums dreht sich ja letztlich darum, wie man sich um dieses Faktum herumschwurbelt und trotzdem im Geschaeft bleiben kann…)

  3. #3 von Andreas P am 30. September 2011 - 17:16

    @Motzmotz: Nope.

    Die katholische Kirche hat kein Problem mit Widerspruechen und historischen Faelschungen, das Publikum zahlt trotzdem.

    Die evangelischen Theologen teilen sich auf in solche, die an Jesus, und solche, die wie Jesus glauben. (Als eine moegliche Trennlinie.) Im Falle, dass es Jesus nicht gab, war er schon immer metaphorisch gemeint und seine historische Existenz fuer den eigentlichen Glauben ganz unwesentlich.

  4. #4 von AMB am 30. September 2011 - 17:17

    @Andreas P

    Ist doch eigentlich ein alter Hut, oder?

    Für uns ja, aber leider nicht für alle.

  5. #5 von AMB am 30. September 2011 - 17:22

    @motzmotz

    Nein, höchsten ein neuen Kirchenaustrittsrekord. Wie ich die Apologeten kenne wird alles nur noch symbolisch gedeutet. Es geht nur noch um die Botschaft (Seid nett zueinander etc.), nicht ob man sie wörtlich zu nehmen hat. Dasselbe Spiel gabs auch bei Darwin, heute ist die Genesis nur noch eine Geschichte, trotzdem wirds geglaubt und gepredigt. Den Scheiß werden wir so schnell nicht los.

  6. #6 von motzmotz am 30. September 2011 - 17:31

    ach ja, hab nicht nachgedacht… Der Disney-Konzern lößt sich ja auch nicht auf, nur weil die Märchen nicht wirklich wahr sind… obwohl?

    Naja, ich darf ja wohl noch träumen

  7. #7 von ichglaubsnicht am 30. September 2011 - 17:42

    Ich finde das nicht so entscheidend, ob da mal irgendwo vor rund 2000 Jahren ein Wanderprediger namens Jesus herumgeirrt ist, der als Inspiration für die Bibelgeschichten gedient hat oder ob man sich das komplett ausgedacht hat. Die Existenz von L. Ron Hubbard, die als historisch gesichert angesehen werden kann, sorgt auch nicht dafür, dass die Scientology-Geschichten als wahr angesehen werden können.

  8. #8 von deradmiral am 30. September 2011 - 18:22

    Es ist nicht nur so, dass es Jesus möglicherweise so nicht gegeben hat. Auch sein Gott existierte mit aller Wahrscheinlichkeit nie…

    Was wirklich interessant an der geschichtlichen Aufarbeitung von Jesus ist, ist dass viele Historiker um das Thema einen großen Bogen machen, damit sie nicht von ihren christlichen Kollegen gescholten werden. Daher bleibt die Frage nach der Historizität von Jesus eine Domäne der Theologen, die nicht ganz überraschend die Einwände schnell zur Seite schieben.

    Insofern kann es nicht oft genug gesagt werden, dass sämtliche Dokumente, die von Jesus berichten entweder offensichtliches christliches Propagandamaterial ist oder erst viel später entstanden ist, als die Existenz von Jesus als akzeptierte Tatsache gegolten hat, wie die Existenz des Feuervogels Phönix in Ägypten. (Erster Clemensbrief)

  9. #9 von emporda am 30. September 2011 - 18:52

    Es gibt eigentlich nur 2 außerchristliche Jesushinweise, beide sind wenige Worte die spätere Kopisten eingefügt haben.

    Der eine Hinweis steht bei Tacitus, der soll laut Christentum im kindlichen Alter von 12 Jahren eine Loblied auf Kaiser Nero verfaßt und dabei Christen erwähnt haben.
    Flavius Josephus erwähnt in (Antiquities 18-3) Jesus und einen Stamm der Christen, nach der Forschung ein später Nachtrag belegt durch andere Wortwahl. Er nennt 20 Personen wie Jesus Ben Phiabi, Jesus ben Fabus, Jesus ben Sec, Jesus ben Damnetas, Jesus ben Gamaliel, Jesus Ben Sirach, Jesus Ben Phandira, Jesus Ben Ananias, Jesus Ben Sapphias, Jesus Ben Gamals, Jesus Ben Thebuth usw. Simeon ben Azzai berichtet um 100 n.C. von einem Text in Jerusalem, in dem ein „so-und-so“ als Bastard geboren wurde.

    Paulus und seine Texte kann man vergessen, die wurden bis 1300 n.C. vom Papst höchstselbst umgeschrieben, damit sie zu den Dogmen passen. Außerdem war Paulus nur ein jüdischer Prophet, zum Christen wurden er erst um 180 n.C. gemacht, obwohl er den Lattenjupp nie gesehen hat. Seine christliche Existenz und Reisen sind reine Märchen

    Die evangelischen Landeskirchen gründen 1939 auf der Wartburg ein 200 Mann starkes Institut zur Entjudung der Religion. Christus ist nach deren Forschung eigentlich ein arischer Gallier, der nach Palästina auswandert und die jüdische Lebensweise aufgezwungen bekommt. Jetzt sucht man noch die Passagierliste des Personenseglers, mit dem Jesus in der 1.ten Klasse von Aigues-Mortes (nahe Montpellier) nach Caesarea gereist ist.

    In dem hp-Text werden die Papyrie von Qumran und Nag Hammadi erwähnt, wozu. Die AT-Texte haben keine einzige Erwähnung des Lattenjupp, können sie auch nicht denn die Juden warten immer noch auf den Messias. Die 4 Hauptevangelien entstehen 3 – 5 Generationen nach Jesus, andere noch viel später. Die Autoren waren keine Juden, kannten Palästina nicht, sprachen nach ihrem Syntax Altgriechisch aber weder Aramäisch noch Mittelhebräisch, wussten trotzdem genau wann Jesus wo war, wen er traf und was er in einer unbekannten Sprache sagte. Die hatten damals schon Fernsehen und in Phoenix gute Historienfilme, die ein Priestergremiun für die Unterschicht freigegeben hat.

    Wichtig ist auch der Brief des Clemens von Alexandria (150-215 n.C.) an Theodorus: „Ist es ein Wunder, dass es im Christentum so viele unechte Evangelien gibt, wenn die Wahrheit vorsätzlich und nachweislich unter dem Verbrechen des Meineids bestritten werden soll“. Es hat also 1800 Jahre gedauert bis einem Theologen das auffällt, mein Gott sind die alle bescheuert.

  10. #10 von Rumpelstilzchen am 30. September 2011 - 19:34

    @motzmotz
    »ach ja, hab nicht nachgedacht…« In der Tat, fehlerhafte Logik: Daß etwas nicht existiert, kann man nicht beweisen, ob es sich nun um ein fliegendes Spaghettimonster handelt oder Jesus von Nazareth. Das ist ja der Trick: in dubio pro reo. Nur wenn die Religioten behaupten, daß sie in Besitz der Wahrheit sind und ihren Aberglauben anderen aufzwingen wollen, muß man sie in die Schranken weisen und ggf. auf die Fresse hauen.

  11. #11 von Hal am 30. September 2011 - 19:38

    Selbst wenn alle ausserchristliche Quellen gefälscht sind, lässt es dennoch keine Schlüsse über die Existenz oder Nichtexistenz eines skurrilen Predigers zu. Es lässt aber die Trachtenvereine in mit ihren Lügen unterstützten Tradition und der falschen Botschaft ziemlich hohl erscheinen.

  12. #12 von mreins am 30. September 2011 - 19:40

    ——- schnibbel——

    „… Entscheidend ist, welche Bedeutung das Kreuz für mich und mein Gottesbild hat.
    Wir müssen wieder zurück zu einer poetischen Betrachtungsweise der Bibel.
    Die ersten Evangelien wurden als Gleichnisse und nicht als Geschichte verfasst.“

    —— schnabbel —–

    OHOH…

    Jesus Kreuztot ist gefälscht.
    vielleicht… wurde er, poetisch betrachtet, einfach schlicht erhängt???

    Da kommen auf Bayern aber eine Menge Kosten zu:

    Interessant wird das dann auch bei den Passionsspielen.

  13. #13 von motzmotz am 30. September 2011 - 19:45

    @Rumpelstilzchen: tja, im Gegensatz zu Irgendwelchen, gebe ich Denkfehler wenigstens zu…. es ist ja auch klar, sonst müsste sich die SPD auch auflösen,…*tumdidumdidum*

  14. #14 von Sheldon Lee Cooper am 30. September 2011 - 20:56

    Wenn Jesus nie gelebt hat, dann kann ich ja nicht mehr behaupten, dass Maria fremdgegangen ist und Jesus aller Wahrscheinelichkeit nach schwul war. Beides Dinge, mit denen man insbesondere Katholiken auf die Palme bringen kann. Seine Nichtexistenz macht mir das alles kaputt. 😦

  15. #15 von motzmotz am 30. September 2011 - 21:36

    eine Schlampe, die eine Tucke großgezogen hat…. hört sich an, wie in jeder normalen Familie

  16. #16 von dinuma am 30. September 2011 - 22:18

    @Andreas P.

    “ Im Falle, dass es Jesus nicht gab, war er schon immer metaphorisch gemeint und seine historische Existenz fuer den eigentlichen Glauben ganz unwesentlich.“

    Ich würde noch einen Schritt weitergehen und behaupten: der Legendenjesus ist viel wichtiger und viel nützlicher, als ein angenommener historischer Jesus. Denn ersterer ist beliebig formbar und disponibel, während letzterer immer mit seiner „Enttarnung“ rechnen muss. Der Glaube selbst konstruiert eine Wirklichkeit, die viel wirklicher ist (auch im Sinn von wirksam), als jede „physische“ Realität. Insofern kann ich deiner oberen Aussage nur beipflichten.

  17. #17 von Jakester am 1. Oktober 2011 - 00:06

  18. #18 von Andreas P am 1. Oktober 2011 - 00:36

    @Dimuna:

    Wir scheinen das gleiche zu meinen: Der historische Jesus samt etwaiger Existenz ist fuer das Christentum voellig belanglos.

    An seine Stelle haben die Katholiken eine aeusserst barocke groteske Konstruktion platziert, deren Lehren so kompliziert waren, dass definitiv keiner der Juenger oder Evangelienschreiber oder Briefeschreiber auch nur annaehernd die Ansaetze haette kapieren koennen. Tut auch heute keiner, aber das verwinkelt-verweihraeuchert-schimmeligen Dogmen- und Ritenlabyrinth vermittelt dem, der von klein auf angefixt wurde, ein Gefuehl heimeliger Geborgenheit. Gerade weil kein Muell wegkommt. Der Katholizismus ist der Messie unter den Christentuemern.

    Der Protestantismus fing stattdessen damit an, den allerueberfluessigsten und stinkendsten Muell wegzuraeumen. Uebrig blieb nix. Und darauf darf jetzt jeder Glaeubige und Bibelkreis seinen Wunschjesus projizieren – und, falls er Theologe ist, erfindet er sich noch eine „wissenschaftliche“ Methode, bei der genau der gewuenschte Jesus wieder rauskommt. Oder plappert die vom Kollegen nach und haengt zwei peinlich genau belegte Fussnoten nebst einem achtmal gespaltenem Haar dran.

    Und so kann sich dann weiter jeder Glaeubische im Besitz des wirklich wahren Jesus wuenschen, der zufaellig immer genau das meint wie der jeweilige Glaeubige eben auch. 😛

  19. #19 von AMB am 1. Oktober 2011 - 01:47

    Man bedenke: Jesus ist seit 2000 Jahren tot, da macht es auch keinen Unterschied mehr, wenn rauskäme, er habe überhaupt nie existiert.

    Die Steigerung wäre dann das hier:

    Homer widerlegt Gott, macht aber nichts:

    PS: Persönlich ist es mir völlig wurscht, ob Lattensepp existiert hat oder nicht.

  20. #20 von emporda am 1. Oktober 2011 - 07:14

    Die neueste Entwicklung hat man noch nicht berücksichtigt

    Die evangelischen Landeskirchen gründen 1939 auf der Wartburg ein 200 Mann starkes Institut zur Entjudung der Religion. Aufgabe ist die Entstehung des Christentums unter rassischen Aspekten bei Einbeziehung der Verhältnisse in Palästina zu untersuchen und jüdische Elemente aus dem deutschen kirchlichen und theologischen Leben zu entfernen. Nach Jahren der NAZI-Forschung findet man Jesix als arischer Gallier ist ein Cousin von Asterix, er klaut dem Druiden ein Rezept und brennt illegal Schnaps. Er muß nach Palästina fliehen, nimmt die jüdische Lebensweise an und nennt sich fortan Jesus.

  21. #21 von Noch ein Fragender am 1. Oktober 2011 - 08:34

    Wenn Jesus nicht gelebt hat: in wessen Leib und Blut verwandeln sich dann die geweihten Hostien?

  22. #22 von deradmiral am 1. Oktober 2011 - 08:45

    @NeF
    Ist das jetzt Satire oder ernst gemeint?

    Bitte, nimm Rücksicht auf unsere vielen religiösen Mitleser. Die können das nicht unterscheiden.

  23. #23 von Lebrac am 1. Oktober 2011 - 08:55

    Dabei haben besagte Josef und Maria gut fünfunddreißig Jahre lang Kindergeld kassiert.

  24. #24 von emporda am 1. Oktober 2011 - 09:36

    @NeF
    Du solltest doch wissen was braune Masse ist. Schon Adolf Schicklgruber hatte die Braunen Massen hinter sich – für ihn selber war das sogar eine göttliche Fügung und die christliche Mehrheit hat begeistert gejubelt

  25. #25 von dinuma am 1. Oktober 2011 - 10:17

    @AMB

    „PS: Persönlich ist es mir völlig wurscht, ob Lattensepp existiert hat oder nicht.“

    Auch in meinem Leben hat die Beantwortung dieser Frage einen Stellenwert, der hart, aber sehr hart, gegen Null tendiert. Auch der Legendensepp geht mir so ziemlich am A… vorbei. Da muss ich dann halt akzeptieren, dass mir das Heil und die Gnade verwehrt bleiben. Umso besser: bleibt mehr davon für die anderen übrig!

  26. #26 von dinuma am 1. Oktober 2011 - 10:28

    @Noch ein Fragender

    „Wenn Jesus nicht gelebt hat: in wessen Leib und Blut verwandeln sich dann die geweihten Hostien?“

    Die Antwort findet sich in der Ernährungsphyisologie/Ernährungswissenschaft und in der Suchtforschung:

    Der Abbau der in den Oblaten enthaltenen Kohlenhydrate dient dem Energiestoffwechesel der Zellorganellen (Mitochondrien) und dem „Aufladen“ des Adenosindiphosphats (soweit im mich erinnere). Vitamine und andere Spurenelemente dürften relativ wenige vorhanden sein, insofern ist der übermässige Verzehr von Oblaten ernährungsphysiologisch nicht zu empfehlen.

    Der Wein dient in erster Linie der Stimmungsaufhellung. Bei einem depressiven Todeskult wie dem Christentum sind Alkohol oder andere Rauschmittel wohl die einzige Möglichkeit, die ewige Litanei von Opfertod, Märtyrertum, Leid, Sünde, Tod, Verderben, Hölle etc. etc. etwas erträglicher zu gestalten.

  27. #27 von Laura am 1. Oktober 2011 - 18:37

    … das widerspricht aber der Wikipedia :/

  28. #28 von AMB am 1. Oktober 2011 - 18:46

    @Laura

    Was genau und warum widersprechen? Du weißt schon, dass dort die Texte meist von Christen verfasst werden.

  29. #29 von Laura am 1. Oktober 2011 - 19:13

    @AMB ja das ist ja das traurige. Ich habe mich jetzt schon mit so vielen Kollegen und Leuten aus der humanistischen Community unterhalten und es hat sich bezüglich der christlich angehauchten deutschen Wikipedia schon ziemlich Resignation breitgemacht.
    Die Diskussion beispielsweise zum Artikel „Jesus von Nazareth“, besonders der Unterpunkt „Existenz“ ist ja zumindest ausgeprägt und wiederkehrend. Scheinbar hat sich mal jemand drangemacht, den „Jesus Myth Theory“ Artikel übersetzen zu wollen, aber noch bevor dieser erschienen ist gibt es dazu bereits eine lange und tendeziöse Diskussion.
    Dass es da nicht einmal einen differenzierten Standpunkt gibt und immer wieder mal ein „Existenz wird nicht angezweifelt“ in diverse Artikel eingestreut wird ist leider ein Armutszeugnis für die Wikipedia.

  30. #30 von motzmotz am 1. Oktober 2011 - 19:36

  31. #31 von Wolfgang am 1. Oktober 2011 - 20:24

    Nicht die Klugheit und Wahrheit wird in der BRD gefördert, sondern die Dummheit. Jeder Mensch wurde als Mensch geboren aber etliche wurden durch die Taufe zu einem Christen degeneriert, also sozusagen geistig geköpft. Jetzt macht man es ja auf die geistliche Tour, früher war man schnell einen Kopf kleiner. Und das selbstverständlich unter den Augen eines Gottes.
    Es gehört schon eine ganze Menge Dummheit dazu, den Mist vom herzallerliebsten Jesulein zu glauben, eine Todessehnsucht zu entfalten und demütig vor einem Priester auf die Knie zu fallen und gierigen Blickes die Hostie sich in den Mund schieben lässt.,

  32. #32 von dinuma am 1. Oktober 2011 - 22:20

    @AMB

    „Was genau und warum widersprechen? Du weißt schon, dass dort die Texte meist von Christen verfasst werden.“

    Huch, ich dachte bisher, Wikipedia sei eine verlässliche Quelle und nun muss ich damit rechnen, dass sie christlich unterwandert ist? Ist das jetzt nur deine ganz persönliche Verschwörungstheorie oder hast du Belege dazu? Wenn schon unterwandert dürfte das v.a. für religiöse Themen in Wikipedia gelten, denn das Christen mir Nanotechnologie erklären wollen, halte ich eher für ausgeschlossen. Und wenn ich dann den Wikipedia-Artikel über Kreationismus lese, habe ich nicht unbedingt den Eindruck, dass der von Christen geschrieben wurde, und wenn doch, dann doch sehr gemässigte. Hast du Belege für deine Behauptung?

  33. #33 von deradmiral am 1. Oktober 2011 - 22:29

    Auf der englischen Seite wird das besser (sprich neutraler) dargestellt.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Jesus#Existence_of_Jesus

    Der dortige Schlusssatz unter Kapitel 4.1, dass die meisten Historiker die Existenz von Jesus annehmen, entspricht wohl der Wahrheit. Aber die Beweislage für die Existenz ist dünn und wird in der englischen Wikipedia wird das aus dem Abschnitt klar.

    Im direkten Vergleich mit dem deutschen Wikpedia-Artikel
    http://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_von_Nazaret
    der überdies auch noch „ausgezeichnet“ worden ist, sieht man eindeutig wie in der deutschen Wikipedia zwischen Evangelien und historischen Material nicht unterschieden wird.

  34. #34 von AMB am 1. Oktober 2011 - 22:59

    @Dinuma

    Bei wikipedia gibt es Benutzer die sich „Jesusfreund“ oder „Bibelmann2000“ nennen, neutral ist bei mir anders.

    Wikipedia – die freie Enzyklopädie? http://hpd.de/node/481

    Wikipedia: hpd unerwünscht http://hpd.de/node/11894

  35. #35 von deradmiral am 2. Oktober 2011 - 00:18

    Im Eintrag zur Giordano-Bruno-Stiftung findet sich ein Absatz über den hpd. Dass kein eigener Eintrag existiert, ist einfach lächerlich. Schließlich gibt es auch Wikipedia-Einträge für so unbedeutende Menschen wie mich.

  36. #36 von Noch ein Fragender am 2. Oktober 2011 - 00:59

    @ #22 der admiral

    Ist das jetzt Satire oder ernst gemeint? Bitte, nimm Rücksicht auf unsere vielen religiösen Mitleser. Die können das nicht unterscheiden.

    Unausgesprochene Grundlage meiner Frage war: „Nehmen wir mal an, die Transsubstantiation ist wahr…“

    Atheisten und Naturalisten – die diese Annahme nicht teilen – können sich deshalb gerne an meiner Frage „Wenn Jesus nicht gelebt hat: in wessen Leib und Blut verwandeln sich dann die geweihten Hostien?“ als Satire erfreuen. 🙂

    Religiöse Leser, die an die Realpräsenz glauben, sollten die Frage aber schon ernst nehmen. Denn wenn sie mit dem Katechismus der katholischen Kirche Nr. 1374 davon ausgehen, dass in der Eucharistie „nämlich der ganze und unversehrte Christus, Gott und Mensch, gegenwärtig“ wird, haben sie ja ein Problem, wenn es diesen Menschen möglicherweise gar nicht gegeben hat. Zumindestens sollten sie sich klar machen, dass ihr Glaube an die Realpräsenz nicht nur von ihrem Glauben abhängt, sondern auch von Tatsachenfeststellungen der historischen Wissenschaft, die immer nur Wahrscheinlichkeitsaussagen sind.

    Die Dogmatiker haben durch die Transsubstantiations“lehre“ den Glaubensartikel zwar gegen Tatsachenfeststellungen der Naturwissenschaften immunisiert (diese können per definitionem nur zu den physikalischen oder chemischen Eigenschaften eines Gegenstandes etwas sagen, nichts aber zur „Wesenssubstanz“, wo die Wandlung stattfindet), gegen Tatsachenfeststellungen der historischen Wissenschaft bietet die Transsubstantiations“lehre“ (selbst wenn man sie als wahr unterstellt) keinen Immunisierungsschutz.

    @#26 dinuma

    Ich vermute, ein überzeugter Transsubstantiationist wird deiner Lebenmittelanalyse vielleicht sogar zustimmen und sich dann darauf zurückziehen, dass die Wandlung in der „Wesenssubstanz“ stattfindet, die keine physikalische oder chemische Eigenschaft der Hostie oder des Weines ist und deshalb von der Wissenschaft auch nicht erforscht werden kann. (Womöglich hält er sich mit seiner Substanzlehre noch für philosophisch „gebildeter“ als die „schlichten“ Naturwissenschaftler – wir hatten mal hier so einen im Blog) .

  37. #37 von Shimapan am 2. Oktober 2011 - 02:53

    Jesus ist genausowenig eine historische Person wie der Weihnachtsmann oder die Zahnfee.
    Es ist sehr traurig, daß es immer noch genug verbohrte Leute gibt, die das trotz des Fehles von verläßlichen historischen Belegen nicht wahrhaben wollen.

    Aus dem Grund ist es auch absurd, eine Zeitrechnung nach einer Märchenfigur zu benutzen. Achtet mal selbst drauf und benutzt das schwachsinnige „v.Chr.“ / „n.Chr.“ nicht mehr. Im Englischen gibt es CE (Common Era), im Deutschen v.u.Z. (vor unserer Zeit) sowie u.Z. (unserer Zeit).

    (Das gilt z.B. für deinen Kommentar oben, emporda.)

  38. #38 von motzmotz am 2. Oktober 2011 - 06:53

    WAS? Es gibt keinen Weihnachtsmann? Mmmmh, da wird mein Sohn aber sauer sein, wenn er die Wahrheit erfährt. Erinnert mich an die Reaktion manch religiöser Menschen…. Verneinen, leugnen, andere difamieren, diese Reaktionen könnte ich mir bei meinem Kind auch vorstellen. Oder er ist einfach kurz ein bisschen traurig und findet heraus, dass man auch ohne ganz gut leben kann….

  39. #39 von Wolfgang am 2. Oktober 2011 - 14:39

    Lebenslüge

    Ein Mensch wird schon als Kind erzogen
    Und , dementsprechend, angelogen.
    Er hört die wunderlichsten Dinge,
    Wie, dass der Storch die Kinder bringe,
    Das Christkind Gaben schenkt zur Feier,
    Der Osterhase lege Eier.
    Nun , er durchschaut nach ein paar Jährchen,
    Dass all das nur ein Ammenmärchen.
    Doch andre, weniger fromme Lügen,
    Glaubt bis zum Tod er mit Vergnügen.

    Eugen Roth

    von wegen neue Zweifel, es ist höchstens eine sehr zweifelhafte Person, dieser Lattenjupp am Holze.