Aggressive Atheisten: So sollen Christen ihren Glauben verteidigen

Die Argumente aus Atheistenkreisen sind zahlreicher und heftiger geworden. Mitarbeitende von Kirchen und christlichen Organisationen sollten die Argumente kennen und darauf antworten können.  (…)

Laut Felix Ruther, dem Studienleiter der VBG, sind die Angriffe aus Kreisen von Atheisten und Freidenkern nicht alle neu aber sie werden aggressiver vorgebracht und erfolgen häufiger. Christliche Mitarbeiter müssten daher Antworten bereit haben, wenn zum Beispiel behauptet werde, die Bibel sei für Kinder gefährlich. (…)

Zur Frage nach der Ausrottung der Bewohner Jerichos könnten Christen beispielsweise sagen, dass die Israeliten grundsätzlich gleich gehandelt hatten wie andere Völker in Kriegshandlungen. Ausserdem sei es damals ganz konkret um das Überleben von Israel gegangen, ohne das es keine Geburt von Jesus und damit auch keine christliche Kirche gegeben hätte. (…)

Zum Beispiel die Behauptung, die Religionen seien für alle Probleme der Menschen wie Kriege und Verfolgungen verantwortlich. Laut Ruther können Christen darauf hinweisen, dass sie die dunklen Seiten ihrer Geschichte aufgearbeitet hätten, im Gegensatz zum Atheismus.

Die Dimension der Verbrechen im Namen des Christentums sei ausserdem im Vergleich zu modernen Verbrechen gegen die Menschheit im Namen atheistischer Ideologien vergleichsweise klein. So seien in den 249 Jahren, in denen die Inquisition gewütet habe, nicht mehr Menschen hingerichtet worden als während 40 Minuten der Herrschaft von Mao! (…)

Zum Argument, die monotheistischen Religionen seien gefährlich, könnte laut Ruther zum Beispiel geantwortet werden, dass die Verfolgung der Christen im alten Rom von einer polytheistischen Religion ausgegangen sei. (…)

Wenn ein Professor behaupte, die Bibel sei ein Märchenbuch, sollte ein Student nicht versuchen, das Gegenteil zu beweisen, sondern zurückfragen: Wie kommen Sie darauf? Welche Wissenschaft behauptet das? «Wir müssen hier clever sein und uns gut auf die Auseinandersetzung vorbereiten», betonte Ruther.

Weiterlesen:

http://www.jesus.ch/magazin/gesellschaft/christen_in_der_gesellschaft/195354-christen_muessen_gespraechsfaehiger_werden.html

 

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  1. #1 von AndreasA am 16. August 2011 - 17:40

    Der Autor spricht mal wieder vom „aggressiven Atheismus“ bringt aber auch hier keine Beispiele für diese freche Unterstellung.

    Allen anderen „Argumente“ sind zu genüge widerlegt und gehen einfach ins Leere.

  2. #2 von pufaxx am 16. August 2011 - 17:46

    Was – bitte schön – ist aggressiv daran, nachgewiesenermaßen zigfach umgeschriebene Geschichten, deren Wahrheitsgehalt nachgewiesenermaßen zweifelhaft ist, ins Reich der Fabeln zu rücken?

    Was – bitte schön – ist aggressiv daran, Lebens- und Verhaltensregeln, die auf diesen Fabeln basieren, anzuzweifeln?

    Was – bitte schön – ist aggressiv daran, davor zu warnen, dass solche nicht hinterfragten Lebens- und Verhaltensregeln zu Feindseligkeiten gegenüber Andersdenkenden führen können?

    Aufwachen!

  3. #3 von Igor am 16. August 2011 - 18:08

    Und jetzt der Klartext: „Zur Entstehung der Kirche war es erforderlich, die Bewohner Jerichos auszurotten. Das war ok. Außerdem haben die anderen das auch so gemacht. Trotzdem war das Abschlachten durch die Israeliten ein viel moralischeres, weil gerechtfertigtes Blutbad.“

    „Das wir Christen die brutale Vergangenheit und immer noch hässliche Gegenwart unseres Spinnervereins verdrängen und leugnen, nennen wir Aufarbeitung. Wenn Atheisten die bescheuerte Behauptung, „der Atheismus“ sei an allem Schuld, mit Argumenten widerlegen, halten wir uns die Ohren zu und singen laut Kyrie eleison.“

    „Das Mao im Rahmen seiner Selbstreligion menschen umbringen ließ, rechtfertigt die Ermordung von Andersgläubigen durch Christen.“

    „Weil Christen im alten Rom von Polytheisten verfolgt wurden, ist es ok, wenn Christen heute die Ermordung von Homosexuellen verlangen.“

    „Da die Bibel ein Märchenbuch IST, sollten wir uns nicht lange mit Gegenbeweisen aufhalten, sondern nach Möglichkeiten suchen, das behauptende Gegenüber der Lüge zu bezichtigen und persönlich anzugreifen.“

    Ich fasse zusammen: In fünf Absätzen wurde dreimal versucht, Gewalttaten durch Christen mit dem Kindergartenargument „Der da hat angefangen!“ zu rechtfertigen.
    Gleichzeitig hält man sich immer noch für moralisch überlegen. Muss ich noch mehr sagen?

  4. #4 von Noch ein Fragender am 16. August 2011 - 18:21

    Ich finde es gut, dass mittlerweile Religionskritik in einer immer breiteren Öffentlichkeit nicht mehr tabu ist und sich die Kirchen der Kritik nicht mehr einfach entziehen können mit dem Hinweis auf „Toleranz für religiöse Gefühle“.

    Bezeichnend ist, dass selbst Mitarbeiter von Kirchen der Religionskritik nicht mehr gewachsen sind, sondern spezielle Schulungen brauchen. Ob diese allerdings mit den Argumenten von Ruther besonders weit kommen, darf bezweifelt werden.
    Die kirchlichen Mitarbeiter sollten lieber hier im Atheist-Media-Blog üben und selbständig denken lernen.

  5. #5 von D-3-H am 16. August 2011 - 18:38

    “ Laut Ruther können Christen darauf hinweisen, dass sie die dunklen Seiten ihrer Geschichte aufgearbeitet hätten, im Gegensatz zum Atheismus.“

    nennt mir einen mord den ein atheist an einem religiösen menschen begangen hat, weil dieser gläubig war.

    „Wenn ein Professor behaupte, die Bibel sei ein Märchenbuch, sollte ein Student nicht versuchen, das Gegenteil zu beweisen, sondern zurückfragen: Wie kommen Sie darauf? Welche Wissenschaft behauptet das?“

    dazu braucht man keine wissenschaft. die religiösen vertreter sollten viel mehr erklären warum ein brennender busch der sprechen kann oder eine schwangere jungfrau realistischer ist als eine hexe die im lebkuchenhaus wohnt und versucht kinder zu fressen.

  6. #6 von nautilus am 16. August 2011 - 18:41

    Ich verstehe nicht, warum gerade so dermaßen unnötige Argumente durchgegangen werden. Wieso wird nicht einmal aufgeklärt, dass Apologetik mit rhetorischen Tricks und Lügen arbeitet und kaum etwas mit Wahrheit zu tun hat.

    >>Ausserdem sei es damals ganz konkret um das Überleben von Israel gegangen, ohne das es keine Geburt von Jesus und damit auch keine christliche Kirche gegeben hätte<>Laut Ruther können Christen darauf hinweisen, dass sie die dunklen Seiten ihrer Geschichte aufgearbeitet hätten, im Gegensatz zum Atheismus.<>Die Dimension der Verbrechen im Namen des Christentums sei ausserdem im Vergleich zu modernen Verbrechen gegen die Menschheit im Namen atheistischer Ideologien vergleichsweise klein.<>Wenn ein Professor behaupte, die Bibel sei ein Märchenbuch, sollte ein Student nicht versuchen, das Gegenteil zu beweisen, sondern zurückfragen: Wie kommen Sie darauf? Welche Wissenschaft behauptet das?<<

    Die Behauptung würde unter Belleristrik.

  7. #7 von Sheldon Lee Cooper am 16. August 2011 - 19:08

    > Zum Beispiel die Behauptung, die Religionen seien für alle Probleme der Menschen wie Kriege
    > und Verfolgungen verantwortlich. Laut Ruther können Christen darauf hinweisen, dass sie die dunklen
    > Seiten ihrer Geschichte aufgearbeitet hätten, im Gegensatz zum Atheismus.

    Christen sollen also mit einer Lüge antworten und mit einer logisch fehlerhaften Aussage nachlegen, in dem sie die Ablehnung einer Ideologie als Ideologie umetikettieren?

  8. #8 von AMB am 16. August 2011 - 19:13

    Wenn in diesem Zusammenhang erwähnt werde, dass Gott im Alten Testament befohlen habe, ganze Städte auszurotten, müssten Christen Geschichten wie die Zerstörung Jerichos erläutern und begründen können, sagte Ruther… Zur Frage nach der Ausrottung der Bewohner Jerichos könnten Christen beispielsweise sagen, dass die Israeliten grundsätzlich gleich gehandelt hatten wie andere Völker in Kriegshandlungen.

    Die Juden haben damals nicht nur wie andere Völker gehandelt, sondern hatten nebenbei auch noch Gott als Begründung für ihre Handlungen.

    Ausserdem sei es damals ganz konkret um das Überleben von Israel gegangen, ohne das es keine Geburt von Jesus und damit auch keine christliche Kirche gegeben hätte.

    Wie bitte?? Es mussten ganze Völker ausgerottet werden, damit sie ein paar tausend Jahre später, einen für sie unbedeutenden Wanderprediger an einen Baumstamm nageln konnten?? 😆

    Die Texte aus der Frühzeit Israels hätten somit auch keine normative Bedeutung für unsere Zeit.

    Das Alte Testament (Genesis, 10 Gebote, etc.) hat keine Bedeutung mehr?

    Zum Beispiel die Behauptung, die Religionen seien für alle Probleme der Menschen wie Kriege und Verfolgungen verantwortlich.

    Haben wir nie behauptet!

    Laut Ruther können Christen darauf hinweisen, dass sie die dunklen Seiten ihrer Geschichte aufgearbeitet hätten, im Gegensatz zum Atheismus.

    Hätten, nicht haben. Und wir haben keine dunkle Geschichte!

    Die Dimension der Verbrechen im Namen des Christentums sei ausserdem im Vergleich zu modernen Verbrechen gegen die Menschheit im Namen atheistischer Ideologien vergleichsweise klein. So seien in den 249 Jahren, in denen die Inquisition gewütet habe, nicht mehr Menschen hingerichtet worden als während 40 Minuten der Herrschaft von Mao!

    Schätzungen schwanken zwischen 1 und 10 Millionen Opfer, wie will man das in 40 Minuten schaffen?? Absurd!

    Ruther erwähnte ein weiteres Beispiel, das die Schuld der Kirche in eine Relation zu aktuellen Ereignissen setzt: Der sozialistische Staat Benin liess eine Marke drucken mit der Aufschrift: «Kampf den Hexen, Quelle des Bösen», und die Bevölkerung fing an, alte Frauen zu jagen. Zwischen 1970 und 1984 wurden in Tansania 3000 Menschen als Hexen umgebracht – all das nicht auf einem christlichen Hintergrund. Und 2001 fanden im östlichen Kongo innerhalb von 14 Tagen 900 Menschen den «Hexentod». Man müsse auch beachten, dass die grosse europäische Hexenjagd in der Zeit zwischen 1560 und 1700 das Werk weltlicher Richter und nicht der Kirche war.

    Nein, das Christentum ist natürlich nicht schuld. Schuld sind die Kulturchristen, die einen Bibelvers zu ernst nahmen, gelle. Das ist Geschichtsverfälschung und Tatsachenverdrehung! Und die Evangelikale die Jagd auf Voodoo-Gläubige auf Haiti machen, sind auch Befehlsempfänger einer „sozialistischen“ Regierung, oder?

    Zum Argument, die monotheistischen Religionen seien gefährlich, könnte laut Ruther zum Beispiel geantwortet werden, dass die Verfolgung der Christen im alten Rom von einer polytheistischen Religion ausgegangen sei.

    Der Dieb schreit, haltet den Dieb! Ich bin mir sicher, die polytheistischen Gläubigen fallen sicher auch ein paar absurde Ausreden ein, warum das nicht so war (es ging ums Überleben des Volkes, das Christentum hat in 40 Min. mehr getötet als die eigene Religion, die Christenverfolgung ging vom Staat aus, nicht von der Kirche….).

    Wenn ein Professor behaupte, die Bibel sei ein Märchenbuch, sollte ein Student nicht versuchen, das Gegenteil zu beweisen, sondern zurückfragen: Wie kommen Sie darauf? Welche Wissenschaft behauptet das? «Wir müssen hier clever sein und uns gut auf die Auseinandersetzung vorbereiten», betonte Ruther.

    Welche Wissenschaft? Genau solche dämliche Fragen sind es, warum es auf der Seite der Apologeten niemals eine Cleverness zu erwarten ist.

    Fazit: Nichts neues, sondern dämlicher. Bei solcher Apologetik sind wir weiterhin in Führung!

  9. #9 von Lebrac am 16. August 2011 - 19:30

    Herzlichen Glückwunsch, lieber Felix Ruther!!! Sie dürfen sich über zehn Kamele, fünf Sklaven, und eine Frau, die Sie nach belieben behandeln dürfen, freuen. Nun aber schnell wieder zurück in die Wüste.

  10. #10 von Rüdiger am 16. August 2011 - 19:42

    4999992 von zur Zeit der angeblichen Sintflut sagen wir mal 5 Millionen Menschen umbringen hätten nicht mal Mao geschafft.
    Damit will ich Mao nicht verteidigen, aber der liebende Gott steht dann doch noch auf einer anderen Stufe.

  11. #11 von verquer am 16. August 2011 - 20:24

    «Es ist heute eine Aufgabe der Theologen, gute Antworten auf die Kampagne aus der atheistischen Szene zu liefern», mahnte Ruther und forderte damit die Apologetik, die Verteidigung des Glaubens, heraus.

    Ohne allzu gehässig wirken zu wollen, lieber Herr Ruther, aber wenn Sie glauben, gute Antworten gegeben zu haben, haben Sie bereits verloren.

  12. #12 von Wolfgang am 16. August 2011 - 21:18

    Während in anderen Ländern tausende von Menschen verhungern, brutal ermordet werden, brutale Verfolgungen durchgeführt werden, täglich Bomben explodieren, gelogen und betrogen wird, da schmeißen sich tausende auf die Erde und huldigen einem Papst, der es bis heute nicht geschafft hat, nur einen einzigen Krieg zu verhindern oder ein einziges Kind zu retten. Stattdessen wird Front gemacht gegen Atheisten und Andersdenkende, (die Betonung liegt auf denken) und dieser Verein versucht mit fiesen unmenschlichen Lügen aus „Scheiße noch Gold“ zu machen zu seinen eigenen Gunsten. Ein Glaube, der verteidigt werden muss, stirbt. Wenn ich stattdessen an die Sonne glaube, muss ich sie gegen niemanden verteidigen. Warum auch? Sind wir uns da einig????Mein Freund Ruther, du auch???

    Und im übrigen, einen Atheisten kann man nicht mit christlichen Märchen überzeugen, die eigentliche christliche Wahrheit, der Morast, kommt immer mehr ans Licht. Wie heißt es so schön: „Umso mehr Licht in die Geschichte des Christentums gebracht wird, umso dunkler wird sie.“

  13. #13 von Noch ein Fragender am 16. August 2011 - 21:39

    Man müsse auch beachten, dass die grosse europäische Hexenjagd in der Zeit zwischen 1560 und 1700 das Werk weltlicher Richter und nicht der Kirche war.

    Mit dieser dummdreisten Apologetik machen sich kirchliche Mitarbeiter heutzutage doch nur noch lächerlich:

    Papst Innozenz VIII unterschrieb die sog. Hexenbulle, Luther und Calvin befürworteten die Hinrichtung von Hexen.

    Unter Berufung auf die Bibelstelle Exodus 22,17 LUT erklärte Calvin, Gott selbst habe die Todesstrafe für Hexen festgesetzt. In Predigten tadelte er darum jene, welche die Verbrennung der Hexen ablehnen, und wollte sie als Verächter des göttlichen Wortes aus der Gesellschaft ausstoßen.
    Calvin glaubte, dass Männer und Frauen in Genf drei Jahre lang durch Zauberkünste die Pest ausgebreitet hätten und hielt alle ihnen durch die Folter abgepressten Selbstanschuldigungen für wahr, nachträglichen Widerruf für unwahr. 1545 wurden innerhalb weniger Monate 34 angebliche Hexen verbrannt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung#Luthers_Haltung_zur_Hexenverfolgung

    Wenn Ruther meint die dunkle Seite des Christentums aufgearbeitet zu haben …..

  14. #14 von Deus Ex Machina am 16. August 2011 - 22:39

    Oh Mann, das Christentum muss ja noch stärker mit dem Rücken an die Wand gepresst dastehen, als ich bislang dachte, bei so dummdreisten Argumenten. Was für eine Bankrotterklärung seitens dieses Felix Ruther.
    Es gibt eigentlich nur weniges hinzuzufügen, meine Vorposter haben das meiste schon geschrieben, nur 1-2 Punkte von mir:

    „Zur Frage nach der Ausrottung der Bewohner Jerichos könnten Christen beispielsweise sagen, dass die Israeliten grundsätzlich gleich gehandelt hatten wie andere Völker in Kriegshandlungen. Ausserdem sei es damals ganz konkret um das Überleben von Israel gegangen, ohne das es keine Geburt von Jesus und damit auch keine christliche Kirche gegeben hätte. (…)“
    –> Und schwuppdiwupp verhält sich selbst das von Gott auserwählte Volk genauso wie jedes andere. Keine Spur von moralischer Überlegenheit. Genauso heute die Kirche: Mal der Hort ewigwährender Wahrheiten und Hüterin der göttlich vermitteltenMoral und dann plötzlich wieder nur eine fehlerhafte Organisation, die nicht mehr drauf zu haben scheint als der Kegelclub Buxtehude Nord (meine Entschuldigung an diesen Club für diesen Vergleich mit der Kirche!).
    Wie dumm nur dass der Allmächtige es da noch nicht für nötig gehalten hatte, die Sache mit „auch die andere Wange hinhalten“ den Leutchen zu verklickern, man kannauch als perfektes Wesen ja mal was vergessen…..
    Und sehr überraschend, dass die Existenz des von Gott erwählten Volkes von Fall einer Stadt abhängt. Spricht nicht gerade sehr für das Vertrauen in diesen Erwähltenstatus.
    Nebenbei haben die Israeliten das damals nicht getan, DAMIT Jahre später ein gewisser Jesus geboren wird, der zudem von den Juden gar nicht als Messias anerkannt wird. Was für ein Nonsens. Man könnte dann auch argumentieren, dass der Völkermord der Nazis dadurch gerechtfertigt würde, dass nach dem Schrecken des 2.WK die UNO und der Staat Israel gegründet wurde.

    „So seien in den 249 Jahren, in denen die Inquisition gewütet habe, nicht mehr Menschen hingerichtet worden als während 40 Minuten der Herrschaft von Mao!“

    –> 1. Ist es ein ganz schöner Reinfall, wenn durch eine krichliche Organisation Menschen zu Tode kommen, wo doch geschrieben steht: „Du sollst nicht morden!“ ! Ich meine, was gibt es da dran rumzudeuten?
    Und 2. übersieht dieser Volldepp – anders kann ich es nicht nennen gleich 3 wichtige Faktoren, die die Zeiten der Inquisition (I.) von der Maos (statt „Mao und China“ kann man auch „Hitler und das 3.Reich“ einsetzen, ist das gleiche Spiel) unterscheiden:
    A.Der politische Faktor: China unter Mao war ein Staat mit einer zentralen Regierung. Europa zu Zeiten der I. bestand aus vielen souveränen Staaten, deren Landsgrenzen wie Puffer wirkten. Wenn in einem Staat also eine menschenverachtender Irrer (ob Einzelperson oder Organisation) herrscht, ist sein Einfluss begrenzt.
    B. Der demografische Faktor: Einfach gesagt: Wo mehr Leute sind, kann man auch mehr umbringen. Und in einem Ein-Staat-China, kann ein irrer Heerscher über mehr Leute gleichzeitig verfügen als in einem Viel-Staaten-Europa.
    C. Letzter und wichtigster Faktor: Technologie!
    Massenmord ist heute zu einem Kinderspiel geworden. Mit einem Knopfdruck mache ich mir einen Kaffee, mit einem anderen startet jemand im Pentagon eine Cruise Missile, die um den halben Erdball fliegt. Es ist ein Unterschied, ob man nur Schwerter, Pieken, Katapulte mit verseuchten Tierkadavern, Fackeln und Pferdegespanne zur Verfügung hat oder aber Maschinengewehre, Atombomben, Gasgranaten, Bomber und ein ausgebautes Schiennetz. Ich denke nur mit Schaudern daran, was Martin „Ich will den Juden darniederstrecken“ Luther angerichtet hätte, wenn man damals schon Gaskammern gehabt hätte

  15. #15 von Deus Ex Machina am 16. August 2011 - 22:54

    Und noch ein dritter Punkt, der Text ja sowas von ergiebig:
    „Zwischen 1970 und 1984 wurden in Tansania 3000 Menschen als Hexen umgebracht – all das nicht auf einem christlichen Hintergrund. Und 2001 fanden im östlichen Kongo innerhalb von 14 Tagen 900 Menschen den «Hexentod».“
    –> Man kann nicht Jahrhunderte den Leuten Feindbilder einimpfen, seien es nun Hexen oder Juden und dann rumheulen, wenn dieses von anderen nur allzu freudig aufgegriffen wird. Ich kann auch nicht eine neue Spezies in einem fremden Biotop einführen, diese sich selbst überlassen und später die Verantwortung für die dann angerichteten Schäden von mir weisen.
    Wie gesagt, der Mann ist echt unter aller Kanone.

  16. #16 von Deus Ex Machina am 16. August 2011 - 23:06

    „«Christen müssen gesprächsfähiger werden»“

    –> Ja, aber ganz anders als sich der Typ das vorstellt, denn mit solchen (zu „Argumenten“ kann und will ich dieses cerebrale Totalversagen nicht aufwerten) Lautäußerungen kann man vielleicht diejenigen überzeugen, die nicht nachdenken und die Krititschen kurz überrumpeln (bei soviel konzentriertem Bullshit auf einmal in einem mündlichen Gespräch wäre ich wohl für einige Zeit durchs Fremdschämen gehemmt, bevor ich Kontra gebe), aber man schießt sich nur selber ins Bein.
    Warum sind es nur immer die größten Deppen, die am lautesten das Christentum verteidigen?

  17. #17 von Max Headroom am 17. August 2011 - 00:22

    @Deus Ex Machina
    🙂 . Genau solche Menschen benötigen wir! Nichts führt schneller zum Atheismus als der Glaube an sich 😛 .

    @Topic
    Verflucht! Ihr habt alle meine Gedanken vorweggenommen! (+1 an alle) Ich versuche mich dennoch an einen Kommentar 😛 .

    Eine „Wahrheit“, die es gegen Argumente zu verteidigen gilt, kann per se nicht der Weisheit letzter Schluss sein 😛 .

    Christliche Mitarbeiter müssten daher Antworten bereit haben, wenn zum Beispiel behauptet werde, die Bibel sei für Kinder gefährlich.

    Sehr gut! „Greifbare“ Antworten sind untersuch- und widerlegbar 🙂 .

    Zur Frage nach der Ausrottung der Bewohner Jerichos könnten Christen beispielsweise sagen, dass die Israeliten grundsätzlich gleich gehandelt hatten wie andere Völker in Kriegshandlungen. Ausserdem sei es damals ganz konkret um das Überleben von Israel gegangen, ohne das es keine Geburt von Jesus und damit auch keine christliche Kirche gegeben hätte.

    1. Ein Gott, der das gesamte Universum erschaffen kann, der aus Rippen ganze Menschen kneten kann, hat für die „Belehrung“ einer irren Truppe nichts besseres zu bieten als Mord und Todschlag?

    2. Das Leben Jesu ist eine bestimme Menge „Menschenleben“ wert? Habe ich das richtig verstanden? Man darf Menschenleben ausrotten, wenn gewisse „bessere“ (=kostbarere) Menschenleben gezüchtet/gejungfrauengeburtet werden dürfen? Sacht mal, haben die noch alle Tassen im Schrank?

    3. Die „christliche Kirche“, die rund 2000 Jahre alte Gemeinschaft rund um das Folterinstrument der Römer, war den Juden – wie auch später dem Jesus – völlig unbekannt! Es gab keine Prädestination. Sämtliche „von Gott gewollten Zufälle“ wurden zusammengelogen, wie es die moderne historisch-kritische Forschung ergeben hat.

    Mit einer solchen Antwort wie die obige, können sie zwar Weichspülchristen zum Mitnicken animieren, und uninformierte Nichtgläubige (=“Krawallatheisten“) zum verstummen bringen, aber egal ob es ein Schmitt-Salomon, Frerk oder gar ein Deschner oder Kubitza ist: diese „theologische“ Antwort ist längst „debunked“.

    Man muss mit der Bibel ernsthafter arbeiten als früher, wo man einfach Bibelverse zitieren konnte. Wir müssen mehr Gedankenarbeit leisten und begründen, weshalb die Bibel für uns ein normatives und gutes Buch ist

    Man muss nun das behauptete auch begründen? Was für ein Ärger aber auch! 🙂 .

    Zum Beispiel die Behauptung, die Religionen seien für alle Probleme der Menschen wie Kriege und Verfolgungen verantwortlich. Laut Ruther können Christen darauf hinweisen, dass sie die dunklen Seiten ihrer Geschichte aufgearbeitet hätten, im Gegensatz zum Atheismus.

    1. Religionen sind nicht für alle Probleme der Menschen verantwortlich. Diesen Strohmannschuh dürfen sie sich gerne selbst anziehen.
    2. Religionen bergen das Potenzial für Kriege und Verfolgungen. Und dies lässt sich ohne Probleme in der Geschichte nachweisen.
    3. Der Atheismus kann ihre Geschichte nicht aufarbeiten, weil der Nichtglaube keine Ideologie ist, die sich rechtfertigen muss. Wenn Experten des „Glaubens“ nicht einmal sowas selbst erkennen, dann tut das schon richtig weh 😉 .

    Die Dimension der Verbrechen im Namen des Christentums sei ausserdem im Vergleich zu modernen Verbrechen gegen die Menschheit im Namen atheistischer Ideologien vergleichsweise klein.

    Die Dimension der Verbrechen im Namen der christlichen Religion … wenn ich bitten darf. Wenn wir schon eine Ideologie, hier das Christentum, nennen, dann bittesehr auch auf der anderen Seite. Welche „atheistische Ideologie“ wird hier explizit erwähnt? Und ist diese Ideologie deshalb um Dimensionen kleiner, weil die Ausführer dieser atheistischen Ideologien sie „im Namen des Atheismus“, unter vollster übezeugung eines (oder mehrerer) Nichtgötter, getätigt haben? Wurden mit Nichtkorane in der Hand zum Kreuzzug für den Nichtglauben aufgerufen? Zur Befreiung des nichtgläubischen Roms? Ich verstehe nicht, an welcher Stelle der Nichtglaube ein Motivator eines Handelns gewesen sein soll. Aber sicherlich ist dies dem Leiter bekannt, denn er führt die Mao-Mao Karte vor. Zu recht! Mao hat gewütet. Und exakt auf Maos Ideologie, es war schließlich eine gottlose, drachenlose, feenlose, riesenlose und elfenlose Ideologie, sollte man sich konzentrieren.

    Der bekannte Topos lautet ja: ohne Gott ist alles erlaubt. Und hier gilt es anzusetzen. Mao hatte sich etwas erlaubt, aber nicht weil er keinen Gott hatte, sondern weil er sich als gottgleicher Richter, Kenner des Rechts und Besitzer der „wahren“ Moral, aufgeführt hat. Genauso wie der Gott des Alten Testamentes, als er das Überleben des Reiches Maos Israel sicherstellen wollte. Zwei Tyrannen. In ihren Handlungen und Motivation nicht sehr weit voneinander entfernt. Der eine ist hingegen greifbar gewesen, bestrafbar, vernehmbar. Ihn hätte man festnehmen können. Er hätte sich für seine Taten rechtfertigen müssen. Der andere hingegen wird von den Gläubigen dorthin positioniert, wo keine Festnahme möglich ist. Er ist das Recht. An ihm sollten wir uns halten. Er hat uns zu richten. Wir sind ihm nicht ebenbürtig. Und so weiter.

    No way. Dieses Hinwälzen in den Staub, zu Füßen eines Tyrannens, haben wir nicht mehr nötig. Vielleicht wünschen es sich so diese Christen. Aber das ist nicht mein Problem. Gott hat gewirkt und diese Wirkung ist moralisch bewertbar – genauso wie Maos Tätigkeit. Bitte keine Ausflüchte mehr 😉 .

    Der sozialistische Staat Benin (..) in Tansania (..) östlichen Kongo (..) Man müsse auch beachten, dass die grosse europäische Hexenjagd in der Zeit zwischen 1560 und 1700 das Werk weltlicher Richter und nicht der Kirche war.

    Religion poisons everything.
    1. Die Verfolgung der „Andersgläubigen“ basiert auf nicht hinterfragbaren Vorannahmen. Es ist religiöser Natur. Ob es nun Zeus, Odin, Stammvater, Buschmann oder Jesus war … das inhumane Verfolgen und Verletzen ist und bleibt eine unmoralische Sache. Sie wird nicht dadurch relativiert, weil andere es tu quoque-mäßig besser/schlechter/öfters machten.

    2. Weltliche Richter beriefen sich auf was? Weltliche Wissenschaft, die voll und ganz die Hexenkünste belegten? Oder war auch hier Aberglaube im Spiel … unterstützt durch den christlichen Glauben, welcher sogar die explizite Aufforderung zur Lebensvernichtung solcher Menschen in ihrem heiligstem Buch beinhaltet? Der selbe Glaube, dessen „Hexenhammer“ mit glühender Leidenschaft benutzt wurde? (pun intended)
    Aber aber. Will man etwa noch behaupten, diese „weltliche Richter“ waren am Ende gar A-Theisten? 🙂 .

    Doch der Katholik kann nun besorgt durchatmen. SEINE Konfession ist „brav“. Die Schuld tragen (mal wieder) die katholizismusfernen Protestanten. Dessen Jesusglaube hat die Hexenverfolgungen nicht behindert. Nunja … ich vermute mal, in ihren intensiven Gesprächen mit Jeezy kamen mehr Gründe für Verfolgungen zum Vorschein, als bei den Katholiken. Oder die Protestanten waren allesamt Atheisten und hängten der Mao-Regierung an 😛 .

    Zum Argument, die monotheistischen Religionen seien gefährlich, könnte laut Ruther zum Beispiel geantwortet werden, dass die Verfolgung der Christen im alten Rom von einer polytheistischen Religion ausgegangen sei.

    Weshalb die polytheistische Religion der christenverfolgenden Römer hingegen absolut gar nichts gegen die Religion der Juden und restlichen Weltbewohner hatten, die sie einnahmen, bleibt wohl ungeklärt. Anscheinend haben Römer ein Gen im Körper, was sie besonders aggressiv gegenüber Christen macht. Oder, und dies halte ich für wahrscheinlicher, haben Christen einfach mehr angestellt, wofür die Römer sie verfolgten. Womöglich ketzten verfluchten öffentlich den Pontifex maximus, den römischen Kaiser? Es könnten doch (christliche) „Kaiserhasser“ (= aggressive Christen) vom römischem Staat verfolgt worden sein. Was sagt denn die Geschichte? Hat die Verfolgung der Christen „aus dem Nichts“ heraus stattgefunden? Womöglich, weil die polytheistischen Götter dies den Christen in ihren Schriften befohlen haben? Gibt es Belege, dass der Polytheismus der Griechen und Römer, die damaligen Römer mussten schließlich nicht an „ihre“ Götter glauben, das Christentum verfolgte?

    Wenn ein Professor behaupte, die Bibel sei ein Märchenbuch, sollte ein Student nicht versuchen, das Gegenteil zu beweisen, sondern zurückfragen: Wie kommen Sie darauf? Welche Wissenschaft behauptet das?

    Korrekt. Das Hinterfragen ist eine sehr gute Möglichkeit, sich der Wahrheit zu nähern. Wenn ein Professor sowas behauptet, dann ist die Nachfrage eine gute Möglichkeit, dieses Wissen zu überprüfen. Wenn der Professor offen und ehrlich ist, dann muss er bei einer Widerlegung seiner Behauptung auch das neue Wissen akzeptieren. Dies ist freilich auch dem Studenten zuzumuten. Wenn sich die Behauptungen des gläubigen Studenten widerlegen lassen können, dann muss der Student auch offen sein, sein Weltbild daran anzupassen. Und wir alle wissen was mit (strenggläubigen) Christen passiert, wenn sie vor einer solchen Situation stehen 🙂 .

  18. #18 von emporda am 17. August 2011 - 04:23

    Ausserdem sei es damals ganz konkret um das Überleben von Israel gegangen, ohne das es keine Geburt von Jesus und damit auch keine christliche Kirche gegeben hätte.
    ———————
    Der Ruther ist seinem eigenen Märchen aufgesessen und hat von Geschichte NULL Ahnung

    Es hat weder ein Israel noch einen jüdischen Staat gegeben. Judäa war nach dem Tod von Herodes im April 4 v.C. eine römische Provinz. Die Regierung in Jerusalem endet 6 n.C. und die römische Provinz wird 600 Jahre lang in Caesarea regiert durch Procuratoren bzw. durch Präfekten wie Coponius (6-9 n.C.), Marcus Ambivulus (9-13 n.C.), Annius Rufus (13-15 n.C.), Valerius Gratus (15-26 n.C.), Pontius Pilatus (26–36 n.C.), Marcellus (36 n.C.), Marullus (37-41 n.C.), Cuspius Fadus (44-46 n.C.), Tiberius Julius Alexander (46-48 n.C.), Ventidius Cumanus (48-52 n.C.), Marcus Antonius Felix (52–60 n.C.), Porcius Festus (60–62 n.C.), Lucceius Albinus (62–64 n.C.), Gessisus Florus (64–66 n.C.), Marcus Antius Julianus (66-?? N.C.) usw.

    Für die Belange der hebräischen Bevölkerung war ein „Tetrarch“ (nationaler König) zuständig. Nach dem totalen Flopp mit unfähigen Herodes-Sohn Archelaus im Jahr 6 n.C. wurde dies Agrippa I und nach dessen Tod 44 n.C. Agrippa II. Die hebräischen Herrscher regierten ebenfalls in Cäsarea, in Jerusalem waren weder Rämer stationiert noch hatten hebröische Herrscher dort eine Funktion. . Agrippa II hat den jüdischen Aufstand losgetreten, durch den die römische Provinz Judäa 66 – 73 n.C. säkularisiert wurde. Alle Jahwe Tempel wurde zerstört und alle Priester verjagt. Die Bibel kennt den Agrippa I nicht einmal, obwohl der doch angeblich den Lattenjupp töten liess.

    Die anderen Landesteile von Palästina Ituräa, Panea, Trachonitis. Galiläa und Perea wurden von anderen hebräischen Herrschern regiert, die nichts mit Judäa zu tun hatten. Der Herodes Sohn Antipas (20 v.C.-39 n.C.) wird König (tetrarch) von Galiläa und Perea (Westbank) und regiert in Sepphoris. Antipas heiratet Phaselias, die Tochter des Nabatäer Königs Aretas IV (9v.C.-40.n.C.).

    Antipas spekuliert durch Heirat seiner Ex-Schwägerin, der Königin Herodias des verstorbenen Philippos endlich wie der Vater Großkönig (basiläus) von Palästina zu werden und hat dazu den neuen römischen Prokurator Marcellus geschmiert. Er lässt sich von Phaselias scheiden und heiratet 34 n.C. seine Ex-Schwägerin Herodias. König Aretas IV besetzt deswegen wütend Peräa bis nach Qumran.

    Wegen des nutzlosen Krieges wird Antipas 37 n.C. gemäß Antiquities 18 nach Lyon verbannt und Marcellus nach nur 1 Jahr Amtszeit durch den Prokurator Marullus abgelöst. Biblisch regiert Herodes 80 Jahre bei nur 69 Jahren Lebenszeit und Antipas sowie Agrippa I existieren nicht einmal – Wunder über Wunder.

  19. #19 von emporda am 17. August 2011 - 04:54

    Zu den Märchen um den fiktiven Lattenjupp in Jerusalem einige Punkte. Jerusalem ist ein elendes Nest auf nur 6 Hektar, die weniger als 1.000 Einwohner leiden an Lepra, Typhus und hoch infektiöser TBC. Diese Elendsleiden belegen katastrophale Zustände in Hygenie und Versorgung.

    Celsus (178 n.C. Buch 1, Kap.28) schreibt ein Jesus gibt sich als Sohn einer wegen Ehebruch verstoßenen Näherin aus. Er geht als Tagelöhner nach Ägypten, bildet sich danach viel auf seine Zauberkräfte ein, erklärt sich zum Gott und nennt die Genesis ein Märchen für alte Weiber. Nach Origenes Adamantius (Contra Celsum 1:32) hat die Hure Maria hat einen Bastard vom Soldaten Panthera und lebt im nicht existierenden Nazareth.

    Flavius Josephus erwähnt in (Antiquities 18, 3-3) Jesus und einen Stamm der Christen, nach der Forschung ein später Nachtrag. Er nennt an die 20 Personen wie Jesus Ben Phiabi, Jesus ben Fabus, Jesus ben Sec, Jesus ben Damnetas, Jesus ben Gamaliel, Jesus Ben Sirach, Jesus Ben Phandira, Jesus Ben Ananias, Jesus Ben Sapphias, Jesus Ben Gamals, Jesus Ben Thebuth usw. Ein Jesus wird als Bruder eines Verbrechers erwähnt, seine Graburne wird Museen als wichtiger Fund angedreht und als Fälschung entlarvt. Simeon ben Azzai berichtet um 100 n.C. von einer genealogischen Aufzeichnung in Jerusalem, in der ein „so-und-so“ als Bastard einer verheirateten Frau geboren wurde.

    Im Jahr 52 n.C. kommt ein ägyptischer Prophet Joshua (Jesus) nach Jerusalem um durch ein Wunder die neu erbaute Stadtmauer zu zerstören. Die Römer erschlagen 400 Randalierer und sperren 200 ein. Römische Soldaten hängen einen Jesus Ben Stada in Lydda 15 km vor Jerusalem, dessen Herkunft als Hurensohn verschleiert wird. Unter Prefect Lucceius Albinus tritt ein Jesus ben Ananos in Jerusalem als Prophet auf. Zum Laubhüttenfest beginn er mit Weherufen über Jerusalem und den Tempel. Er wird ergriffen, verprügelt und vor Lucceius Albinus gebracht. Der läßt ihn als Wahnsinnigen frei, in Jerusalem wird er später durch eine Wurfmaschine getötet.

    Es gibt damals so viele Jesus-Typen wie palästinensische Terroristen heute – das ist es schwer eine Auswahl zu treffen

  20. #20 von Wolfgang am 17. August 2011 - 09:58

    Das Christentum ist eine Gottespest, wütet schon 2000 Jahre und hat schon Millionen von Menschen unter anderem den Verstand geraubt und die Menschenwürde. Es ist unbestritten, wenn ein Priester den Mund aufmacht, lügt er. Das Phänomen, die Gläubigen
    glauben jeglichen Mist, der ihnen aufgetischt wird. Der „heilige Geist“ befindet sich immer noch im Stall und da wird er auch gehütet.

  21. #21 von Noch ein Fragender am 17. August 2011 - 10:31

    Noch ein kleines historisch-kritisches Sahnehäubchen:

    Die „Eroberung Jerichos“ durch die Israeliten hat gar nicht stattgefunden, (Kubitza, Jesuswahn S. 35).

    Die großen Geschichtstaten Jahwes sind reine Geschichtsklitterei.

    Um zu zeigen, was für einen starken Bundespartner das Volk Israel hat und schon immer hatte, wurde ein Gott fantasiert, der mit den siegreichen und brutalen Staatsgöttern der großen Nachbarn (wenigstens in der Fantasie) mithalten konnte.

    Wenn Christen wirklich mit Atheisten ins Gespräch kommen wollen, sollten sie erklären, ob ein solches Gottesbild für sie noch verbindlich ist, wie sich das Gottesbild in der eigenen Geschichte gewandelt hat etc Dann kann man über Feuerbach diskutieren, ob der nicht Recht hatte, dass sich der Mensch Gott macht.

    Für wirklich gesprächsoffene Gläubige bietet einen interessanten Ansatz zur Aufarbeitung der sich entwickelnden Gottesbider Küstenmacher, „Gott 9.0. Wohin unsere Gesellschaft spirituell wachsen wird“. . Wenn ich es richtig verstanden habe, würde der Jericho zerstörende Gott nach der Zählung von Küstenmacher Gott Version 3.0 sein.

  22. #22 von klafuenf.de am 17. August 2011 - 10:35

    Da verwechselt schon wieder jemand A-Theistisch mit A-Religiös! Immer wieder die gleichen Fähler.

  23. #23 von emporda am 17. August 2011 - 12:50

    @D-3-H
    Die Christen haben nichts von ihrer Geschichte aufgearbeitet, sondern leugnen konsequent die historischen Fakten

    Der jüdische Yahwe ist keine Erfindung der Hebräer/Israeliten, die haben ihren Supergott zusammen mit den Texten des Tanach/Pentateuch von früheren Kulturen geklaut – als Ziegenhirten mangels eigener Intelligenz um 1000 v.C. zusammen mit der Sprache und der Schrift von den Phöniziern. Vor dieser Zeit gab es keine Hebräer (Hapiru), allerdings diverse Haufen von Hapiru Rauberbanden, die nach erhaltenen Quellen fast jede großen Ort in Palästina überfallen und ausgeraubt haben. Da auch Jerusalem mehrfach überfallen wurde, habe die Hebräer dort weder gewohnt, noch dort Tempel gehabt oder gar Reiche wie David regiert.

    Der ugaritische Gott El wird in der Bibel theophorisch zu El(ohim) als Schöpfer der Welt und belegt den jüdischen Tanach als Kopie heidnischer Kulte, die viel mächtiger schienen. Gott El ist in Ugarit (Ras Shamrah/Syrien 6 km nördlich Latakia) Schöpfer der Welt, paart sich potent mit vielen Frauen und wird mit Stierhörnern dargestellt. Viele Götzen in Sumer, Akkad und Babylon tragen eine Tiara mit Hörnern. Ugaritische Götzen sind El, Yamm, Dagan, Mot, Anath, Kothar, Baal (Sohn von El) und Asherah (Frau von El). Martin Luther tilgt Astarte/Asherah aus der Bibel, nicht aus religiösen Motiven, dem Supermacho war ein Weib an Gottes Seite einfach ein Gräuel.

    Die Namen und Götter im jüdischen Tanach/Pentateuch sind kopierte eblaitische Namen (Tell Marik/Syrien) wie Yah/Yahweh, A-da-mu/Adam, h’àwa/Eva, Ab-ra-mu/Abraham, Bilhah, Ish-ma-ilu/Ismael, E-sa-um/Esau, Mika-ilu/Michael, Sa-u-lum/Saul, Da-udum/David. In Ebla werden Götzen wie El, Yah, Dagon, Baal, Ishtar, Resheph, Kanish, Hadad, Kura, Nidakul usw. verehrt sowie sumerische/hurritische wie Enki, Ninki, Ashtapi, Hapat, Ishara. Enki ist der sumersiche Schöpfer der Welt lange vor Yah/Yahwe als Kopie und Althebräisch als geklaute Sprache.

  24. #24 von paxaurea am 17. August 2011 - 13:13

    Nur hatte die Verfolgung der Christen ihre Gründe und die lagen nicht selten bei den Christen. Basis für die Verfolgung war nicht die Religion, sondern das Konzept des Kaiserreichs, wer an das Reich glaubte, nahm am Kaiserkult teil, daher wurde später auch eine Zahlung eingeführt, damit Christen als loyal galten, auch wenn sie dem Kaiserkult fernblieben

    Die Sache mit den Christen in der Arena ist im Endeffekt auch eine ganz harmlose Sache, es war eine Todesstrafe mit der Möglichkeit begnadigt zu werden. Haben die Verurteilten sich tapfer gewehrt, haben sie lange genug überlebt, gar Tiere töten können, ließ man sie laufen, damals bot die Arena die Hoffnung auf Leben, die von christlichen Märtyrern nicht angenommen wurde. Selbst weglaufen konnte das Leben bringen.

    Daß die Christentum im Anschluss daran kaum Zeit verschwendeten den Polytheismus auszulöschen und Polytheisten abzuschlachten, möchte das Männlein auch verschweigen und ignorieren, weil diese Geschehnisse selten zur Sprache gebracht werden.

    Die Opfer Maos gehen primär auf Hungersnöte und politisches Versagen zurück, die wurden nicht umgebracht, sondern durch irrsinnige Reformen in den Hungertod getrieben. Zudem zählen die absoluten Opferzahlen gar nicht, es geht um die prozentualen Verlust an Menschenleben im Vergleich zur Gesamtpopulation und das 20. Jhd. war trotz zweier Weltkriege, Holocaust und co das unblutigste der menschlichen Geschichte.

    Daß das Männlein auch mal wieder Hitler den Atheisten in die Schuhe schiebt, ist so einfach zu kontern, aber wer nicht denken will, muß eben Lügen glauben und verbreiten.

  25. #25 von emporda am 17. August 2011 - 13:29

    @paxaurea
    Basis für die Verfolgung war nicht die Religion, sondern das Konzept des Kaiserreichs, wer an das Reich glaubte, nahm am Kaiserkult teil, daher wurde später auch eine Zahlung eingeführt, damit Christen als loyal galten, auch wenn sie dem Kaiserkult fernblieben
    ————————-
    Das geht weit an der Realität vorbei. Die Verbreitung des Christums beruht auf Gewalt, Totschlag und Betrug. Die Verfolgten waren nicht die Christen, sondern die Anhänger anderer Relgiionen. Auch hier findet keine Auseinandersetzung der Christen mit ihrer realen Geschichte statt

    Damasius I war ein Gangster, der sich mit Gewalt mittels Gladiatoren zum Papst ausruft, obwohl Ursinus kurz vorher als Nachfolger von Papst Liberius gewählt ist. Er beauftragt Sophronius Eusebius Hieronymus (347–419 n.C) im Jahr 383 n.C. die Vulgata zu schreiben. Hieronymus warnt in den erhaltenen Texten und den vielen divergenten Quellen wäre kaum die Wahrheit zu finden. Er konnte neben Altgriechisch etwas Hebräisch und übersetzte drauf los, obwohl für ihn in den Texten Zahlen >400 aus dem Hieratischen unbekannt sind.

    Das Christentum war nie eine friedliche Religion, der Menschen mit Freuden zuströmen, es wird intolerant mit extremer Brutalität aufgezwungen. Auf dem Konzil von Arles (314 n.C.) belegte die Kirche Deserteure des Heeres mit dem Bann. Da die Legionen mehrheitlich den Mithras-Kult nutzen, war der Wechsel zum fast identischen Jesus-Kult leicht. Heidnische Gottesdienste werden ab 356 n.C. mit dem die Tod bestraft. Kaiser Constantin (285-337 n.C.) agiert als Beispiel christlicher Tugend, verläßt seine Frau Minervina, ermordet deren Sohn Crispus, seine Frau Fausta und vergiftet den Schwiegervater mitsamt Mutter Helena.

    Die Christen usurpieren die Macht und eine brutale Vernichtung von Menschen beginnt mit Kaiser Theodosius I. Im Edikt von Thessaloniki von 380 n.C. heißt es: „Wir befehlen, dass diejenigen, welche dies Gesetz befolgen, den Namen ‚katholische Christen‘ annehmen sollen; die übrigen dagegen, welche wir für toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande zu tragen, Ketzer zu heißen. Ihre Zusammenkünfte dürfen sich nicht als Kirchen bezeichnen. Sie müssen zuerst von der göttlichen Rache getroffen werden, sodann auch von der Strafe unseres Zornes, wozu wir die Vollmacht dem himmlischen Urteil entlehnen.“

    Im Jahr 415 n.C. wird die heidnische Philosophin und Mathematikerin Hypatia als Zauberin diffamiert. Mönche reißen ihr die Kleider vom Leib und zerstückelten den Körper mit Glasscherben. 416 n.C. werden Nichtchristen aus alllen staatlichen Ämtern entfernt, 418 n.C. werden alle antichristlichen Schriften verbrannt, ab 435 n.C. werden heidnische Kulte mit Verbannung und Gütereinzug bestraft, 438 n.C. werden sie bei Todesstrafe verboten und alle heidnischen Tempel zerstört. Das Decretum-Gelasianum des römischen Konzils von 496 n.C. ist der erste Index verbotener Bücher. Ab 600 n.C. sind Heiden per Decretum rechtlos, ein Freibrief für Menschenhandel, Ausbeutung und Mord. Die „Konstantinsche Schenkung“ des westlichen römischen Reiches an Papst Silvester I. gründet sich auf eine gefälsche Urkunde und belegt den Machtanspruch der Kirche über Antiochia, Alexandria, Konstantinopel und Jerusalem. Als die plumpe Fälschung auffliegt geht die Urkunde leider verloren.

  26. #26 von verquer am 17. August 2011 - 16:41

    @paxaurea

    Die Sache mit den Christen in der Arena ist im Endeffekt auch eine ganz harmlose Sache, es war eine Todesstrafe mit der Möglichkeit begnadigt zu werden. Haben die Verurteilten sich tapfer gewehrt, haben sie lange genug überlebt, gar Tiere töten können, ließ man sie laufen, damals bot die Arena die Hoffnung auf Leben, die von christlichen Märtyrern nicht angenommen wurde. Selbst weglaufen konnte das Leben bringen.

    Harmlos? Das ist doch die selbe Geschichtsrelativierung, die wir bei den Christen kritisieren.

  27. #27 von S. Van Lure am 17. August 2011 - 20:46

    ach du… kacke.
    ‚Tschuldige, aber da fällt mir doch glatt alles runter. „Tips und Tricks“ sich rauszuredenO.o
    Eine schöne Religion, die sich selbst immer wieder und jedes mal wieder auf so viele peinliche Arten selbst widerspricht… Ruther hat gerade eines der 10 Gebote abgeschafft. Hurra! Also wenn der Papst mal so eben die Vorhölle für nicht existent erkläten kann, wieso nicht?

  28. #28 von Gelmir am 18. August 2011 - 01:32

    Welchen Wert auf der Admiral-Skala™ hat sich dieser Religiot Felix Ruther damit nun eigentlich erarbeitet?

  29. #29 von ichglaubsnicht am 18. August 2011 - 02:54

    @Gelmir:
    Gute 7 denke ich mal

  30. #30 von Wolfgang am 18. August 2011 - 14:28

    Ganz einfache Frage von einem Atheisten an einen Christen:

    „Du glaubst an einen Gott?“

    „Ja, selbstverständlich!“

    „Dann bitte ihn hier her!! Ich kann es nicht!“.

    „?????“