EKD-Statistik für 2009: Immer weninger Gottesdienstbesucher

Obwohl die Zahl der Gottesdienstbesucher in den evangelischen Landeskirchen bereits ein sehr niedriges Niveau erreicht hat, ist sie weiter rückläufig. Das geht aus der aktuellen in Hannover veröffentlichten EKD-Statistik hervor. Danach besuchten 2009 durchschnittlich 922.388 Personen den Gottesdienst. Das waren 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr (934.833). Der Anteil der Kirchenmitglieder, die am Gottesdienst teilnehmen, blieb mit 3,8 Prozent gleich (Ost: 4,6 Prozent/West: 3,6 Prozent). (…)

Heiligabend: Viele Nichtchristen bei der Christvesper

Überfüllt sind die evangelischen Kirchen meist nur an Heiligabend: 2009 strömten rund neun Millionen Menschen in die Kirchen, darunter auch viele Konfessionslose.

Quelle: idea Nachrichten

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  1. #1 von deradmiral am 8. Juli 2011 - 09:46

    An Heiligabend kommen dann die Wischi-Waschi-Christen mit 3 Adm und vielleicht ein paar Atheisten mit 2 Adm, die etwas Nostalgie atmen wollen.

  2. #2 von Noch ein Fragender am 8. Juli 2011 - 11:08

    Die Kirchen trösten sich mit der Aussage, dass in die Gottesdienste mehr Menschen kommen als zu Bundesligaspielen.

    http://www.ekhn.de/sued-nassau/pm/09/05_25.htm

  3. #3 von Max Headroom am 8. Juli 2011 - 12:24

    Heiligabend: Viele Nichtchristen bei der Christvesper

    Zu „Einer wird gewinnen“ hat das deutsche TV-Volk damals geschlossen den Fernseher eingeschaltet. Gewohnheiten ändern sich 😉 .
    Aber ansich frage ich mich: was ist daran neu? Das die evangl. Kirchen nun Mitglieder verlieren, nicht nur die kath.? Das Tröpfeln ist kein singuläres Ereignis. Aber vielleicht kann die EKD die Gotteskraft in Afrika oder am Nordpol neu auftanken? Hier sind alle schon gesättigt und lassen sich nicht mehr so leicht um den Finger wickeln 😛 .

  4. #4 von Didi am 8. Juli 2011 - 13:17

    Wann werden die Kirchen einsehen, dass die Menschen in unseren einigermaßen aufgeklärten westlichen Ländern nicht mehr so leicht mit diesen orientalischen Märchen zu überzeugen sein? Es sind nämlich nicht die kriminellen Vorkommnisse von Kirchenmännern und nicht die Kirchensteuer, die zum Kirchenaustritt führen. Es ist der gesunde Menschenverstand. Max Headroom hat ebenso wie ich auf meinen Reisen nach Afrika und Südamerika festgestellt, dass die weniger aufgeklärten Menschen dort, und die bildungsdumm gehaltenen Amerikaner in USA, noch diese Märchen glauben. Und das Fest in der Kirche zu Weihnachten ist halt ein Happening für viele. Es ist mit guten Marketingmethoden vorbereitet, medienträchtig angekündigt und als Ritual mit Rock-Musik usw. etwas progressiv gehalten. Das kommt an.
    Man spricht immer von 29% Mitgliedern je christlicher Kirche. Zählt man die am Sonntag praktizierenden sind es nur noch 1,9% Protestanten und 5,7% Katholiken. Die restlichen sind Karteileichen.
    Zieht man die im Alltag nicht gemäß christlicher Nächstenliebe handelnden Menschen ab, z. B. als Arbeitgeber oder Wohnungsvermieter, bleibt nicht mehr viel Christliches übrig.

  5. #5 von Andreas A. am 8. Juli 2011 - 13:20

    Immer weninger Gottesdienstbesucher

    Da muss sofort Alarm geschlagen werden und die Politik muss endlich eingreifen!

    Es muss endlich Geld bereitgestellt werden, dass dieser Missstand behoben werden kann.

    Wo soll Deutschland enden, wenn BBT und Co vor leeren Kirchbänken predigen, keiner ihre verquerte Meinung interessiert und am Ende alle das eigenständige Denken anfangen?

  6. #6 von emporda am 8. Juli 2011 - 13:32

    @Didi
    Die Kirchen haben das längst eingesehen und handeln entsprechend. Nur geredet wird darüber nicht, das würden das Schrumpfen nur noch beschleunigen.

    In der BRD und einige anderen Ländern in Westeuropa reduziert sich die RKK still und heimlich auf 35% Deutsche konfessionslos, <29% evangelisch, <30% katholisch, 9% sind Analphabeten ohne eine klare Zuordnung zu den 3 Gruppen.

    Das Bistum Speyer löst 124 von 346 Pfarrgemeinden auf, das Bistum Würzburg 455 von 619, das Bistum Magdeburg 44 von 186, das Bistum Erfurt 10 von 16, das Bistum Freiburg 747 von 1075, das Bistum Trier 216 von 389, das Bistum Hildesheim 224 von 348, das Bistum Essen 216 von 259, das Bistum Aachen 379 von 450 usw. Die RKK Bistümer meiden Angaben zu den früheren Zahlen ihrer Pfarreien als Eingeständis ihres Versagens, die Gesamtzahl wird auf <1.500 reduziert. Damit rückt die Schließung von 20 der derzeit 27 Bistümer näher, 28 Mio. ansteigt. Die Neuordnung der RKK mit <25.000 Gläubigen je Pfarrstelle anstelle füher 1.500 soll den Priestermangel kompensieren, nur 12% ihrer Mitglieder, die Taufen nehmen um >30% und die Eheschließungen um >50% ab.

  7. #7 von verquer am 8. Juli 2011 - 14:30

    @Noch ein Fragender

    Die Kirchen trösten sich mit der Aussage, dass in die Gottesdienste mehr Menschen kommen als zu Bundesligaspielen.

    http://www.ekhn.de/sued-nassau/pm/09/05_25.htm

    *facepalm* Laut RP ONLINE hatten alle Bundesligavereine in der Saison 09/10 ein Stadiofassungsvermoegen von 836342 mit einer durchschnittlichen Auslastung von 92,23% (wovon die Kirchen wohl nur traumen duerften). Es kamen also etwa 760772 Zuschauer pro Bundesligaspiel in die Stadien. Das sind auch nur rund 40000 weniger als die Spannbreite die die EKHN angibt: naemlich 800.000 bis 1 Million. Also selbst bei Vollauslastung koennte es gar nicht mehr Bundesligazuschauer geben… Was passiert dann wohl, wenn man da noch zweite und dritte Liga mitzaehlt?

    Die koennten genauso gut argumentieren, dass es mehr Kirchengaenger gibt als in mein Wohnzimmer passen. Ist zwar richtig, aber irrelevant.

  8. #8 von schiffmo am 8. Juli 2011 - 14:52

    @verquer: Ich hab mich an einer ähnlichen Schätzung versucht. Es ist anzunehmen, daß in der 2. 135’000 und in der 3. 51’000 Zuschauer pro Spieltag (Durchschnittswerte) kommen, in der Regionalliga so 10’000 und in der Oberliga (Bayernliga etc) wieder um die 100’000. Die Million übertreffen die leicht jeden einzelnen Spieltag. Außerdem schauen sich sicher nicht Millionen jeden Sonntag die Gottesdienste im Fernsehen an 😉

  9. #9 von schiffmo am 8. Juli 2011 - 14:54

    In den niederen Klassen gibts außerdem jedes WE noch tausende Spiele mit jeweils dutzenden Zuschauern, das macht nochmal knapp sechsstellig. Wir sollten mal die Fußballspieler zählen (22 * Anzahl Spiele) und mit den Priesterzahlen vergleichen – dann wirds für die Religiösen selbst dann eng, wenn sie alle Kirchenchöre bei den Geistlichen mitzählen }:-]