Islampolizei jagt in Saudi-Arabien Frauen am Steuer

Aktivistinnen erklärten den 17. Juni zum „Tag des Autofahrens“. In dem islamische Königreich ist Frauen das Autofahren per Gesetz verboten.

Dutzende langbärtige Islam-Polizisten sind in Riad aufmarschiert, um Frauen am Autofahren zu hindern. Augenzeugen in der saudischen Hauptstadt sahen die Vertreter der Behörde für die Förderung der Tugend und die Verhinderung des Lasters rund um die König-Abdulasis-Straße. Aktivistinnen hatten den 17. Juni zum „Tag des Autofahrens“ erklärt. Sie riefen Frauen auf, sich trotz des geltenden Frauenfahrverbotes an diesem Freitag ans Steuer eines Autos zu setzen und durch die Innenstadt von Riad zu fahren.

Weiterlesen:

http://www.abendblatt.de/ratgeber/auto-motor/article1927357/Islampolizei-jagt-in-Saudi-Arabien-Frauen-am-Steuer.html

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  1. #1 von emporda am 18. Juni 2011 - 11:30

    Die Religionspolizeit in Saudi-Arabien ist wie ein Staat im Staat.

    In Saudi-Arabien, wo ich einige Jahre war, durften Feuerwehrleute keine weiblichen Schüler aus einer brennenden Schule retten, da die Mädchen nicht korrekt mit einem Kopftuch bekleidet waren. Die Wächter der islamischen Religionspolizei hatten vor Jahren die Rettung unterbunden, so dass es allein bei einem Brand 13 Todesfälle gab mit Feuerwehrleuten als Zuschauern. Nach vielen Jahren hat die Regierung laut „Saudi Gazette“ im Mai 2010 den Schulleitern klare Anweisungen gegeben, um solchen Irrsinn zu verhindern.

    Bei Krankentransporten gibt es vergleichbare Fälle des religiösen Irrsinns, da bleiben schwerstkranke Frauen bis zum Exitus liegen, weil sie sich nicht mehr mit einem Kopftuch bekleiden können. Außerdem dürfen nur Krankenwagen mit weiblichen Sanitätern kranke Frauen versorgen und transportieren, aber den Krankenwagen dürfen sie nicht selber fahren, da Frauen weder Führerscheine noch Identitätskarten erhalten. Fahren darf nur ein Mann, der unter keinen Umständen einen Blick auf die weibliche Patientin werfen oder gar eine Verbindungstür/Fenster zum Krankenabteil oder den weiblichen Sanitätern haben darf. Hat der Krankenwagen nur männliche Sanitäter, bleibt die schwerstkranke Frau ihrem Schicksal überlassen, Allah wird es in Weisheit richten. Die tote Frau wird revitalisiert und im Paradies als willige Jungfrau von Terroristen vernascht. Das ist doch eine wunderbare Karriere.

    Zur den 5 täglichen Gebetszeiten werden alle Geschäfte geschlossen, die Religionspolizei prügelt die Kunden mit Stöcken auf die Straße. Ob Frauen und Kinder Schläge bekommen, das spielt überhaupt keine Rolle – die hätten ja rechtzeitig fliehen können. Die Angestellten – meist ausländische Billiglohnarbeiter – rollen draußen auf dem Bürgersteig den Gebetsteppich aus und verrichten ihren Gebetszauber. Das Recht ist immer auf der Seite der Ultrareligiösen. Als mir in einer Einbahnstraße von Riyadh ein Jemenit in falscher Richtung über den Kühler gefahren ist, da war ich zu 50% am Unfall schuld. Wäre ich nach dem dort geltenden Sharia-Recht nicht im Lande gewesen, wäre der Unfall nie passiert – also war ich mitschuldig.

    Wer noch nie in einem strikt islamischen Land wie Saudi Arabien zur Fastenzeit lokale Flugreisen gemacht hat, der kennt kein Chaos. Am Flughafen wartet man auf die Abfertigung für den gebuchten Flug. Plötzlich schließt der Schalter – Sallahzeit. Nach etwa 45 Minuten ist die vorbei, das Flugzeug ist längst abgeflogen, der Koffer ist verladen und am gleichen Tag geht kein Flug mehr. Kommt man am nächsten Tag am Ziel an, ist das Gepäck geklaut. Nach 2 Totalverlusten bin ich immer mit dem Auto gefahren, oft 1200 km einfach bei >55°C durch die Wüste auf Puckelpisten. Fährt man schneller als 90 km/h werden die Reifen zu heiß und platzen. Nachtfahrten sollte man besser ganz unterlassen, die wilden Kamele laufen gerne auf der Straße, werden von den Lkws überrollt und die Kadaver sind für einen Pkw fatal. Bei Sandstürmen sollte man einen Schutz suchen, was bei 250 km ohne jedes Gebäude nicht immer einfach ist. Hinterher ist der Motorraum voll mit Sand, der Lack ist total stumpf und die Lüftungskanäle sind voll mit mikrofeinem Sand. Mit etwas Glück startet das Auto wieder.

    Wegen dem täglichen Organisationschaos auf den Flughäfen (Jeddah, Al-Diriyah, Riyadh) gibt es internationale Flüge erst nach 21:00 Uhr, dann funktioniert die Organisation ausreichend, die Air-Controller sitzen wieder vor ihren Bildschirmen und knien nicht auf dem Gebetsteppich, während am Himmel die islamische Hölle stattfindet. Das ist wie die Tunis-Air Maschine, der wegen fehlerhafter Instrumente der Treibstoff ausging. Laut „voice-recorder“ haben die Piloten nicht etwa nach Handbuch gehandelt und einen Ausweichflughafen gesucht, nein, sie haben intensiv zu Allah um Hilfe gebetet. Der war gerade im Paradies beschäftigt für die Pilger die Huris zu sortieren und die etwa 120 Passagiere waren tot.

  2. #2 von derKritiker am 18. Juni 2011 - 12:02

    Danke …. interessanter Bericht … 🙂

  3. #3 von Rumpelstilzchen am 18. Juni 2011 - 19:25

    Wenn die Moslemfrauen aus religiösen Gründen nicht fahren dürfen, sollte das den Männern dort aus Sicherheitsgründen auch verwehrt sein, da sie ja nicht fahren können.

  4. #4 von mreins am 18. Juni 2011 - 22:20

    Ach dieses kleine religiöse Problem ist doch schon längst organisatorisch gelöst:

    http://www.spankthenews.com/html/article-detail.php?ArtID=180

  5. #5 von AMB am 18. Juni 2011 - 22:25

    @mreins

    LOL :mrgreen: