Die Arche kommt nach Köln

Im Juli wird die Arche Noah in Köln anlegen. Jedenfalls ein kleinerer Nachbau des im 1. Buch Mose beschriebenen Schiffs, das die einzigen Überlebenden der biblischen Sintflut rettete. Der holländische Puppenspieler und Fernsehmacher Aad Peters hat sich für die biblische Attraktion ein besonderes Konzept ausgedacht, das auch auf Jesus hindeutet.

(…)

Ihm sei es letztlich egal, ob man die Geschichte von Noah oder von Adam und Eva für wahr halte oder nicht. Er will nicht darüber streiten, sondern hält es für spannender, wenn jeder für sich herausgefordert ist, seinen Glauben ein- oder auszuschalten. „Man kann ja auch die Existenz Gottes nicht beweisen. Es ist im Grunde alles Glaube.“ Wichtig ist Peters die Geschichte von den zwei Bäumen im Paradies auch für das Verständnis des Phänomens Tod. „Auch Darwin hat einen Baum aufgezeichnet“, so Peters. „Aber Darwins Baum und seine Evolutionstheorie erklären nicht, warum es den Tod gibt. Die Bibel und die zwei Bäume hingegen geben uns eine Erklärung, warum der Tod in die Welt gekommen ist.“

Weiterlesen:

http://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=4087

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  1. #1 von Rumpelstilzchen am 10. Juni 2011 - 07:49

    Wenn es diesem Käskopp noch gelingt, alle Tierarten paarweise auf seiner Arche unterzubringen, werden auch die hartnäckigsten Atheisten glaube, daß die Bibel doch recht hat.

  2. #2 von Wacke am 10. Juni 2011 - 07:51

    Herr Aad Peters ist für heute mein Liebling. Die Evolutionstheorie erklärt nicht, warum es den Tod gibt?

  3. #3 von AMB am 10. Juni 2011 - 08:44

    „Aber Darwins Baum und seine Evolutionstheorie erklären nicht, warum es den Tod gibt. Die Bibel und die zwei Bäume hingegen geben uns eine Erklärung, warum der Tod in die Welt gekommen ist.“

    *FACEPALM*

    Evolution:

    Der Tod ist das Resultat von Krankheiten, begrenzte Lebenserwartung, fressen und gefressen werden, Opfer von Selektion, Naturkatastrophen, Klimaveränderung, Kometeneinschlag…

    VS:

    Genesis:

    Der Tod ist das Resultat einer Begebenheit, wonach ein nacktes, dummes, bauchnabelloses Pärchen, genannt Adam und Eva, von einer sprechenden Schlange angesprochen wurde, von einem magischen Baum eine Frucht zu essen.

    Ich gebe zu, die Bibel erklärt auch den Tod. Aber auf eine so lächerliche Art und Weise, dass das kein vernünftiger Mensch glauben kann!!

  4. #4 von ichglaubsnicht am 10. Juni 2011 - 08:58

    Der holländische Puppenspieler und Fernsehmacher Aad Peters …

    Er sollte definitiv beim Puppenspielen und Fernsehmachen bleiben und sich nicht zu Fragen der Evolution äußern die er offensichtlich nicht verstanden hat.
    Ohne den Tod würde es keine Evolution geben, wenn die Welt einmal mit Lebewesen gefüllt ist wars das… http://de.wikipedia.org/wiki/Tod#Der_Tod_als_biologischer_Mechanismus

  5. #5 von Andreas R am 10. Juni 2011 - 09:51

    Ich werde auch nie verstehen, warum das Horrormärchen von der bösen allmächtigen Gottheit, die mal eben die gesamte Menschheit (mit Ausnahme jenes Herrn Noah und seines Schiffes) ersäuft, für Kinder geeignet sein soll.

    Auch das Kreuz soll ja in jedem Kinderzimmer hängen: ein brutales Folterinstrument, an dem ein Mensch mit Nägeln, die durch sein Fleisch geschlagen werden, festgemacht wird, um langsam zu verenden! Ich kenne einen Film, in dem Menschen an Kreuze gebunden werden und zusammen ein fröhliches Lied singen. Dieser Film ist aber ab 12 Jahren und die Christen würden ihn am liebsten verbieten.

  6. #6 von Stephan am 10. Juni 2011 - 11:10

    Ohne Tod keine Fortpflanzung… !

  7. #7 von emporda am 10. Juni 2011 - 11:49

    Da war im Fernsehen gerade ein Film über Tierstranporte auf See, daraus ergeben sich interessante Fragen zum biblischen Sintflutmärchen einst abgeschrieben vom Gilgamesch-Epos. Auf modernen Tiertransportern werden bis zu 16.500 Rinder mit 7.000 Tonnen Lebendgewicht von Darwin/Australien nach Indonesien und Arabien gefahren. So viele Rinder und Wasserbüffel brauchen am Tag 500 Tonnen Wasser und 300 Tonnen Getreide, die Belüftung des Schiffes für 50 fachen Luftwechsel pro Stunde hat eine Antriebsleistung von 1000 PS.

    Der Zoo in Washington hat 600 Jahre alte Noah und 3 Söhne >400 Jahre bauen eine Arche für >10 Mio. Tierarten, sie bedienen sie seemännisch, schöpfen Leckwasser, füttern und tränken, entmisten und belüften. Die biblische Arche 135*23*13 Meter (L*B*H) belegt die vollkommene Ahnungslosigkeit in Technik, das Schiff hat 3.000 t Verdrängung je Meter Tiefgang. Nur für die Holzbeschaffung hätten 4 Noah-Greise >500 Jahre gebraucht.

    Die biblische Arche hat genug Futter und Wasser für 1 Jahr, Skorbut, Fäulnis, Pilze, Viren hat Gott verboten. Allein die Grasfresser ohne Dinosaurier brauchen >400 Tonnen/Tag plus >700 Tonnen/Tag an Trinkwasser. Daraus produzieren sie 200 Tonnen/Tag an Mist. Den Bedarf an Wasser und Futter für 1 Jahr mit etwa 400.000 Tonnen ist auf der Arche nicht zu lagen, etwa 10% davon für 1 Monat könnten notfalls mitgenommen werden. Nicht jedes Tier frisst jede Pflanze oder jedes Gras, Pflanzenfressern verdauen Futter älter als 3 Tage nur ausnahmsweise. Viele Tierarten brauchen spezielles Futter wie Pfeilbambus, arktisches Renntiermoos usw., andere fressen nur lebende Beute.

    Die Raubtiere der Arche fressen >5 Tonnen Fleisch/Tag. Mangels Kühltechnik wäre für die Versorgung ohne Dinosaurier eine Herde von >10.000 Schlachtrindern notwendig mit >30 täglichen Schlachtungen, ohne Platz und Futter für diese Rinder. Die Raubtiere haben nach der Sintflut nicht die letzten existierenden Grasfresser jeder Art aufgefressen, sie haben >20 Generationen lang bis zur Herdenbildung Noahs leckere Butterbrote gefressen und auf dem Weg nach Asien, Australien und Amerika durch salzige Flutwüsten göttlichen Kohldampf geschoben. Arten wie das Faultier bewegen sich extrem langsam nur auf Bäumen, andere leben nur im Süßwasser, sie wären heute noch auf dem Rückweg.

  8. #8 von wackee am 10. Juni 2011 - 13:59

    Das Ding ist ein großer Haufen von zusammengetackertem Holz, der aussieht als würde es auseinanderbrechen, sobald es ins Wasser gelassen würde – selbst ohne Nutzlast. Vieleicht muss die Arche ja deshalb auf einer Barge aus Stahl transportiert werden, die das Schwimmen für sie übernimmt.
    Wer bei diesem Anblick seinen Glauben noch eingeschaltet lässt…

  9. #9 von Randifan am 10. Juni 2011 - 14:34

    Das Thema Arche Noah erweckt in der Öffentlichkeit viel mehr Interesse als Big Foot, Nessie und UFOs. Dahinter könnte der Wunsch stecken, unsere Gesellschaft mit ihren schlechten Seiten möge doch untergehen, damit eine kleine Gruppe hinterher einen Neuanfang wagt.

  10. #10 von Barkai am 10. Juni 2011 - 15:32

    Dass der Herr Peters, keinen Schimmer von Biologie hat, ist offensichtlich, aber da er was von Tod und Jesus faselt, könnte er auch seine Religion nicht ganz begriffen haben; war Jesus nicht der, der den Tod besiegt haben soll, damit alle das ewige Leben (im Gegensatz zum Tod) haben? Oder habe ich da jetzt was am Christentum nicht verstanden?

  11. #11 von buchstaeblich am 10. Juni 2011 - 15:46

    Ich wünsche dem Herrn aufrichtigen Herzens Mast- und Schotbruch.
    Und ich wünsche mir viele Handyfilmchen auf youtube, wenn das Ding abblubbert.

    Außerdem möchte ich von Herrn Peters wissen, wie die Märchenfigur Noah es geschafft haben soll, Pinguine, Eisbären, Bengaltiger, südamerikanische Pfeilgiftfrösche, alpine Murmeltiere, amerikanische Wapitihirsche, schwedische Elche, südostasiatische Käfer etc. pp. zusammenzutrommeln.

    Und vergessen wir nicht das Schnabeltier, das Fingertier und Kängurus.

  12. #12 von Max Headroom am 10. Juni 2011 - 17:00

    Seine Arche soll aber mehr sein als nur der Nachbau eines riesigen Schiffes, das in einem alten Buch vorkommt, (..)

    Die These der Bibel, die Arche beinhalte XX Tiere, ließe sich leicht überprüfen. Einfach einige Zoos „leerräumen“, die Tiere dort in der Arche stopfen und die restlichen, nicht im Zoo befindlichen Tiere durch maßstabsgetreue Pappkammeraden ersetzen. Danach wollen wir mal sehen, wie sich Gorilla, Zebra, Eichhörnchen, Naßhorn, Elephant, Koalabär, Tiger, Eis- und Grizzlybär, Pinguin und Meerschweinchen unter all den anderen Tieren vertrugen haben. Ohne übernatürlichen Eingriff wird es ein sehr „lebhafter“ Schwimmzoo sein, wetten? Erst recht, wenn die Besucher mit ihren Haustieren vorbeikommen. Von Hund, Katze, Hausschwein, Pony und natürlich einer Schlange will ich ja nicht einmal anfangen. Das Gebelle, während das Pony verschreckt die Schlange tottrampelt, kann nur von der Geschichte getoppt werden, dass der gesammten Planet von einer Wassermasse bedeckt war, die sich heute nicht mehr auf diesem Planeten nachweisen lassen kann. Und wie es auch mal auf Youtube zu hören gab, sorgte eine supernatürliche Kraft dafür, dass die überschüssige Wassermasse in einem gewaltigen Strahl zum Mond geschleudert wurde, und durch einen göttlichen Riss in der Mondlandschaft verschwand das Wasser im Mondinnerem. Jules Verne würde sabbernd auf „mag ich“ anklicken, könne er seine Mondbesucher, statt mit einer Kanone, mit einem Paddelboot zum Trabanten schicken 😀 .

    Denn am Ende ist es Jesus, der den Baum des Lebens darstellt.

    Sicher? Waren die jüdischen Rabbis wirklich alles Bäume des Lebens? Oder träumt sich der Mann hier nur was zusammen, was nicht belegt ist?

    Der Baum der Erkenntnis stehe für das Gesetz, so Peters, das jeden Menschen wie eine lästige Fliege durchs Leben verfolge. „Niemand kommt vom Gesetz los. Erst Jesus ist die Erlösung vom Gesetz. Er ist der Baum des Lebens.

    Wie lautet das Gesetz? An welcher Stelle hat dieses Gesetz eine Lücke, die der Jesus wohl ausnutzen konnte? Wie verhält es sich mit dem Baum? Weshalb findet sich das Gesetz nicht beim zweitem Baum? Und was ist mit einem Ahornbaum? Findet sich das Gesetz nicht auch in einer Eiche, oder einer Buche? Wo steht dieser Baum? Wieso haben andere Kulturen keine solchen Bäume gehabt? Weshalb schnitzten sich die Odinanhänger aus einem toten(!) Baumstumpf die ersten Menschen? Hatten diese ersten Menschen, die nicht durch eine „Sünde“ erst sterblich wurden, nicht auch das Gesetz in sich? Repräsentiert dieser Baumstumpf dann nicht auch den Baum des Lebens?

    Fragen über Fragen … die niemals gelöst werden. Kein Wunder, sind es doch „Glaubensfragen“, welche jegliches „Wissen“ vom Prinzip her vermissen lassen.

    Kinder spielen und tollen herum, Erwachsene lesen in der Bibel oder entspannen auf einem Wasserbett.

    Kriegt man Hausverbot Bootsverbot, wenn man als Atheist die schönen Bibelstellen mit einem Marker kenntlich macht bzw. vor den Augen und Ohren den Kindern laut vorliest? Das Hohelied der Liebe, inklusive der näheren Erläuterung der Passagen, wäre ja nur ein kleines Übel. Ich spreche von den Masserschlachten, der detailreichen Darstellung der Gewalttaten und die von Gott favorisierte Methode der Schlichtung … die Ermordung. Mit einer kleinen theatralischen Einlage, kann man den kleinen Kindern nahebringen, wie „lieb“ der Ingenieur des Bootes sich der Weltbevölkerung den Juden gab 🙂 .
    Man kann dann auch andere Texte anderer Religionen vorlesen. Die Gesichter der Gäste zu beobachten, wenn ganze Welten aus dem Anus einer Gottheit plumpsen, wäre vielleicht ein Schnappschuss wert 😛 . Widerlegen kann man diese Geschichte genausowenig wie die Behauptung, ein Gott hätt einen Lebensbaum auf Beinen gezeugt, damit er für Sünden am Kreuz sterben musste, welche wohl eher an der Wurzel dieser Bäume zu finden sind 🙂 . Aber so ist es eben. Ist die Wurzel krank, kann der ganze sprechende Baum des Lebens absterben.

    Es gebe in Europa keinen guten Bibelpark, sei ihm aufgefallen.

    Weniger wegen der antiklerikalen Christenverfolgung der Politiker, als aus der Tatsache heraus, dass in einem relativ stabilem Europa der Glaube an Bibelgeschichten nicht mehr so notwendig ist, wie in der glühenden Hitze einer (Vernunft)Wüste. Er kann ja gerne einen oder mehrere Parks eröffnen. Doch wenn er das Schicksal von Erich v.Däniken teilen wird, soll er die Schuld nicht in der fehlenden staatlichen Unterstützung suchen 😛 .

    Es werde keine Evangelisation an Bord geben und keine theologischen Seminare.

    Zumindest dies ist löblich 😉 . Die Vermittlung hanebüchener Fantasiegeschichten wird aber auch er nicht verhindern können, trägt seine Arche mit ihrem Aufbau doch gerade dazu bei 🙂 .

    Die Menschen sollten wieder mehr über ihre eigene Kultur wissen, aus der sie kommen. Ich war in den letzten Jahren viel in arabischen Ländern unterwegs. (..)

    Die Holländer sind gut getarte Araber? Wäre mir neu 😀 .
    Hier träumt sich der gute wieder einmal was zusammen. Die Kultur hat dieser Wüstengeschichte einen Großteil ihrer Substanz zu verdanken, das stimmt. Aber sie entstammte nicht aus ihr. So sehr er sich auch bemüht … wir haben heidnische Wurzeln, und die werden in den Ländern auch weiterhin (mehr oder weniger) gepflegt. Das wir keine heidnische Götter und Hohepriester haben, verdanken wir weniger der Liebe Gottes, sondern eher der Desinteresse dieser heidnischen Götter (= inexistente Wesen haben kein Interesse) und der aktiven Missionierung der Wüstengottheit-Anhänger (=inexistentes Wesen kann dies nicht selbst machen).

    Ihm sei es letztlich egal, ob man die Geschichte von Noah oder von Adam und Eva für wahr halte oder nicht. (..) Man kann ja auch die Existenz Gottes nicht beweisen.

    Ach, geht nicht? So wie man die Existenz der Baumarche nachweisen kann, kann man auch Krebs, einen Kanarienvogel oder einen Gott oder gar mehrere nachweisen. Die bis zum heutigem Tag beste Methode nennt sich „Wissenschaft“. Sehr gut ausgearbeitet, erklärt sie uns die Welt mit allen Ecken und Kanten. Der/die/das Gott entzieht sich nicht der Wissenschaft, sondern ist sehr exakt nachweisbar. Aber … wenn nichts – absolut gar nicht – wirkt, kann man getrost von einem nichtexistentem Gott ausgehen. Bestenfalls von einem deistischem Konstrukt irgendwo im Nirgendwo. Mehr aber auch nicht. Die Behauptung, der Herr Peters hätte drei Penisse am Körper, ist ja ebenfalls überprüfbar. Wir definieren einen Penis, einen Körper und die Anzahl. Fertig.
    So ist auch ein Gott überprüfbar. Definieren wir unsere Realität, eine Gottheit mit ihren Fähigkeiten und prüfen, ob die Behauptungen haltbar sind. Überraschenderweise sind sie genauso schwammig wie die Behauptungen über die Elfen, Trolle, dreiköpfigen Drachen, Einhörnern, geflügelten Pferden usw.

    Der einzigste Weg den Peters gehen kann ist der, einen schönen Themenpark zu bieten, basierend auf mythologischen Geschichten. Ende der Geschichte. Mehr ist nicht drinnen. Damit positioniert sich diese schwimmende Spaßfabrik direkt neben Phantasialand, Disneyland und Europapark. Die stationären Parks haben jedoch den Vorteil, gewaltige Achterbahnen, mehr Raum und viel Sonnenschein zu bieten. Damit sind sie für etliche millionen von Christen, Muslime, Juden, Anders- und Ungläubige auch viel interessanter 😛 .

    Fazit: Bildungspolitisch eine einzige Katastrophe. Unterhaltungswert stark eingeschränkt. Zumindest gibt es eine kostenlose Seeübelkeit im Paket. Schade um das viele verarbeitete Holz 😉 .

  13. #13 von mreins am 10. Juni 2011 - 19:59

    Der legt sicher an der „schäl sick“ an. 🙂

  14. #14 von Hinterfragerin am 10. Juni 2011 - 20:02

    Zwei Bäume? Spricht der Mann vom Silmarillion?

  15. #15 von Andreas P am 10. Juni 2011 - 20:12

    Immerhin erklärt der ehemals so große Baumbestand in einer heutigen Wüstengegend, woher die Bretter vor den Köpfen der Anhänger gewisser…