30.000 Gratis-Bibeln verteilt: Einige Schüler zerrissen Bibeln

'Wertvolles Kulturgut': Gideon-Informationsflyer für Schulleiterinnen und Schulleiter

Gideonbund: Vereinzelt wurde die Aktion an Schulen abgelehnt

Schwerin – Über 30.000 Neue Testamente haben 125 Mitglieder des deutschen Zweiges des Internationalen Gideonbundes in einer Woche in Westmecklenburg weitergeben. Sie überreichten die Bibeln im Rahmen der Aktion „Bibel-Blitz“ in Hotels, Arztpraxen, Krankenhäusern, Schulen und Universitäten. Die Aktion war vom Kultusministerium in Schwerin genehmigt worden. (…)

Einige Schüler zerrissen Bibeln

Nach Angaben des Gideonbundes wurden Bibeln vereinzelt abgelehnt oder auch zerstört. In Goldberg hätten einige Lehrer die Schüler zur Rückgabe der Bibeln aufgefordert; in Güstrow habe ein Schulleiter die Polizei gerufen und den Schülern die Annahme der Bibeln verboten, während einige Schüler Exemplare zerrissen und aus den Fenstern geworfen hätten; und in Zarrentin habe ein Schulleiter den ehrenamtlichen Gideonmitarbeitern mit Schlägen gedroht.

Das Ministerium hatte breits in der Vergangenheit mehrfach missionarische Aktivitäten unterstützt, siehe:

Wikipedia zufolge „bekannten“ sich 2004 in Mecklenburg-Vorpommern knapp 22% der Bevölkerung zur evangelischen oder katholischen Kirche, der überwiegende Teil der Bevölkerung ist konfessionslos. Bildungsminister ist Henry Tesch, CDU.

UPDATE: Die komplette Meldung beim „Arbeitskreis Religionsfreiheit der Evangelischen Allianz“.

UPDATE: Gemäß dem oben abgebildeten Informationsblatt (der Gideons) für Schulleiterinnen und Schulleiter entscheidet grundsätzlich die Schulleitung darüber, ob Bibeln an die Schülerinnen und Schüler abgegeben werden. Man fragt sich, weshalb es dann überhaupt zu den oben erwähnten Auseinandersetzungen kommen konnte.

Die Gideons beschreiben ihr „fest umrissenes Missionsprogramm“ so:

Unser Ziel:

Menschen mit Jesus Christus bekannt zu machen durch

  • gemeinsamen Dienst
  • persönliches Zeugnis
  • Auslegen und Weitergabe von Gottes Wort – der Bibel

[…]

Was wir glauben:

Wir glauben an Jesus Christus als den ewigen Sohn Gottes, haben Ihn als persönlichen Erlöser angenommen, erkennen die Bibel als inspiriertes Wort Gottes an und möchten in unserem täglichen Leben Jesus Christus folgen.

Die Abgabe der Bibeln an Schüler soll sich gemäß dem Informationsblatt folgendermaßen abspielen:

1.)    Wenn von der Schulleitung gewünscht, finden sich die Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse für max. 10 Minuten für eine kurze Ansprache mit anschließender Verteilung in der Aula ein.

2.)    Bewährt hat sich auch die Übergabe im Unterricht (max. 5 Minuten) oder

3.)    auf dem Schulhof/Schulgelände z. B. zu Unterrichtsbeginn oder in der großen Pause. ideal wäre es, wenn die Schulleitung über die Aktion durch einen Aushang oder Durchruf informiert.

Auf dem „Informationsblatt“ ist natürlich von der missionarischen Ausrichtung der Gideons keine Rede, sondern die Bibel wird als „wertvolles Kulturgut“ angepriesen, die „Vermittlung von Werten [biete] die beste Voraussetzung für erfolgreiches Lernen und teambefähigtes Arbeiten“.

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  1. #1 von Sheldon Lee Cooper am 2. Mai 2011 - 18:06

    Dagegen hilft jetzt nur eines: Ein wütender Mob aufgebrachter Christen muss sofort irgendeine Botschaft stürmen.

  2. #2 von Igor am 2. Mai 2011 - 18:21

    Deswegen bin ich auch gegen den Schulapfelblödsinn: Was nix kostet, ist nix wert. Das trifft in diesem Zusammenhang gleich doppelt zu.

    Bücher beschädigen ist trozdem scheisse. Lieber lesen und lachen. Oder die witzigsten stellen ausschneiden. Oder man macht es wie Bart simpson: Man sucht sich die enthaltenen Schimpfwörter und beruft sich auf die Bibel, falls sie einem verboten werden. Damit kann man schließlich noch ganz andere Sachen rechtfertigen.

  3. #3 von Noch ein Fragender am 2. Mai 2011 - 18:22

    „In Goldberg hätten einige Lehrer die Schüler zur Rückgabe der Bibeln aufgefordert; in Güstrow habe ein Schulleiter die Polizei gerufen und den Schülern die Annahme der Bibeln verboten,“

    Da wüsste ich doch gerne mal die Rechtsgrundlage …

  4. #4 von Randifan am 2. Mai 2011 - 18:32

    Das mit zerrissenen Bibel behaupten die Religiösen, wer weiß, ob es wirklich stimmt.

  5. #5 von AMB am 2. Mai 2011 - 18:40

    Das Kultusministerium hat die Bibelaktion genehmigt, mit welcher Begründung denn?? Wo ist die Trennung von Staat und Kirche?

  6. #6 von Randifan am 2. Mai 2011 - 18:42

    Ist mit einer Billigung des Bildungsministeriums zu rechnen, damit Scientology oder Zeugen Jehovas ihre Propaganda an den Schulen verteilen?

  7. #7 von Rumpelstilzchen am 2. Mai 2011 - 18:48

    Ist in Schulen nicht Schmutz- und Schundliteratur verboten? Erfreulich zu hören, daß sich Lehrer und Schüler gegen eine solche Indoktrination wehren. Ich selbst hatte vor einigen Wochen ein Johannesevangelium im Briefkasten, obwohl dort ein Werbeverbot steht. Jetzt klebt dort ein Atheisten-Aufkleber »Religiöse Propaganda unerwünscht!« Interessenten schicke ich gern die PDF, geeignet für 14 Etiketten 100×38.

  8. #8 von Igor am 2. Mai 2011 - 18:48

    Mit der Begründung, dass Baby Jesus das Heulen anfängt, wenns mans nicht genehmigte, Schätz ich. Kennt jemand einen Schüler, der eine Bibel bekommen hat? Der soll doch bitte ans KM schreiben und den Koran verlangen, der offenbar vergessen wurde. Schließlich ist Weltanschauliche neutralität gefragt, oder?

  9. #9 von Hinterfragerin am 2. Mai 2011 - 19:21

    @ Igor

    Und vielleicht auch gleich noch Graylings „The Good Book“. Immerhin nennt es sich „humanist bible“ … Und es handelt sich in der Tat um eine hochinteressante Zusammenstellung :-). Zudem könnten die Schüler da auch noch Englisch lernen.

  10. #10 von AMB am 2. Mai 2011 - 19:26

    @Rumpelstilzchen

    Schick mir die PDF: redaktion@blasphemieblog.atheismus.de Betreff: PDF für AMB

  11. #11 von Lebrac am 2. Mai 2011 - 19:56

    Bibelverfolgungen?!

  12. #12 von Stephan am 2. Mai 2011 - 20:02

    Auf meinem Briefkasten steht :
    Vorsicht : bissiger Atheist. Bei Angriff Bibel fallen lassen und abhauen !

    😉

  13. #13 von AMB am 2. Mai 2011 - 20:07

    @Stephan

    Nicht gut, er sollte wenigstens die Bibel auch mitnehmen!

  14. #14 von Igor am 2. Mai 2011 - 20:46

    So wie ich das sehe, kann jede Bibel, die einem Atheisten geschenkt wird, der weiß, warum er einer ist, nicht mehr von einem unbedarften Trottel gelesen und für die absolute Wahrheit gehalten werden.

    Also: Lasst euch Bibeln schenken!

  15. #15 von peanut am 2. Mai 2011 - 21:02

    Bücher zerstören, ist unangebracht. Tja, aber da sieht man mal was passiert, wenn man im „gottlosen“ Osten und dann auch noch im Norden den Leuten was aufs Auge drücken will. Früher sagte man mal „In Meck-Pom passiert alles 100 Jahre später“. Nun hat man die dies behaupteten eines bessere belehrt. Oder?

  16. #16 von theokratis am 2. Mai 2011 - 22:08

    Ich finde ja auch das es bessere Möglichkeiten zur Verwendung für Alt-Papier gibt… oder ist eine Bibel für die Altpapiertonne zu hochbelastet ?

    Haben die Gideons die Biblen an oder vor den Schulenverteilt ?

  17. #17 von Wolfgang Klosterhalfen am 2. Mai 2011 - 22:15

    Wird Zeit, dass in oder vor den Schulen mal die Reimbibel verteilt wird.
    Sponsoren dürfen sich jederzeit bei mir melden.

  18. #18 von ichglaubsnicht am 2. Mai 2011 - 23:16

    LOL, mir wurde heute (zwar nicht an einer Schule) wohl ein Exemplar davon in die Hand gedrückt:


    Bezogen auf meinen „Gottlos Glücklich“-Button sagte der Verteiler der Bibeln nur „Vielleicht hilfts ja was“

    Ein Cover für die Bibeln das stärker nach Plastik und Weichmacher stinkt hat sich aber wohl nicht auftreiben lassen, grauenhaft…

  19. #19 von mreins am 2. Mai 2011 - 23:39

    Das ist ein ernstes Problem.
    An unserer Schule gibt es bereits ein „Dealerwatch-Team“ auf Pausenhöfen und im näheren Umkreis der Schule.
    Wir müssen diese Leute jetzt auch noch in die Praktiken der Religionsdealer einweihen.
    Verdächtiger Stoff jetzt auch in Buchform!

    Nicht Rauchen:

    Nicht Spritzen:

    Werde ich beim kommenden Elternabend mahnend zu Protokoll geben.

  20. #20 von Skydaddy am 3. Mai 2011 - 06:50

    @Wolfgang:

    Ich habe das mecklenburgische Missionsministerium angeschrieben mit der Bitte um Infos, und darin auch die Frage gestellt, ob wir die Reimbibel an Schulen verteilen dürfen. Alternativ habe ich auch das Manifest des evolutionären Humanismus von Michael Schmidt-Salomon und Christopher Hitchens‘ „The Portable Atheist“ angefragt.

  21. #21 von Skydaddy am 3. Mai 2011 - 06:59

    Allein schon die Bezeichnung „Bibel-Blitz“ ist äußerst unpassend.

    Die Gideons sind eine internationale Organisation mit Hauptsitz in den Vereinigten Staaten, und „Blitz“ meint im englischen Sprachraum die deutschen Luftangriffe auf London im Zweiten Weltkrieg, die 43.000 Opfer forderten.

  22. #22 von Noch ein Fragender am 3. Mai 2011 - 08:21

    @Skydaddy

    „Da die Reimbibel das Alte Testament abdeckt, würde sie nicht nur weltanschaulich, sondern auch thematisch ideal die Gideonbibel ergänzen, die lediglich die Psalmen, Sprüche und das Neue Testament enthält.“ (Auis Brief an das mecklenburgische Missionsministerium)

    Super! 🙂

    Offensichtlich hat sich mittlerweile bis zu den Gideons herumgesprochen, dass mit dem peinlichen Kriegsgott des Alten Testaments für „Wertevermittlung“ heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist…

    Beachtlich für Leute, die die Bibel als inspiriertes Gotteswort anpreisen! Lassen einfach 2/3 des inspirierten Gotteswortes unter den Tisch fallen ….

  23. #23 von Wolfgang Klosterhalfen am 3. Mai 2011 - 10:13

    Danke, Skydaddy! Und das NT ist in der RB auch viel lustiger als bei den Gideon-Brüdern.

  24. #24 von entdinglichung am 3. Mai 2011 - 10:25

    wir haben damals als die „Gideons“ bei uns aufkreuzten [sic!] Bibelwerfen gespielt

  25. #25 von peanut am 3. Mai 2011 - 10:36

    Sky, auf die Reaktion bin ich gespannt.

    „Bibel-Blitz“, habe ich auch mit bitterem Beigeschmack empfunden. Mir fiel sofort Blitzkrieg ein.

  26. #26 von Coen am 3. Mai 2011 - 10:50

    Die gab es damals bei uns auch, ich hatte mir damals (6-7. Klasse) 4 oder 5 dieser Büchlein mitgenommen. Nicht weil ich das inspirierend fand sondern weil ich schon beim ersten Aufschlagen einen Lachflash bekommen habe, noch am Stand. Da es meine erste direkte Begegnung mit dem geschriebenen christlichen Glauben war, sollte ich den Gideons eigentlich dankbar sein. Dank denen bin ich wohl heute Atheist.

  27. #27 von Hinterfragerin am 3. Mai 2011 - 10:57

    @ skydaddy

    Gut! Danke für die Mühe!
    Wenn man in Meck-Pomm wohnen würde und schulpflichtige Kinder hätte würde man wohl besser Gehör finden…

    Ich musste nur gerade etwas grinsen, als ich las:

    „die Verteilung von Bibeln UND Schulen genehmigt hat“

    Wenn die anfangen auch noch Schulen zu verteilen (diese Schule wird Ihnen gesponsert von…) werden die Probleme sicher noch größer..:-)

    Bei uns um die Ecke ist gerade wieder so eine evangelische Privatschule entstanden (naja, expandiert, sie haben jetzt auch ein Gymnasium…), die, nach Eigenwerbung, auf biblischer Basis unterrichtet.

    So heißt es auf der Homepage unter „pädagogisches Konzept“:

    „1. Die Welt ist von Gott geschaffen und nicht aus Zufall geworden.
    2. Der Mensch hat sich von Gott abgewendet, ist aber nicht von Gott verlassen.
    3. Die Erlösung, d.h. Rückführung zu Gott kann nicht der Mensch selbst bewirken, sondern sie geschieht durch die Annahme der Liebe Gottes in Jesus Christus.
    4. Ziel und Sinn des Lebens ergeben sich aus der lebendigen Gemeinschaft mit Gott, die nicht durch den Tod beendet wird. Deshalb ist der Glaube an die Auferstehung von den Toten zentral.“

    Besonders gut finde ich:

    „Unsere pluralistische Gesellschaft mit ihrer Meinungsfreiheit ist ein großes Geschenk.
    Meinungsfreiheit bedeutet auch Meinungsvielfalt.
    Können jedoch Kinder mit der Vielfalt umgehen?
    Genau das wird zum Problem, wenn es um Grundfragen des Lebens geht:

    * Was trägt das Leben?
    * Was ist verlässlich?
    * Was ist Lebenssinn und Lebensziel?

    Wenn junge Menschen auf solche Fragen unterschiedliche, gegensätzliche oder keine Antworten erhalten, fehlt ihnen die Orientierung.
    Denn die gleiche Gültigkeit der Werte führt letztlich zur Gleichgültigkeit.

    Christliche Schule will und kann Kindern vom Wort Gottes her klare Orientierung geben und so ein Fundament legen, von dem aus der junge Mensch seine Umwelt annehmen, bewerten und gestalten kann.“

    Hmm.. Pluralismus ist toll..aber die Kinder sollen ja keine unterschiedlichen oder gegensätzlichen Antworten erhalten??
    Lies: Nur wem man als Kind die eine, bindende Wahrheit nähergebracht hat wird danach all die anderen Antworten aus dieser festen Orientierung heraus problemlos als unsinnig erkennen können :-).

    Hab ich was verpasst? Müsste es nicht heißen, die Kinder sollen lernen, sich mit widersprüchlichen und unterschiedlichen Antworten auf Basis bestimmter grundlegender Kompetenzen – etwa kritisches Denken, Bewertung von Argumentationen, Bewertung von Faktenaussagen…- selbst auseinanderzusetzen? Zumal es hier ja nicht nur um Kleinkinder geht, sondern inzwischen auch um 15-18jährige Jugendliche?

    Dagegen finde ich das Verteilen von Bibeln noch geradezu harmlos.

  28. #28 von Lebrac am 3. Mai 2011 - 11:25

    Ich hätte doch lieber eine schöne Ausgabe von Lukrez-Welt aus Atomen.

  29. #29 von dinuma am 3. Mai 2011 - 12:09

    Christen sind ja immer so stolz darauf, dass die Bibel das meist“verkaufte“ Buch ist, also der erfolgreichste Bestseller. Korrekt wäre wohl eher die Bezeichnung: meistverschenktes Buch (wobei sich die Begeisterung bei den Beschenkten in engen Grenzen hält).

  30. #30 von Barkai am 3. Mai 2011 - 13:39

    Die Missionare haben es doch z.T. selber auf das Zerreisen der Bibeln angelegt. Es klingt nämlich nicht so, als ob das Verteilen der Bibeln im Rahmen des entsprechenden Religionsunterrichtes stattfand. Es werden also vermutlich wahllos Schüler mit der Bibel beschenkt und dadurch werden die Schüler Eigentümer und Besitzer der Bibeln. Einige der frischgebackenen Bibelbesitzer haben ihren neuen Besitz dann zerstört. Sowas ließe sich doch einfach vermeiden, wenn man nur Interessierte damit beschenkt, oder nicht?
    Die Darstellung der Missionare darf, wie oben erwähnt, bezweifelt werden (erst erteilen die Schulleiter Genehmigungen, um dann danach mit Gewalt oder Polizei zu drohen?)
    Ich habe mal eben bei der US-Organisation freedom from religion (die sich für die Einhaltung der US-Verfassung stark machen) nachgesehen, was die über die Gideons wissen und die schreiben u.a. „The Foundation has taken complaints over aggressive Gideon tactics, and complicity by school officials, for three decades.“
    http://ffrf.org/faq/state-church/bible-distribution-in-public-schools/

  31. #31 von deradmiral am 3. Mai 2011 - 13:56

    Ja, die FFRF ist echt Spitze. Leider haben wir in unserer Verfassung (ich weiß: Grundgesetz) keine Trennung von Staat und Kirche. Ansonsten wäre das ein eklatanter Verstoß dagegen und wir könnten klagen.

    Aber so müssen wir wegen jeden Scheiß die Öffentlichkeit motivieren und alarmieren.

  32. #32 von Bibliothekar am 3. Mai 2011 - 17:04

    Also die zerrissenen Bibeln kann ich bestätigen, die Giddys waren seinerzeit an meinem Gymnasium (in kirchlicher Trägerschaft) Und der Berg zerfledderte Bibeln an und um die Bushaltestelle herum war schlimmer als Karneval ^^

  33. #33 von GeererBub am 6. Mai 2011 - 13:02

    Ich habe auch mal von den Gideons eine Bibel geschenkt bekommen. Genauer gesagt: keine ganze Bibel, sondern nur ein Neues Testament + Psalmen + Sprüche. Das war 1990, als ich zur Bundeswehr eingezogen wurde. Da standen zwei nette junge Männer an der Treppe zum Bahnsteig an dem der Sonderzug abfuhr, und haben diese Dinger an alle verteilt, die dort vorbei kamen. Auf den Langen zugfahrten zwischen Eckernförde und zu hause hab ich dann auch tatsächlich angefangen darin zu lesen. Erst da ist mir richtig klar geworden, was da eigentlich für ein totaler Schwachsinn drinnsteht.

    Man kann also sagen, die Gideon haben den Anstoß für meine Entwicklung hin zum Atheisten gegeben. Eigentlich sollte ich denne mal mailen, und mich dafür bedanken, daß sie mein Leben so nachhaltig zum positiven hin beienflusst haben 🙂

    Also lasst sie ruhig ihre Bibeln verteilen. Ich glaube es war Sam Clemens, der sagte: „There is no quicker way to become an atheist, than to read the bible“, „Es gibt keinen schnelleren Weg Atheist zu werden, als die Bibel zu lesen“

  34. #34 von Max Headroom am 6. Mai 2011 - 13:35

    @GeererBub
    Mit einem kleinen Sticker versetzt („Vorsicht! Das Lesen dieses Buches kann unter Umständen ihre geistige Fähigkeit negativ beeinträchtigen“), hätte die G-Bibel eine steile Karriere vor sich. Da gebe ich Dir recht. Eines Tages lachen die Teenies in den Schulen über den G-Punkt, die G-Kräfte und dann auch über die G-Bibel 😀 .