Madrider Massen-Messe gegen Homo-Ehe, Abtreibung etc.

Gefährden schwule Eheleute die Familien in Spanien? (Gemälde von Max Barascudts - kein Copyright)

Tausende Menschen haben am Sonntag in Madrid auf einer Freiluftmesse den Aufruf der katholischen Kirche zum Schutz der traditionellen Familie unterstützt.

Ohne die klassische Ehe von Mann und Frau sei die Zukunft der Menschheit in Gefahr, sagte Erzbischof Antonio María Rouco Varela ..

Zugleich kritisierte er die Politik der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero, die unter anderem die Homosexuellen-Ehe eingeführt und das Abtreibungsrecht gelockert hatte. „In Spanien wird die Familie angegriffen“, sagte Rouco Varela, der auch Vorsitzender der spanischen Bischofskonferenz ist. Abtreibung und Sterbehilfe in Europa seien Ausdruck einer weitaus schwerwiegenderen Krise als die der Wirtschaft oder der Politik.

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  1. #1 von ulf_der_freak am 3. Januar 2011 - 19:48

    Die beten sich da eine unmenschliche Scheiße zusammen… Nach denen hätten wir am besten noch Mittelalter.

  2. #2 von Wolfgang Brosche am 3. Januar 2011 - 19:51

    Diese Messe zeigt wieder einmal ganz deutlich, wofür die katholische Kirche steht:
    für die Idolatrie des Leidens, indem sie Homosexuelle ausgrenzt und verteufelt (die sind ja auch an allem Schuld), ungewollt Schwangere ins Unglück stürzt, sterbende und leidende Menschen verbietet, ihrem Leben und Leiden ein Ende zu setzen.
    Es gibt doch nichts Dümmeres, als zu glauben, Homosexuelle, die gesetzlich abgesichert zusammen leben, würden den Familien irgendetwas wegnehmen. Aber darum geht es diesen Herren auch gar nicht – der Papst hat mehrfach Verhaltensregeln für Gläubige erlassen, die sich in ihren jeweiligen Ländern gegen die Einführung der Homoehe, ja gegen jede Liberalisierung von vorhandenen Homo-Paragrphen zur ehr setzen sollen. Ganz besonders Menschen, die politische Entscheidungen treffen, werden aufgefordert, sich gegen Homosexualität zu engagieren. Da ist das windelweiche Gerede von der Achtung vor Homosexuellen, die sich ja der Sexualität enthalten sollen, nur Tarnung!
    Mit Ratzinger an der Spitze schießt sich die katholische Kirche inzwischen weltweit gegen Menschenrechte ein – zuerst sind die Schulen dran (an Lesben wird ohnehin nicht gedacht, denn das sind ja nur „verirrte Frauen“, wie Frauen ja auch nach Paulus „unvollständige Männer sind“ – und Frauen haben zu schweigen in der Gemeinde!) – dann kommen mit Sicherheit wieder die Juden dran! Das ist noch einige Jahre – solange noch Holocaust-Zeitzeugen leben – etwas schwierig, aber dann wird es auch gegen die Juden wieder losgehen.
    Einstweilen müssen die Schwulen wieder für alles Elend in der Welt schuldig gemacht werden – sie das brunzdoofe Geplapper von Fürstin Gloria. Aber ihr Schwachsinn ist ja abgesegnet von den Herren Laun, Ratzinger und Varela!
    In den USA sind die Schwulen schon schuld am Irakkrieg, am Hurricane Kathrina und an der Wahl Barrack Obamas… Solchen Irrsinn kriegt die katholische Kirche hier in Europa schon auch noch hin.
    Diese Besessenheit von der Homosexualität hat längst das Stadium bloßer Monomanie und Hysterie hinter sich gelassen. Jetzt geht es daran, den gepredigten Schwulenhaß in die Tat umzusetzen. Der Mann mit der weißen Soutane und den roten Schüchen wird uns schon darauf einschwören, wenn er im Parlament strechen wird!

  3. #3 von deradmiral am 3. Januar 2011 - 19:51

    @ulf
    Deswegen träumt der Papst auch von der nackten Hildegard von Bingen:
    https://blasphemieblog2.wordpress.com/2010/12/20/der-papst-hildegard-kinderpornographie-die-70er-und-das-bose/

  4. #4 von deradmiral am 3. Januar 2011 - 19:57

    Der Papst hat übrigens eine nette Grußbotschaft den homophoben Messeteilnehmern zu kommen lassen. Die Schuldzuweisung von Herrn Brosche an unseren deutschen klerikalen Kleinstaatdiktator ist also gerecht fertigt.

    Die Furcht vor einer Rede im Parlament kann ich nicht teilen. Denn ich rechne nicht, dass die Schweizer Garde einzieht und der Papst die Macht ergreifen wird. Ich rechne eher mit gähnender Langeweile und der Ignoranz dieses Ereignisses von breiten Teilen der Bevölkerung.

  5. #5 von ulf_der_freak am 3. Januar 2011 - 19:57

    @deradmiral: Haldol für alle. Aber schnell, um Himmels willen!

  6. #6 von DerHammer am 3. Januar 2011 - 20:12

    **Abtreibung und Sterbehilfe in Europa seien Ausdruck einer weitaus schwerwiegenderen Krise als die der Wirtschaft oder der Politik.**

    vor nochnicht langer zeit hat da in spanien einer was anderes gesungen !!

    http://www.stern.de/panorama/spanischer-kardinal-abtreibung-schlimmer-als-kindesmissbrauch-702140.html

  7. #7 von sicDaniel am 3. Januar 2011 - 20:14

    Angriff auf die Familie, wenn ich so einen Blödsinn höre kommt mir echt alles hoch.
    Nur weil man Menschen, die ohnehin nicht in einer klassischen Familie leben würden, in ihrer Lebensweise akzeptiert. Etwas zu erlauben heißt doch nicht es aktiv zu fordern oder zu unterstützen. Als würden jetzt eigentlich heterosexuelle Männer schwul werden anstatt eine Familie mit 3 Kindern zu gründen, nur weils erlaubt ist.
    Diese Leute sind nicht nur menschenfeindlich und intolerant sondern auch noch unglaublich dumm.

  8. #8 von AndreasA am 3. Januar 2011 - 20:18

    @ulf

    Nach denen hätten wir am besten noch Mittelalter.

    Im Mittelalter war die Welt noch in Ordnung. Die Katholische Kirche hatte die völlige Kontrolle über Glauben und Menschen. Keiner konnte an ihr vorbei irgendetwas entscheiden oder tun.

    Und was gab es damals?

    Blühende Landschaften, keine Börsenchrashs, keine Staus, keine CO² Probleme, keinen ärger mit den (liberalen) Medien, keine Homoehen.

    Das sich die Menschen, dank der Kirche, die Köpfe einschlugen und die Lebenserwartung des gemeinen Europäers eher niedrig angesiedelt waren, lag wohl daran, dass einfach noch zu wenig gebetet wurde!

  9. #9 von DerHammer am 3. Januar 2011 - 20:28

    selbst im erz kath. spanien werden die katholen weniger . da muss man angstbeißen .

  10. #10 von Hinterfragerin am 3. Januar 2011 - 23:33

    Das also meinte der Papst, als er meinte, man müsse „politische Ideologien aufzubrechen, die die Wahrheit und die Würde des Menschen letztlich verdrängen und unter dem Vorwand des Friedens, der Entwicklung und der Menschenrechte Pseudo-Werte fördern wollen“.
    Wer für die Rechte von Homosexuellen und Frauen eintritt will nur Pseudo-Werte fördern…Gleichberechtigung und die Freiheit, über den eigenen Körper und die eigene Sexualität selbst zu entscheiden, solange keine anderen Menschen Schaden nehmen – und woher weiß er das: Weil SEINE Moral „von Gott“ stammt. Der hat ja klargestellt, wie mit Homosexuellen zu verfahren ist (naja, ganz so eng sieht man das jetzt nicht mehr bei den Katholiken..)..
    Niemand zwingt Katholiken zu homosexuellen Handlungen, niemand zwingt sie zu Abtreibungen, so sie sie für falsch halten, niemand zwingt ihnen auf, etwa Patientenverfügungen zu verfassen oder sich selbst Hilfe beim Sterben zu suchen…Warum wollen sie diese Entschiedungen für alle treffen, auch für jene, die ihren Glauben nicht teilen? Zumal es außerhalb ihrer Ideologie meines Erachtens nicht möglich ist, eine moralische Ablehnung von Homosexualität und Sterbehilfe zu begründen. Bei Abtreibung ist das differenzierter zu sehen, aber diese Differenzierung wird in den meisten einschlägigen Gesetzeswerken auch durchaus umgesetzt..etwa durch die Fristen – und Indikationsregelungen oder die Abwägungen bzgl. des Mutterwohles.

  11. #11 von Skydaddy am 4. Januar 2011 - 05:23

    Typisch katholischer Bullshit! Anders kann man es wirklich nicht sagen.

    Niemand wird davon abgehalten, eine Familien zu gründen und Kinder auszutragen, wenn er oder sie es will.

    Wenn ich so darüber nachdenke … Was Menschen tatsächlich davon abhält, Familien zu gründen und Kinder zu kriegen, ist der Zölibat.