Profiling an Flughafen empört Muslime

Kleine Überaschung am Flughafen...

Eine Kerze für den Weltfrieden - Kein Copyright (Autor bekannt)

Die Justizministerin lehnt die Einteilung von Fluggästen in Risikoklassen ab. Auch der Zentralrat der Muslime weist die Idee zurück, bei Sicherheitschecks nach der Herkunft zu unterscheiden. Polizeigewerkschafter sind dafür.

Die Bundesregierung und der Zentralrat der Muslime haben den Vorschlag abgelehnt, Passagiere an deutschen Flughäfen in Risikogruppen zu unterteilen und unterschiedlich scharf zu kontrollieren. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) warnte vor „Stigmatisierungen von Passagieren, wenn man sie planmäßig nach ihrer Herkunft oder Religion einteilt“. Auch die Vertretung der Muslime sieht die Gefahr der „Stigmatisierung und Diskriminierung ganzer Bevölkerungsgruppen“. Der Vorstoß werde „sich ähnlich wie bei der Rasterfahndung als zahnloser Tiger erweisen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats, Yakup Tufan, …

Weiterlesen: RP-Online

Siehe auch einen Kommentar von Feuerbringer

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  1. #1 von peanut am 31. Dezember 2010 - 14:56

    Halte das auch für überzogen. Wenn, dann sollten sie alle kontrollieren.

  2. #2 von deradmiral am 31. Dezember 2010 - 15:15

    @peanut:

    Das haben wir jetzt schon: Die Oma muss ihre Zahnpasta abgeben, der Opa seinen Krückstock, dem Kleinkind wird die Nuckelflasche genommen.

  3. #3 von ichglaubsnicht am 31. Dezember 2010 - 15:36

    Eine solche Einteilung wäre natürlich sehr diskriminierend und ist deshalb praktisch nicht Umsetzbar, man kann niemanden aufgrund der Herkunft zum mutmaßlichen Terroristen erklären und schikanieren, während alle anderen freundlich durchgewunken werden. Der Anhaltspunkt der Religion ist sowieso nicht feststellbar, außer jemand kleidet sich eindeutig religiös. Der Staat weiß in Deutschland nur, ob jemand in einer Kirche welche KdöR ist Mitglied ist oder nicht. Muslime könnte man also nicht als solche Erkennen und gesondert kontrollieren.

  4. #4 von peanut am 31. Dezember 2010 - 15:37

    Das reicht auch. Einer meiner Freunde, der in der USA studiert u. Amerikaner ist mit deutsch/amerik. Background, wird regelmässig als Raghead von irgendwelchen Blödeln betitelt. Am Flughafen gucken sie ihn auch immer dumm an, wenn sie dann den amerikanischen Pass sehren und den deutschen Nachnamen. Es reicht schon aus anders auszusehen, um blöd angemacht und unfreundliche kontrolliert zu werden. Entweder alle oder keiner. Ich glaube nicht, dass das dieses Profiling uns weiter bringt.

  5. #5 von AMB am 31. Dezember 2010 - 15:41

    Besonders die Al-Kaida beschwert sich über diese Diskriminierung. 🙂

  6. #6 von ichglaubsnicht am 31. Dezember 2010 - 16:17

    @AMB:

    Besonders die Al-Kaida beschwert sich über diese Diskriminierung. 🙂

    Woran erkennt man ein Al-Kaida-Mitglied? Terroristen darf man ja gerne kontrollieren, aber wenn das nicht gerade so Amateur-Terroristen wie in Deutschland sind weiß man ja nichts davon, im Pass steht es zumindest nicht, dass jemand Al-Kaida-Mitglied ist. Und anzunehmen, dass jeder aus Ländern in denen überwiegend Moslems leben auch ein potentielles Al-Kaida-Mitglied ist diskriminiert eben die harmlosen Moslems und auch die Un- oder Andersgläubigen aus diesen Regionen.

  7. #7 von Coen am 31. Dezember 2010 - 16:37

    IRgendwann vor ein paar Monaten kam ein Beitrag in den Tagesthemen(?) über den Flughafen Ben-Gorion. Laut Beitrag wird nicht vorselektiert sondern es wird sich auf das Augenmaß verlassen (neben verbindlichen Regeln). Es werden Personen beobachtet und dann wird eingeschätzt wer es „verdient“ genauer kontrolliert zu werden. Diese werden dann genauer befragt, zunächst aber im Plauderton und zu belanglosen Fragen, wer sich da verdächtig verhält kommt dann zur, ich nenne es mal scharfen Kontrolle, mit Tasche auspacken usw.

    Die Fokussierung auf äußerliche Merkmale (dunkler Teint, Bart usw) allein reicht nicht um verdächtig zu sein. Außer dem Kostenargument sehe ich beim Profiling eigentlich keine Probleme.

  8. #8 von deradmiral am 31. Dezember 2010 - 16:40

    @Coen
    Siehe den Kommentar von Feuerbringer (Link ist oben)

  9. #9 von zweitesselbst am 31. Dezember 2010 - 16:58

    Die Kerze is ja geil. ich hab eh das Gefühl, dass wenn früher aus Jux und Dollerei an und vorallem vor Sylvester geballert wurde, geschieht das heute als Übung für den kommenden Weltfrieden (H)

    hehe. auf die Mischungs kommts an ^^

    also, Grüße an alle & kommt gut rüber!!

  10. #10 von Hinterfragerin am 31. Dezember 2010 - 18:11

    @ peanur

    „Es reicht schon aus anders auszusehen, um blöd angemacht und unfreundliche kontrolliert zu werden.“

    Wie gut ich das kenne…mein Mann sieht anscheinend ganz enorm gefährlich aus…Aber nachdem er auch von Ägyptern für „einheimisch“ gehalten wurde und wir bei der Wohnungssuche hier schon ein um´s andere Mal (mal nett, mal weniger freundlich) gefragt wurden, wo er den herkäme (wohl aus Bangladesch oder der Türkei, oder???) ist da wohl nix zu machen … Er meint dann immer eine blonde unverschleierte Frau „halte“ er sich nur aus Tarnungsgründen :-)..

    Nachdem ich miterlebt habe, wie die Eltern von Freunden bereits im Rahmen der Rasterfahndung unangenehme „Interviews“ über sich ergehen lassen mussten bin ich da auch recht kritisch..
    Meines Erachtens werden die „echten“ Terroristen wohl keinesfalls visuell auffällig sein…und möglicherweise genau nicht unter spezifische „Typen“ fallen. Und es besteht halt noch ein Unterschied zwischen genauer, taktvoller, versteckter Beobachtung wenn Anfangsverdacht besteht (was OK sein kann, wenn es das Leben eines Menschen nicht beinträchtigt..) und Schikane bzw. Eingriffen in die Freiheit eines Menschen.
    Witzigerweise habe ich vor einiger Zeit – ernsthaft – Bin Ladens „Zwillingsbruder“ im Baumarkt getroffen: Kleidung, Bart, alles stimmte überein :-)…er hat mehrere Türklinken gekauft (!!!). Der arme Kerl, ich frage mich wirklich, wie oft er von der Polizei gefilzt wird…

  11. #11 von Barkai am 31. Dezember 2010 - 18:14

    wer sagt denn, dass die Leute muslime erkennen? Wir hatten hier shcon einen bericht, dass ein betender Jude, für einen (muslimischen ?) Terroristen gehalten wurde, einige Sikhs (die oft indisch aussehen und einen Turban sowie Bart tragen) beklagen sich, dass sie oft angepöbelt werden und als Terrorsiten und Al-Qaida Mitglieder bezeichnet werden.
    Die Methode die Leute nach äußerem zu identifizieren scheitert doch schon im ersten Schritt.

  12. #12 von AndreasA am 31. Dezember 2010 - 18:24

    Wenn es die Israelis anwenden und es funktioniert, dann sollten wir auch mal darüber nachdenken und uns nicht schon wieder Angst davor haben irgendeinen Religioten eventuell zu diskriminieren.

  13. #13 von ichglaubsnicht am 31. Dezember 2010 - 18:37

    @AndreasA

    Wenn es die Israelis anwenden und es funktioniert, dann sollten wir auch mal darüber nachdenken und uns nicht schon wieder Angst davor haben irgendeinen Religioten eventuell zu diskriminieren.

    Der Zweck heiligt da nicht die Mittel. Es ist wie gesagt nicht möglich die Religion der einzelnen Reisenden herauszufinden, außer sie Kleiden sich extrem auffällig, aber das würde sowieso kein Terrorist tun. Man diskriminiert damit Menschen nur nach ihrem Aussehen, der Prozentsatz der zu unrecht schikanierten Atheisten würde gleich hoch sein wie der der kontrollierten Religioten. Man sollte generell wieder davon wegkommen Menschen wegen einer abstrusen „Terrorgefahr“ zu schikanieren, in den letzten Jahren hat es in Deutschland null Opfer von Terroranschlägen gegeben, das ist auch nicht der Verdienst von Sicherheitsgesetzen die Bürger- und Freiheitsrechte einschränken, sondern der von zu blöden Terroristen. Gegen Terroristen die wirklich Bomben bauen oder Flugzeuge abstürzen lassen könnten helfen Sicherheitskontrollen und Bundespolizisten mit Maschinenpistolen relativ wenig bis gar nichts. Wenn man religiös motivierten Terrorismus abstellen will kann das nur langfristig durch die Zerstörung deren ideologischer Basis durch weltweite Bildung und Aufklärung funktionieren.

    An dieser Stelle wünsche ich euch allen schon einmal ein schönes neues Jahr!

  14. #14 von peanut am 31. Dezember 2010 - 18:53

    Hinterfragerin lol. da habt ihr ja auch schon Begegnungen der 3. Art erlebt.

    Bin ja gespannt, wenn mein Sohn in ein paar Jahren in so eine Kontrolle kommt. Fragen doch jetzt schon viele, ob der Vater evtl. irgendwo aus Singapur, Indien, Pakistan oder sonst woher kommt. Einige tippen auf Südamerika. lol Er sieht nun mal nicht so aus, wie ein „typisches Afroamerikan-deutsches Mischlingskind“. Das wird noch spassig. Zumal sein Spitzname aufgrund vieler Umstände Baby Bin Laden lange Zeit war. 😉 Wenn die wüssten

    Ach du liebe Sch…der arme Mann aus dem Baumarkt lmao

  15. #15 von Barkai am 31. Dezember 2010 - 19:08

    ich (Tyus: blond und mitteleuopäisch) bin in Amsterdam Shiphoel mal von 2 Beamten aus einer sehr langen Schlange innerhallb des Flughafens (ich musste dort nur umsteigen), heureausgefischt wrden und wurde aufgefordert, meine Ausweispapiere sowie Reiseunterlagen bereit zu halten und wurde in einem seperaten Raum durch Beamtinnen einer gesonderten Kontrolle unterzogen

  16. #16 von Hinterfragerin am 31. Dezember 2010 - 19:18

    @ peanut

    Baby Bin Laden ? Au weia :-)… Vielleicht solltest Du deinem Sohn für später raten, sich von zusätzlichen „Warnsignal-Kriterien“ fernzuhalten – mein Cousin, der lange Zeit mit Rastas und einem uralt-BMW unterwegs war, ist auf dem platten Land in Unterfranken früher wirklich fast jede Woche von der Polizei kontrolliert worden :-)… (inzwischen ist er liebevoller Vater zweier kleiner Kinder und ganz gesetzt und „spießig“ …).

    Naja, man macht über so was immer Witze, und solange es nur mal ein bisserl Stress am Flughafen ist, ist es auch noch im Rahmen. Aber man denke nur an den armen Kerl, der in London versehentlich erschossen wurde, weil man ihn für einen Terroristen hielt. Oder die Ägypterin, die im Gerichtssaal ermordet wurde, von einem xenophoben Kreuzdepp (im doppelten Sinne?), der alle Muslime für Terroristen hält.
    Leider, leider ist man selbst ja auch nicht ganz frei von Vorurteilen, auch wenn man sie reflektieren kann. Als ich Anfang 2002 mal von GB nach Deutschland flog, kurz nach dem 11.September und in Anthrax-Angst-Zeiten – und im Wartesaal neben einem Pakistani (?) mit einem Holzkoffer als Handgepäck zu sitzen kam, der stark schwitzte und extrem angespannt wirkte, war ich auch ein kleines bisserl ängstlich..und ich habe eh schon Flugangst – und der arme Mensch hatte wohl auch nur ganz, ganz extreme Flugangst :-(…

    Ansonsten: Schon jetzt ganz fränkisch einen „guten Beschluss“ :-)..

  17. #17 von ulf_der_freak am 31. Dezember 2010 - 21:00

    Naja, fundamentalistisch-fanatische Christen haben im Mittelalter auch die Welt terrorisiert. Da geht heute bestimmt auch noch was. Die sollten auch sicherheitshalber vor dem Flug verhaftet werden.

  18. #18 von peanut am 31. Dezember 2010 - 21:13

    Hinterfragerin…Cousin lol. Anfang der Neunziger haben wir hier auf dem Land gewohnt. In unserem Haus wohnte ein Homosexueller, ein Grieche, eine Brasilianerin mit ihrem Ehemann aus TX, ein älteres Ehepaar (total cool), ein Pärchen total links (lange Haare usw) und ich.. Wir waren Dorfgespräch. Kenne diese dummen Gesichter usw..Unser Haus war das Haus der Verschwörung lol.

    Tja, man kann schon mal selber in dumme Situationen kommen und sich auch mal vertun. 🙂

  19. #19 von Hinterfragerin am 31. Dezember 2010 - 21:56

    @ peanut

    Kennst Du dieses Lied von Udo Jürgens, „in diesem ehrenwerten Haus“? Daran musste ich denken, als ich Deinen Beitrag gelesen habe :-)..Hört sich nach einem netten Miteinander an!

    Bei uns ist das leider ein bisserl anders im Haus…Einige hier hätten sich als Blockwarte gut geeignet :-(..und der Tratsch unter der Hand, den man auf dem Balkon manchmal unfreiwillig mithört, ist gruselig. Allerdings senken wir den Altersschneitt auch um etwa 30 bis 40 Jahre.. Naja, wir sind hier hoffentlich bald weg.

  20. #20 von Afreakana am 31. Dezember 2010 - 22:49

    Ist es schon wieder soweit gekommen, daß faschistische und rassistische Vorschläge öffentlich diskutiert werden können? Armes Deutschland… was mußt du noch alles ertragen?
    Naja, aber es hat sich ja auch niemand drüber aufgeregt, als der Verteidigungsminister was von legitimem wirtschaftlichem Krieg gefaselt hat. *seufz*

  21. #21 von deradmiral am 1. Januar 2011 - 01:44

    Ob das rassistisch oder gar faschistisch ist, kann ich nicht beurteilen. Ich finde, diese Begriffe werden für meinen Geschmack fast inflationär gebraucht.

    Einerseits Seite haben Attentäter eine Motivation und Ausbildung, die sich im Lebenslauf abzeichnet. Auf der anderen Seite werden sie alles tun dies geheim zu halten.

    Ob es gelingen kann, durch Risikoklassen dies abzudecken, erscheint mir besonders in Deutschland mehr als fragwürdig. Ich sehe jetzt schon, wie jeder Bürger durch Akteneinsicht seine Risikoklasse abfragen kann und durch Einspruch eine Einordnung in eine bessere Risikoklasse erklagen wird. So dass selbst die niedrigste Risikoklasse wieder genauso kontrolliert werden muss wie die höchste.

    Also, dank Datenschutz und deutscher Gründlichkeit werden wir eine neue Risikoklassenbehörde, ein paar Formulare, eine Risikoklasseneinteilungsverordung und Risikoklassengleichstellungsbeauftragte bekommen. Und letztlich wird sich nichts ändern, außer dass wir ein paar Beamten und Angestellten im Staat mehr haben.

  22. #22 von Andreas P am 1. Januar 2011 - 02:11

    Chronisches Beleidigtsein scheint zwar zum Kernbestand einiger Religionen zu gehoeren, und unterdrueckt fuehlen sich Strengerglaeubige anscheinend immer – aber hier wird nur Gesinnungsschnueffelei betrieben.

    In einem liberalen Rechtsstaat geht dem Staat die Religion oder Weltanschauung seiner Buerger nix an, er hat sie auch nicht zu erfragen und festzuhalten und dann Spezialbehandlungen zu schaffen.

    Aehnlich der Quark mit der „Herkunft“: Die 9/11-er kamen wohl aus Hamburg. Also alle Hamburger doppelt kontrollieren? Am aergsten sind die frisch konvertierten. Also alle Muslime besonders fragen, die frueher mal Kirchensteuer gezahlt haben? Das kann man beliebig weiterspielen. Mehr als eine voruebergehende Placebowirkung – Quasi-Beruhigungspille fuer das dumme Volk, also: uns – kommt dabei nicht raus.

    – Fracht wird dagegen nur stichprobenhaft untersucht, Benutzer von Bahn oder U-Bahn gar nicht.

    Und letztere sind nicht nur Ziel der Islamisten: Auf die Tokyoter U-Bahn hatte es die AUM-Sekte abgesehen, die sich u. a. aus Mangas und christlicher Apokalyptik speist(e). Die Anhaenger wuerden also wohl besonders schnell durchgewinkt.

    Aber selbst wenn: Speziell angesichts der nun schon notorischen Unfaehigkeit der Deutschen, sich auf Schnee und Eis im Winter einzustellen und entsprechend vorzusorgen, bleibt das allergefaehrlichste am Fliegen weiterhin – der Weg zum Flughafen. 😀

  23. #23 von Aren am 1. Januar 2011 - 15:44

    @andres

    ich muss mal mein katholisches kuhkaff in schutz nehmen;-) aber wir hatten selbst bei 30cm neuschnee in einer nacht nicht einen verspäteten bus und die strassen waren eins a geräumt^^

  24. #24 von peanut am 1. Januar 2011 - 17:10

    Hinterfragerin, ja da hatten wir wirklich Glück mit den Nachbarn. Ich habe aber immer schon, ausser hier mal in der Stadt, mit netten Nachbarn zusammen gewohnt.

  25. #25 von Max Headroom am 1. Januar 2011 - 18:16

    Es gibt keine „äußerlich erkennbare Zeichen“, dass eine Person ein Flugzeug in die Luft sprechen möchte. Der Turban, der Koran oder das Nasenspray ist – wenn überhaupt – als Korrelation zu bewerten. Dies allerdings begünstigt ein Profiling, was nach Erfahrungswerten basiert. Bestimmte Verhaltensmuster werden gedeutet und näher betrachtet. Menschen, welche nervös auf die Uhr starren, <i>könnten</i> dies aus einem bestimmten Grunde tun. Doch eine pauschalisierte Vorauswahl, <b>nur</b> anhand einer Ethnie, der Herkunft oder eines Kleidungsstiles, halte ich für <i>nicht</i> durchsetzbar. Es sei denn, der Flughafen sei ein privater Ort, und der Flughafen betreiber könnte, wie in einer Diskothek, einen Türsteher einstellen, der für die „ordentliche Kleidung“ sorgt.

    Es gibt sicherlich Korrelationen, aber nur anhand von wenigen Gemeinsamkeiten eine „Vorauswahl“ zu treffen, halte ich so für nicht haltbar. Als die RAF hier wütete, hatten wir genausowenige Möglichkeiten, die Terroristen von anständigen Bürgern zu unterscheiden. Blonder waren sie nicht. Eckiger waren ihre Koffer auch nicht. Sie hatten keine dichteren Bärte und auch keine größeren Ohren. Sie schlugen zu, wenn sie es wollten. Das war ihr Ziel. Und das selbe haben auch ausländische Terroristen. Wenn es der Ideologie nützt, so werden sie Anschläge verursachen. Und die besseren von ihnen, sie können sich gut tarnen. Dies erschwert die Suche ungemein. Ein Profiling kann nur der Grund für eine nähere Beobachtung liefern, nicht eine letztgültige Bewertung. Das ist ein sehr dünnes Eis, und da verlasse ich mich lieber auf die Menschenkenntnis der (Flughafen-)Polizei.

  1. Jetzt beruhigen wir uns erst mal wieder. Alles wird gut. Irgendwann! « Zweitesselbst's Blog
  2. Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.