Geldgeile Kirchen: Kassieren bei Konfessionslosen

Eine Beweislastumkehr ermöglicht es den Kirchen, von längst Ausgetretenen straflos Geld zu fordern

Weil immer mehr Menschen aus den beiden großen Kirchen austreten, haben diese nicht mehr so viele Mittel zur Verfügung, wie sie das in der Vergangenheit gewohnt waren. Deshalb begehren einigen von ihnen ihrer Nächsten Hab und Gut. Allerdings bleibt es nicht immer beim Begehren. Häufig fordern Kirchen nämlich Geld von Personen, die von den Finanzämtern als konfessionslos geführt werden. Weil sie dies auch dann straflos machen können, wenn das Opfer tatsächlich konfessionslos ist, besteht ein starker Anreiz dazu, möglichst viele Atheisten, Agnostiker und Andere anzuschreiben und darauf zu spekulieren, dass sie Jahrzehnte nach ihrem Austritt keine Bescheinigung mehr darüber haben.

Bitte weiterlesen:

http://www.heise.de/tp/blogs/8/149004

  1. #1 von AMB am 30. Dezember 2010 - 00:58

    Obwohl der Schwerpunkt dem Anwalt Karsten Sommer nach bei ursprünglich evangelisch Getauften liegt, gibt es auch Fälle aus Bayern, bei denen ehemals katholische Konfessionslose Opfer dieser Masche wurden. Hier registrierte die Kirche zwar erst den Austritt, behielt aber Jahre danach ohne Ankündigung und trotz anderslautender Eintragung auf der Lohnsteuerkarte plötzlich wieder Kirchensteuer ein. Selbst Geschädigte, die ihre Kirchenaustrittsurkunde aufbewahrt hatten, erhielten in diesen Fällen ihr Geld erst nach Androhung von Zivilklagen zurück.

    Was für eine ekelhafte Abzockmasche, selbst wenn man beweisen kann, dass man dieser Großsekte nicht mehr angehört, wollen die noch Geld haben. Allein in Berlin gibt es jährlich über 4000 Fälle!!!!! Ob die Kirche auch bei denen kassieren will, die nie Mitglied waren, zutrauen könnte ich es ihr.

  2. #2 von deradmiral am 30. Dezember 2010 - 01:11

    Der Artikel wird auch ausgiebig und nicht gerade kirchenfreundlich auf heise.de kommentiert. Ob die unfreiwilligen Zahler jetzt wenigstens in den Himmel kommen? Hier sind die Theologen gefragt…

  3. #3 von AndreasA am 30. Dezember 2010 - 01:11

    Wenn eine atheistische Organisation sich so etwas auch nur mit 40 statt 4.000 Menschen erlauben würde, dann wäre das Medienecho riesig.

    Da die Kirchen aber nur „Gutes“ mit dem erpressten und geklauten Geld tun und dieses ja auch nur von Atheisten stammt, hört man keinerlei Protest.

    Frechheit siegt war schon immer das Motto der Kirchen, mit dem sie auch sehr oft durchkommen.

    Ich muss mal sehen, ob ich den Wisch des Austritts überhaupt noch habe.

    Wie sieht es eigentlich aus, wenn ich bei einer humanistischen Organisation gemeldet bin, hilft das weiter?

    Bei Verheirateten nützt dies ja was! (Siehe Reiter „Kirchesteuertipp“ oben)

  4. #4 von Andreas P am 30. Dezember 2010 - 02:07

    In einem Rechtsstaat waeren die betreffenden Kirchenfunktionaere wegen Unterschlagung und ggf. beteiligte Finanzbeamten wegen Beihilfe im Amt dran.

    In Deutschland – Fehlanzeige.

  5. #5 von ichglaubsnicht am 30. Dezember 2010 - 02:13

    Eigentlich sehe ich es gar nicht ein, aus einer Organisation austreten zu sollen, in die ich nie eingetreten bin, aber so ein Austrittswisch habe ich mir trotzdem mal geholt, da ist zwar mal Cola drüber gelaufen aber man kann es noch gut lesen.

    Einen Beweis zu fordern, dass man nicht in einem solchen Verein Mitglied ist, stellt imho eine bodenlose Frechheit dar. Eher sollte man den Kirchenaustritt einmal grundsätzlich kostenfrei machen und so jedem ohne weitere Probleme die Möglichkeit geben auszutreten. Zukünftig sollte dann auch nur noch derjenige als Mitglied in dieser Organisation gelistet sein, wer sich ab einem Alter von 14Jahren aktiv für eine Mitgliedschaft dort entscheidet, und nicht per Default jeder dessen Eltern eben schon dort Mitglied waren.

    @AndreasA

    Wenn eine atheistische Organisation sich so etwas auch nur mit 40 statt 4.000 Menschen erlauben würde, dann wäre das Medienecho riesig.

    Moment mal, wenn das wie im Artikel oben unbestraft bleibt, wenn man da falsche Annahmen zwecks der Mitgliedschaft macht, warum sollte dann eine atheistische bzw. humanistische Organisation die solche Steuern erheben kann nicht einfach einmal hergehen, und alle deutschen Bischöfe anschreiben, und bitten ihre Steuern für die letzten x Jahre nachzuzahlen, man nehme an, dass sie Mitglied seien, wenn sie das nicht so sehen mögen sie es bitte nachweisen. Medienecho hätte man damit wohl, dann könnte man das schön mit: „die Kirchen machen das doch auch aus Profitgier und zwar mit System“ kontern.

    Ich muss mal sehen, ob ich den Wisch des Austritts überhaupt noch habe.

    Im Zweifelsfall verweist Du einfach auf deine Beiträge hier. 😛 Wäre ein Kirchenausschluss durch aktives Ketzern vielleicht sogar billiger als ein formaler Austritt? Einfach mal am Sonntag nach dem Gottesdienst vor der Kirche für PID demonstrieren, Kindesmissbrauch anprangern oder über den Lattenfritze lästern, vielleicht hilfts.

  6. #6 von DerHammer am 30. Dezember 2010 - 06:36

    Geldgeile Kirchen: Kassieren bei Konfessionslosen

    pfffffffff kann man direkt froh sein össi zu sein und das wir hier ein anderes system haben . zwar kommt , wenn man pech hat , mal einer der krähen vorbei um mit dir über eine taufe zu reden aber das was dann auch schon .
    der einzige punkt worüber ich mich immer noch aufrege ist das ich indirekt mit meinen steuern über den staat dies bande finanziere was ja im konkordat verankert ist und darunterfallen alle steuerpflichtigen in österreich ( vermutlich jährlich 500 millionen euro steuergelder ) . also alle konfessionen egal ob jude moslem oder christ .

  7. #7 von Lebrac am 30. Dezember 2010 - 08:39

    Epikur: Es gibt kein Genug für jemanden, für den Genug zu wenig ist.

  8. #8 von Rolo am 30. Dezember 2010 - 09:57

    Passt mal wieder alles. Diese Vorgehensweise bestätigt nur einmal mehr den unfairen, charakterlosen Background der religiösen Institutionen und die Verlogenheit ihrer Bekenntnisse und sogenannten Bekennern.

  9. #9 von Bundesbedenkentraeger am 30. Dezember 2010 - 10:19

    Wieso Kirche? Kassiert nicht das Finanzamt die Kirchensteuer ein? Wenn also Fehler, dann beim staatlichen Finanzamt, wo auch Agnostiker und Esoteriker arbeiten können. Ich würde ja gerne mal eines der genannten Schreiben „der Kirche“ sehen und auf den Briefkopf des Finanzamtes untersuchen…

  10. #10 von Lebrac am 30. Dezember 2010 - 10:47

    @BBT

    Dürfen denn in kirchlichen Einrichtungen keine Agnostiker und Esoteriker arbeiten?
    Dass sich der Staat zum Handlanger der Kirchen degradiert, ist ja erbärmlich genug, dass aber die Kirchen hier die Anstifter und Profiteure sind, liegt eigentlich auf der Hand.

  11. #11 von AndreasA am 30. Dezember 2010 - 10:48

    @BBT

    Ja, ja, immer sind die anderen schuld. Die arme Kirche wird nur verfolgt und verleumdet (gähhn).

    Zum nachlesen:

    http://www.bayern-evangelisch.de/www/ueber_uns/kirchensteueraemter.php

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchensteueramt

    Undank ist der Welt Lohn. Da lässt sich die Kirche dazu herab, dass ihr Geld vom Staat eingezogen wird, es darf ihr auch keiner reinreden wie und was sie damit macht, Hauptsache die Kosten werden von der Allgemeinheit getragen.
    Falls dann doch sich jemand wagt, Kritik zu üben, dann wird darauf verwiesen, dass die Kirchen ja gar nichts mit dem Einzug zu tun haben.

  12. #12 von ichglaubsnicht am 30. Dezember 2010 - 11:37

    @BBT:
    Es steht doch schon im Originalartikel so, es ist von Personen die Rede „die von den Finanzämtern als konfessionslos geführt werden“. Dann gehen die Kirchen dreist her und sagen: Das stimmt aber nicht, unserer Auffassung nach ist der und der noch Mitglied und soll gefälligst die Kirchensteuern nachzahlen oder beweisen, dass er ausgetreten ist.

  13. #13 von verquer am 30. Dezember 2010 - 11:38

    @BBT

    Und woher weisst Du, dass der „Fehler“ dann beim Finanzamt liegt? Und selbst wenn: Ist Dir der Staat als Inkassounternehmen der Kirche genehm? Mir nicht.

  14. #14 von AMB am 30. Dezember 2010 - 11:55

    @bbt

    Sag mal, machst du das mit Absicht?

    Ja, das Finanzamt kassiert die Kirchensteuer, damit baut sie Kirchen, bildet Theologen aus, spendet Sakramente, preist den Papst, hält sonntags die Messen usw.

    Spaß bei Seite! Das Finanzamt würde bei Konfessionslosen niemals kassieren, wenn nicht auf Drängen der Kirchen!

    Muss man die alles erklären?

  15. #15 von Gelmir am 30. Dezember 2010 - 12:05

    @AMB

    Muss man dir alles erklären?

    Sicher! BBT studiert ja schließlich Theologie. Da kann er sowas nicht wissen…

  16. #16 von ichglaubsnicht am 30. Dezember 2010 - 12:07

    AMB:

    Spaß bei Seite! Das Finanzamt würde bei Konfessionslosen niemals kassieren, wenn nicht auf Drängen der Kirchen!

    Stimmt! Man sollte vielleicht noch dazu erwähnen, dass der Staat mehr (Geld) davon hat, wenn jemand keine Kirchensteuer zahlt, da die Kirchensteuer sonst als nichtversteuerbare Sonderausgabe wegfällt. Das Finanzamt wird sich also freuen, wenn jemand konfessionslos statt Kirchenmitglied ist.

  17. #17 von AndreasA am 30. Dezember 2010 - 12:11

    Ha, es geht eben nichts über eine gute Organisation und Ordnung im Leben.

    Ich habe gerade unsere Austrittsbescheinigungen aus dem Jahr 1997 gefunden.

    Jetzt würde ich mir ja fast wünschen, dass….. (Hähähähä fieses Lachen)

  18. #18 von derNachdenker am 30. Dezember 2010 - 12:33

    Falls es jemanden interessiert:
    Man ist mit der Taufe zwar in der Kirche besser Sekte drin, jedoch wird man erst mit der Firmung zum vollwertigen Mitglied, eigentlich wäre es sinnvoll wenn nur vollwertige Mitglieder überhaupt Kirchensteuer zahl müssen, oder? Den wer sich dann nicht mit etwa 14 Jahren Firmen lässt kann das weitere egal sein.

  19. #19 von Bundesbedenkentraeger am 30. Dezember 2010 - 12:45

    Man ist mit der Taufe Mitglied. Spätere Zeremonien sind da nicht mehr relevant.

    Zu den Kirhensteuerämtern: Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Die gibt es nur in Bayern. Im Artikel war jedoch von Berlin die Rede. Und nu?

  20. #20 von AMB am 30. Dezember 2010 - 12:49

    @ichglaubsnicht

    Ich weiß, aber das wollen und können viele Christen nicht verstehen.

  21. #21 von ichglaubsnicht am 30. Dezember 2010 - 12:54

    @BBT

    Man ist mit der Taufe Mitglied. Spätere Zeremonien sind da nicht mehr relevant.

    Das ist derzeit zwar noch so, ich würde das aber nicht als Soll-Zustand bezeichnen.

    Zu den Kirhensteuerämtern: Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Die gibt es nur in Bayern. Im Artikel war jedoch von Berlin die Rede. Und nu?

    In den anderen Kommentaren die nicht auf Kirchensteuerämter eingingen steht auch was. Wenn Du unbedingt so ein Schreiben sehen möchtest frag am besten beim hier genannten Orginalartikel auf Heise im Forum oder beim dortigen Autor nach, oder direkt beim Autor des FAZ-Artikels der dort wiederum verlinkt ist und sich auf Berlin bezieht.

  22. #22 von Sheldon Lee Cooper am 30. Dezember 2010 - 13:20

    @deradmiral
    > Der Artikel wird auch ausgiebig und nicht gerade
    > kirchenfreundlich auf heise.de kommentiert.

    Heise ist eine Atheistenhochburg. Da wird alles, was mit Religion zu tun hat, im Forum durch den Fleischwolf gedreht. Dazu gibt es noch 5% religiöse Fundamentalisten, die leicht entzündliches Material produzieren.

  23. #23 von AMB am 30. Dezember 2010 - 13:23

    Kommentare auf heise.de:

    Wie ist das als Ungetaufter
    Karsten H (567 Beiträge seit 01.06.01)

    Betrachtet die Kirche alle Steuerpflichtigen erstmal als Schäfchen?
    Als Heide hat man doch gar keine Austrittserklärung. Oder müssen die
    auch erstmal beim Finanzamt melden, von wem sie vermeintlich Geld
    haben wollen.

    Viele Grüße, Karsten

    Re: Wie ist das als Ungetaufter
    MohRihsSan (368 Beiträge seit 18.10.04)

    In deinem Fall einfach den Nachweis über den Eintritt in die
    Releigionsgemeinschaft verlangen. Dieser dürfte bei einem Ungetauften
    nicht vorhanden sein. Falls doch ein solcher Nachweis vorhanden sein
    sollte, dann wäre wohl eine Strafanzeige wegen Urkundenfälschung
    fällig, falls Taufbücher als Urkunden gelten. (…)

    Re: Wie ist das als Ungetaufter
    Karsten H (568 Beiträge seit 01.06.01)

    Vielen Dank für die Informationen. Das Problem ist nicht akut, aber
    es hat mich interessiert.

    Ich hatte das schon geklärt. Kann mich noch an meine erste
    Einkommenssteuererklärung in Rheinland/Pfalz erinnern. Es erfolgte
    ein nachträglicher Kirchensteuerabzug und daraufhin der Einspruch.
    Das ließ sich dann noch telefonisch klären.
    Sinngemäß:
    „Bringen Sie uns die Austrittserklärung“
    „Ich war aber nie Kirchenmitglied“
    „Sie sind doch aber getauft“
    „Bin ich nicht“
    Dann nach einer kurzen Pause „Das geht doch gar nicht“

    Viele Grüße, Karsten

    Re: Wie ist das als Ungetaufter
    mano_k (60 Beiträge seit 21.08.02)

    Ein Freund von mir stellte, als er seine erste Lohnsteuerkarte
    beantragt hatte, zu seinem Erstaunen fest, dass er auch ungetauft
    offizielles Mitglied der evangelischen Kirche war!

    Er hat damals leider nicht versucht rauszukriegen, warum das so war,
    sondern ist einfach ausgetreten.

    Amüsant war dann allerdings, dass sich die örtliche Kirchengemeinde
    sogleich um seine „Rückkehr“ bemüht hat…

  24. #24 von AMB am 30. Dezember 2010 - 13:27

    @Sheldon (Atheistenhochburg heise.de)

    Dort hat man auch auf unser Video Violettvideo „verlinkt“.

  25. #25 von peanut am 30. Dezember 2010 - 13:28

    Ist doch wohl klar, dass die Finanzämter die Kirchensteuern für diese einziehen. Was ist daran nicht zu verstehen?

    http://schraegschrift.de/ueberblick-kirchensteuerrecht/

  26. #26 von gurso rijnderwald am 30. Dezember 2010 - 13:38

    @hammer.

    auch in österreich gibt es einige schliche, die der kirche in die karten spielen. bei der letzten volkszählung stellte ich mit entsetzen fest, daß auf meinem wisch neben name, geburtsdatum und anschrift, auch konfessionszugehörigkeit, rk, vorausgefüllt waren. natürlich lief ich damit sofort, laut protestierend, zum gemeindeamt, wo man mir, ohne zu erröten, einen neuen, nicht vorausgefüllten wisch gab.
    diejenigen konfessionslosen hingegen, die dies übersahen, wurden umgehend von der kirchensteuerstelle wieder als mitglieder geführt und zur kasse gebeten.
    auch mir wurden zwei mal, nachdem ich schon lange aus diesem verein ausgetreten war, erlagscheine mit geldforderungen zugeschickt. beim ersten mal dachte ich noch an einen irrtum der beitragsstelle, und verhielt mich höflich, als ich mit meiner austrittsbescheinigung persönlich erschien, um den „irrtum“ aufzuklären. beim zweitenmal hingegen ließ ich die austrittsbestätigung auf din a 3 vergrößern, und gab sie mit den worten, „rahmt sie euch ein, ihr geldgeilen schweine“ und ähnlichen beschimpfungen bei der beitragsstelle ab. nun, seitdem wurde ich von diesem verein nicht mehr belästigt.

  27. #27 von Andreas P am 30. Dezember 2010 - 14:31

    Wer keine Probleme damit hat, als angehender Kirchenfunktionaer von den „verjaehrten“ Kirchenverbrechen, von KZ-Silberlingen, Zwangsarbeitsprofiten und NS-Schweigegeld-Vertraegen seinen Pfruendeanteil in Anspruch zu nehmen, wird sich folgerichtig auch wegen tausendfacher Unterschlagung keine Gedanken machen.

    Waere auch naiv, bei Berufsbetruegern diesbezueglich Skrupel zu erwarten.

  28. #28 von derNachdenker am 30. Dezember 2010 - 14:46

    @AMB
    Soweit ich es sehe, sind die Mehrzahl der Nerds und Geeks Atheisten, deswegen wundert das ganze eigentlich wenig…

  29. #29 von DerHammer am 30. Dezember 2010 - 14:56

    gurso rijnderwald

    kann ich ja echt froh sein das ich mit der mafia nie etwas zu tun gehabt habe . bis auf meine frau , die ausgetreten ist ,sind wir hier alles waschechte heiden . 😀

  30. #30 von DerHammer am 30. Dezember 2010 - 14:59

    Man ist mit der Taufe Mitglied

    BBT ……. einmal mafia immer mafia !! also auch eine ehrenwerte familie .

  31. #31 von derNachdenker am 30. Dezember 2010 - 15:03

    Sag das nicht zu laut, sonst klopft die Kirche beim Finanzamt…

  32. #32 von peanut am 30. Dezember 2010 - 15:03

    hammer, wenn ich so was lese, bin ich auch froh, dass ich nie in diesem Verein war.

  33. #33 von derNachdenker am 30. Dezember 2010 - 15:04

    Und ich bin froh, das ich früh genug ausgetreten bin…

  34. #34 von Lothar Bendig am 30. Dezember 2010 - 15:08

    Es ist nicht nachvollziehbar, warum offizielle Behörden (Amtsgericht, Standesamt) die einmal getätigten Kirchenaustritte nicht nachvollziehen und an die Kirchensteuerstelle weiter melden können. Gehen die so schlampig mit unseren Daten um?

  35. #35 von Lebrac am 30. Dezember 2010 - 15:42

    @BBT

    Man ist ja nicht so bewandert, aber wird man bei der Taufe schon darauf hingewiesen, und steht dies auch in der Beitrittserklärung, dass man Mitgliedsbeiträge (Kirchensteuern) zu zahlen hat.

  36. #36 von AndreasA am 30. Dezember 2010 - 16:02

    @BBT

    Zu den Kirhensteuerämtern: Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Die gibt es nur in Bayern. Im Artikel war jedoch von Berlin die Rede. Und nu?

    Und nu? Gute Frage, da ich ja vergessen habe, dass die Kirche nur dann eine alles umfassende Gemeinschaft Gleichgläubiger bildet, wenn sie etwas positives zu verkaufen hat.

    Sobald Kritik aufzieht, steht jede Kirche, jede Kirchengemeinde und jedes Kirchenmitglied für sich alleine und hat nicht, aber auch gar nichts mit allen anderen guten und braven Christen zu tun!

    Somit trifft natürlich ein Vergleich von Bayern und Berlin nicht zu, da die ja an völlig andere Götter glauben und völlig andere Steuern zahlen?

    Naja, Religiotenlogik versteht man nur, wenn genug Hirnzellen abgestorben und vom Religionsvirus verklebt sind!

  37. #37 von verquer am 30. Dezember 2010 - 16:07

    @AndreasA

    Naja, Religiotenlogik versteht man nur, wenn genug Hirnzellen abgestorben und vom Religionsvirus verklebt sind!

    Das ist ein Widerspruch in sich. Ein Religiot ist definiert als jemand, der vernünftig argumentiert und handelt, solange es nicht um das Thema Religion geht. Er ist also jemand, der trotz vollständiger Gehirnmasse, religiösen Quatsch erzählt.

    Ausserdem noch ein freundschaftlich gemeinter Hinweis: Bitte mäßige Dich ein wenig im Ton.

  38. #38 von AndreasA am 30. Dezember 2010 - 16:19

    Ausserdem noch ein freundschaftlich gemeinter Hinweis: Bitte mäßige Dich ein wenig im Ton.

    Danke für deinen Hinweis!

    Ich hoffe ich habe nicht deine atheistischen Gefühle verletzt 😉 ?

  39. #39 von süsse6 am 30. Dezember 2010 - 16:20

    Man ist mit der Taufe Mitglied. Spätere Zeremonien sind da nicht mehr relevant.

    Schreib doch Sklave …….. @ Bundesbedenkentraeger , oder Leibeigener ! Kommt der wahrheit eher nahe .
    Das sich die moralisch hochstehenden Christen an jeden noch so kleinen Strohhalm halten ist ja klar bei den Fluchtzahlen .. da kommt ein Vertrag wider der guten Sitten gerade richtig .

  40. #40 von verquer am 30. Dezember 2010 - 16:37

    @AndreasA

    Nein, sicher nicht. 😀

  41. #41 von AndreasA am 30. Dezember 2010 - 16:46

    @verquer

    Gut!

    Aber weist du, wenn Christen im 20. Jahrhundert Millionen Andersgläubige umbringen können und dies sogar noch den Atheisten in die Schuhe schieben, wenn Kinder massenhaft mit Wissen der höchsten religiösen Kreise missbraucht werden, wenn Homosexuelle diffamiert und stigmatisiert werden….., dann kann

    a) ich mich schwer zurückhalten und

    b) finde ich es selbst nicht wirklich schlimm mich etwas heftiger zu „artikulieren“.

    Aber wie schon gesagt, es ist OK wenn du mich ab und an darauf hinweist!

    Danke dafür!

  42. #42 von Jocker am 30. Dezember 2010 - 17:07

    @ verquer & AndreasA

    Vorsicht ihr beide mit den gruppenkuscheln …… ihr verwirrt sonst den moralischen BBT .

    😀

  43. #43 von verquer am 30. Dezember 2010 - 17:08

    @AndreasA

    Ich kann Deine Frustration mehr als nachvollziehen und gegen harte Worte (argumentativ unterlegter Polemik) habe ich nichts einzuwenden. Aber ich danke Dir für Dein Verständnis.

  44. #44 von Sheldon Lee Cooper am 30. Dezember 2010 - 17:43

    > Aber weist du, wenn Christen im 20. Jahrhundert Millionen Andersgläubige umbringen
    > können und dies sogar noch den Atheisten in die Schuhe schieben, wenn Kinder
    > massenhaft mit Wissen der höchsten religiösen Kreise missbraucht werden, wenn
    > Homosexuelle diffamiert und stigmatisiert werden….., dann

    …ist das ein Beleg dafür, dass Menschen durch gesellschaftliche Prägung dazu gebracht werden können

    a) Ihre Natur zu verleugnen
    b) anderen Menschen beliebig hergeleitete Verhaltensregeln aufzuzwingen
    c) eigenes Verhalten durch eine willkürliche Auslegung des eigenen Status gegenüber anderen zu begründen

    Das dumme an der ganzen Sache ist eigentlich der Umstand, dass solche Menschen nicht dumm sein müssen. Sonst wäre nämlich das Dritte Reich gescheitert, bevor es seine Verbrechen überhaupt begehen konnte. Leider ist nicht jeder so bemerkenswert dumm, wie ein durchschnittlicher, islamistischer Dschihadist. Und so kommt es gelegentlich zu Verletzung und Tötung von Unbeteiligten (also dem eigentlichen Ziel eines solchen Anschlags).

  45. #45 von Barkai am 31. Dezember 2010 - 19:03

    ich glaubs nicht,

    neine, billiger wird der Krichenausschluss (exkmmunizierung) durch ketzerei nicht.
    Denn, durch die Taufe wird man Mitglied und bleibt es nach krichlicher Lehre sein Leben lang (da mein ein sog. Sakrament empfangen hat). Der Kirchenausschluss bedeutet nur, dass man dir besondere Rechte aberkennt, wie z.B. die Kommunion zu empfangen (Oblaten esen), ein krichl. Begräbnis etc. Da mein dich weiterhin als Christ ansieht (auch wenn der Christ im Ungehormsa lebt), erlischt die Zahlungspflicht, selbst nach offizieller Exkommunizierung in Deutschland NICHT!!!
    Der Krichenaustritt vorm Standesamt bzw Amtsgericht (je nach Bundesland) heißt aus kirchenrechtlicher Sicht, dass du sowas wie einen Sperrvermerk machen läßt und weigerst dich, die Zwangssteuer zu zahlen. Diese Weigerung wird dir krichenrechtlich als ungehorsam ausgelegt und es tritt nach staatl Krichenaustritt die Exkommunizierung ein, heißt, dass du als konfessionsloser von den Krichen weiterhin als Christ angesehen wirst, aber due hast deine Besonderen Rechte (s. weiter oben) verloren. Deswegen will dich keiner auf dem krichl. Friedhof liegen haben, obwohl du weiterhin „Christ“ bist. Denn dieses Kainsmal kann dir nach Krichenlogik keiner mehr nehmen.

    Die kath. Kriche kennt noch das besondere Vergehen der Häresie, das eintritt, wenn du dich aktiv vom akth. Glauben abwendest, das ist etwas schlimmer als Ketzerei (die ja schon dann vorliegt, wenn du nie katholisch gewesen bist), aber beide „Vergehen“ werden mti Exkommunizierung bestraft (die Hochzeiten der röm. Inquisition, verzeihung, heilige (!) röm. Inquisition sind zum glück vorrüber)

    ich hoffe, dass das die Fragen bzgl Ausschluss durch Ketzerei klärt

    (sollten eineige Mitgliedskrichen der EKD hier abweichende Vorstellungen haben, wird BBT uns das sicher sofort hier erläutern)

  46. #46 von Afreakana am 1. Januar 2011 - 01:06

    „Häufig fordern Kirchen nämlich Geld von Personen, die von den Finanzämtern als konfessionslos geführt werden. (snip)…und darauf zu spekulieren, dass sie Jahrzehnte nach ihrem Austritt keine Bescheinigung mehr darüber haben.“

    Wäre es da nicht vielleicht hilfreich die Beweislast umzukehren? Also nicht, ob man selber noch einen Austrittsbeleg hat, sondern ob die geldfordernde Kirche einen Taufschein nachweisen kann? Kann ja schließlich sein, daß man nie durch Zwangstaufe oder ähnliche Widerwärtigkeiten als Kleinkind an eine Glaubensrichtung gebunden wurde.
    Abgesehen davon denke ich, daß die wohl auch so ihre Schwierigkeiten haben würden einen gültigen Taufschein beizubringen, weil das wohl immer schon ne ganze Weile her sein dürfte. Der Taufschein wäre ja wahrscheinlich auch nur ein kircheninternes Dokument und kein staatliches, was mein nächstes Argument beim Finanzamt wäre. Sollte ja wohl eher nicht möglich sein, daß einem das Finanzamt aufgrund eines nichtstaatlichen Wisches Geld abknöpfen kann.

  47. #47 von Gelmir am 1. Januar 2011 - 01:12

    @Afreakana

    Sollte ja wohl eher nicht möglich sein, daß einem das Finanzamt aufgrund eines nichtstaatlichen Wisches Geld abknöpfen kann.

    Ja, aber nicht in diesem Land, in dem jeder, der laut Bundeskanzlerin nicht dem christlichen Weltbild (was immer das sein mag) anhängt, sich gefälligst vom Acker zu machen hat. Und das ist leider keine Satire.

  48. #48 von deradmiral am 1. Januar 2011 - 01:50

    Dazu kommt noch, dass die Kirchen eine lange Tradition der Dokumentfälschung (Pippinsche Schenkung, etc.) vorzuweisen haben. So haben sie sich schon ganze Ländereien ergaunert. Ich möchte nicht wissen, wie viele Erbschaften. Und wenn jetzt schon die Schäfchen weglaufen, dann kann man noch die Heiden rückwirkend taufen lassen.

    Schließlich machen die Mormonen das schon vor. Kürzlich haben sie die tote atheistische Oma von Obama getauft… Warum sollen die Kirchen nicht rückwirkend das nicht auch tun, um dann Kirchensteuer einziehen zu können. Geschichtlich konsequent wäre das allerdings.