London: Muslima schneidet Tochter die Eingeweiden raus

Das Herz und weitere Organe waren aus dem kleinen Kinderkörper geschnitten: In einer Londoner Wohnung ist ein vierjähriges Mädchen brutal getötet worden – offenbar von der eigenen Mutter. Die Polizei geht von einem Ritualmord aus.

(…)

Die Polizei geht laut „Daily Mail“ davon aus, dass Shayna B. ihre Tochter erstochen und ihr dann die Organe entnommen hat, um ein religiöses Opfer zu bringen. „Es sieht aus wie ein besonders bizarrer Ritualmord“, zitiert der „Mirror“ aus Ermittlerkreisen. Als die Frau von ihrem Mann gefunden wurde, habe sie auf ihrem MP3-Player über Kopfhörer auf voller Lautstärke Koranverse gehört und mitgesungen, berichten die „Daily Mail“ und die „Sun“.

Weiterlesen:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,735465,00.html

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  1. #1 von Lothar Bendig am 20. Dezember 2010 - 08:06

    Das zeigt in grausamer Weise, wie Religion Menschen zum Wahnsinn treiben kann.

  2. #2 von peanut am 20. Dezember 2010 - 08:22

    Solche Wahnvorstellungen können ja auch eine andere Ursache haben oder zusammen spielen mit anderen Faktoren. Einfach nur furchtbar.

  3. #3 von Nic am 20. Dezember 2010 - 08:44

    „schNeidet“ Bitte 🙂

  4. #4 von Frank am 20. Dezember 2010 - 10:49

    Nebenbei – was ich nie verstanden habe: Wieso sagt man eigentlich „Muslima“ statt „Muslimin“. Schließlich sagt man ja auch nicht Christa oder Jüda und schon gar nicht Lehrera, Friseurera, Verkäufera usw. Ein „in“ an weibliche Wortformen zu hängen, ist doch nun mal normal …

    Wiedermal falsch verstandene (und völlig übertriebene) political correctness?

  5. #5 von nautilus am 20. Dezember 2010 - 11:48

    [sarkasmus] Da sieht man wieder, wie wenig Religionsfreiheit wir in Europa haben. Diese Polizisten sollte man bestrafen! [/sarkasmus]

  6. #6 von wildbetta am 20. Dezember 2010 - 11:50

    Kann mir mal jemand erklären,wie so etwas bei einer auf Vernunft begründeten Ethik möglich wäre? Schrecklich sowas!

  7. #7 von peanut am 20. Dezember 2010 - 11:57

    Ich will die Frau ja nicht verteidigen, aber solche Wahnvorstellungen kommen leider auch bei einer Schizo vor. Dass sie danach laut die Koranvere gehört hat, kann vieles bedeuten. Lyncht mich ;-), aber ich sehe solche Taten auch mit einem anderen Auge. Vielleicht kamen bei der Frau nur viele „Krankheiten“, Wahn usw zusammen.

    In Nürnberg hat mal eine Frau ihrem Kleinkind den Kopf abgeschnitten. Die Frau hatte eine schwere Schizophrenie und Depressionen. Hörte wohl auch stimmen, wenn ich mich recht erinnere. Dem anderen Kind tat sie nichts.

    Es ist einfach nur schrecklich und ich frage mich, wenn die Familie schon in irgendeiner Weise auffäullig war vorher, warum hat dann keine der Nachbarn etwas in die Wege geleitet. Vielleicht hätte man dies verhindern können.

  8. #8 von schiffmo am 20. Dezember 2010 - 12:19

    Das als religionsmotivierte Tat zu betrachten sehe ich als sehr problematisch an, daher verstehe ich nicht, warum sie hier auftaucht, und kann dazu nicht schweigen. Gerade die Klassifizierung als „Ritualmord“ ist beängstigend nahe an so Sachen wie „Ritualmordlegende“ – sowas dient nur zu leicht dazu, irgendwelche Gruppen – hier Moslems – zu verleumden.

  9. #9 von Lothar Bendig am 20. Dezember 2010 - 12:52

    Psychotisch und religiös bedingte Wahnvorstellungen können nahe beieinander liegen oder sich ähnlich auswirken. Ohne eine psychische Prädisposition ist die Tat dieser Frau allerdings schwer verständlich. Was wirklich dahinter steckt kann nur eine psychiatrische Analyse aufdecken, nicht die Polizei.

  10. #10 von deradmiral am 20. Dezember 2010 - 13:22

    @schiffmo

    Bei der Ritualmordlegende gab es keinen Mord, sondern nur die falsche Anklage von Christen (und anderen).

    Hier haben wir einen bestialischen Mord. Eine Tatverdächtige, die Koranverse dabei gehört hat. Das Ganze hat dadurch einen religiösen Bezug. Wer das nicht sieht, der will es nicht sehen.

  11. #11 von Skydaddy am 20. Dezember 2010 - 13:39

    @peanut:

    Ich habe mich auch gefragt, inwiefern die Religion hier „Schuld“ ist, und sicher muss man schon entsprechend „veranlagt“ sein, um so etwas zu tun.

    Andererseits wage ich die Behauptung, dass wir auf absehbare Zeit keinen ähnlich gelagerten Fall haben werden, wo jemand beim Ausweiden mit voller Lautstärke das Audiobuch von Dawkins‘ „Gotteswahn“ hört.

  12. #12 von schiffmo am 20. Dezember 2010 - 13:43

    @admiral: Ich melde mich damit, weil mich das eben daran erinnert, und ich davon ausgehe, daß andere auch diese Assoziation haben. Der religiöse Bezug ist sicherlich gegeben, darin stimme ich Dir zu. Allerdings gehe ich davon aus, daß der religiöse Bezug nicht das vorherrschende Motiv zur Tat ist.

    MIt der Ritualmordlegende wurden gerne Juden durch Christen verleumdet. In eine ähnliche Richtung geht der „Hostienfrevel“.

  13. #13 von wildbetta am 20. Dezember 2010 - 14:58

    Bei den südamerikanischen Indianern brauchte es lange Zeit auch keine Schizophrenie, um jeden Tag eine Frau oder ein Kind zu opfern.
    Angenommen,die Frau war psychisch krank ( was ja durchaus der Fall sein kann!): Weiß jemand, wie man das im islamischen Recht handhabt? Arztbesuche sind ja eher schwierig ( siehe Pakistanflutkatastrophe und Ärzte ohne Grenzen), aber wie sieht es bei geistigen Krankheiten aus? Hat da jemand Infos?

  14. #14 von Sheldon Lee Cooper am 20. Dezember 2010 - 15:09

    @schiffmo
    > Allerdings gehe ich davon aus, daß der religiöse Bezug
    > nicht das vorherrschende Motiv zur Tat ist.

    Und wie kommst du darauf?

  15. #15 von schiffmo am 20. Dezember 2010 - 15:50

    @Sheldon Lee Cooper: Ich vermute das deswegen, weil man nicht oft von Tötungen von Kindern durch Muslime hört.
    Unabhängig davon, ob die Tat religiös motiviert ist, trete ich hierfür ein:
    So schlimm diese Tat ist, man darf sie nicht dazu einsetzen, Angehörige einer Religion zu verteufeln.

  16. #16 von AMB am 20. Dezember 2010 - 15:56

    @Frank

    Ist eine muslimische Frau eine Muslima oder Muslimin?

    http://www.textatelier.com/index.php?id=996&blognr=1444

  17. #17 von Sheldon Lee Cooper am 20. Dezember 2010 - 16:12

    @Schiffmo
    > Ich vermute das deswegen, weil man nicht oft von Tötungen
    > von Kindern durch Muslime hört.

    * http://wn.com/Muslim_Girls_in_Afghan_acid_attack_for_going_to_school
    * http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenmord:

    Nach Schätzungen des Weltbevölkerungsberichts der UNO werden alljährlich weltweit mindestens 5.000 Mädchen und Frauen wegen „sittlicher Ehre“ ermordet.[1] Die soziale Rechtfertigung dieser Morde erfahren sie durch einen traditionellen Ehrenkodex, der bestimmte Verhaltensregeln festlegt.
    […]
    In der Türkei fallen alljährlich zahlreiche Menschen sogenannten Ehrenmorden zum Opfer.[21] So wurden, nach Polizeiangaben aus Ankara, zwischen 2000 bis einschließlich 2005 um die 500 Frauen und 700 Männer ermordet.[22] Am 17. Mai 2009 wurden einer 23-jährigen Kurdin in der Türkei Nase und Ohren abgeschnitten; sie wurde mit einer Stichwaffe im Unterleib schwer verletzt und von Familienangehörigen gefoltert.[21]
    […]
    Dies ist besonders der Fall in besonders streng archaisch organisierten oder streng islamisch geprägten Gesellschaften. Richter tolerieren oftmals entgegen den Strafgesetzen kulturell-traditionell-motivierte Verbrechen.
    […]
    Wiederholt wurden von den Befragten Zusammenhänge zwischen ihren Traditionen und den Regeln des Islam genannt.

    * http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,556404,00.html

    > So schlimm diese Tat ist, man darf sie nicht dazu einsetzen, Angehörige
    > einer Religion zu verteufeln.

    In wiefern ist es eine Verteufelung, wenn man die Gründe der Tat, nämlich religiöse Überzeugungen, offen benennt?

  18. #18 von Frank am 20. Dezember 2010 - 16:15

    @ AMB: Danke für den Hinweis! Das sehe ich nämlich genauso – nur weil es im arabischen Sprachraum die Endung „a“ gibt, gibt es doch keinen Grund, dies hier im Deuutschen auch zu verwenden. Ansonsten dürften wir hier auch nicht von Russinnen reden: In der Einzahl hießen sie sonst „Russa“ (oder „Russja“?) und die Mehrzahl würde uns vor dieselben Probleme stellen wie mehrere Musliminnen.

  19. #19 von AMB am 20. Dezember 2010 - 16:19

    @Frank

    Ich war der Meinung, das wäre die korrekte Bezeichnung, aber in Zukunft Muslimin!

  20. #20 von Sheldon Lee Cooper am 20. Dezember 2010 - 16:23

    @AMB
    Ich habe mich vergeblich dagegen eingesetzt, die Iraker seit dem Kriegseinsatz der USA auch in den deutschen Medien als „Iraqi“ zu bezeichnen. Das haben wirklich alle adaptiert.

  21. #21 von schiffmo am 20. Dezember 2010 - 16:59

    @Sheldon Lee Cooper: Die Ehrenmorde und die Säureattacken auf Schulkinder sind meines Erachtens nicht dasselbe wie das Ausweiden des eigenen Kleinkindes. Es kann weder um den Schulbesuch noch um den Ehrenmord an einem über 10-jährigen Kind gehen. Das reicht mir nicht, um das in einen Zusammenhang zu stellen. Bei beidem handelt es sich um Taten, die mit dem Islam gerechtfertigt werden. In diesem Fall ist das aber nicht die Erklärung der Täterin oder ihres religiösen Umfeldes, sondern die Meinung des/der Ermittler(s) (ich hab heute auch Pluralprobleme ;).

    Ich sage nicht, daß die Nennung der mutmaßlichen Motive eine Verteufelung ist. Die Wortwahl „Ritualmord“ fordert IMHO aber die Assoziation mit der Ritualmordlegende geradezu heraus.

    Mir geht es darum, Stellung dafür zu beziehen, daß dieser schreckliche Mord nicht als Aufhänger dafür verwendet werden darf, ganze Gruppen zu verleumden. Mir geht es nicht darum, von anderen zu verlangen, ebenfalls irgendeine, auch nicht meine, Stellung zu beziehen.

  22. #22 von peanut am 20. Dezember 2010 - 17:01

    Sky, damit hast du natürlich recht.

    Frank, warum eigentlich nicht. Wir sprechen ja auch den Nachnamen der verheirateten russischen Frau am Ende mit a und lassen diesen nicht weg.

    Sheldon, ich sage immer noch Iraker.

  23. #23 von Sheldon Lee Cooper am 20. Dezember 2010 - 17:02

    Übrigens, das ganze gibt es auch auf „christlich“:

    http://richarddawkins.net/articles/472176-a-nigerian-witch-hunter-defends-herself

  24. #24 von Max Headroom am 20. Dezember 2010 - 17:03

    @Frank
    Du hast IMO vollkommen recht. Ein simples „Russin“ und „Muslimin“ reicht völlig. Wir sprechen ja auch von einer Italienerin, und nicht von einem Italiener und einer Italiana 😉 .

    @schiffmo
    Es ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite gebe ich Dir recht. Es passiert vorschnell, dass man diese Tat mit einem pauschalem „ist eben etwas islamisches“ abtut und somit einer Gruppe etwas andichtet, was aller Wahrscheinlichkeit nicht stimmt. Wenn peanut recht hat, erscheint diese Tat in einem vollkommen anderem Licht und die Religion – bzw. ihre Ausüber – haben mit dieser Tat nicht das geringste zu tun. Auf der anderen Seite haben wir leider auch sehr viele Menschen auf der Welt, welche ihr „oberster Gesetzgeber“, ihre „Heiligen Bücher“ und weitere supernaturalistische und unlogische Begründungen hervorbringen, um ihre Taten zu rechtfertigen. Da sprengen sich Menschen in die Luft und begründen es mit einer „religiösen Aufforderung zum Protest“ (=Jihad). Da verfolgen Vertreter der Nächstenliebe Menschen anderer sexueller Überzeugung, und zeigen mit dem Finger auf eine jahrtausendealte Schrift, welche aus einer Gesellschaft stammte, die gerade mal das Rad und das Feuer als Krönung der Entwicklung kannten.

    @Topic
    Diese Frau hat sicherlich alles andere als „christlich“ oder „muslimisch“ gehandelt. Doch in wie fern verhinderte der Koran und seine, in voller Lautstärke genossenen, Verse diese Tat? Wie bewusst drangen die „heiligen Wörter“ in den Verstand ein, auf das sie ihre „heilige Wirkung“ entfalten konnten? Viele Menschen berichteten hier im Blog, sie seien irgendwie durch eine „besondere Tat“ zum Glauben gekommen. Mal war es die Beschäftigung mit dem Buch der Bücher, mal waren es die Argumentationen der Apologeten und manchmal war es das berühmte „Kriegsgraben“-Argument, dass man während einer Krankheit/Unfall/Todesfall/… plötzlich das Licht den Glauben fand.

    Ich frage mich … wo war diese Gottheit, als eine (anscheinend) sehr gläubige Person, das Leben eines kleinen Mädchens vernichtete? War es Teil seines großen Planes, auf das wir uns hier nun Gedanken machen dürfen? Musste das Kind sterben, damit Psychologen nun den Krankheitszustand der Mutter bestätigen können? Hat ER das so gewollt? Allah/Zeus/Gott … wo waren sie, als sie sich hätte zeigen können? Im Messer? In den Eingeweiden? In der Mutter?

    Auf der einen Seite berichten so viele Menschen von „etwas“, was übernatürlichen Ursprungs sein soll. Und auf der anderen Seite sprengen sich Menschen in die Luft und Eltern töten ihre Kinder, alles im Glauben an einer übernatürlichen Erlösung aus ihrem irdischem Leid, und kein „etwas“ aus der Welt des Übernatürlichen greift hier ein.
    Die altbekannte Theodizee glänzt (mal wieder) im hellstem Lichte. Das die Menschen noch immer zu dumm unaufgeklärt sind, beweisen solche Fälle leider immer wieder. Und die Religionen tun ihr allerbestes, um diesen Zustand nicht zu verbessern. Können sie auch nicht. Nicht, ohne die andere „wahre“ Religion einzuschränken oder zu diffamieren. Es ist schon ein Crux mit diesem Mem der „wahren“ (=Wahrheit) Offenbarung. Wäre es nicht so traurig, weil ein unschuldiges Leben (wieder mal) dafür „zahlen“ musste, würde ich ein Smiley hier anbringen 😦 .

  25. #25 von wildbetta am 21. Dezember 2010 - 16:12

    @Schiffmo: Du hast natürlich vollkommen Recht!
    Ich schätze aber die mir bekannten User dieses Bolgs eigentlich gebildet genug ein, um nicht sofort auf „alle Muslime“ zu schließen. Auf die Idee wäre ich ehrlich gesagt garnicht gekommen, aber danke, dass du darauf aufmerksam gemacht hast, denn „Außenstehenden“ könnte das in der Tat so vorkommen. Ich bleibe allerdings bei der Meinung, dass Leute, die ihre Religion wirklich ernst nehmen ( das also WIRKLICH GLAUBEN), schräge Dinge machen. Ich habe einen Haufen „muslimischer“ Freunde, wobei die meisten nichtmal wissen was die Kaaba ist und die alle vorehelichen Sex haben und Alkohol trinken … Solche Leute würden sich natürlich niemals in die Luft sprengen oder sonstwas, aber sie glauben die Märchen ja auch nicht.