Unternehmen sollen büßen

Am Dienstag hat das BAG entschieden, dass die von der christlichen Scheingewerkschaft CGZP ausgehandelten Tarifverträge nichtig sind. Nun können tausende Leiharbeiter auf substanzielle Nachzahlungen hoffen, während der Präsident des Arbeitgeberverbandes Mittelständische Personaldienstleister, Peter Mumme, das Schlimmes befürchtet:

„Das ist kein guter Tag für die Zeitarbeit und die gesamte deutsche Wirtschaft“

Mehr dazu: http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/unternehmen-sollen-buessen/

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  1. #1 von Lisa am 18. Dezember 2010 - 13:15

    Buhu, jetzt bin ich aber traurig!
    „Kein guter Tag für die Zeitarbeit und die gesamte deutsche Wirtschaft.“ Wie gemeiiiiiiiiiin! XD

  2. #2 von AndreasA am 18. Dezember 2010 - 14:50

    Der Präsident des Arbeitgeberverbandes bemängelt, dass die von der christlichen Scheingewerkschaft CGZP ausgehandelten Tarifverträge nichtig sind?!

    Interessant und sehr aufschlussreich.

    Aber wahrscheinlich nur für Menschen, die nicht vom Religiotenvirus befallen sind.

  3. #3 von Andreas P am 18. Dezember 2010 - 15:38

    @AndreasA: Präsident des Arbeitgeberverbandes Mittelständische Personaldienstleister, macht einen grossen Unterschied: Der Mumme ist sozusagen oberster Verleiharbeiter.

    Dass, wenn Arbeit zur Abwechslung mal auch angemessen bezahlt wuerde, die Welt untergaenge, ist natuerlich Mummepitz.

    Selbst wenn: Da das deutsche Wirtschaftsmodell mittlerweile darin besteht, Waren auf Arbeitnehmer- und Steuerzahlerkosten in alle Welt zu verschenken – Kaeufe finanziert durch Kredite, die von deutschen Banken durch Auslagerung von Ersparnissen usw. getragen werden, die dann bei der Bundesregierung einen „bail-out“ aus Steuergeldern bestellen, wenn der Kunde den Kram (erwartungsgemaess) nicht bezahlen kann -, ist jede schlechte Nachricht fuer dieses Wirtschaftsmodell eine gute Nachricht fuers werktaetige Volks. Seit 20 Jahren gehen die Realeinkommen zurueck – oder stagnieren, wenn man die schoengerechneten Inflationswerte des Statistischemn Bundesamts zugrundelegt („Apfel doppelt so teuer, aber auch doppelt so gruen –> Preis pro gruen konstant, Inflation also 0%“).

    Dass gerade die Kirche im Mietsklavenmarkt breitmachen und ihre arbeitnehmerrechtsfreie Zone zwecks Profitmehrung weiter ausdehnen will, spraeche Baende, koennte es noch im geringsten ueberraschen. Skrupel kennt in dem Verein nun wirklich kein Entscheidungstraeger.

  4. #4 von Jocker am 18. Dezember 2010 - 17:08

    Der Präsident des Arbeitgeberverbandes bemängelt, dass die von der christlichen Scheingewerkschaft CGZP ausgehandelten Tarifverträge nichtig sind?!

    Schon wieder Christenverfolgung mitten in Europa …………sofort eine Kerze aufstellen und 40x mal um die Kirche robben und beten ,“ wir werden verfolgt – wir werden verfolgt “ !

  5. #5 von zweitesselbst am 18. Dezember 2010 - 19:11

    wenn man bedenkt, dass Religion sone Art Opium fürs Volk ist, wie ich ja auch schon letztens an anderer Stelle kommentierte, war die christliche Scheingewerkschaft ein schlechter Dealer. ah ich brauch mehr Hefe (H)

  6. #6 von Lebrac am 19. Dezember 2010 - 08:28

    Tarifvertrag nach AMP/CGZP, und ein Stundenlohn von 7,50 Euro!!!
    Und weil sie so christlich und menschenfreundlich waren, haben sie mir auch gleich die Kündigung ausgestellt, als ich krank wurde.

  7. #7 von peanut am 19. Dezember 2010 - 09:24

    Lebrac, dagegen kannst du aber vorgehen. Kommt natürlich darauf an mit welcher Begründung. Wenn sie wirtschaftliche vorgeschoben haben, sieht es schlecht aus.

  8. #8 von Lebrac am 19. Dezember 2010 - 09:34

    @Peanut

    Vorerst begnüge ich mich damit, dass sie mir den „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ zahlen (nachzahlen) müssen.

  9. #9 von peanut am 19. Dezember 2010 - 09:36

    Ok, das ist ja schon mal was.