Rationale Beweise für Gott

Ruhe im Klassenzimmer! Heft und Stifte raus! Heute gibt es einen Überraschungstest.

Die Aufgabe: Identifiziere die logischen Fehlschlüsse im Blogeintrag Rationale Beweise für Gott von sunnahblog114.

Hilfestellung: Der Autor dieses Eintrags kommt auf insgesamt 13.

(Mit Dank an raskalnikow)

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  1. #1 von wildbetta am 18. Dezember 2010 - 12:40

    fail.
    Wisst ihr, ich habe häufig das Gefühl, dass das Christentum und der Islam ziemlich ähnliche Entwicklungen durchlaufen, nur dass das Lattenjupptum 500 Jahre Vorsprung hatte. Während sich in Mitteleuropa die meisten Kleriker damit abgefunden haben, dass man „Gott“ nicht beweisen kann,kommt der Islam gerade erst in seine heiße Phase der ultimativen Peinlichkeiten…Das lustige an der Sache ist, dass die Christen, als sie feststellen mussten, dass man Gott nicht beweisen kann, nicht etwa die einfachste Schlussfolgerung zogen, nämlich dass er/sie/es schlicht und einfach nicht existiert, sondern sich im blödsinnigen Geschwurbel spezialisierten ( ala: “ Gott ist größer als die Vernunft“).

  2. #2 von Hinterfragerin am 18. Dezember 2010 - 12:52

    „Es gibt auf dieser Welt viele Menschen, welche behaupten, dass Gott nicht existieren würde.“

    Ahem…Das gilt für die meisten Atheisten nicht…wie wäre es mal tatsächlich nachzulesen/ nachzuhören, was die „Anderen“ tatsächlich denken??

    „Der Grund für ihre Ansicht ist, dass man Gott nicht sehen kann.“

    LOL…

    „Jene Leute, die diesen Glauben haben, befürworten dem Entsprechend den „Zufall“ und negieren damit das Schicksal.“

    Es wird immer schlimmer..

    „Nun stellt sich die Frage, ob das Ereignis des „Zufalls“ einen Sinn ergibt?“

    Das „Ereignis des Zufalls“? Nun, es ergibt immer den Sinn, dem wir ihm zuweisen, oder?

    @ wildbetta: Ich glaube, die Leute, die ihren Galuben im Netz verteidigen sind in Christentum und Islam oft gleichauf, was die „ultimativen Peinlichkeiten“ betrifft…

  3. #3 von raskalnikow am 18. Dezember 2010 - 13:03

    Extrem Lustig ist doch auch, dass hier Muslime die Pseudoargumente ihrer „Erzfeinde“ übernehmen, den Evangelikalen (Kreationisten, ID) aus den VSA. Oder sollte eine solche unheilige Allianz (haha, für einmal wörtlich zu nehmen!) eher Sorge bereiten?
    Wie auch immer: Die Pseudoargumentation wurde übernommen, die längst erfolgte Widerlegung dieser unhaltbaren (und unschlüssigen) Thesen aber einfach ignoriert.
    Ich frage mich schon: Kennen diese Leute (Muslime, Evangelikale) den aktuellen Stand der Naturwissenschaften nicht, verstehen sie dieses Wissen nicht oder verbreiten sie wissentlich Lügen?

  4. #4 von AMB am 18. Dezember 2010 - 13:04

    Die Apologetik mit dem Schrottplatz ist schon so durchgekaut, dass man dazu nichts mehr sagen muss.

    Dass sich die Erde in der Habitable Zone befindet wurde nicht durch einen Gott „perfekt“ geregelt, sondern ein ganz normales Phänomen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es viel mehr erdähnliche Planeten gibt, vielleicht sogar Millionen.

    @Sure

    Und die Erde – Wir haben sie ausgebreitet und feste Berge darauf gesetzt

    Die Erde wurde niemals „ausgebreitet“ und darauf auch niemals irgendwelche Berge „darauf gesetzt“. Das ist eine Vorstellung alter unwissender Wüstentrottel.

    @raskalnikow

    Wie sollen die Moslems die Wissenschaft jemals verstehen, wenn sie solche „Wissenschaftler“ (Die Erde ist flach) haben. LOL

  5. #5 von wildbetta am 18. Dezember 2010 - 13:11

    Ja, Moslems und Christen nutzen die selbe Argumentationskette, was natürlich die Frage aufkeimen lässt, welche Religion denn nun Recht hat. (Vorrausgesetzt auch nur eines dieser „Argumente“würde Sinn ergeben)

  6. #6 von raskalnikow am 18. Dezember 2010 - 13:23

    @AMB
    Wow, dieser Koranapologet ist echt schräg drauf..! Vermutlich fliegt er aber trotzdem im Flugzeug um die Welt, fährt im Auto, sieht (heimlich) zuhause fern, telephoniert per Satellit… und nimmt das alles wahrscheinlich als göttliches Wunder an..?
    Trotzdem muss man auch sehen, dass sein Konterpart ein aufgeklärter Muslim war (der sich vermutlich in Grund und Boden schämt für seinen Kollegen). Dank „Entweder Broder“ habe ich Hamed Abdel-Samad kennengelernt, und ich bin echt begeistert von ihm (bin ich übrigens auch von Broder). Selten so einen klugen, belesenen, feinfühligen und: aufgeklärten Menschen gesehen (nennt sich selber aber nicht Atheist).

  7. #7 von AMB am 18. Dezember 2010 - 13:27

    @raskalnikow

    Er nennt sich Agnostiker, aber auch Agnostiker die nicht an Gott glauben sind Atheisten!

  8. #8 von wildbetta am 18. Dezember 2010 - 15:26

    Ja, das ist ein Krux mit den Begrifflichkeiten. Auf der Ebene der Erkenntnis sind wir zwangsläufig alle Agnostiker, allerdings keine 50:50 Agnostiker, sondern vll. 99,999% zu 0,001% oder weniger, aber es bleibt, wie in den Naturwissenschaften immer eine -wenn auch winzige- Restwahrscheinlichkeit zurück. Praktisch sind wir aber Atheisten, denn wir laufen ja nicht durchs Leben und wägen bei jeder Handlung ab, ob die 0,001% nicht vielleicht doch zutreffen.
    “ Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,999% darf ich am Freitag Fleisch essen ohne dafür in der Hölle zu schmoren, aber wenn die 0,001% zutreffen, werde ich braten, wie das Schnitzel auf dem Herd.“

  9. #9 von Sheldon Lee Cooper am 18. Dezember 2010 - 15:43

    > Man denke nur an das Universum, wie z.B. die Sonne, welche ein Stern im Zentrum des
    > Sonnensystems ist. Trotz ihrer Entfernung von durchschnittlich 150 Millionen Kilometern,
    > ist die Sonne für das Leben auf der Erde von fundamentaler Bedeutung.

    Nein, nicht trotz, sondern genau deswegen. Das nennt man habitable Zone. Und es gibt sehr viele Planetensysteme, in denen Planeten nicht in der habitablen Zone liegen und gerade deswegen auch keine Religioten beherbergen, die aussprechen könnten, wie doof es ist, dass sie auf ihrem Planeten wegen blöder Witterungsbedingungen nicht existieren können. Aber das tut ja nichts zur Sache. Bei 200 Milliarden Sternen allein in unserer Galaxie, stellt man sich lieber dumm und tut so, als wäre dieses lebensfeindliche Universum, das uns umgibt, mit seinen winzigen, kostbaren und seltenen Inseln des Lebens, auf denen die „Schöpfung Gottes“ wiederum nur lebensfreundliche Gebiete besiedeln kann, das perfekte Werk einer übernatürlichen Intelligenz.

  10. #10 von Andreas P am 18. Dezember 2010 - 15:50

    @Wildbetta: Entscheidender ist eine andere Frage: Wenn Gott nun Vegetarier hasst und Fische ihm heilig sind… – kurzum, fuer jede Gottesvorstellung, die x angeraten sein laesst, laesst sich eine gleich plausible Vorstellung finden, die nicht-x angeraten sein laesst.

    Mangels irgendwelcher Hinweise ist die Wahrscheinlichkeit jedes speziellen Gottesbildes vernachlaessigbar gering, wenn nicht – Ueberabzahlbarkeit der Gottesvorstellungen – exakt 0. 😀

  11. #11 von Max Headroom am 18. Dezember 2010 - 16:01

    Nehmen wir mal an, dass sich einzelne Bestandteile eines Flugzeugs auf einem Schrottplatz befinden. Inwiefern besteht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tornado kommt und die ganzen Bestandteile zu einem Flugzeug zusammenführt?

    Wären es Lebewesen, und würden sie wegen des Überlebens willen sich paaren und an die Umgebung anpassen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch. Haben Stahl, Kupfer, Blei und Gummi jemals solche Eigenschaften gezeigt? Nein? Whow! Da bin ich aber platt 🙂 .

    Wie schön Gott die Schöpfung beschrieben und perfekt erschaffen hat, ein unbeschreibliches Gefühl…

    Andere Menschen erfreuen sich an den goldenen Ring Frodos, an die Teleportation in Star Trek, an die Romanze in „Vom Winde werweht“ oder „EMail für Dich“. Ein subjektiv „schönes“ Gefühl ist noch lange keine Wahrheit 😀 .

    Man denke nur an das Universum, wie z.B. die Sonne, welche ein Stern im Zentrum des Sonnensystems ist. (..)

    Man bedenke auch, dass sie nicht „immer“ dort vor sich hinschien. Sie entstand durch nachvollziehbare Prozesse, nicht durch unbelegbaren Annahmen.

    Ist das ein „Zufall“, dass die Distanz zwischen Erde und Sonne so geregelt ist, dass wir auf der Erde leben können und zugleich ein Nutzen aus der Sonne ziehen?

    Ja und Nein. Ja, weil wir in den Weiten des Alls auf nahe zu jeden anderen Planeten geboren gewesen sein könnten, der die nötige Vorraussetzungen mitbrachte. Nein, weil nicht nur der Abstand zur Sonne wichtig ist, sondern auch die gigantischen Gasriesen, welche Eis- und Gesteinsbrocken aus dem All für uns ablenken. Damit wir „nur“ alle 60 Millionen Jahren einen Meteoriteneinschlag erleben, welches ein Großteil des Lebens auf der Erde vernichtet. Alles nur Zufall? Oder hat Gott absichtlich planetare Staubsauger im All positioniert, auf das nur alle paar Millionen Jahre mal ein Staubkorn „daneben“ geht und seine heissgeliebte Schöpfung ausrottet? Die ganze Mühe mit den Plagen und Überflutungen … durch einen popeligen Steinbrocken vernichtet 😀 .

    Sie sehen eine schöne Villa, jedoch haben Sie nicht gesehen, wer sie gebaut hat.

    Eine Villa ist kein natürliches Objekt. Sie folgt nicht den Gesetzen der Natur. Weder finden biologische Prozesse in den Häuserwänden statt, noch ist eine soziale Ebene in den Türen und Fenstern zu erkennen. Überhaupt nichts. Somit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie durch eine „künstliche Schöpfung“ entstanden ist, durch eine Intelligenz, welche die Baumaterialien nutzen konnte. Und zwar für einen Zweck (Schutz vor Unwetter, erotische Fantasien, Fasadenfetischismus, …). Mehr nicht 😀 .

    PS: Sorry, ich habe mir nicht die Mühe gemacht, die logischen Fehlschlüsse zu suchen und zu benennen. Es ist einfach viel zu offensichtlich, dass sich hier dumme Kreationlistenlogik Gehör verschaffen möchte. Sowas gehört für mich nicht analysiert, sondern ausgelacht 😛 .

  12. #12 von peanut am 18. Dezember 2010 - 16:13

    Heute beim streuen bin ich von der Erde gefallen. Auf einmal stürzte ich ab. Erschrocken sah ich um mich und stellte fest, dass der Bordstein zu Ende war. Nichts mehr da. Keine Strasse. Nichts. Nur der tiefe Fall. Batschhhhhhhhhhhhhhhhh auf einmal der Aufprall. Ich war vom Sofa gefallen. So schmerzhaft muss sich das anfüllen, wenn man Christ ist.

  13. #13 von Barkai am 18. Dezember 2010 - 16:35

    Max Headroom,

    wenn man Pech hat, gibt es biologische Prozesse in den Hauswänden.Stachybotrys chartarum (ein Pilz) macht’s möglich.

  14. #14 von Max Headroom am 18. Dezember 2010 - 16:49

    @Barkai
    Stimmt zwar, ist aber kein erstzunehmendes Problem. Wenn die Bakterien in der Lage sind, eine ganze Häuserfassade hochzuziehen, inklusive des EInbaus der Fenster und Türen, so haben wir endlich das Problem der „schönen Villa“ gelöst 🙂 . Es gibt dann nachweisbares intelligentes UND nichtmenschliches häuserbauendes Leben. Und somit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass es nachweisbare intelligente UND nichtmenschliche Flugzeug-wärend-eines-Tornado-bauernde Leben gibt. Vielleicht sowas wie Ingenieurs-Bakterien ? 😀 . Aber wenn dieser Pilz dazu nicht imstande ist, und wenn die Wände nicht von selbst ihr „Wandgenom“ vermischen wollen … tja … dann muss entweder Allah, JHWH, Zeus oder Marduk weiter daran arbeiten, dass dies geschieht, oder diese Fantasiefiguren sind genauso inexistent, wie die „geschöpfte“ Erde in der Umlaufbahn einer „gottgerecht plazierten“ Sonne 🙂 .

  15. #15 von verquer am 18. Dezember 2010 - 17:01

    @Max

    Nein, weil nicht nur der Abstand zur Sonne wichtig ist, sondern auch die gigantischen Gasriesen, welche Eis- und Gesteinsbrocken aus dem All für uns ablenken.

    Darüber kann man streiten: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/12/jupiter-freund-oder-feind.php

  16. #16 von verquer am 18. Dezember 2010 - 17:02

    @Max

    PS: Sorry, ich habe mir nicht die Mühe gemacht, die logischen Fehlschlüsse zu suchen und zu benennen. Es ist einfach viel zu offensichtlich, dass sich hier dumme Kreationlistenlogik Gehör verschaffen möchte. Sowas gehört für mich nicht analysiert, sondern ausgelacht 😛 .

    Tz. Die Schüler von heute sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Faules Pack! 😀

  17. #17 von wildbetta am 18. Dezember 2010 - 17:07

    „Mangels irgendwelcher Hinweise ist die Wahrscheinlichkeit jedes speziellen Gottesbildes vernachlaessigbar gering, wenn nicht – Ueberabzahlbarkeit der Gottesvorstellungen – exakt 0″. Jop,, auch wenn (immer) eine Restwahrscheinlichkeit bleibt. Aber das haben wir ja schließlich auch beim Weihnachtsmann, Kobolden usw. Lustig sind die Leute die dann sagen:“Na siehste, es KANN ih also doch geben“ xD.
    Das ist halt so, es „könnte“ doch sein, außer in Mathe^^ Aber, wer das als Grund nimmt an sowas zu glauben hat nicht mehr alle Kugeln am Christbaum…

  18. #18 von Barkai am 18. Dezember 2010 - 17:12

    die Auswahl der Sure, die zitiert wird, finde ich erstaunlich.
    Statt der Erklärung der Existenz der Berge in 50:7 hätte man doch viel besser 16:15 nehmen können: die Berge sind dazu da, dass die Erde nicht erschüttert wird, wenn die Menschen auf ihr springen. Das ist doch mal ein rationaler Gottesbeweis!

  19. #19 von Barkai am 18. Dezember 2010 - 17:23

    Da das Flugzeugbeispiel sowie das Villa Beispiel hier schon aufgegriffen wurden.
    Die Erde braucht nicht genau ein Jahr zur Umrundung der Sonne, wie im Blog behauptet. Es ist ein solares Jahr und ca. 6 Stunden. Da könnte man jetzt anmerken, dass Gott da nicht sehr akurat gearbeitet habe. Aber da es ein muslimischer Blog sit, wird man wohl noch einwenden dürfen, dass das muslimsiche Jahr ein Mondjahr ist und Gott es somit völlig verpatzt hat, die Sonnenumrundung in ein einziges jahr zu pressen

  20. #20 von Sheldon Lee Cooper am 18. Dezember 2010 - 19:53

    @verquer

    Dann versuche ich das mal

    > Der Grund für ihre Ansicht ist, dass man Gott nicht sehen kann.
    > Jene Leute, die diesen Glauben haben, befürworten dem Entsprechend
    > den „Zufall“ und negieren damit das Schicksal.

    Er hat die Argumente gegen seine eigene Position nie gelesen und argumentiert daher gegen einen Strohmann.

    > Nehmen wir mal an, dass sich einzelne Bestandteile eines Flugzeugs auf einem Schrottplatz befinden.
    > Inwiefern besteht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tornado kommt und die ganzen Bestandteile zu
    > einem Flugzeug zusammenführt? Für uns Menschen wäre dies undenkbar. Um dies klarzustellen,
    > klären wir den Punkt der Perfektion der Schöpfung.

    Falsche Dichotomie (Tornado oder Schöpfung) und reductio ad ridiculum (die Evolution mit einer fehlerhaften Analogie ins Lächerliche ziehen), wieder durch Strohmann.

    > Gott berichtet im Koran…

    Argument der Autorität, nämlich Gottes Wort. Außerdem steht hier die Annahme der Existenz eines Gottes außerhalb der kritischen Betrachtung und geht ihr voraus. Dabei ist es doch diese Annahme, die überprüft werden soll. Sie kann daher nicht als argumentative Voraussetzung dienen -> Zirkelschluss, Gott beweist sich selbst.

    > Wie schön Gott die Schöpfung beschrieben und perfekt erschaffen hat,
    > ein unbeschreibliches Gefühl…

    Argument der (un)erwünschten Konsequenz. Ich will, dass es so ist, weil das ein tolles Gefühl ist.

    > Was wäre, wenn die Sonne sich der Erde nähern würde? Was würde mit der
    > Erde geschehen? Ist das ein „Zufall“, dass die Distanz zwischen Erde und
    > Sonne so geregelt ist, dass wir auf der Erde leben können und zugleich ein Nutzen
    > aus der Sonne ziehen? Wenn nein, warum glaubt man nicht an das Beispiel mit dem
    > Tornado? Schließlich wäre es ein Ereignis, welches geringfügiger als jenes Beispiel
    > mit der Perfektion des Universums.

    Argumentation basiert auf Ignoranz und der Unkenntnis des anthropischen Prinzips. Das was wir am häufigsten wahrnehmen ist nicht das, was am häufigsten vorkommt. Unsere Wahrnehmung ist abhängig davon, dass in unserem natürlichen Umfeld bestimmte Bedingungen vorherrschen. Das ist dem Universum allerdings gleichgültig.

    > Sie sehen eine schöne Villa, jedoch haben Sie nicht gesehen, wer sie gebaut
    > hat. Wenn man Sie fragen würde, wer sie gebaut hat, hätten Sie
    > höchstwahrscheinlich gesagt, dass es irgendein Mensch auf dieser Welt war.
    > Haben Sie die Person gesehen? Nein. Wie können Sie dann behaupten,
    > dass sie von einem Menschen erbaut wurde?

    Non sequitur. Nur weil ich nicht weiß, wer die Villa gebaut hat und diese Frage auf Basis von Erfahrungswerten beantworte, lässt sich daraus nicht schließen, dass ein Gott für die Schaffung des Universums verantwortlich ist. Außerdem: Erfahrungsbeweis. Eine Villa wurde erschaffen und deswegen muss auch das Universum erschaffen worden sein…. Gott allerdings nicht, was eine unbegründete Ausnahme impliziert.

  21. #21 von Hinterfragerin am 18. Dezember 2010 - 20:02

    @ Sheldon Lee Cooper

    Streber 🙂

  22. #22 von verquer am 18. Dezember 2010 - 20:09

    Ich denke, dass sheldon damit eine 1 verdient hat. 😉

  23. #23 von verquer am 18. Dezember 2010 - 20:26

    @Hinterfragerin

    Ruhe dahinten auf den billigen Plätzen! 😀

  24. #24 von Sheldon Lee Cooper am 18. Dezember 2010 - 20:40

    Yay! Die 1 klebe ich mir jetzt an den Kühlschrank. 😉

  25. #25 von AMB am 18. Dezember 2010 - 21:04

    @(Dr.) Sheldon Cooper

    Applaus! (Der Doktor ist weg, aber dafür hast du jetzt unsere Seite verlinkt.) 🙂

  26. #26 von verquer am 18. Dezember 2010 - 21:19

    @Sheldon

    tue er das. er hat es sich verdient.

  27. #27 von dinuma am 18. Dezember 2010 - 21:51

    Für mich war die Nicht-Existenz Gottes immer eine Evidenz. Nicht-Gott hat sich mir offenbart, was nicht dasselbe ist wie „Gott hat sich mir nicht offenbart“. Ich brauche den Trost dieser Gewissheit, dass es keinen Gott gibt, denn ich finde die Vorstellung eines Gottes ziemlich unerträglich. Ich bin sehr froh, dass man nach dem Tod, d.h. nach dem Erlöschen der Wahrnehmung, im ewigen Nichts aufgehoben ist. Für mich ist jede Religion und jede Gottesvorstellung nur eine Perpetuierung des Weltlichen im Transzendenten, d.h. das Transzendente wird verweltlicht und verliert dadurch seine Transzendenz und damit sein Wesen. Es gibt nichts Weltlicheres und nichts weniger Spirituelles als Religion! Wenigstens trifft das für mich auf die sogenannten hochentwickelten, abstrakten, monotheistischen Religionen zu.

  28. #28 von Sheldon Lee Cooper am 18. Dezember 2010 - 22:50

    @AMB
    Der Doktor ist mal da und mal nicht, je nachdem ob ich bei wordpress.com angemeldet bin oder die automatische Forumlar-Ausfüllfunktion des Browsers benutze. 😉

  29. #29 von Skydaddy am 19. Dezember 2010 - 07:56

    Es gibt etliche solcher Seiten im Netz. Ich nehme an, die Lächerlichkeit dieser Darstellungen kommt daher, dass in islamischen Gesellschaften Nichtgläubige sich kaum outen können bzw. kein Gehör finden, tja, und dann macht sich halt eine gewisse „Nachlässigkeit“ bei der Argumentation breit, weil sie ja eh niemand auf Schwachpunkte prüft.

    Inhaltlich sind die Argumente der Christen zwar genauso schwach, christliche Apologeten waren aber offenbar gezwungen, die Schwäche ihrer Argumente zumindest zu vernebeln und ihre Gegenüber zu verwirren. DAS haben sie wahrlich zur Perfektion entwickelt – muss man ja auch, wenn man keine schlüssigen Argumente hat.

    Die primitive, kindische „Argumentation“ ist auch der Grund, weshalb ich beim Koran trotz mehrfacher Anläufe nie die ersten Seiten hinaus gekommen bin.

  30. #30 von Wolfgang Klosterhalfen am 19. Dezember 2010 - 11:17

  31. #31 von verquer am 19. Dezember 2010 - 17:21

    Das sunnahteam hat sich dann doch mal bequemt auf die eingegangenen Kommentare zu antworten:

    Es fehlt uns die Zeit allen, welche bei diesem Thema einen Kommentar hinterlassen haben (es sind ca.10), zu antworten. Es tut uns wirklich Leid. Bei allen Kommentaren habe wir gemerkt, dass man gar nicht auf die Punkte eingegangen ist. Eher hat man mit anderen Punkten abgelenkt und lediglich behauptet, dass die Punkte, die erwähnt wurden, nicht stimmen. Bewiesen hat man es jedoch nicht. Wir zwingen keinen daran zu glauben. Doch wer ein offenes Herz an, erkennt die Wahrheit. Schließlich haben viele Menschen (unter anderem viele Wissenschaftler) die Wahrheit, sprich der Islam, gefunden.

    Lach. Kann man noch mehr im Allgemeineren bleiben? Übrigens sind die Kommentare nicht freigeschaltet wurden. Ein Schelm wer Böses denkt..

  32. #32 von Max Headroom am 19. Dezember 2010 - 17:28

    Bewiesen hat man es jedoch nicht. Wir zwingen keinen daran zu glauben. Doch wer ein offenes Herz an, erkennt die Wahrheit. Schließlich haben viele Menschen (unter anderem viele Wissenschaftler) die Wahrheit, sprich der Islam, gefunden.

    Worthülsen. So hohl, dass sie beim Aufprall auf den Boden schon metallisch klingen 🙂 .
    Die Wahrheit ist nicht „da“, sie muss erst herauskristallisiert werden. Wenn eine bestimmte Gruppe von Menschen (unter anderem viele Wissenschaftler) etwas erkennen, so muss es nicht die „Wahr-heit“ sein, sondern ist und bleibt stets ein subjektives Erlebnis. Die Religion, etwaige, ist eine subjektive – zutiefst persönliche – Angelegenheit. Sie als „Wahrheit“ darzulegen, wird nicht funktionieren. Hat es nie und wird es auch nie. Eine Wahrheit muss stets gegen alle Argumente gefeilt sein, auch die de Theodizee. Und wenn eine „Wahrheit“ erst gedeutet, getheologisiert oder zwischenzeilich gelesen werden muss, damit sie erst „Sinn“ ergibt, so ist sie keine Wahrheit, sondern nur eine subjektiv zusammengewürfelte Wortansammlung.

    Der Islam ist genausowenig „die Wahrheit“, wie es das Christentum, die Demokratie oder der Humanismus ist. Dazu benötigt man kein offenes Herz, keinen Glaubenszwang und erst recht keine Wissenschaftler dafür 🙂 .

  33. #33 von Sheldon Lee Cooper am 19. Dezember 2010 - 17:46

    Das wird ja immer besser:

    Verquer sagte

    Dezember 19, 2010 um 5:20 pm
    Und warum habt Ihr dann die Kommentare nicht trotzdem freigeschaltet?

    Antworten

    Sunnahblog114 sagte

    Dezember 19, 2010 um 5:36 pm
    Weil wir keinen Sinn darin sehen. Wir haben uns vor Nichts zu fürchten außer Gott. Man hat sich nicht richtig auf die Punkte konzentriert und nur behauptet, dass dies schwachsinn wäre, aber so richtig konnte man dies nicht beweisen. Die Seite sollte eigentlich nicht die Funktion wie ein „Diskussionsforum“ haben, sondern soll eher lehren. Ob man die Artikel akzeptiert oder nicht, das hat jeder für sich selbst zu verantworten und wir zwingen keinen dazu. Die Wahrheit ist eindeutig.

    Es ist ja nun wirklich keine Neuigkeit, dass dem einen oder anderen religiösen Geist der Sinn von Meinungsfreiheit unbekannt ist. Aber ein derart direktes Eingeständnis habe ich auch noch nicht gelesen. Dass Lehre jeder Diskussion erhaben sei, ist mir übrigens auch neu und widerspricht zudem meinen Erfahrungen. Außerdem wird der Autor ohne eine Diskussion nicht darauf stoßen, dass die Wahrheit zwar eindeutig ist, allerdings nicht in seinem Sinne.

  34. #34 von michaeleriksson am 19. Dezember 2010 - 18:06

    Falls jemand interessiert ist, habe ich einen Beitrag zu der Nicht-Publizierung von Kommentaren geschrieben: http://michaeleriksson.wordpress.com/2010/12/19/muslim-creationists-lacking-in-intellectual-honesty/

  35. #35 von Sheldon Lee Cooper am 19. Dezember 2010 - 18:30

    Und jetzt kommt die Realsatire des Tages:

    Sunnahblog114 sagte
    Dezember 19, 2010 um 5:52 pm
    Wir haben die Kommentare schon längst gelöscht und nein, wir drücken uns nicht vor den Kommentaren…

    Das war übrigens das „Schlusswort“.

  36. #36 von raskalnikow am 19. Dezember 2010 - 20:09

    Nun ja… Das war ja eigentlich von Anfang an klar – ich ging jedenfalls davon aus, dass mein Kommentar nicht veröffentlicht wird. Natürlich ist es lächerlich, wenn man sich bei nur 10 Beiträgen auf fehlende Zeit beruft: Erstens ist mit der Veröffentlichung in deutscher Sprache zumindest potentiell mit einem Millionenpublikum zu rechnen 😉 und zweitens kann man Kommentare – so macht es die Mehrheit – auch unkommentiert veröffentlichen.
    Immerhin haben sie durch diese Kritik mitbekommen, dass es auch Leute mit einer anderen Meinung gibt… Über rationale Argumente wird vermutlich auch kaum jemand seinen Glauben verlieren, einen Glauben zu dem er eben nicht aus rationalen Gründen greift, sondern im Gegenteil: Aus irrationalen Gründen. (Von wem habe ich jetzt diesen Satz abgekupfert?)

  37. #37 von deradmiral am 19. Dezember 2010 - 21:45

    Es gibt einen rationalen Grund an Allah zu glauben: die Androhung der Todesstrafe für den öffentlichen Abfall vom Glauben. Wem also dieser Abfall von einem Glauben von seinen Eltern aufgezwungen wurde, der sollte in einer muslimischen Mehrheitsgesellschaft mit Scharia, Steinigung wegen Fremdgehens und Händeabhacken etc. aus rationalen Gründen besser daran glauben. Ansonsten muss er dran glauben.

    Wenn die kleinen Muslima zur Beschneidung nach Hause geschickt werden, dann werden vielleicht auch bald die kleinen Ex-Muslime zwecks Kopfbeschneidung nach Hause geschickt werden.

    Menschenrechte stehen ja nicht auf der Wunschliste unserer muslimischen Religionswächter… und deren apologetischer relativierender Gutmensch-Unterstützer hier in Europa!

  38. #38 von dinuma am 19. Dezember 2010 - 23:00

    @deradmiral

    „aus rationalen Gründen besser daran glauben. Ansonsten muss er dran glauben.“

    Sehr schön, diese Analogie. War mir bisher gar nicht aufgefallen, was daran glauben, oder besser: nicht daran glauben in letzter Konsequenz bedeutet.

  39. #39 von verquer am 19. Dezember 2010 - 23:48

    Und mein letzter Kommentar (nach „Schlusswort“) wurde gelöscht. Aber Sie drücken sich nicht vor den Kommentaren… Nein… Natürlich nicht….

  40. #40 von AMB am 20. Dezember 2010 - 07:03

    About

    Was ist das Ziel der Seite sunnahblog114

    Wir wollen den authentischen Islam darstellen, Vorurteile bekämpfen und die Wahrheit mit der Hilfe Allahs, gepriesen sei Er, ans Licht bringen. ABER NICHT KOMMENTIIIEEEEREEEEEN!!! (ca. 103 dB)

    @gelöschte Kommentare

    Schreibt die gelöschten Kommentare hier.

  41. #41 von AMB am 20. Dezember 2010 - 07:22

    Apropos authentischer Islam:

    London: Muslima scheidet Tochter die Eingeweiden raus

    Oder ist die keine wahre Schottin??

  42. #42 von raskalnikow am 20. Dezember 2010 - 08:25

    @AMB; oK, also hier mein auf sunnahblog114 nicht veröffentlichter Kommentar:

    Der Titel dieses Beitrags lautet: „Rationale Beweise für Gott“ und dieser Titel hat mich auch bewogen den Text zu lesen. Nun bin ich aber sehr enttäuscht, dass im Text kein einziger Beweis für Gott aufgeführt wird (nicht einmal ein irrationaler Beweis!).
    Der Text sagt nur: Diese Welt ist zu „perfekt“ als dass sie durch Zufall entstanden sein könnte. Das ist doch kein Gottesbeweis! Es ist nicht einmal eine saubere Argumentation (der Text strotzt nur so von Fehlschlüssen), das ist allenfalls eine lose Assoziation, aber sich nicht ein Beweis.
    Des weiteren handelt es sich bei dieser Argumentation um eine alte Strategie der christlichen Kreationisten (vor allem Evangelikalen aus den USA). Wer so wie hier dargestellt argumentiert, der beweist nur, dass er von den modernen Naturwissenschaften nichts begriffen hat. Die Entstehung des Lebens kann sehr wohl ohne Gott erklärt werden, die Evolutionstheorie ist bis heute nicht falsifiziert worden, im Gegenteil: Sie wurde schon tausendfach bestätigt. Und noch einmal: Wenn sie die Evolution mit „Zufall“ gleichsetzen, dann beweisen sie nur einmal mehr, dass sie die Theorie nicht kennen, nicht verstanden haben oder bewusst Falschinformationen verbreiten. Lesen sie Darwin! Er schrieb in einer einfachen, klar verständlichen Form und begründet jedes seiner Argumente ausführlich und nachvollziehbar (also ganz anders als dieser Beitrag hier, wo der Titel nichts mit dem Text zu tun hat).