Uganda: Regierungspartei versucht erneut Todesstrafe für Homosexuelle einzuführen

 

Quelle: Wikipedia / Urheber: Open Clipart Library / Lizenz : CC Public Domain Dedication

In Uganda wird wieder über die Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle diskutiert. Ein geplantes Gesetz über die Verschärfung der Sanktionen gegen homosexuelle Handlungen soll nun wieder ins Parlament eingebracht werden; David Bahati von der Regierungspartei NRM hatte es bereits vor einem Jahr vorgeschlagen. „Schwere Homosexualität“ soll demnach zur Hinrichtung führen, „normale Homosexualität“ soll eine lebenslängliche Haftstrafe zur Folge haben. „Gott hat den Menschen zwar Freiheiten gegeben, aber niemand hat das Recht, eine Straftat zu begehen. Wir denken, dass Homosexualität in unserem Land eine Straftat ist“, begründet Bahati seine Forderung gegenüber dem Nachrichtensender CNN.

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  1. #1 von Badok am 29. Oktober 2010 - 22:38

    Warum marschiert da eigentlich keiner ein um Demokratie zu errichten? Achja… zu viele Amis halten Homosexualität ja selbst für eine Todsünde… Und nur die Amerikaner wissen wirlich was Demokratie ist. *lol*

  2. #2 von skydaddy am 29. Oktober 2010 - 22:44

    Tolle Argumentation: „Wir denken, dass Homosexualität in unserem Land eine Straftat ist“ >> „Niemand hat das Recht, eine Straftat zu begehen.“ >> “ „Schwere Homosexualität“ soll demnach zur Hinrichtung führen.“

    Der Typ hat Glück, dass auf unsinnige Argumentation keine Todesstrafe folgt.

  3. #3 von Dr. Sheldon Cooper am 29. Oktober 2010 - 22:51

    > Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) drohte – wie auch Vertreter
    > anderer Staaten – dem bitterarmen Land damit, die Entwicklungshilfe zu kürzen.

    Ich kann nicht fassen, das wir überhaupt was zahlen!

    @Badok
    Das hat mit Demokratie nichts zu tun, sondern mit Rechtsstaatlichkeit. Man kann auch demokratisch legitimiert Minderheiten unterdrücken, in dem die Mehrheit einfach dafür ist, das zu tun. Rechtsstaatlichkeit bedeutet u.a. eine Einschränkung der Demokratie durch beständige Grundprinzipien und Grundrechte.

  4. #4 von deradmiral am 29. Oktober 2010 - 22:59

    Mir hat ein Pakistani vor einem Jahr erklärt, dass der Islam dem Westen überlegen ist, weil es keine Homosexualität in Pakistan gibt. Dies wäre eine Krankheit, die nur im dekadenten Westen sich ausgebreitet hätte.

    Da ist man doch gerne unterlegen.

  5. #5 von skydaddy am 29. Oktober 2010 - 23:07

    @deradmiral:

    Ich weiß ja nicht, wie man in Pakistan „Überlegenheit“ definiert. Ich würde allerdings wetten: Wenn man anerkannte Qualitätskriterien für den Zustand einer Gesellschaft anlegt (z.B. Kindersterblichkeit, Pro-Kopf-Einkommen, Korruption, was auch immer), dann dürfte sich eine positiver Zusammenhang (Korrelation) zwischen Lebensqualität und Homosexualität ergeben.

    Es erfüllt mich allerdings mit einer gewissen Genugtuung, dass einige Idioten wie Schoolboard-Mitglied Clint McCance sich offenbar durch die Gegenwart Homosexueller in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt sehen. Im Grunde heißt das: Homophobie ist schlecht für die eigene Lebensqualität.

    PS: Warst Du in Pakistan, oder handelte es sich vielleicht um einen Studenten, der in einem unterlegenen Land studieren wollte?

  6. #6 von Dr. Sheldon Cooper am 29. Oktober 2010 - 23:07

    @deradmiral
    Selbstmorde gibt es dort auch kaum. Dazu passt aber ein Sprichwort aus der französischen Revolution: „Ein Wunder ist geschehen, ein Pariser ist in seinem Bett gestorben!“

  7. #7 von ketam1n am 29. Oktober 2010 - 23:08

    @deradmiral

    Exakt davon sind auch die Realitätsverweigerer in Uganda überzeugt. Die „Krankheit“ Homosexualität wurde vom „weißen Mann“ angeblich nach Afrika eingeschleppt.

    Hier noch ein interessantes Video zu dem Thema: Being Gay in Afrika

  8. #8 von Dr. Sheldon Cooper am 29. Oktober 2010 - 23:12

    Clint McCance ist übrigens nicht mehr lange im School Board (das ging überraschend schnell):

    http://richarddawkins.net/articles/539843-school-board-official-to-resign-after-making-anti-gay-comments

    My posts I made that were very hurtful, very ignorant in nature,“ he says. „Looking back on it right now and getting to, you know, scrutinize my own self and what I did. It’s horrible. And what I wrote was horrible.

    Tja, religion truly posions everything…

  9. #9 von Igor am 30. Oktober 2010 - 00:14

    Wir zahlen vermutlich, damit nicht noch radikalere dort die Macht ausüben.

  10. #10 von Andreas P am 30. Oktober 2010 - 02:18

    Tja.

    Das Christentum zeigt sich wieder mal von seiner traditionellen Seite. 😛

  11. #11 von Andreas P am 30. Oktober 2010 - 03:19

    argl, falscher smiley: Gibt es hier einen smiley, dem speiübel ist?

    So wie mir?

  12. #12 von DerHammer am 30. Oktober 2010 - 08:36

    was kein protest von seiten des vatikan ??? achso ja stimmt homosexuelle sind ja keine kriegsverbrecher …

  13. #13 von Amazone am 30. Oktober 2010 - 10:48

    @Andreas P:

    Bei WordPress sehen fast alle Smileys irgendwie freundlich aus: http://codex.wordpress.org/Using_Smilies

    Eines mit dem Ausdruck „speiübel“ wäre angesichts der hier behandelten Themen aber vermutlich der Renner 😉

  14. #14 von derKritiker am 30. Oktober 2010 - 13:56

    Tja … wer als erstes an den Islam denkt (den es ja in Afrika verbreitet gibt), der irrt.
    Keine Ahnung wie der Präsident drauf ist, aber schaut Euch mal die Religionsverteilung an:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Uganda#Religion

    Interessant ….:-)

  15. #15 von freigeist am 30. Oktober 2010 - 17:19

    @ der Kritiker

    ich muß gestehen, ich dachte zuerst auch an den Islam. Aber weit gefehlt, das humane Christentum dominiert
    dort die Religionslandschaft.
    Wirklich toll.
    Der „christliche“ „Gott“ ist angeblich ein Gott der Liebe.
    „Jesus“ liebt uns angeblich.
    Darum richtet alle Schwulen hin.
    Nicht zu fassen!

  16. #16 von Badok am 30. Oktober 2010 - 18:10

    @Doc Cooper:
    Offenbar ist dir meine Art des Sarkasmus nicht aufgefallen. Nimm meine Kommentare nicht immer so ernst…