Artikel getaggt mit Verhütung

Heimliche Verhütung auf den Philippinen

Fast jeder fünften Philippinerin, die keine Kinder möchte, fehlt der Zugang zu Verhütungsmitteln. Die katholische Kirche torpediert alle Pläne der Regierung, das zu ändern. Deshalb gehen Frauenrechtlerinnen und Gynäkologen auf eigene Faust in die Slums und beraten die Frauen.

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http://www.stern.de/panorama/heimliche-verhuetung-auf-den-philippinen-1859784.html

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Vatikan: Kurze Leine für die Caritas

Die Caritas ist eine bedeutende Hilfsorganisationen. Bei Katastrophen oder in humanitären Dauerkrisen setzt sich das katholische Werk für Opfer, Kranke und Schwache ein. Doch in wie weit soll das mit missionarischem Eifer verbunden sein? Der Papst sieht die Sache klar.

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Für den Dachverband sind aber auch Anders- oder Nichtgläubige tätig. Innerhalb der Organisation gibt es seit vergangenem Jahr Spannungen. Einige Vertreter fordern, dass die konkrete Hilfe vor Ort Vorrang vor der Verbreitung des katholischen Glaubens haben muss. Die katholische Kirche besteht hingegen darauf, dass die Caritas bei ihrer Arbeit klar Stellung bezieht, unter anderem zu den Themen Abtreibung und Empfängnisverhütung.

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http://www.n-tv.de/panorama/Kurze-Leine-fuer-die-Caritas-article6167471.html

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Obama beugt sich Konservativen und der Kirche

Es sollte ein modernes Gesetz werden: Damit alle US-Bürger freien Zugang zu Verhütungsmitteln haben, wollte US-Präsident Obama auch kirchliche Institutionen zur Kostenübernahme verpflichten. Jetzt hat er das Vorhaben gekippt – der Widerstand im Wahlkampf wurde zu groß.

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Nach scharfer Kritik nahm Obama diesen Vorstoß nun zurück. Stattdessen sollen die Angestellten bei solchen Institutionen die Verhütungsmittel nun direkt von den Krankenversicherern bekommen.

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http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,814633,00.html

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Kirche erlaubt Nonnen die Pille

Moralisches Problem auch für enthaltsame Katholiken: Was wenn die bunten Pillen eine unbefleckte Empfängnis verhüten? (Bildlizenz: public domain)

Wenn Ordensfrauen die Pille nehmen denkt man vielleicht zu erst an mangelnde Enthaltsamkeit, die wenigstens nicht in einer nicht mehr verheimlichbaren Schwangerschaft enden soll. Allerdings würde es für dieses Anliegen wahrscheinlich keine Erlaubnis der Katholischen Kirche geben. Dennoch soll es Nonnen erlaubt werden die Pille zu nehmen, und zwar aus medizinischen Gründen. Durch die Einnahme soll das durch eine höhere Anzahl an Menstruationszyklen verstärkte Risiko an Eierstock- oder Gebärmutterkrebs zu erkranken für die kinderlosen Frauen verringert werden. Australische Wissenschaftler forderten deshalb nun die Pille für Nonnen, die Kirche hat nichts gegen diese Verwendung einzuwenden, solange die Motivation eine medizinische und nicht die Verhütung ist. So heißt es von der Deutschen Bischofskonferenz: “Bei der Einnahme der Pille ist aus katholischer Sicht die Motivation entscheidend – zur Verhinderung einer Schwangerschaft darf sie nicht eingesetzt werden, zur Heilung von Krankheiten schon.”
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,802759,00.html

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Bischof: Sexualerziehung könnte “Missbrauch” von Schülern sein

“Das Erziehungssystem könnte Schüler missbrauchen, wenn es sie – anstatt ihnen zu helfen, ihre sexuelle Energie unter Kontrolle zu halten – über Schwangerschaftsverhütung aufklärt.” [Times of Malta]

Diese Auffassung vertrat der Bischof von Gozo (der zweitgrößten Insel der Republik Malta), Mario Grech, in einer Ansprache während einer Konferenz zur “Theologie des Körpers”.

Schüler im Unterricht über Verhütung aufzuklären ermuntere diese, sich auf eine ”Kultur des Genusses” (“culture of pleasure”) einzulassen und sei gleichbedeutend mit Missbrauch, so der Bischof der Times of Malta zufolge.

Er fügte hinzu: Wenn Liebe als erotische Liebe dargestellt werde, die den menschlichen Körper missbrauche, werde wahre Liebe missbraucht. “Wahre Liebe sollte jemanden dazu bringen, zu geben und nicht zu besitzen”, soll Mgr Grech gesagt haben, wobei er dem Artikel zufolge darauf bestand, dass die Gesellschaft die menschliche Sexualität missbrauche.

Mgr Grechs Äußerungen blieben nicht ohne Widerspruch: Der Leiter der Universitätsklinik von Gozo, Dr. Philip Carabot, sagte:

“Ich bin nicht wirklich überrascht. Wir sind mittlerweile gewöhnt an diese Art von hysterischer Reaktion aus gewissen Kreisen. Das ist extrem unproduktiv und ich habe die Geduld mit diesen Leuten verloren.”

Dr. Carabot weiter: Einige Leute bevorzugten es offenbar, das “Chaos” in Bezug auf Geschlechtskrankheiten und Teenager-Schwangerschaften beizubehalten, so lange sie “den Status Quo aufrecht erhalten und ihren eigenen Vorstellungen zur Durchsetzung verhelfen” könnten. “Die wesentliche Tatsache ist, dass wir eine der höchsten Raten von Teenager-Schwangerschaften in ganz Europa haben.”

Gesundheitsminister Joseph Cassar betonte, bei dem vorgeschlagenen Programm zur sexuellen Gesundheit gehe es nicht darum, für Verhütung zu werben, sondern “sexuelle Gesundheit und sexuelles Wohlbefinden als wesentlichen Bestandteil von jedermanns gesunder Lebensweise zu fördern”.

Währenddessen betätigte der Dekan der Theologischen Fakultät der Universität, Pater Prof. Emmanuel Agius, die Einschätzung von Bischof Grech: Wenn Sexualerziehung sich nur auf das Anpreisen von Verhütungsmitteln konzentriere, könne dies tatsächlich gleichbedeutend mit Missbrauch sein.

In Malta sind Wikipedia zufolge 98% der Bevölkerung katholisch, der Katholizismus ist in der Verfassung als Staatsreligion verankert. “Die katholische Kirche hat einen starken Einfluss auf die maltesische Politik, so sind beispielsweise Ehescheidungen nicht möglich, Schwangerschaftsabbruch ist strafbar und ‘oben ohne’ zu baden verboten.” Erst im Oktober hatten sich die maltesischen Bischöfe gegen Pläne zur Einführung der Ehescheidung ausgesprochen – nicht ohne zu beteuern, dass sie ihre Position gegen die Scheidung niemandem aufzwingen wollten.

Students ‘abused’ with teaching on contraception (Times of Malta, 2.11.2010)
Gozo Bishop’s contraception comments deemed ‘unproductive and hysterical’ (Times of Malta, 3.11.2010)
Evidence shows abstinence-only campaigns do not work (The Malta Independent Online, 4.11.2010)

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