Artikel getaggt mit Atheisten
Religiöse Menschen zeigen weniger Mitleid gegenüber Mitmenschen als Atheisten
Veröffentlicht von ichglaubsnicht in Atheismus, Religion am 2. Mai 2012
Atheisten und wenig Religiöse lassen sich eher von Gefühlen, sehr Religiöse eher von Prinzipien leiten, das ergab eine Studie von US-Sozialpsychologen. Demnach sollen Atheisten, Agnostiker sowie kaum religiöse Menschen ihren Mitmenschen gegenüber auch großzügiger sein und mehr Mitleid oder Empathie für sie zu empfinden, als es besonders religiöse Menschen tun. Die stark Religiösen seien eher mit von einer Ideologie geleiteten Menschen vergleichbar. Die Faktoren von denen ihr Mitleid abhängt seien vor allem von ihrer Religionslehre, der Identität in der Gemeinde oder der sozialen Anerkennung bestimmt.
Was bedeuten Atheisten für Pakistan?
Veröffentlicht von deradmiral in Atheismus, Medien am 25. Oktober 2011
“How does one begin to write a blog about atheism in Pakistan?”
This rather tricky question was posed to me by a web sub-editor after the discovery that not only are there atheists and agnostics alive and well in Pakistan, they are in fact running their own website and using social media to stay in touch and multiply.
I call the above question tricky for a number of reasons. For anyone who is not aware, the most dangerous minority to be in Pakistan is not (contrary to popular belief) an Ahmadi, but an atheist, a disbeliever in any form of God(s); an apostate and therefore, directly wajibul qatl. While there may still be some room for debate about the discriminatory mention of Ahmadis in Pakistan’s constitution, so great is the taboo of atheism that it cannot even be whispered in close quarters with friends and family, let alone in parliament, the courts or the broader media sphere.
Übersetzung
“Wie fängt man an einen Blog-Eintrag über den Atheismus in Pakistan zu schreiben?”
Dieses eher schwierige Frage wurde mir von einem Web-Redakteur nach der Entdeckung, dass es nicht nur Atheisten und Agnostiker gibt, die lebendig und gesund in Pakistan sind. Sie betreiben tatsächlich ihre eigene Website und nutzen Social Media um in Kontakt zu bleiben und sie vermehren sich.
Die eingangs genannte Frage ist aus einer Reihe von Gründen schwierig. Für alle, denen nicht bewusst ist, dass die gefährdetste Minderheit in Pakistan nicht (entgegen der landläufigen Meinung) ein Ahmadiyya (Glaubensgemeinschaft der Anhänger von Mirza Ghulam Ahmad) ist, sondern ein Atheist, ein Ungläubiger an jegliche Form von Gott/Göttern; ein Abtrünniger und somit direkt “wajib-ul qatl”. Während es immer noch eine Möglichkeit über die diskriminierende Erwähnung von Ahmadiyyas in der pakistanischen Verfassung gibt, so ist das Tabu des Atheismus so groß, dass das Wort noch nicht einmal im engsten Kreis von Freunden und Familie geflüstert wird, geschweige denn im Parlament, in Gerichten oder in den Medien.
Weiterlesn
Nur noch 15% der Mitglieder der Schwedische Kirche glauben an Jesus
Veröffentlicht von ichglaubsnicht in Christentum, Religion, Säkularismus am 27. Juni 2011
Wie eine Umfrage unter mehr als 10 000 der 6,6 Millionen Mitglieder der evangelisch-lutherischen Schwedischen Kirche ergab, glauben nur noch 15% von ihnen an Jesus. Gut 70% der Schweden gehören der Schwedischen Kirche an, welche bis 1999 auch Staatskirche war, davon bezeichnen sich nun 25% als Agnostiker und weitere 15% als Atheisten. Noch 400 000 Menschen besuchen laut dem Umfrageergebnis mindestens einmal im Monat einen Gottesdienst der Schwedischen Kirche. Die Kirche wird in Schweden demnach auch fast nur noch als gesellschaftliche und soziale Institution wahrgenommen.
Zensus: Deutschland wird zum Staat der Gläubigen erhoben
Veröffentlicht von Skydaddy in Gesellschaft, Religion, Staat und Kirche am 11. Mai 2011
Frank Patalong weist bei SPIEGEL ONLINE auf ein weiteres Problem beim Zensus hin:
Der Haushalts-Fragebogen (siehe den grünen Musterbogen) gönnt dem Thema zwei Frageblöcke, die mit 7 und 8 überschrieben sind. In Frageblock 7 wird erfasst, ob man Mitglied einer Glaubensgemeinschaft ist. Wenn das so ist, darf man mit Block 9 weitermachen – man ist damit erfolgreich als gläubig erfasst. Das mag dann zwar gelogen sein, nicht aber im Sinne des Gesetzes.
Der Fragebogen erzwingt also quasi ein religiöses Bekenntnis von Leuten, die Glaube und Kirche fernstehen, weiter aber dafür Steuern zahlen. Zweifler oder gar Ungläubige, die aus Bequemlichkeit, Tradition oder sonstigen Gründen – etwa, weil sonst der Job flöten ginge – in der Kirche bleiben, gibt es offiziell in Deutschlands Kirchen nicht, das ist damit geklärt.
Zensus 2011: IBKA kritisiert Fragebogen
Veröffentlicht von Skydaddy in Atheismus, Gesellschaft am 3. Mai 2011
IBKA-Pressemitteilung vom 03.05.2011
Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) kritisiert den Zensus hinsichtlich der Fragen nach dem weltanschaulichen Bekenntnis. Angehörige nichtreligiöser Weltanschauungen hätten hier unzureichende Antwortmöglichkeiten.
„Der Fragebogen der kommenden Volkszählung bietet Nichtreligiösen als Antwort auf die Frage nach der Religion oder Weltanschauung nur zwei Möglichkeiten. Diese haben lediglich die Wahl zwischen ‚Sonstige Religion, Glaubensrichtung oder Weltanschauung‘ und ‚Keine Religion, Glaubensrichtung oder Weltanschauung‘. Eine Differenzierung zwischen zwischen religiösen und nichtreligiösen Weltanschauungen wird nicht angeboten“, beklagt René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA.
Mit einer Entscheidung für ‚Sonstige Religion, Glaubensrichtung oder Weltanschauung‘ gerate man ungewollt in Gesellschaft von Anhängern ‚exotischer‘ Religionen.
Daher empfiehlt der IBKA Konfessionslosen, die Frage mit ‚Keine Religion, Glaubensrichtung oder Weltanschauung‘ zu beantworteten, selbst wenn sie sich einer Weltanschauung zurechnen. Auf diese Weise werde die Chance maximiert, dass das Ergebnis des Zensus den Anteil der nichtreligiösen Bevölkerung korrekt wiedergibt. Hieran müssten Nichtreligiöse ein Interesse haben, damit sie in Gesellschaft und Politik die Beachtung finden, die ihnen zukommt.
Hintergrund:
Frage 8 im Fragebogen zur Haushaltebefragung des Zensus 2011 lautet: „Zu welcher der folgenden Religionen, Glaubensrichtungen oder Weltanschauungen bekennen Sie sich?“ Diese Frage ist im Gegensatz zu Frage 7, in der nach der Zugehörigkeit zu einer Religionsgesellschaft gefragt wird, keine Pflichtfrage.
Anmerkung Skydaddy: Es ist genau diese fehlende Differenzierung, die immer wieder zu falschen, negativen statistischen “Erkenntnissen” über Atheisten und Humanisten führt! Nehmen wir die heutige Meldung: 14 Jahre länger leben, wenn man regelmäßig in die Kirche geht. Das Problem ist, dass bei den “Nicht-Kirchgängern” bewusste Atheisten und Humanisten mit der größeren Zahl der Indifferenten in einen Topf geworfen werden. Also mit der großen Zahl derjeniger, die sich überhaupt keine Gedanken darüber machen. Soweit ich mich erinnere, punkten “bewusste” Atheisten und Humanisten in vielerlei Hinsicht ebensogut wie “aktive Gläubige”, weil sie ihre Weltanschauung ebenfalls bewusst, reflektiert und oft auch in der Gruppe pflegen. Wenn aber die Ahnungslosen mit dazu genommen werden, ziehen die den Schnitt runter. Hat jemand ein konkretes Beispiel dafür?
Noch eine Anmerkung: In England läuft derzeit ebenfalls eine Kampagne, sich beim Zensus als “nicht religiös” zu bekennen:
Auch Atheisten: Wie erklärt man Kindern wer Gott ist?
Veröffentlicht von AMB in Apologetik, Atheismus am 16. Februar 2011
Wie sieht Gott eigentlich aus? Warum gibt es einen Gott und einen Allah? Wieso hängt in der Kirche ein Mann am Kreuz? Was kommt nach dem Tod? Irgendwann stellt jedes Kind diese Fragen. So beantworten Sie sie.
(…)
Religion kann auch Kindern von Atheisten helfen
Kinder hätten sehr existenzielle Gefühle, wie Angst, Hoffnung, Vertrauen und Misstrauen, oder die Sorge, verlassen zu werden. Dies seien Themen, die religiöse Anteile hätten, oder zumindest philosophische. Auch wenn Eltern Atheisten oder weniger gläubig seien, wäre es aus Schweitzers Sicht wünschenswert, den Kindern eine Chance zu geben, religiöse Rituale kennenzulernen.
Weiterlesen:
USA: Atheistische Weihnachtsbotschaften
Ein Bericht über mehrere atheistische Weihnachts-Werbebotschaften auf Plakaten und im Fernsehen. Witzigerweise lesen in den Spots Atheisten antößige Bibelstellen vor.
Die in dem obigen Video gezeigten Werbespots gehören zur Kampagne “Consider Humanism“, die Bus-Motive können bei der Freedom From Religion Foundation bewundert werden. (Hier sind noch mehr.) Mein Favorit:
UN-Experte: Religionsfreiheit gilt auch für Atheisten
Veröffentlicht von Skydaddy in Atheismus, Religion, Staat und Kirche am 4. Dezember 2010
Der UN-Sonderberichterstatter Heiner Bielefeldt kritisiert Regierungen, die Religionsfreiheit lediglich zum Schutz der Mehrheitsreligion in ihrem Land nutzen. “Die Religionsfreiheit ist ein universelles Menschenrecht”, so der Wissenschaftler.
Weiterlesen bei evangelisch.de.
Sind Atheisten dumm? – “Klartext” von Bischof Andreas Laun
Veröffentlicht von Skydaddy in Apologetik, Atheismus, Religion am 2. Dezember 2010
Im August schrieb der Salzburger Weihbischof Andreas Laun auf kath.net im Zusammenhang mit dem Loveparade-Unglück: “Gott straft aus Liebe!” Weil er sich missverstanden fühlte, veröffentlichte er tags darauf eine “Klarstellung der Klarstellung“. Und im November fühlte er sich wiederum gehalten, “diesen Punkt nochmals klarzustellen.” – Vielleicht sollte kath.net Launs Kolumne mal einen anderen Namen als ausgerechnet “KLARTEXT” verpassen – oder sich gleich einen anderen Schreiber suchen.
In seinem neuesten Text stellt Laun die Frage “Sind Atheisten dumm?” – Aufhänger ist Rainhard Fendrichs Bemerkung in einem Interview “Ich akzeptiere jeden Atheisten, aber ein Atheist ist für mich ein Trottel.” – für die sich Fendrich kurze Zeit später, auch hier im Blog, öffentlich entschuldigte.
Als Antwort auf die selbst gestellte Frage liefert Launs “Klartext” ein entschiedenes Sowohl-als-auch. (Wie schon bei seinem Loveparade-Artikel: Einserseits “steht es keinem Menschen zu, über die Toten zu urteilen und darüber hinaus zu behaupten, ihr Tod sei eine – natürlich gerechte – ‘Strafe Gottes’ für die Sündigkeit der Love-Parade”. Andererseits: “‘Love – Parade’ und Teilnahme an ihnen sind, abgesehen von ihrem abstoßenden Erscheinungsbild, objektiv eine Art Aufstand gegen die Schöpfung und gegen die Ordnung Gottes, sind Sünde und Einladung zur Sünde! Sie dürfen nicht schöngeredet werden als ‘harmloses Feiern’ netter junger Menschen!”) Einerseits: “Sicher kann man nicht behaupten, alle Atheisten wären intellektuell unbegabte Menschen.” Andererseits: “Was Fendrich sagte, steht, genau gelesen, auch in den Psalmen 53,2 , wenn es dort heißt: ‘Der Tor spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott!’ ‘Tor’ oder ‘Trottel’, das eine Wort ist Hochsprache, das andere vulgär, aber gemeint ist dasselbe: ein Mensch, der viel zu wenig, der falsch denkt, der sich in einer einfachen Sache irrt!”.
Gut – für eine umfassende Würdigung von Launs Artikel ist es noch zu früh. Es muss erst einmal abgewartet werden, ob er seinem “Klartext” demnächst noch Richtigstellungen hinterherschickt.
Bis dahin können sich Atheisten die Zeit damit vertreiben, nach einem Beleg für Launs folgende Behauptung zu suchen:
Man lese nach, wie gehässig sich ein Herr Dawkins, der derzeitige „Atheisten-Papst“, über seinen christlichen Kritiker J. Lennox äußerte, dem er sogar wünschte, erschossen zu werden.
Dawkins wünschte John Lennox, er möge erschossen werden? Weiß Dawkins davon? (Hehehe, bald weiß er es!) Laun bleibt den Beleg jedenfalls schuldig.
EKD-Schneider: Atheistische Argumente “aus dem 19. Jahrhundert”
Veröffentlicht von Skydaddy in Apologetik, Atheismus, Kirchenfinanzen, Politik, Staat und Kirche am 1. Dezember 2010
idea berichtet über Äußerungen des EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider: “Die Argumente stammten aus dem 19. Jahrhundert. In der Sache werde nichts Neues geboten.” [Anmerkung: Die Bekenntnisschriften der evangelischen Kirchen, die auf der EKD-Website einzusehen sind, stammen im Wesentlichen aus dem 16. Jahrhundert oder früher. Als Begründung für Staatsleistungen (Zahlungen des Staates an die Kirchen aus allgemeinen Steuermitteln) führen die Kirchen selbst gerne den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 an.]
Dem Evangelischen Pressedienst (epd) zufolge wies Schneider Kritik von säkularen Organisationen an Staatsleistungen “mit deutlichen Worten” zurück:
“Ich sehe darin einen ziemlich erfolglosen Versuch, eine Kampagne in unserer Gesellschaft zu organisieren”, sagte er. In der Diskussion würden Staatsdotationen, Kirchensteuern und Entgelte für kirchliche Leistungen wie die Unterhaltung von Kindergärten teilweise bewusst durcheinander gebracht.
Mit dem letzten Satz hat Schneider Recht. So vermengte z.B. sein katholischer Kollege, Bischof Müller aus Regensburg, diesen Sommer die Staatsdotationen und kirchliche Leistungen wie die Unterhaltung von Kindergärten: So berichtete kath.net über Vorstöße, die Staatsleistungen abzulösen oder zu kürzen:
Im Gespräch mit der „Passauer Neuen Presse“ meinte Müller, „entgegen allgemeiner Meinung“ gebe es „in Wirklichkeit keine Leistungen des Staates an die Kirchen“. Die Sache verhalte sich „umgekehrt“: „Es gibt Leistungen der Kirche oder kirchlichen Einrichtungen im schulischen oder sozialen Bereich für die Allgemeinheit, die vom Steuerzahler mittels des Staates refinanziert werden.“ [...]
Wenn die Kirchen die entsprechenden Leistungen nicht mehr finanzieren könnten, müsste der Staat sie selber finanzieren und folglich kräftig die allgemeinen Steuern erhöhen.“
Update: Auch der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Hans Langendörfer, wird im Zusammenhang mit den Staatsleistungen wie folgt zitiert:
„Die Kirchen und Religionsgemeinschaften werden deswegen kofinanziert, weil sie etwas Gutes tun, weil sie Unterstützung verdienen. Sie leben nicht auf Kosten des Staates. Sie sahnen nicht zu Unrecht etwas ab.“
“Späte Rache der SED für die Gebete in Leipzig”
Aber zurück zu dem epd-Artikel über Schneiders Äußerungen:
Eine Ablösung der Staatsleistungen, die auf die Enteignung und Säkularisierung kirchlicher Güter zurückgehen, “würde bei uns nicht auf Widerstand treffen”, betonte der 63-jährige Theologe. Es sei Sache des Staates, mit dieser Frage “klug und vernünftig” umzugehen. Wenn jedoch die Linkspartei einen Antrag in den Bundestag einbringen wolle, die Staatsleistungen “ganz billig” abzulösen, sei dies lediglich eine “späte Rache der SED für die Gebete in Leipzig und die Demonstrationen mit Kerzen”, die zum Fall der Mauer beigetragen hätten.
Während Schneider die Forderung der Linkspartei, die seit 1919 von den deutschen Verfassungen gebotene Ablösung der Staatsleistungen endlich durchzusetzen, als “späte Rache der SED” bezeichnet, scheint er sich nicht daran zu stören, dass die Kirchen auch heute noch von den Privilegien aus dem Reichskonkordat von 1933 (von der EKD hier als Rechtsquelle aufgeführt) und dem 1935 eingeführten, verfassungswidrigen Abzug der Kirchensteuer durch den Arbeitgeber profitieren – ein “später Triumph der Nationalsozialisten”?
Knapp 70 Prozent Kirchenmitglieder?
Schneider fürchtet nicht, dass der gesellschaftliche Einfluss der Kirchen schwindet. Während andernorts inner- und außerhalb der EKD bereits erkannt wird, dass der EKD in den nächsten 20 Jahren die Hälfte ihrer Kirchensteuerzahler abhanden zu kommen droht, glaubt Schneider nämlich, dass noch “knapp 70 Prozent der Bevölkerung” einer christlichen Kirche angehören. [Tatsächlich dürften es etwa 60% sein, siehe Grafik.] Sicherheitshalber fügte er aber hinzu, die Relevanz der Kirche hänge nicht in erster Linie von der Zahl ihrer Mitglieder ab, sondern davon, wie überzeugend sie ihren biblischen Auftrag erfülle und die Botschaft von der Gnade und Liebe Gottes verbreite.

























































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