Archiv für die Kategorie Menschenrechte

Mexiko: Kirche stellt Priester, der für Menschenrechte kämpft, kalt

Die katholische Kirche Mexikos stellt ihren prominentesten Priester kalt. Alejandro Solalinde, der sich in den vergangenen fünf Jahren für die Menschenrechte von illegalen Migranten eingesetzt hat, soll wieder ganz normaler Gemeindepfarrer werden.

(…)

Die Kirche gebe „dem Druck des organisierten Verbrechens und einiger Politiker“ nach.

Weiterlesen:

http://www.taz.de/Kirche-in-Mexiko/!99290/

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Petition gegen Beschneidung

Beschluss eines 2-Jahres Moratoriums “Körperliche Unversehrtheit von Kindern”

Sehr geehrte Empfängerin, sehr geehrter Empfänger,

An: Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
An: Die Deutsche Bundesregierung
An: Den Deutschen Bundestag

—————-
Alle Kinder haben das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Doch werden manche von Ihnen bereits kurz nach der Geburt beschnitten, andere erst später.

Im – auch von Deutschland und Israel unterzeichneten und ratifizierten – internationalen Übereinkommen über die Rechte des Kindes (der Kinderrechtskonvention) steht in Artikel 24: “Die Vertragsstaaten treffen alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen”.

Seit dem November 2000 haben Kinder in Deutschland “ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig” [BGB §1631].

Im Gegensatz dazu haben die Deutsche Bundesregierung und auch prominente Mitglieder des Deutschen Bundestages eine Gesetzesinitiative vorgeschlagen um religiös motivierte – nicht medizinisch indizierte – Eingriffe an Kindern zu legalisieren.

In der Debatte um die Abwägung der Rechte von Kindern gegen die Bekenntnisfreiheit und die Rechte der Eltern wünschen wir uns eine sachlichere Debatte.

Die Rechte der betroffenen Kinder auf körperliche Unversehrtheit und seine (auch sexuelle) Selbstbestimmung gehen leider gerade fast völlig unter.

Ein zweijähriges Moratorium und die Einrichtung eines Runden Tisches zum Thema “Körperliche Unversehrtheit von Kindern” soll dazu dienen die Diskussion zu demokratisieren und einen Ausgleich in der Debatte herzustellen.

Alle Stimmen müssen gehört werden.

Auch gerade die Folgen solcher Eingriffe für die betroffenen Kinder müssen angemessen untersucht und berücksichtigt werden.

Dies scheint in der Kürze der Zeit und bei der Geschwindigkeit mit der im Moment Fakten geschaffen werden gerade unmöglich.

Die Versachlichung der Debatte war nie so dringend notwendig wie jetzt!

Mit freundlichen Grüßen,

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Beschneidungsdebatte: Nötiger Schmerz

Feministinnen erklärten die weibliche Beschneidung 1985 zur sexuellen Gewalt. Bei Jungen hat der Bundestag nun als rechtlich „zulässig“ definiert, was bei Mädchen als strafbar erachtet wird. Wo bleibt der Aufschrei der Gender-Forscher?
Von Volker Zastrow

[..] Doch für Genitalverstümmelung, gärtnerisch verniedlichend „Beschneidung“ genannt, soll das nicht gelten? Hier soll ausdrücklich als rechtlich „zulässig“ definiert werden, was bei Mädchen als strafbar erachtet wird? So sieht es ein Entschließungsantrag des Bundestages vor. Wo bleibt der Aufschrei all der Gender-Forscher und -Beauftragten, die im ganzen Lande installiert wurden? Es soll doch ausdrücklich ein geschlechtsspezifischer Eingriff in die körperliche Unversehrtheit von Jungen normiert werden, nur „unnötige“ Schmerzen sollen ihnen erspart, vermeintlich nötige also offensichtlich auferlegt werden.

Immerhin gibt es bei vielen Grünen und manchen Sozialdemokraten erhebliches Unbehagen. In der Union herrscht Schweigen. Oder man folgt der Kanzlerin, die das alles zu Kasperkram erklärt hat: eine Unverschämtheit, zu entschuldigen nur mit der Sorge, dass Rassisten nun wieder einen Anlass zum Hetzen finden. Allerdings hätte man sich auch mehr Zurückhaltung katholischer Bischöfe und Intellektueller gewünscht. Sie haben genug Anlass, neu über sexuelle Gewalt nachzudenken. Auch, weil die katholische Kirche seinerzeit die „christianisierte“ Mädchenbeschneidung in Afrika verteidigte.

Weiterlesen FAZ

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Schwulenmord in Kenia

Der Mob prügelte auf die Männer ein und bewarf sie mit Steinen. Während der Packer schwer verletzt fliehen konnte, wurde der Koch, dessen Name mit Kamau angegeben wird, von einer aufgebrachten Menge festgehalten und am selben Ort zu Tode gesteinigt. Erst am kommenden Morgen riefen Anwohner die Polizei, damit der Leichnam abgeholt wird. Kamau wurde eine Woche später begraben. Es kam zu keinerlei Festnahmen.

[...]

Ob der Übergriff auf die beiden schwulen Männer religiös motiviert war, ist unklar. Nach der Volkszählung von 2009 sind knapp 83 Prozent der kenianischen Bevölkerung Christen. In dem Slum von Kayole hat jedoch die verbotene Mungiki-Sekte großen Einfluss. Die häufig durch Brandstiftungen, Zwangsbeschneidungen von Frauen, Schutzgeld-Erpressung oder Mord gewalttätig werdenden Mitglieder verlangen, alles Christliche abzulegen und zu traditionellen afrikanischen Bräuchen bzw. zur Stammesreligion zurückzukehren.

Weiterlesen auf queer.de

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bibel.tv – Der Jesus Tanz

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Zentralrat der Muslime in Deutschland kritisiert Studie zu Zwangsehen

Wie wir gestern berichteten suchten alleine im Jahr 2008 laut einer neuen Studie des Bundesfamilienministeriums 3400 Menschen Hilfe bei Beratungsstellen, da sie unter Zwang verheiratet wurden oder werden sollten. Ohne dass in der Studie Muslime konkret genannt wurden, veröffentlichte der Zentralrat der Muslime in Deutschland nun eine Stellungnahme um die Studie und die Diskussion über Zwangsehen allgemein zu kritisieren:

“Die vorliegende Studie (unten mehr) selber spricht zwar nicht explizit über Muslime, der Diskurs wird aber bedauerlicherweise in Deutschland seit Jahren beinahe ausnahmslos im Kontext des Islams geführt.

Die freie Partnerwahl sei “eindeutig im Koran und deutlich durch viele Aussprüche des Propheten im Islam verankert”, auch häusliche Gewalt und Unterdrückung seien im Islam ausdrücklich verboten. Die Generalsekretärin des Zentralrat der Muslime, Nurhan Soykan, fordert deshalb mehr gegen die “tägliche Gewalt gegen Frauen”zu unternehmen, um etwa die Gelder des Familienministeriums effektiver einzusetzen als im Kampf gegen Zwangsheirat.
http://islam.de/19224

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“Gott ist nicht beweisbar. Menschenrechte und der Sinn des Lebens auch nicht.”

Auf der vom Spektrum der Wissenschaft betriebenen Seite “SciLogs” verfassen Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten Artikel zu verschiedenen Themenbereichen wie Physik, Chemie, Mathematik, Psychologie, Philosophie und auch Religionswissenschaften. Einer der Autoren in eben diesem Bereich ist der Religionswissenschaftler Michael Blume, er schreibt in seinem SciLogs-Blog mit dem Namen “Natur des Glaubens – Evolutionsgeschichte der Religion(en)”.

In dem mit einem kleinen Rant gegen die angeblich immer aggressiveren Atheisten im Netz beginnende Artikel

Das Internet ist voll von schlauen Leuten, die als Allererste entdeckt zu haben glauben, dass man Gottes Existenz wissenschaftlich nicht beweisen könne – und davon nun auch alle vermeintlich begriffsstutzigen Religiösen meinen zunehmend aggressiv überzeugen zu müssen

spricht Blume Religionen das Potential zu Menschenrechte zu vertreten und erklärt, dass sich die Existenz Gottes ebenso wenig beweisen lasse, wie jene der Menschenrechte oder eines Sinns im Leben.


http://www.scilogs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/religionskritik-kritik/2011-10-05/gott-ist-nicht-beweisbar.-menschenrechte-und-der-sinn-des-lebens-auch-nicht.

(Danke Bundesbedenkenträger für den Artikelhinweis)

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Zuflucht für ehemaliges Führungsmitglied einer menschenrechtsfeindlichen Organisation in Krefelder Kirche?

Wie die chilenische Tageszeitung “El Mercurio” berichtet, versteckt sich der wegen Beihilfe zu sexuellem Missbrauch von Minderjährigen verurteilte Hartmut Hopp in einer Kirche in Krefeld vor der Justiz. Hopp war ein Führungsmitglied der “Colonia Dignidad“, einem Siedlungsareal von Deutschen in Chile, in welchen es während der Zeit der Pinochet-Diktatur zu massiven Menschenrechtsverletzungen wie Folter gekommen ist. Die Nähe zu christlichen Einrichtungen war dieser klerikalfaschistischen Siedlung nie fern, so war der mittlerweile in einem Gefängniskrankenhaus verstorbene Gründer Paul Schäfer ein evangelischer Jugendpfleger, der in der Siedlung ein ein „urchristliches Leben im gelobten Land“ versprach und Minderjährige dorthin entführte. Schäfer missbrauchte die Kinder nicht nur sexuell sondern lies sie auch mit Elektroschocks quälen um sie von einer „Besessenheit“ zu heilen.

http://www.taz.de/Fuehrungsmitglied-der-Colonia-Dignidad/!76436/

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Türkische Migranten: Immer nur Islam?

Nicht alle türkischen Migranten sind Muslime. Cigdem Toprak ist Alevitin und hält es für einen Fehler, mehr Gebetsräume einzurichten und Islamunterricht einzuführen.

Mir gefällt es nicht, wenn die Islam-Verbände in Deutschland immer auf »demokratische Religionsfreiheit« pochen. Denn ich glaube, sie führen in Wirklichkeit undemokratische Ziele im Schilde: Sie wollen, wie in der Türkei, die säkularen und nicht praktizierenden Muslime »islamisieren«. Zum Beispiel sind sie gegen eine Gleichstellung von Mann und Frau. Ich kann nur staunen, dass die vielen säkularen Türken, die in Deutschland leben, das so hinnehmen. Viele sind wohl einfach abgestumpft, weil sie das schon aus der Türkei kennen.

Daher ist es politisch vollkommen falsch, für mehr Gebetsräume zu sorgen und Islamunterricht einzuführen. Was uns weiterbringt, wären mehr Kulturwochen und Ethikunterricht. Das würde den säkularen Deutsch-Türken den Raum geben, der ihnen bislang fehlt. Dass es Aleviten oder auch atheistische Türken gibt, ist vielen Deutschen nämlich nicht bewusst. Ständig kreist alles um »den Islam«. Das hilft nur denen, die sagen: Weil der Koran »heilig« sei, dürfe man ihn nicht eigenständig und modern auslegen. Das ist sehr gefährlich. Wenn mir selber überhaupt etwas heilig ist, dann das Einfordern von Menschenrechten.

Weiterlesen: Zeit Online

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Atheistischer Blogger flieht aus Marokko wegen Morddrohung

Allah und der Standhafte – Weil er nicht an Gott glaubt, wird Kacem El Ghazzali mit dem Tod bedroht. Doch der 20-jährige Marokkaner, vorläufig in der Schweiz aufgenommen, bloggt weiter.

… Kacem, wie er sich vorstellt, wirkt sanft für einen, der Unzählige provoziert hat, der als Ungläubiger beschimpft, geschlagen und mit dem Tod bedroht wurde. Konzentriert sitzt er am Tisch in einer kahlen, leeren Wohnung, in der ihn ein Schweizer Blogger untergebracht hat, Daniel Stricker von der Organisation Freidenker.tv. Kacem spricht ein vorzügliches Englisch, ausserdem Französisch, Arabisch und Berberisch. Seine liebsten Schulfächer sind Philosophie und Mathematik. Per Fernkurs holt er derzeit die Matur nach und hofft, von der Schweiz definitiv als Flüchtling anerkannt zu werden; am 3. Februar 2011 hat ihm das Bundesamt für Flüchtlinge die vorläufige Aufnahme zuerkannt, Ende Juni ist die nächste Befragung anberaumt.

…  Was er möchte, statt zu müssen, beschreibt Kacem in seinem Facebook-Profil, und dort klingt er genauso jung, wie er ist. Zum Stichwort «politische Einstellung» etwa notiert er: «Wissen und Sex für alle.» Ausserdem bezeichnet er sich als Feminist, der gegen Kriege sei, Religionen und den Islam. «In Marokko lesen wir von der Freiheit», schreibt er, «aber wir haben keine.» Wer am Islam zweifelt, macht sich nach dem marokkanischen Gesetz strafbar, weil er damit den König infrage stellt.

… Über solche Wünsche, Ansichten und Forderungen bloggte der junge Marokkaner anonym im Netz, bis seine orthodoxen Gegner seinen Namen herausfanden und publizierten. Im Oktober ging Kacem in die Offensive und gab einem arabischen, in Frankreich stationierten Fernsehsender ein Interview. Vier Tage später wurde er vom Rektor seiner eigenen Schule zusammengeschlagen, und seine Mitschüler bewarfen ihn mit Steinen. Kacem war drei Wochen verletzt, tauchte dann unter, hielt sich in marokkanischen Städten versteckt. Die Todesdrohungen häuften sich, auch auf seinem Handy, Unbekannte beschimpften ihn als Ungläubigen und Söldner des Westens, maskierte Männer zeigten sich im Internet, drohten ihn abzuschlachten wie ein Schaf.

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Muslimische Führer in Kenia verlangen Scharia oder Todesstrafe Homosexuelle

Mohammed und Jesus: "abartiges Treiben"?

Muslimische Führer in Kenia welche sich im “Rat der Imame” versammeln haben von der Kenianischen Regierung verlangt die Scharia einzuführen, um so die Geistlichen selbst urteilen zu lassen, oder die Todesstrafe für Homosexuelle für ihr “abartiges Treiben” zu etablieren. Sheikh Mohammed Khalifa vom Rat der Imame sagte “Der Tod ist die einzige vom Islam vorgesehene Strafe für diese Menschen”. Weiter forderte er die Kenianer auf  “Unternehmen und Geschäfte zu boykottieren und sie offen zu diskriminieren, um das abartige Treiben zu stoppen”.
Staatliche Repression, Diskriminierung und Gewalt gegenüber Homosexuellen ist in vielen afrikanischen Ländern an der Tagesordnung, auch im christliche geprägten Uganda wird die Todesstrafe für Schwule diskutiert.

http://www.taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/todesstrafe-oder-scharia/

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Kinderrechte: Amnesty International kritisiert Katholische Kirche

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) hat dem Vatikan in ihrem am Freitag vorgestellten Jahresbericht attestiert, seinen Verpflichtungen aus der UN-Konvention über die Rechte des Kindes nicht nachgekommen zu sein. Es ist das erste Mal, dass die katholische Kirche in diesem Bericht am Pranger steht. Die Kirche reagierte nun mit einem Rundschreiben an die Bischofskonferenzen.

Die Liste der jetzt dokumentierten Punkte dürfte bekannt sein. Amnesty International sieht Rechtsbrüche der Kirche, weil sie Straftäter im Klerus nicht von ihren Posten entfernt und die Kooperation mit staatlichen Justizbehörden abgelehnt hat. Auf der Liste der Vorwürfe steht auch das Versagen bei der Wiedergutmachung gegenüber Missbrauchsopfern.

Weiterlesen:

http://hpd.de/node/11590

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Homo-Ehe: EuGH verbietet Steuerdiskriminierung

Homo-Partnerschaften müssen bei der betrieblichen Altersvorsorge gleichgestellt werden. Laut EuGH können Betroffene auf Schadenersatz pochen.

Weiter auf welt.de, mit Reaktionen aus der Politik.

Ausführlich: Legal Tribune Online.

Demgegenüber meldet die evangelikale Nachrichtenagentur idea:

Evangelische Allianz: Damit wird die Ehe diskriminiert

Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), sieht in dem Urteil die „Fortsetzung eines Irrwegs“, bei dem Ungleiches gleich behandelt werden solle. Ein wesentlicher Unterschied sei, dass die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau zum Zeugen von Kindern führe und damit die Zukunft der Gesellschaft sichere. Deshalb sei die Ehe besonders schützenswert. Wer damit andere Lebensformen gleichstelle, diskriminiere in Wirklichkeit die Ehe, sagte Steeb gegenüber idea.

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Müller vs. Schmidt-Salomon: Bischof beantragt Revision

Das Datum könnte nicht besser gewählt sein. Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit hat Bischof Gerhard Müller, ansonsten eher ein Gegner derselben, sich vehement für die grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit ausgesprochen, genauer gesagt: für seine ganz persönliche Meinungsfreiheit.

In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung kündigt Müller – zum zweiten Mal – an, gegen das Urteil des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vorzugehen, das ihm bestimmte Passagen einer Predigt untersagt, in der er gegen den atheistischen Buchautor Michael Schmidt-Salomon hetzte. Müller hatte (neben anderen Unwahrheiten) behauptet, Schmidt-Salomon würde Kindstötungen legitimieren und dafür ein Zitat ins Gegenteil der Original-Aussage verkehrt (Mehr darüber).

Weiterlesen bei Regensburg Digital.

Update: Hier Michael Schmidt-Salomons Entgegnung (lesenswert!). Schlusswort:

Als Humanist hoffe ich jedoch immer noch, dass Bischof Müller irgendwann einmal die Zeit finden wird, etwas gründlicher über die Dinge nachzudenken, die er gemeinhin so forsch verkündet. Denn: Wer leichter glaubt, wird schwerer klug.

Hier die Erklärung des bischöflichen Ordinariats vom 3.5.2011:

Lebensrecht darf nicht von willkürlichen Zugeständnissen abhängen

Kein Mensch darf über das Lebensrecht anderer Menschen bestimmen. Das ist die Botschaft einer Predigt von Bischof Gerhard Ludwig Müller vom 25. Mai 2008, die der bayerische Verwaltungsgerichtshof drei Jahre später in Teilen für unzulässig erklärte. Ein Gedanke der Predigt befasste sich mit den Überlegungen über Kindestötung eines atheistischen Autors. Dabei macht der Autor das Lebensrecht davon abhängig, ob Menschen ein „echtes, persönliches Überlebensinteresse“* besitzen. Weil es „äußerst schwierig ist, abzuschätzen, ab welchem Zeitpunkt“* dieses „Überlebensinteresse“* feststellbar sei, räumt der Autor großzügig ein, „aus praktischen Erwägungen heraus“* Säuglingen ein Lebensrecht zuzubilligen.

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Seligsprechung: Vatikan lädt den schwarzen Adolf Hitler ein

Man nennt ihn auch "schwarzer Hitler".

Trotz eines EU-Einreiseverbots darf der simbabwische Präsident Robert Mugabe zur Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. am Wochenende in die EU einreisen. Ausnahmen in den EU-Regeln erlaubten dem wegen Menschenrechtsverletzungen kritisierten Staatschef, nach seiner Landung in Rom zur Seligsprechung in den Vatikan weiterzureisen, sagte ein Vertreter des italienischen Außenministeriums heute der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Mugabe ist der umstrittenste Gast bei der Seligsprechung. Simbabwe sei ein Staat, mit dem der Heilige Stuhl diplomatische Beziehungen unterhalte, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi. Sein Kommen müsse deshalb nicht verheimlicht werden. Mugabes Sprecher George Charamba bestätigte in Harare die bevorstehende Reise des Staatschefs. Mugabe sei eingeladen worden und werde der Zeremonie auch beiwohnen.

Der Vatikan ist ein souveräner Staat und nicht Teil der EU. Allerdings landet Mugabe auf einem Flughafen in Rom und muss von dort aus in den Vatikan weiterfahren. Das sei trotz EU-Einreiseverbots aufgrund von Ausnahmeregelungen möglich, sagte ein italienischer Ministeriumsvertreter.

Quelle: orf.at

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EKD-Ratsvorsitzender ruft zu Hoffnung und Anteilnahme auf

Christen verschlössen nicht die Augen vor den schrecklichen Realitäten der Welt, sagte Schneider am Sonntag in seiner Predigt in der Düsseldorfer Johanneskirche. Aber sie ließen sich auch nicht lähmen durch Furcht. Aufgrund der Osterfreude über den auferstandenen Christus ließen sie sich bewegen zu Anteilnahme, Mitleiden und Hilfe. [...] Die Botschaft von Ostern helfe, die Ereignisse nüchtern einzuschätzen, und daran zu arbeiten, dass sie in Zukunft verhindert oder zumindest abgemildert werden, so der Ratsvorsitzende der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD).

[...] Auch weitere Bischöfe gingen in ihren Osterpredigten auf die Katastrophe in Fukushima ein. Ostern zu feiern bedeute, einzustehen gegen menschengemachte Todesrisiken, die letztlich nicht beherrschbar seien, sagte der badische evangelische Landesbischof Ulrich Fischer in Karlsruhe.

http://www.evangelisch.de/themen/religion/ekd-ratsvorsitzender-ruft-zu-hoffnung-und-anteilnahme-auf39555

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Klöckner und Göring-Eckardt im Interview: “Wir sind von Gott getragen”

Klöckner: Politiker brauchen einen verlässlichen “Instrumentenkasten” an Grundüberzeugungen. Das christliche Menschenbild, Wert und Würde eines jeden Einzelnen, diese Grundüberzeugung hilft mir bei ethischen Fragen in der Politik.

[...]

Göring-Eckardt: Heute bin ich der Meinung, dass Staat und Kirche in guter Weise aufeinander bezogen sind. Die Kirchen und kirchlichen Wohlfahrtsverbände ermutigen die Menschen, sie erinnern gewachsene, auch kritische Werte und betreiben Kindergärten und Schulen. Dadurch übernehmen sie Aufgaben von gesamtgesellschaftlichem Interesse, so dass nicht alles dem Staat allein überlassen wird. Einen allumfassenden Staat, der alles selbst bestimmen will, gab es in Deutschland nun schon häufig genug.

Mehr dazu: http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Wir-sind-von-Gott-getragen_aid_990631.html

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Frankfurt: Flashmob tanzt trotz Hasenfest-Tanzverbot auf dem Römerberg

Frankfurt am Main – Mit Musik und trotzdem still haben junge Leute an Karfreitag in gegen das Tanzverbot zu Ostern protestiert. Die Tänzer hatten an MP3-Player angeschlossene Kopfhörer auf den Ohren als sie sich zum Flashmob auf dem Römerberg vor dem Rathaus trafen. Rund 1000 Demonstranten beteiligten sich nach Polizeiangaben, die Veranstaltung sei nach 20 Minuten friedlich zu Ende gegangen. Aufgerufen zu der ungewöhnlichen Form des Protests hatte die Grüne Jugend Hessen.

… Für eine Beibehaltung des Tanzverbots hatten sich unter anderem die Kirchen ausgesprochen. Der Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Roger Töpelmann, argumentierte, der Karfreitag mache auf Leiden in der Welt, wie in Fukushima und Libyen, aufmerksam. Dieser Gedanke vertrage sich nicht mit Ansichten, die “jedem Bürger zu jeder Zeit freie Selbstverwirklichung zubilligen”. Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hatte es selbstverständlich genannt “dass die Ruhe an Karfreitag, einem der höchsten Feiertage der Christen, eingehalten wird”.

Weiterlesen Spiegel Online

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Luxemburg: Handfeste Proteste gegen die Meinungsfreiheit

LUXEMBURG. (hpd) Eine Woche nach dem Start der Buskampagne in Luxemburg mehren sich die Unmutsäußerungen religiöser Vertreter bis hin zu Boykottdrohungen gegenüber den Busunternehmen. Darauf folgten wehrhafte parlamentarische Anfragen in der Deputiertenkammer, während Busunternehmer die Aufkleber wieder abreißen. Ein Bericht von Fiona Lorenz

Die Buskampagne der Luxemburger „Allianz vun Humanisten, Atheisten an Agnostiker“ (AHA!) erregt großes Interesse. Vergangene Woche Montag startete die Kampagne “Nicht religiös? Steh dazu!”, die einfach dazu auffordert, zu seiner Meinung zu stehen, wenn man nicht religiös ist. Fünf Busse fuhren mit dieser Aufforderung durch die Stadt und über das Land.

Es begann damit, dass das „Wort“, die größte Luxemburger Tageszeitung, sich am 13.04.2011 in einem kleinen Artikel darüber beschwerte, nicht im Vorfeld über die Kampagne informiert worden zu sein. Mit der Behauptung, „AHA startet Kampagne gegen Religiosität”, wurden etliche Parlamentsmitglieder namentlich aufgeführt, welche die Kampagne unterstützen. Beleidigt wirkt die Aussage: „Wir weisen unsere Leser darauf hin, dass wir bereits gestern im LW über diese Aktion berichtet hätten, wenn man uns zur Vorstellung der Kampagne am Montag eingeladen hätte.“ Soweit nachvollziehbar. Allerdings hatte sich das Luxemburger Wort bis zu diesem Datum nicht im mindesten an irgendeiner der bisherigen AHA-Aktionen interessiert gezeigt. Dazu muss man wissen, dass das „Wort“ der katholischen Kirche in Luxemburg gehört und ihre Berichterstattung entsprechend anpasst. Über unliebsame Themen pflegt man gar nicht oder, wenn es sein muss, sehr tendenziös zu berichten.

Weiterlesen auf:
http://hpd.de/node/11481

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Spaniens verkaufte Kinder

Es ist ein Skandal, der Spanien in seinen Grundfesten erschüttert: Jahrzehntelang nahmen die katholischen Eliten des Landes Eltern die Kinder weg und verhökerten sie. Jetzt kämpfen die Opfer um Gerechtigkeit.

Juan Luis Moreno erfuhr am Totenbett seines Vaters, wie viel er ihm wert war. “Wir haben dich für 150.000 Peseten gekauft, von einem Priester”, gestand ihm der 81-Jährige vor ein paar Jahren im Krankenhaus eines Vororts von Barcelona. “Mein ganzes Leben war auf einmal Betrug”, sagt Moreno heute, wenn er an den Moment zurückdenkt, in dem alles zerbrach. Wochen der Lähmung folgten, aber er konnte sich nicht vor der Welt verstecken, wie er es eigentlich gewollt hätte. Denn die Beichte seines Vaters hatte noch eine weitere Lebenslüge aufgedeckt: Auch sein bester Freund Antonio Barroso, ein Spielkamerad noch aus der Sandkastenzeit, war ein gekauftes Kind, ebenso wie Moreno selbst. Auch ihn erstanden dessen Eltern 1969 im nordspanischen Saragossa wie eine Ware; für eine ähnliche Summe, nach heutiger Kaufkraft etwa 18.000 Euro. Moreno vertraute sich Barroso an, und beide beschlossen, ihre leiblichen Eltern zu suchen – was sie fanden, war ein verbrecherisches Netzwerk aus der Franco-Zeit, dessen dunkles Vermächtnis Spanien gerade in den Grundfesten erschüttert.

[...] Anfänglich sollten so ausschließlich “rote Eltern” an der Weitergabe ihres Gedankenguts an die nächste Generation gehindert werden, später dann bereicherten sich die katholischen Eliten des Landes auf Kosten derer, die in ihren Augen kein Recht auf Kinder hatten: ledige und damit sündige Mütter.

[...]Die beiden Freunde wollen auch Einblick in die kirchlichen Archive. Moreno etwa weiß, dass ihn eine Klosterschwester und ein Priester mit dem Auto brachten. Jeden Sommer fuhren seine Eltern nach Saragossa, um den Sohn bei den Nonnen in Raten abzubezahlen. “Wenn ich heute einen Priester auf der Straße sehe, steigt in mir die Wut hoch. Ich merke, wie ich die Kontrolle verliere”, sagt er. Die wenigen Kirchenvertreter, die sich zu den Fällen äußern wollen, sagen, sie hätten nur Müttern in Not geholfen und nie in Gewinnabsicht gehandelt.

“Die Obhut von Kindern war seit Beginn der Franco-Diktatur für die Kirche ein einträgliches Geschäft”, sagt hingegen Historiker Ricard Vinyes. “Für jedes Kind hat sie eine beträchtliche Summe eingestrichen.”

Weiterlesen: http://www.ftd.de/

(Danke an Martin für den Hinweis)

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Konvertiert: Christ in Afghanistan droht die Todesstrafe

Dem Afghanen Sayed Mussa droht die Todesstrafe, weil er vom Islam zum Christentum übergetreten ist.

[...] Die afghanische Verfassung garantiert zwar die freie Religionsausübung. Doch den Richtern steht es frei, nach dem islamischen Scharia-Gesetz zu urteilen, das einen Religionswechsel als Gotteslästerung ansieht, die mit dem Tode bestraft werden kann. [...]

Der komplette Artikel bei Jesus.de.

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Porno-Websites als “Beleidigung der Unantastbarkeit des Islam” – Todesurteil im Iran

Im Iran sind zwei mutmaßliche Administratoren von Porno-Websites zum Tode verurteilt worden, ihnen wurde vorgeworfen mit den Erotikinhalten der Websites Hetze gegen die Regierung betrieben und die Unantastbarkeit des Islams beleidigt zu haben.  Einer der beiden Betreiber war zuletzt in Kanada als Webdesigner tätig, wurde allerdings bei einem privaten Aufenthalt im Iran festgenommen. Er bestreitet außerdem für die pornografischen Inhalte verantwortlich zu sein, er habe nur die Software entwickelt. Das Urteil kann nun nur noch vom obersten Gerichtshof aufgehoben oder bestätigt werden.

http://www.gulli.com/news/iran-betreiber-von-porno-websites-zum-tode-verurteilt-2011-02-01

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Kirchen raten zu Verzicht auf Patientenrechte

Wer alt wird, sollte eine Patientenverfügung ausfüllen. Doch wer dazu Formulare der Kirchen nutzt, verzichtet freiwillig auf viele Rechte.

Die christlichen Kirchen unterlaufen die Gesetzgebung des Deutschen Bundestages zur Wirksamkeit von Patientenverfügungen. Am Mittwoch stellten in Köln Erzbischof Robert Zollitsch für die katholische Deutsche Bischofskonferenz (DBK) sowie die Landesbischöfe Jochen Bohl und Friedrich Weber für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) eine „Christliche Patientenvorsorge“ vor, mit der die Kirchen eigentlich auf das neue Gesetz über Patientenverfügungen von 2009 reagieren wollen, diese aber tatsächlich nun in dessen Reichweite stark einschränken. (…)

Ginge es nach dieser, wäre es vielmehr christlich, in schwerer Krankheit seine Rechte nicht wahrzunehmen, was die Kirchen in den Erläuterungen zu den Formularen in gewundener Formulierung auch zugeben: „Das Gesetz“, räumen die Kirchen da ein, „sieht keine Reichweitenbegrenzung vor. Der Diskussionsbeitrag der Kirchen sollte sich deshalb auf die ethische Frage konzentrieren, ob man die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten in Anspruch nimmt oder aus guten Gründen drauf verzichtet.“

Weiterlesen:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article12349294/Kirchen-raten-zu-Verzicht-auf-Patientenrechte.html

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Recht auf Streik: Kirche und Diakonie wollen Urteil kippen

Die evangelische Kirche hält auch nach einer Niederlage vor Gericht am Streikverbot in ihren Einrichtungen fest.

«Das kirchliche Arbeitsrecht ist für uns eine grundsätzliche Errungenschaft, die wir nicht aufgeben wollen», sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, am Freitag in Bad Neuenahr. Das Landesarbeitsgericht Hamm hatte am Donnerstag das Streikverbot in der Kirche und ihren diakonischen Einrichtungen gekippt, aber die Revision zugelassen. Der Bundesverband der Diakonie empfiehlt den Gang zum Bundesarbeitsgericht in Erfurt. (AZ: 8 SA 788/10).

Weiterlesen:

http://www.jesus.de/blickpunkt/detailansicht/ansicht/-/174517streiks-auch-in-kirchlichen-einrichtungen-moeglich.html

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Abtreibungsgegner: “Tötungsspezialist” gilt jetzt als Beleidigung

 

Abtreibungsgegner dürfen Frauenärzte, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, nicht als «Tötungsspezialist» bezeichnen.

Eine solche Herabsetzung sei nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt, urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte am Donnerstag in Straßburg. Eine Verurteilung wegen Beleidigung sei dann gerechtfertigt und verletze nicht die Menschenrechtskonvention.

Weiterlesen:

http://www.jesus.de/blickpunkt/detailansicht/ansicht/-/174503abtreibungsgegner-unterliegen-vor-menschenrechtsgerichthof.html

 

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Arbeitsrecht: Du sollst nicht streiken

Das Landesarbeitsgericht Hamm befasst sich damit, ob Angestellte der Diakonie in Westfalen streiken dürfen.

Als deutscher Arbeitnehmer sollte man eigentlich mit seinem Arbeitgeber Tarifverhandlungen führen können und zur Not streiken dürfen. Pech für Angestellte der Kirchen, der Diakonie und der Caritas, insgesamt 1,3 Millionen Beschäftigte in Deutschland: Für sie gilt dieses Recht bislang nicht, meinen jedenfalls die Kirchen. Denn aus rechtlichen Regelungen, die aus der Weimarer Republik und dem Dritten Reich stammen, leiten die Kirchen (und oft auch der Gesetzgeber) Extraregelungen beim Thema Arbeitsrecht her, erklärt Ulli Schauen, der sich kritisch mit dem Verhalten der Kirchen befasst hat und betroffene Arbeitnehmer interviewt hat.

(…)

Kein Tarifvertrag, kein Streikrecht, das wollen viele unzufriedene Beschäftigte ändern.

Am 13. Januar 2011 nimmt sich das das Landesarbeitsgericht Hamm nun eines aktuellen Falles an. Im August 2008 hatte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di den Verband der Diakonischen Dienstgeber zu Tarifverhandlungen aufgefordert, weil auch unter kirchlichem Mäntelchen längst Dumpinglöhne und fehlende Mitbestimmung um sich greifen. Die Diakonie lehnte Verhandlungen ab, im Frühjahr und Herbst 2009 streikten die Beschäftigten dann, nach einem Aufruf von ver.di. (…)

Bedeutung des erwarteten Urteils

Das anstehende Urteil könnte wegweisend sein: Behalten die Kirchen ihren Sonderstatus? Immer mehr Juristen zweifeln die fragwürdige gesetzliche Extrawurst nämlich an. Je nach Urteil könnten sowohl Kirchen als auch Arbeitnehmer und Gewerkschaften immer weiter klagen: Über das Bundesarbeitsgericht, dann über das Bundesverfassungsgericht, vielleicht gar bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte könnte der Weg führen. Zumindest theoretisch denkbar wäre auch, dass andere Pflegeunternehmen die Konkurrenz durch kirchliche Dumpinglöhne nicht länger hinnehmen und wettbewerbswidriges Verhalten vor dem Europäischen Gerichtshof geltend machen.

Weiterlesen:

http://wissen.dradio.de/arbeitsrecht-du-sollst-nicht-streiken.33.de.html?dram:article_id=7802&sid=

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Israel: Frauendiskriminierung jetzt nur noch freiwillig!

 

Sorry, falsches Bild. - Warteraum für Schwarze, Georgia, 1943 - Quelle: Library of Congress - Public Domain

Nach Angaben von Haaretz hat das oberste Gericht nun entschieden: Öffentliche Busunternehmen dürfen die Praxis der Geschlechtertrennung auf Dutzenden Strecken rund um die ultra-orthodoxen Gebiete fortsetzen, solange sie Passagiere nicht zwingen oder Gewalt anwenden.

Beschwereden gegen die ultraorthodoxen Mehadrin-Buslinien gibt es schon seit 2007, nachdem mehrere Frauen angaben, verbal und körperlich angegriffen worden zu sein, weil sie sich weigerten, hinten im Bus Platz zu nehmen. In seinem Urteil stellte Richter Elyakim Rubenstein nach nun mehr als drei Jahren fest:

Ein Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs besitzt wie jede andere Person kein Recht, jemandem vorzuschreiben oder nahezulegen, wo er zu sitzen habe. [...] Während ich diese Zeilen lese und dies betone, bin ich darüber überstaunt, dass es überhaupt einen Grund gibt, so etwas im Jahr 2010 klarstellen zu müssen. Sind die Zeiten von Rosa Parks zurückgekehrt?”

Ob die nun “freiwillige” Diskriminierung von Frauen eher im Sinne des Rechtsstaates ist, dürften Menschenrechtsexperten mit einem klaren “Nein” beantworten. Und so weiß eine Kommentatorin auf Haarez.com zu berichten:

I was recently visiting Israel. 3 times I was asked to sit in the back of the bus by passengers, not the driver. As a visitor, I do not know where to get off the bus and I generally felt more comfortable sitting in the front of the bus so the driver could tell me when we reached my stop. On these “segregated” buses I was made to feel uncomfortable by the male passengers…

Sollte jemand einen Generator am Grabe Rosa Parks angeschlossen haben, möge er uns bitte mitteilen, wie viel Energie aufgrund ihrer Rotation zwischenzeitlich in Michigans Stromnetz eingespeist wurde.

Quelle: haaretz.com (englisch)

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Erziehung zur Selbstkritik

In der Internet- und Blogzeitung “Die Freie Welt” vertritt Prof. Dr. Dr. Dr.  Adorján F. Kovács eine steile These: Keine Religion oder Ideologie habe mehr für die interne Kritik getan als das Christentum. Dieses erziehe ihre “begabten Mitglieder” zu freiem Denken – gewollt oder ungewollt.

Es muss etwas Freies, Freiheitliches, ja Subversives in der Lehre gegeben haben trotz der erklärten Absicht dieser Institutionen, brave Christenmenschen zu erziehen.

Als Beleg dieser These zählt Kovács am Ende seines Beitrages zwei oder drei Dutzend mehr oder weniger bekannte, interne Kirchenkritiker auf. Unter Ihnen befinden sich tatsächlich auch Giordano Bruno, der für seine interne Kirchenkritik nach 8 Jahren Kerkerhaft von der Kirche am 17. Februar 1600 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Diesen Einwand hat Kovács wohl schon vorhergeahnt und schreibt beschlichtigend:

Dass in früheren Zeiten diese Kritik lebensgefährlich war, ist ein Umstand, der vor allem diesen Zeiten geschuldet war und glücklicherweise überwunden wurde – nicht zuletzt durch die Mithilfe vieler unten genannter, von den Kirchen bestens ausgebildeter mutiger Menschen.

Kaum zu fassen:
http://www.freiewelt.net/blog-2683/erziehung-zur-selbstkritik.html

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Bischof: “UNESCO will Hälfte der Menschheit homosexuell machen”

Der Bischof von Cordoba, Demetrio Fernández González hat vor  einer bisher völlig unbekannten Gefahr gewarnt. Die UNESCO strebe an, den Anteil Homosexueller an der Weltbevölkerung auf 50% zu erhöhen. Über die Details dieses wahrlich globalen Vorhabens schweigt sich der Bischof zwar aus, er geht allerdings davon aus, dass die UNESCO bereits “verschiedene Programme” vorbereitet habe, um dieses Ziel zu erreichen.

Das denken wir uns nicht aus:
http://derstandard.at/1293369893402/Bischof-von-Cordoba-warnt-UNESCO-will-Haelfte-der-Menschheit-homosexuell-machen

(via Astrodicticum simplex)

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Papst warnt in Neujahrspredigt vor Beleidigung seines Gottes

Das hat der Papst wohl nicht gemeint (Copyright: Buskampagne.at)

Das hat der Papst wohl nicht gemeint (Copyright: Buskampagne.at)

Papst Benedikt XVI. hat in seiner Neujahrspredigt eindringlich vor Resignation gegenüber bewaffneten Konflikten gewarnt. Die Menschheit dürfe sich nicht an Gewalt gewöhnen, die “die Zukunft der Völker aufs Spiel setzt”.

Papst Benedikt XVI. ist am Neujahrstag eindringlich für Frieden und Religionsfreiheit in aller Welt eingetreten. Alle Menschen sollten “den Schrei der vielen Kriegsopfer – Männer, Frauen, Kinder und Alten – anhören, die das schrecklichste Angesicht der Geschichte sind”, mahnte der Papst beim traditionellen Neujahrsgottesdienst im Petersdom…

… Darin rief er dringend dazu auf, Religionsfreiheit zu schützen.

Diese sei ein Weg zum Frieden, und Angriffe darauf beleidigten Gott und die Menschenwürde und bedrohten außerdem die Sicherheit. “Das Bekenntnis einer Religion darf nicht instrumentalisiert noch mit Gewalt aufgezwungen werden”, erklärte Benedikt und wies damit jeglichen Fanatismus, Fundamentalismus und Verstöße gegen Menschenrechte im Namen der Religion zurück.

Weiterlesen in der Süddeutschen

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