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Pulitzer-Preisträger Greenblatt “Ich sah nach oben. Da war kein Gott”
Gott? Gibt es nicht. Der US-Autor Stephen Greenblatt wird am Montag für seine Aufklärungsgeschichte “Die Wende – Wie die Renaissance begann” mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. Im Interview spricht er über seine eigene Bekehrung zum Unglauben, nackte Deutsche im Park – und seine Mutter.
Weiterlesen Spiegel Online
Islamist ruft zu Mord an Pro-NRW-Aktivisten und Journalisten auf
Veröffentlicht in Islam, Salafismus am 21. Mai 2012
Weil die Partei Pro NRW regelmäßig mit Mohammed-Karikaturen provoziere, fordert ein in Pakistan lebender deutscher Islamist Muslime zum Mord an den Mitgliedern auf. Auch Journalisten sollen sterben.
[..] “Ihr sollt die Mitglieder von Pro NRW alle töten!”, erklärt der deutsche Terrorist in der Videobotschaft, “Wir raten euch folgendes: Geht nicht mehr zu den Versammlungen der Pro NRW, denn dies führt nur zu einem unkontrollierten Kampf und das Risiko ist zu groß, dass ihr von der Polizei festgenommen werdet.” [..]
Weiter erklärt der Islamist: “So raten wir euch: Lauert und sucht einzelne Personen der Pro NRW im Geheimdienstverfahren auf, sammelt genug Informationen über ihre Wohnorten, über ihre täglichen Routen, ihre Arbeitsplätze. Und dann nach guten und ausreichenden Recherchen und einem strategischen Plan: schlagt zu! Am besten im Schutz der Dunkelheit oder im Morgengrauen. Und dabei ist zu bevorzugen dass ihr sie tötet, dass ihr euren Propheten rächt, indem ihr sie tötet.”
[..] “Der ‘Spiegel’, der von den Juden gelenkt wird, und andere bekannte deutsche Medienabteilungen, haben unseren Propheten dadurch beleidigt. Lauert ihren Mitarbeitern auf, tötet sie und verpasst ihnen eine Lehre, die sie niemals vergessen werden.”
Weiterlesen Die Welt
Überfall: «Allah braucht Geld»
Veröffentlicht in Islam am 21. Mai 2012
Neben ihrem Wagen standen zwei südländische Typen gestern Vormittag am Autobahnzubringer zur A 2 in Mooskirchen und hantierten mit einer Straßenkarte herum. Einen Lkw-Fahrer (30) aus der Weststeiermark winkten die offenbar Orientierungslosen zu sich heran. Noch ehe er angehalten hatte, standen die beiden schon links und rechts auf den Trittbrettern seines Führerhauses. “Allah braucht Geld”, wiederholte einer der Männer immer wieder energisch. Der Fahrer fühlte sich bedroht und gab dem Unbekannten 70 Euro aus seiner Geldtasche. Erst später fiel dem Steirer auf, dass auch er etwas in die Hand gedrückt bekommen hatte – einen in Gold schimmernden Ring.
Weiterlesen Kleine Zeitung
Bischof Müller attackiert Reformgruppen
Veröffentlicht in Katholizismus, Uncategorized am 21. Mai 2012
Das Interview hat Silke Uertz für dpa geführt. [..]
Uertz: Wie werden Sie dort mit Reformgruppen umgehen?
Bischof Müller: «Die Reformgruppe sind wir selbst, Reform stecken wir uns an den Hut. Unter Reform verstehe ich Erneuerung aus der Kirche heraus. Es ist die Frage, ob die sogenannten Reformgruppen wirklich solche sind. Es kann nicht sein, dass Leute, die von sich
aus nichts zustande bringen, sich an die großen Veranstaltungen dranhängen und eine parasitäre Existenzform bringen. Aus ihren eigenen Kräften heraus müssen sie ihre Aktionen machen, die nicht nur destruktiv sein dürfen. Nur dagegen zu sein, Vertreter der Laien zu
sein, aber nie in einem Pfarrgemeinderat mitgewirkt zu haben, das geht nicht.»
Uertz: Beim Katholikentag in Mannheim wurde der Ruf nach Reformen immer lauter. Müsste die Kirche nicht analog zum Zweiten Vatikanischen Konzil frischen Wind wehen lassen?
Bischof Müller: «Es ist die Frage, was man darunter versteht. Wenn das die bekannten Themen sind – damit kann man die Kirche nicht erneuern. Es geht nicht darum, dass wir gesellschaftskonform sind, sondern wir müssen evangeliumskonform sein. Durch Applaus oder
Phonstärke darf kein Druck ausgeübt werden. Es laufen auch keine Leute weg. Die Zugehörigkeit zur Kirche ist heilsnotwendig, wir haben sie nicht gestiftet, sie ist auch nicht das Eigentum der Bischöfe. 25 Millionen Menschen in Deutschland sind katholisch, die treten nicht aus wegen des Missbrauchsskandals, von 20 000 Missbrauchverurteilungen 2012 war nicht ein Priester dabei. Wenn von uns jemand so etwas tut, dann ist das natürlich verheerend.»
Weiterlesen TV Aktuell
Bischof Müller bezeichnet Reformgruppen als “parasitäre” Existenzen
Veröffentlicht in Katholizismus am 21. Mai 2012
Der Gastgeber des nächsten Katholikentages 2014, der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller, hat die Reformgruppen in der katholischen Kirche attackiert.
Im zähen Ringen um Kirchenreformen hat sich der Ton zum Abschluss des Katholikentags verschärft. Prominente Katholiken und Basisgruppen übten in Mannheim massive Kritik an der Amtskirche, der sie mangelnde Dialog- und Veränderungsbereitschaft vorwerfen. Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller wies dies zurück und bezeichnete kritische Geister in der katholischen Kirche als «parasitäre Existenzform».
[..] Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hielt den Oberhirten – ebenso wie der österreichische «Priester-Rebell» Helmut Schüller – mangelnde Dialogbereitschaft vor. «Streit und Kritik sind kein Ausdruck von Illoyalität, sondern von Besorgnis um wichtige Fragen», sagte Kretschmann. [..]
Schüller attestierte der Kirchenführung Reformunfähigkeit. «Wir haben keine Glaubenskrise, und wir haben auch keine Kirchenkrise. Wir habe eine Krise der Kirchenleitung», sagte er beim Alternativprogramm des Katholikentags. «Grundrechte für Getaufte» gebe es nicht, sie seien aber Voraussetzung für Gespräche auf Augenhöhe. Schüller ist Kopf einer Pfarrerinitiative, die sich vor dem Hintergrund zunehmenden Priestermangels etwa für die Öffnung des Amtes für Verheiratete und Frauen einsetzt.
Weiterlesen Augsburger Allgemeine
Christophorus im Auftrag des Senats der Stadt Berlin
Veröffentlicht in Christentum, Katholizismus am 20. Mai 2012
Hallo, ich bin Christophorus der Schutzpatron der Reisenden, der Verfechter von Paragraph 1 der StVO, der Mann, der Rücksicht im Straßenverkehr erfunden hat. Leider konnte ich noch nicht alle Verkehrsteilnehmer davon überzeugen. Seht Euch an, was ohne Rücksicht alles schief gehen kann.
Euer Christophorus
Weiterstaunen: Berlin nimmt Rücksicht
Norwegen schafft die Staatskirche ab
Veröffentlicht in Atheismus, Christentum, Laizismus, Staat und Kirche am 16. Mai 2012
In an unprecedented move, the Norwegian Parliament has voted to abolish the state-sponsored Church of Norway with a constitutional amendment. [..] Traditionally, every citizen of Norway became a member of the Church of Norway upon baptism. 79 percent of Norwegians are registered members, but only about 20 percent make religion a large part of their lives and only two percent attend church regularly, according to 2009 and 2010 data. A 2002 study done by Gustafsson and Pettersson revealed that 72 percent of Norwegians “do not believe in a personal God.”
Übersetzung:
In einem beispiellosen Schritt hat das norwegische Parlament dafür gestimmt, die staatlich geförderte Kirche von Norwegen mittels einer Verfassungsänderung abzuschaffen. [..] Traditionell wurde jeder Bürger von Norwegen durch die Taufe ein Mitglied der Kirche von Norwegen. 79 Prozent der Norweger sind als Mitglieder registriert, aber nur für etwa 20 Prozent macht die Religion einen großen Teil ihres Lebens aus und nur zwei Prozent gehen regelmäßig zur Kirche, nach Umfragen von 2009 und 2010. Eine 2002 durchgeführte Studie von Gustafsson und Pettersson ergab, dass 72 Prozent der Norweger “nicht an einen persönlichen Gott glauben.”
Weiterlesen Digital Journal
Katholischer Orden Legionäre Christi unter Missbrauchsverdacht
Veröffentlicht in Katholizismus, Missbrauchs-Update am 11. Mai 2012
Es geht um mindestens sieben Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs Minderjähriger: Die Legionäre Christi haben dem Vatikan mehrere mutmaßliche Vergehen ihrer Priester gemeldet. [..]
Der Mexikaner Marcial Maciel Degollado bescherte dem Vatikan einen der größten Skandale des 20. Jahrhunderts. Der vor vier Jahren verstorbene Gründer und frühere Leiter des konservativen Ordens Legionäre Christi predigte Keuschheit, Armut und Gehorsam – und verging sich jahrzehntelang an Seminaristen. Außerdem zeugte er mehrere Kinder, die er ebenfalls sexuell missbraucht haben soll.
[..] Nun haben die Legionäre Christi eingeräumt, mehrere wegen Missbrauchs von Minderjährigen und anderer Vergehen verdächtige Priester an den Vatikan gemeldet zu haben.
[..] Die deutsche Sektion des Ordens betonte auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE, dass kein Fall in Deutschland bekannt sei. Die in anderen Ländern eingegangen Vorwürfe würden nun untersucht: “Die Legionäre Christi gehen jedem Hinweis auf sexuellen Missbrauch nach.
[..] Als Chef der Glaubenskongregation hatte Kardinal Joseph Ratzinger Ende der neunziger Jahre eine Untersuchungskommission im Vatikan geleitet, deren Aufgabe es war, die Vorwürfe gegen Maciel aufzuklären. Doch das Verfahren wurde eingestellt.
Weiterlesen Der Spiegel
Kuwait beschließt Todesstrafe bei Blasphemie
Veröffentlicht in Blasphemie, Islam am 5. Mai 2012
Das kuwaitische Parlament will Gotteslästerung in Zukunft mit dem Tod bestrafen. Ein entsprechendes Gesetz habe die Versammlung mit 40 zu sechs Stimmen beschlossen, [..]
Allerdings muss der Emir von Kuwait, Scheich Sabah al-Ahmed al-Sabah, dem Gesetz noch zustimmen, bevor es in Kraft tritt. Für jeden Muslim, der Gott, den Propheten Mohammed oder dessen Frauen verunglimpft, gelte dann die Todesstrafe. Nicht-Muslime müssten mit einer Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren rechnen.
[..] Bisher wird Blasphemie in Kuwait mit Gefängnis bestraft.
Weiterlesen Die Welt
O Gott, ich bin Atheist!
Veröffentlicht in Atheismus am 29. April 2012
Als Ungläubiger muss man sich oft rechtfertigen. Das ist richtig lästig. Deshalb auf ein offenes Wort, Herr Gott
HAMBURG. Lieber Herr Gott,
immer soll man Toleranz zeigen, als Atheist. Immer soll man sich anpassen, als Atheist. Immer soll man dir zustimmen, als Atheist. Aber nie werden wir gefragt, was wir wollen, wir Atheisten.
“Ich glaube nicht an Gott.” Das ist ein Satz, für den man heute noch Mut braucht, um ihn sagen zu können, denn nirgendwo stößt man damit auf Verständnis.
[..]
Und solange mich jemand beschimpft, weil ich Atheistin bin, werde ich zurückschimpfen. Und Sie, ihr Anführer, Herr Gott, Sie sollen uns sowieso in Frieden lassen. Denn für uns gibt es Sie gar nicht.
Viele Grüße von einer Atheistin, die es leid ist, von allen unverstanden zu sein, und nur akzeptiert und toleriert werden will.
Weiterlesen Abendblatt
Dank an Ezri für den Hinweis.
Neulich auf Facebook
Veröffentlicht in Islam am 18. April 2012
Englisch für Salafisten: vor einer Koranverteilungsaktion der Salafisten.
Danke an Ezri für den Hinweis (Abdruck-Erlaubnis hat sie auch noch eingeholt). Die Dame ist (möglicherweise) keine AMB-Leserin. Das Foto ist gerade viral auf Facebook.
Nicole — Sie spricht über ihre dunkle Seite
Veröffentlicht in Esoterik am 18. April 2012
Kaum jemand kennt „Ein bisschen Frieden“ nicht – im mit funkelnden Strasssteinen besetzten Kleid und mit weißer Gitarre gewann Nicole (47) [..] den Grand Prix d´Eurovision. [..] Doch sie hat auch eine düstere Seite, wie sie in einem Radiointerview mit dem Bayerischen Rundfunk verriet. „Ich bin ein sehr mystisch angehauchter Mensch und sehr empfänglich für Dinge zwischen Himmel und Erde, die man so nicht greifen kann“, erklärt Nicole. Außerdem ist sie überzeugt, mindestens drei Mal durch Vorsehung nur knapp dem Tod entronnen zu sein.
[..] Nicole konsultiert auch Wahrsager und Kartenleger, räumt sie ein.[..] Sie glaubt auch, dass sie nicht nur ein Leben hat. „Ich bin der festen Überzeugung, dass man wiedergeboren wird.“ Sobald sie zum ersten Mal den Boden von Kapstadt betrat, „habe ich mich da zu Hause gefühlt.“ Und bei einem Auftritt in Tokio habe sie einen asiatischen Satz auf Anhieb perfekt nachsprechen können. „Ich kann auch asiatisch kochen ohne Kochbuch.“ Das könne alles kein Zufall sein – sie müsse vorher schon in anderen Körpern gelebt haben, zeigt sich die 47-Jährige überzeugt.
Weiterlesen Die Bunte
Missbrauch: 40 Priester noch im Amt?
Veröffentlicht in Katholizismus, Missbrauchs-Update am 16. April 2012
Die „Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt“ kritisiert weiterhin die ihrer Meinung nach mangelnde Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der römisch-katholischen Kirche. Derzeit seien rund 40 beschuldigte Priester im Amt, sagte Sepp Rothwangl von der Plattform heute.
[..] Die Namen jener rund 40 missbrauchsverdächtigen Geistlichen, die derzeit immer noch im Amt seien, kenne man. Eine Veröffentlichung behalte sich die Plattform vor, so Rothwangl. Die Plattform schlägt der Kirche auch vor, Klagen auch zivilrechtlich prüfen zu lassen, da hier andere Verjährungsfristen gelten würden.
Weiterlesen ORF
Druckerei gibt Koran-Auftrag zurück
Veröffentlicht in Islam am 16. April 2012
Am Wochenende verteilten Salafisten wieder bundesweit Koran-Exemplare – jetzt gibt es Probleme für die islamistischen Initiatoren. Das Ulmer Unternehmen, in dem die Bücher gedruckt wurden, hat den Auftrag zurückgegeben, wie ein Sprecher erklärte: “Der öffentliche Druck war zu groß.”
[..] Nach einer rechtlichen Prüfung habe die Ulmer Druckerei am Montagmorgen den Auftraggeber über den Abbruch informiert. [..] Die Druckerei hatte schon seit vergangenem Jahr mehr als 300.000 Korane, über sechs Aufträge verteilt, für die Organisation gedruckt. Der Druck war vom Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen als “unbedenklich” eingeordnet worden, wie Ebner & Spiegel Bekanntgabe.
Eine folgenschwere Ermittlungspanne hat sich die Polizei offenbar in einem Strafverfahren gegen den Initiator der Koran-Kampagne, Ibrahim Abou-Nagie, geleistet. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd vermengte ein Beamter dabei Beweismittel aus verschiedenen Fällen. Dadurch fand ein angeblicher Tötungsaufruf des islamistischen Predigers Ibrahim Abou-Nagie “fälschlicherweise Eingang in die für das vorliegende Verfahren (…) maßgebliche Bewertung” – so heißt es in einer Verfügung der Staatsanwaltschaft Köln vom Februar.
Weiterlesen Der Spiegel
Wie modern darf die Kirche sein?
Veröffentlicht in Katholizismus am 15. April 2012
Die katholische Kirche muss nicht zeitgeistig sein. Aber Mut hat Jesus nicht verboten.
[..] Mittlerweile gilt ja keine Sexualpraxis so pervers wie ein sexloses Leben. In der kirchlichen Lehre bewertet man hingegen die Ehelosigkeit, den Zölibat, als Voraussetzung, um frei für die Seelsorge zu sein. In Wahrheit hat sich die katholische Amtskirche aber seit Jahrhunderten damit arrangiert, dass dies vielen Priestern nicht gelingt und stillschweigend Verhältnisse akzeptiert.
[..] Aber aus der katholischen Kirche eine Demokratie westeuropäischer Prägung zu formen, ist eine realitätsfremde Vorstellung. Sie ist für 1,2 Milliarden Katholiken weltweit zuständig: von den eher säkularisierten in Europa über die sehr gläubigen in den USA bis zu den blutig verfolgten Christen in Afrika.
Weiterlesen Kurier
“Kein besseres Land für Juden”
Veröffentlicht in Judaismus am 13. April 2012
Aus der ganzen Welt kommen sie nach Deutschland, um sich hier zum Rabbiner ausbilden zu lassen und Gemeinden zu übernehmen. Die neuen deutschen Juden spüren das Trauma des Holocaust nicht und sind voller Zuversicht. Eine Auferstehungsgeschichte
[..] und darunter kriecht das Gespenst einer globalen Christenheit hervor, die den Judenhass in sich trägt, trug und immer tragen wird. Die es wieder wagt, ungeschminkt antisemitisch zu sein und Juden den Raum zu nehmen. Strasko sagt so etwas wie, die Zeit der Ruhe für die Juden sei vorbei, die Juden seien weltweit wieder auf Wanderschaft. Doch kaum einer wolle sie haben – bloß Deutschland.
Dort, sagt Strasko, herrscht Religionsfreiheit, und die Türen stehen uns weit offen. [..] Hinter ihnen marschieren grölend die neuen Nazis, Polizisten halten vor Synagogen Wacht. Ist das nicht die Wirklichkeit? Ja, auch. Doch darüber breitet Strasko das Bild einer Gemeinde, in der das Schma Jisrael, das jüdische Glaubensbekenntnis, kein Trauergesang mehr ist, sondern ein Jubellied: Höre, Israel, unser Gott, der Ewige, ist einzig!
[..] Im Gegensatz zum Geiger-Kolleg, das zur Uni Potsdam gehört und deshalb Geld vom Staat erhält, wird das Rabbinerseminar ohne öffentliche Unterstützung bloß aus privaten Mitteln finanziert
Weiterlesen Die Zeit
Aberglaube made in USA
Veröffentlicht in Aberglaube am 12. April 2012
Der Blick in den Kalender ruft bei abergläubigen Menschen derzeit einen Schreck hervor. Denn der 13. des Monats fällt wieder einmal auf einen Freitag – … Der Mythos sei um 1900 in den USA entstanden und erst nach dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam mit vielen anderen kulturellen Einflüssen nach Deutschland gekommen, sagte der Volkskundler Stephan Bachter der Nachrichtenagentur dapd.
“Erfinder” des Unglücksdatums sei ein Finanzmanager aus Boston, erläuterte der Experte für Aberglaube von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP). Dieser habe ein Buch über Börsenspekulationen geschrieben und diesem den Titel “Friday the 13th” gegeben. “Das war Anfang des 20. Jahrhunderts ein sehr erfolgreiches Buch. Das ist einer der Ursprünge”, sagte Bachter.
Weiterlesen Der Westen
Missbrauch auch an der Stormarnschule
Veröffentlicht in Evangelische Kirche, Missbrauchs-Update am 11. April 2012
Ahrensburger Kirchenskandal weitet sich aus. Ehemalige Schülerin erhebt schwere Vorwürfe gegen früheren Pastor.
Ahrensburg – Schock mitten in den Osterferien: Eine ehemalige Schülerin der Stormarnschule in Ahrensburg erhebt im Zuge des Missbrauchskandals in der Kirchengemeinde schwere Vorwürfe gegen das renommierte Gymnasium. Der ehemalige Pastor Dieter K., der in den 70er und 80er Jahren in seiner Gemeinde Mädchen und Jungen missbraucht hatte, war dort fast 30 Jahre lang als Religionslehrer tätig.
In dieser Funktion soll er in den 90er Jahren die Schülerin missbraucht haben. Erst jetzt habe die junge Frau den Mut gefunden, sich an den Verein Missbrauch in Ahrensburg zu wenden, sagte dessen Vorsitzender Anselm Kohn gestern. Der Verein hat bereits einen Fall eines Jungen der Stormarnschule aus den 70er Jahren dokumentiert. Juristisch haben die Vorwürfe keine Folgen. Die Taten wären alle längst verjährt.
[..] Dass der Mann auch als Religionslehrer tätig war, habe das Kirchenamt erst durch das im Frühjahr 2010 eröffnete Disziplinarverfahren erfahren.
Weiterlesen LN Online
Töten in Allahs Namen
Veröffentlicht in Islam am 9. April 2012
Bevor jemand wieder zu einem »Der Islam ist Frieden« ansetzt, sollten wir innehalten und uns klarmachen, was geschehen ist. Ein Mann, der den Namen des Propheten trägt, hat in Toulouse drei jüdische Kinder und einen Rabbiner hingerichtet. Zuvor hatte er drei französische Soldaten getötet, zwei von ihnen waren Muslime.
Im Koran steht [..] Dieser Text ist universal gültig. Er erteilt den Gläubigen die Weisung: Du sollst nicht töten! Hab Ehrfurcht vor dem Leben!
Mohamed Merah hatte diese Ehrfurcht nicht. Nun sagen viele Muslime: Er war gar kein Muslim, da Muslime so etwas eben nicht tun. Aber diese Stimmen sollten jetzt lieber schweigen. Denn mit diesem Argument ersparen sich die Muslime die Auseinandersetzung mit den ideengeschichtlichen Wurzeln der Gewalt im Namen Gottes. Menschen wie Mohamed Merah berufen sich bei ihren Taten auf eine selektive Lesart des Korans. Sie glauben, gottgefällig zu handeln. Da sie sich aber als gläubige Muslime ansehen, sind sie auch Teil der muslimischen Gemeinschaft.
[..] Wir Muslime müssen den Wahhabismus in seine Schranken weisen, indem wir ihn und Al-Kaida dekonstruieren. Es sei nur an das Schweigen der Muslime erinnert, als der wahhabitische Prediger Pierre Vogel vergangenes Jahr zu einem Totengebet für Osama bin Laden aufrief und die muslimische Community sich theologisch nicht zu wehren wusste.
[..] Dafür brauchen wir Imame aus Deutschland. [..] Doch die wohl wichtigste Herausforderung wird sein, den Islam neu zu beleben. [..] Der Extremismus der Wahhabiten ist ein deutliches Beispiel dafür, was passiert, wenn Religion nur noch blindes Handeln ist, bar jeder Barmherzigkeit und jeder Vernunft.
Weiterlesen Die Zeit
Deutsche Priester am Ende ihrer Kräfte
Veröffentlicht in Katholizismus am 9. April 2012
Sie sind überarbeitet, verlieben sich oder verlieren den Glauben. Das alles ist bei Geistlichen nicht vorgesehen und wird verschwiegen. Wie sie damit umgehen – ein Besuch in Kirchen und Klöstern
[..] Der kleine Ort Schwarzach mit seinen 3600 Einwohnern besteht aus nicht viel mehr als dem 1223 Jahre alten Benediktiner-Kloster. Hier betreibt die katholische Kirche ihr eigenes Therapiezentrum für verzweifelte Würdenträger. Es ist zum Schutzraum geworden für Seelsorger, deren Seelen krank wurden. [..] In der Anfangszeit wurde es von Kirchenoberen “katholischer Mülleimer” genannt oder “Recyclinghof für Pfaffen”.
[..] Müller redete öffentlich auch über jene Priester, die ihre Ministranten oder Schüler zu sehr gernhaben. Die sich an ihnen vergingen, ihre Seelen verletzten, manche zerstörten.
Einige dieser Priester suchten bei Müller Rat. Manche sahen ihre Sünde ein, andere blieben stur. Vor allem die besonders Religiösen wollten Müller bisweilen weismachen, dass sie den Jugendlichen, die sie missbrauchten, eine Gunst erweisen würden. Müller redete mit ihnen, manchmal auch auf sie ein. Ihnen helfen konnte er nicht. “Sie sind in einer auf Pädophile ausgerichteten Klinik besser aufgehoben”, sagt der Therapeut.
Weiterlesen Die Welt
Der Papst-Flughafen
Veröffentlicht in Katholizismus am 1. April 2012
Im Vatican City Airport oder besser Aëroportus Vaticanae soll das anders sein – dank der markanten Architektur. Die barocken Gärten werden zum Umfeld für die Landebahn. Der Petersdom steht dabei als zentrales Terminal-Gebäude im Zentrum. Der überwältigende Innenraum wird in den Plänen der beiden jungen Architekten direkt zur Flughafenhalle umfunktioniert. Die Kapellen werden zu Läden des Dutyfree-Bereichs, das Längsschiff die Wartehalle und die Vierung, wo Längs- und Querschiff sich kreuzen, übernimmt die Verteilung zu den Gates.
Weiterlesen Der Tagesanzeiger
Wieso Gott Mann und Frau verbunden hat
Veröffentlicht in Christentum, Katholizismus am 1. April 2012
Die Ehe ist beileibe kein Auslaufmodell, das zeigen jüngste Studien. Wer die Bibel liest, weiß das schon lange, denn Gott hat Mann und Frau erschaffen, damit sie sich als Eheleute gegenseitig ergänzen Von Joachim Kardinal Meisner
[..] Gott selbst, so glauben wir Christen, hat den Menschen als Mann und Frau erschaffen, die aufeinander hingeordnet sind, sich gegenseitig ergänzen sowie als Eheleute und Eltern zu Interpreten seiner Liebe werden. Insofern ruhen die Ehe und ihre Unauflöslichkeit auf Fundamenten, die dem Wechsel politischer und gesellschaftlicher Anschauungen vorgeordnet sind und nicht zu deren „Verfügungsmasse“ gehören.
Weiterlesen Die Welt
Piercing, Tattoo und tiefer Glaube
Veröffentlicht in Christentum am 31. März 2012
Hagen. Tim Willmann ist 1,90 Meter groß, wiegt knapp 110 Kilo und spielt American Football bei den Sauerland Mustangs. Er hört gern harte Musik, trägt in den Ohrläppchen große Ringe, seinen linken Arm zieren von oben bis unten Tattoos. Kurzum – Tim sieht aus wie ein ziemlich cooler Junge. Was diese Äußerlichkeiten jedoch nicht vermuten lassen: Der christliche Glaube prägt das Leben des 24-Jährigen. Tim ist ein Jesus Freak.
Weiterlesen Der Westen
Glaube an den Osterhasen tut dem Kind gut
Veröffentlicht in Aberglaube, Christentum am 31. März 2012

Dürfen Eltern ihren Kindern ins Gesicht flunkern und ihnen die Mär vom Osterhasen aufbinden? Auf jeden Fall, meinen Psychologen. Mit zu viel erwachsener Vernunft wird man schnell zum Spielverderber.
[..] Mit etwa drei Jahren beginnen Kinder, an Fantasiewesen wie den Osterhasen oder das Christkind zu glauben. Wenn dann auch noch die Eltern behaupten, der Hase habe die Eier gebracht, nehmen Kinder ihnen das in der Regel ab. Denn Eltern gelten als glaubwürdige Quelle.
Weiterlesen Die Welt
New York setzt Dinos auf den Index
Veröffentlicht in Evangelikalismus, Gesellschaft, Kreationismus, Zeugen Jehovas am 30. März 2012
Dinosaurier, Zigaretten, Rock’n'Roll – zu diesen Themen sollen New Yorker Kinder nicht geprüft werden, findet die Schulbehörde. Sie hat Dutzende Wörter auf eine schwarze Liste gesetzt, weil sie Jugendliche angeblich verstören. Selbst “Geburtstagsparty” und “Swimmingpool” sind unerwünscht.
[..] Andere unerwünschte Wörter machen Lehrer, Eltern und Reporter allerdings ratlos: Könnte es Kreationisten entsetzen, über Dinosaurier zu lesen, weil sie nicht an die Evolution glauben? Allerdings leugnen Kreationisten gar nicht, dass Dinos einst über die Erde stampften. Womöglich ist das Thema auch einfach nur zu abgegriffen und deshalb nicht gern gesehen. Eine konkrete Begründung bleibt die Behörde allerdings schuldig.
Vielleicht sollte man Geburtstagsfeiern lieber nicht erwähnen, weil die Zeugen Jehovas darauf verzichten? Und mit dem Volksbrauch Halloween könnten sehr fromme Christen nicht einverstanden sein. Doch warum nur sollen Rock’n'Roll und Rap aus Prüfungsaufgaben verbannt sein? Auch hier gibt die Schulbehörde keine Antwort.
Weiterlesen Spiegel Online
Matussek inspiziert Martin Walsers Schreibstube
Veröffentlicht in Atheismus, Christentum am 30. März 2012
“Über Rechtfertigung, eine Versuchung”: Mit seinem neuen Buch werde sich Martin Walser dem Vorwurf aussetzen, eine alter religiöser Trottel zu sein – sagt Matthias Matussek, der das essayistische Werk wärmstens empfiehlt. Auszüge aus dem Manuskript las Walser dem SPIEGEL-Autor bereits im vergangenen Sommer vor. Damals besuchte Matussek den Schriftsteller in seinem Haus am Bodensee.
Aus dem Video:
[..] Matthias Matussek: “Die Rechtfertigung ist ein zentrales Motiv des Christentums. Der Kern des Christentums. Wie schaffe ich einen gnädigen Gott? Die Antwort ist seit Paulus, seit Augustinus, seit Luther, schließlich seit Karl Barth, eigentlich relativ grausam: Der Mensch von sich aus kann weder durch gute Taten, durch gute Werke, noch durch die Einhaltung von frommen Regeln dazu beitragen. Es ist alles Gnade. Gott entscheidet aus sich. (Donner)
[..] er (Martin Walser) beschäftigt sich neben her auch mit dem modischen Atheismus, dem atheistischen Gerede in unseren Talkshows, der auf die Vermeidung dieser letzten Fragen ausgerichtet ist. Und er hat eine wunderbare Beschreibung einer solchen Talkshow:
(Zitat von Martin Walser) “Der Moderator machte, wenn er zum Befürworter sprach (zum Befürworter des Glaubens) ein parodistisches Toleranzgesicht. Mir fiel dazu ein. Die Medien sind der Stammtisch der Nation. Zum Atheisten fiel mir ein: Der hat keine Ahnung! Und wenn es Gott 100mal nicht gibt: dieser Atheist hat keine Ahnung. Beweisen könnte ich das nicht. Aber das es nicht genügt zu sagen, Gott gäbe es nicht, ahne ich. Wer sagt, es gäbe Gott nicht und nicht dazu sagen kann, das Gott fehlt und wie er fehlt, der hat keine Ahnung. Einer Ahnung allerdings bedarf es.” (im Video werden dazu Bilder einer Talkshow mit Matthias Matussek, Mathieu Carrière und Oliver Pocher gezeigt)
[..] Martin Walser: “Gott gibt es nicht. Aber er fehlt. [..] Ich interessiere mich nur noch für Leute, denen er fehlt.”
Video ansehen auf Spiegel TV (Nur für starke Nerven)
Alle sind erleuchtet – Yoga und Meditation
Veröffentlicht in Buddhismus, Hinduismus am 29. März 2012
Der Wunsch nach Wohlfühlen, Entspannung und Kontrastprogramm zum Alltagsstress und Leistungsdruck ist groß. Da geht der Blick nach Fernost. Yoga boomt seit Jahren, auch der Buddhismus hat in Deutschland Fuß gefasst und Urlaub im christlichen Kloster ist gefragt. Sind wir also alle auf dem Weg zur Erleuchtung?
[..] Yoga hat hinduistische Wurzeln.
Der Hinduismus ist eine komplizierte, fremde Religion und jeder angehende Yogi muss sich fragen, wie weit er sich auf die Lehre der Chakren einlassen will. Yoga ohne Spiritualität ist kein Yoga. [..] Der Westen hat Yoga vereinnahmt und umgemodelt. Aus einer strengen, asketischen Lebensform wurde ein Wellness-Angebot. Die Frage ist, ob man, statt sich auf eine Mogelpackung einzulassen, nicht lieber gleich Pilates macht. [..]
Buddhismus – eine fernöstliche Religion in Deutschland
Nicht mehr wegzudenken aus heutigen Großstädten sind auch die Symbole buddhistischen Lebensstils. Die Zahl der bekennenden Buddhisten in Deutschland wird auf 300.000 bis 350.00 geschätzt, darunter bis zu 100.000 Deutsche. Anhängern und Interessenten dieser fernöstlichen Religion stehen mehr als 600 buddhistischen Zentren, Seminarhäuser, Meditationsgruppen und Klöster offen. [..]
Wie auch das Zentrum in Möhra gehören die Einrichtungen in Leipzig, Dresden, Gera und Jena zur Karma Kagyü Schule, einer der vier Hauptrichtungen des tibetischen Buddhismus.
Weiterlesen MDR
„Wo ist Gott?“
Veröffentlicht in Christentum, Wissenschaft am 28. März 2012
Naturwissenschaft und Glaube: Für den Mikrobiologen Scherer zwei Sichtweisen einer Realität
Wer klare Antworten und plakative Aussagen erwartet hatte, wurde enttäuscht. [..] „Wo ist Gott? Erfahrungen eines Naturwissenschaftlers mit der Bibel“ lautete der Titel des Abends im Rahmen der Bibelausstellung. Eine Frage, die entgegen den aktuellen Kirchenaustrittszahlen weit über hundert Leute anlockte.
Scherer ist Mikrobiologe und Professor an der TU München, gleichzeitig einer, der von sich behauptet, dass er Gott begegnet ist. Wie passt das zusammen? Scherers Augen beginnen zu leuchten, als er eine Bakterienkolonie unter dem Mikroskop zeigt. Ein einzelnes Bakterium wird ins Unermessliche vergrößert, so dass die staunenden Zuschauer den „Antriebsmotor“ des Lebewesens erkennen können. „Vieles, das wir bauen, ist dagegen primitiv“, sagt Scherer. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles Zufall sein soll.“
Weiterlesen Main-Post


















































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